• Nostalgie - Interviews

    [Nostalgie] Petra Röder erinnert sich…

    Wie bereits angekündigt werde ich in meiner Reihe „Nostalgie“ in loser Reihenfolge auch die Lieblingskinder und -jugendbücher unserer liebsten Autoren und Autorinnen vorstellen. Den Anfang macht Petra Röder.

    Petra selbst ist sehr vielseitig. Ihre erste Trilogie handelte von Vampieren, weiter ging es mit einem Zeitreise-Roman, einer Chick-Lit-Reihe. Aber auch der Welt des Romatic-Thrills und der Fantasy ist sie zuhause. Gut passt dazu natürlich ihr Lieblingsbuch aus der Kinder- bzw. Jugendzeit. Quasi ein Standardwerk der Fantasy, das wohl in fast jedem lesenden Haushalt mal zu finden war.

    Petras Lieblingsbuch ist „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

    Erscheinungsjahr: 1979

    Verlag: Thienemanns Verlag

    Hier nun das, was Petra Röder über ihr liebstes Buch erzählt:

    Wie viele meiner Leser schon wissen, war „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende das erste Buch, das mich gefesselt und nachhaltig beeindruckt hat. Ich kann mich noch erinnern, als wäre es gestern gewesen. Ich bekam dieses Buch als Teenager geschenkt und war maßlos enttäuscht, dass man es gewagt hatte, mir ein langweiliges Buch zu schenken.

    Dazu muss ich sagen, dass ich in meiner Kindheit keine Leseratte war. Stattdessen saß ich stundenlang am Tisch, habe Geschichten gezeichnet und meine eigene, kleine Fantasiewelt erschaffen.

    Der Roman lag gut zwei Monate im Regal, bevor ich überhaupt einen Blick auf den Klappentext geworfen habe. Im Sommer dann, als keiner meiner Freunde Zeit hatte, mit mir ins Freibad zu gehen, schnappte ich mir eine Decke, den dicken Schinken und legte mich in den Garten.

    Ich begann zu lesen, dachte aber nicht, dass ich lange durchhalten würde. Falsch gedacht, wie sich herausstellte. Die Geschichte um Bastian, Atréju und die Welt Phántasien, zog mich sofort in seinen Bann.

    Worum geht es: Es geht um Bastian Bux einen zehnjährigen Jungen, der von seinem Vater kaum beachtet wird, da dieser sich in der Trauer um seine tote Frau verliert. Bastian ist ein Außenseiter. Als er wieder einmal von seinen Schulkameraden schikaniert und gejagt wird, flüchtet er in die Buchhandlung von Herrn Koreander.

    Dort fällt sein Blick auf ein großes, in Leder gebundenes Buch, mit dem Titel Die unendliche Geschichte, das der Buchhändler gerade liest. Es fasziniert den Jungen vom ersten Moment an.

    Als der Buchhändler den Raum verlässt, schnappt sich Bastian das Buch und flüchtet damit auf den Dachboden seiner Schule. Dort beginnt er, Die unendliche Geschichte zu lesen.Nostalgie, Petra Röder, Michael Ende, Thienemann Verlag

    Es handelt von der Welt Phántasien, in der die kindliche Kaiserin regiert. Doch diese ist schwer erkrankt und so wie sie selbst, stirbt auch Phántasien mit ihr. Schon jetzt droht das Nichts Teile der Welt und deren Bewohner zu verschlingen und lässt nichts von ihnen übrig. In ihrer Verzweiflung sendet die kindliche Kaiserin den jungen Krieger Atréju aus, der ein Heilmittel finden soll.

    Atréju reist durch Phántasien, auf der Suche nach einem Weg, die kindliche Kaiserin und somit auch die Welt zu retten. Dabei erlebt er viele, spannende Abenteuer.

    Bastian ist gefesselt von der Geschichte und kann nicht aufhören, zu lesen. Bald merkt er, dass er selbst in die Geschichte eingreifen kann, indem er Atéju Anweisungen gibt, Es dauert nicht lange, bis er begreift, dass er der eigentliche Retter von Phántasien ist.

    Mir selbst ging es wie Bastian. Auch ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Es faszinierte mich, mit wie viel Fantasie dieser Roman geschrieben worden war. Zum ersten Mal in meiner Leben verstand ich die wahre Bedeutung des Begriffes Kopfkino. Danach gab es nur ein weiteres Buch, bzw. eine Serie, die mich genauso beeindruckt hat und das war J.K. Rowlings Harry Potter.

    Das Buch habe ich verliehen, nachdem ich es gelesen hatte und nie wieder zurück erhalten. Aber während ich an diesem Text saß habe, habe ich mir erneut eine Ausgabe von 1979 bestellt 🙂 Doch auch wenn ich das Buch jetzt bald wieder besitze, werde ich es wahrscheinlich kein zweites Mal lesen. Warum nicht? Weil die Story mich damals derart beeindruckt hat, dass ich die Erinnerung daran für immer beibehalten möchte. Ich hätte Angst, dass dieses Gefühl beim erneuten Lesen nicht mehr eintreten würde.

    Die unendliche Geschichteist ein zeitloser Jugend-Fantasyroman, der auch heute noch seine Leser in den Bann ziehen wird. Solcher Bücher sind selten und ich bin dem Autor von ganzem Herzen dankbar für dieses wundervolle Werk.


    Ich bedanke mich herzlich bei Petra für diesen wundervollen Einblick und freue mich, dass dieses Buch durch diese Aktion wieder in ihrem Regal steht!

  • Nostalgie - Interviews

    [Nostalgie] Autorinnen und Autoren erinnern sich…

    NostalgieDie fleißigen Leser/innen meines Blogs wissen, dass ich vor einiger Zeit die Kategorie „Nostalgie“ eingeführt habe. In dieser Kategorie stelle ich meine liebsten Kinder- und Jugendbücher vor, lese sie nochmal und schaue mal, ob sie mir auch heute noch so viel bedeuten, wie früher. Im Rahmen des Kommentiermarathons tauchte, wie bereits früher schon mal, von euch der Wunsch auf, auf dem Blog mehr Interviews zu veröffentlichen.

    Nun… Interviews gibt es wie Sand am Meer, irgendwie fand ich die Idee ein bisschen langweilig, da die meistens Fragen gestellt sind. Also habe ich hin und her überlegt und bin auf die Idee gekommen unsere Lieblingsautoren- und autorinnen nach ihrem liebsten Kinder- oder Jugendbuch zu befragen. Gesagt getan, ein paar E-Mails habe ich am Wochenende schon rausgeschickt und sehr schnell hatte ich einige Zusagen. Inzwischen sind auch die ersten zwei Mails mit Antworten eingegangen über die ich mich sehr freue!

    Ihr könnt wirklich gespannt sein. Ich hatte bei einer der beiden Autorinnen direkt schon ein Tränchen wegen der Antwort im Auge. Sooo schön 🙂

    Ein bisschen müsst ihr euch noch gedulden, aber bald geht es los!

  • 5 Sterne,  Gelesen 2014,  Rezensionen

    [Rezension] Klang der Gezeiten – Emily Bold

    Rezension, Emily Bold, Montlake Romance, Cover

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    Titel: Klang der Gezeiten
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Emily Bold
    Verlag: Amazon Publishing (seit 2020 Montlake Romance)
    Erscheinungsjahr: 2014
    Einband: Taschenbuch, ebook
    Seitenanzahl: 258

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Wie leicht einem das große Glück durch die Finger rinnen kann, muss Piper erkennen, als Daniel, der Mann ihrer Träume und Vater ihres ungeborenen Kindes, bei Arbeiten in ihrem Haus am Strand stirbt. Pipers Welt bricht zusammen und all ihre Träume und Hoffnungen werden unter dem Schmerz des Verlustes begraben.

    Um Daniel nahe zu sein, beschließt sie gegen den Rat von Freunden und Familie in das unvollendete Haus einzuziehen. In dieser schwierigen Situation ist ihr Daniels bester Freund Kevin eine große Stütze. Doch gerade jetzt fällt es ihr schwer, mit den tiefen Gefühlen umzugehen, die Kevin für sie entwickelt.

    Im Trost der Wellen versucht Piper ihre Wunden zu schließen und ihren Weg zurück ins Leben zu finden.

    Rezension:

    Wie sagte Favola von Favolas Lesestoff so schön? „Emily Bold geht neue Wege ….. und ich folge ihr ….“ Und ich „fürchte“, dass ich mich dieser Prozession anschließen muss.

    „Klang der Gezeiten“ ist ein traumhaft schönes Buch. Bereits von der ersten Seite an war ich gefangen. Gefangen durch die Geschichte, gefangen in dem wunderschönen Schreibstil, gefangen in Pipers und meinen Emotionen. Emily Bold schaffte es, mir von der ersten Seite an Piper ans Herz zu schreiben und mir ihre Verzweiflung, aber auch ihre Liebe nahe zu bringen.

    Wir begleiten Piper durch eine schwere Zeit in ihrem Leben. Hier erleben wir hautnah, wie verletzlich sie ist, wie sehr sie leidet. Durch Rückblenden lernen wir aber auch eine glückliche Piper kennen. Eine Piper, die sich in ihrer Haut und mit ihrem Traummann Daniel wohl gefühlt hat. Ich habe die innere Zerissenheit Pipers gespürt, wenn sie glückliche Momente erlebte und sich dann aber fragte: „Darf ich das eigentlich?“ Darf ich je wieder glücklich sein? Ich hätte sie am liebsten geschüttelt und ihr gesagt: „JA! Natürlich darfst du das!“

  • Rezensionen,  4 Sterne,  Gelesen 2014

    [Rezension] Ich bin eine Hutterin – Mary-Ann Kirkby

    Rezension, SCM Hänssler, Mary-Ann Kirkby

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    Titel: Ich bin eine Hutterin
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Mary-Ann Kirkby
    Verlag: SCM Hänssler
    Erscheinungsjahr: 2011
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 256

    Meine Wertung: 4 Federn

    Klappentext:

    Von der Außenwelt abgeschottet, ähneln die „Bruderhöfe“ der Hutterer den Amischen. Sie teilen den Glauben, den alten deutschen Dialekt und ihr Hab und Gut. Eine Traum-Kindheit für Ann-Marie: kindliche Abenteuer in der kanadischen Wildnis, Romanzen und Raufereien. Doch über Nacht verlassen ihre Eltern die Gemeinschaft. Für die zehnjährige Ann-Marie bricht eine Welt zusammen. Erst als Erwachsene wagt sie sich wieder auf die aufregende Reise in ihre eigene Vergangenheit.

    Rezension:

    Ich fand das Buch unheimlich gut und spannend geschrieben. Ich bin an einem Abend angefangen in Mary-Anns Welt einzutauchen und bin am nächsten Tag mittags wieder aus ihrer Welt aufgetaucht.

    Bis zu diesem Buch wusste ich vage, dass es die Hutterer gibt, aber ich wusste ehrlich gesagt rein gar nichts über ihre Lebens- und Glaubensweise. Dieses Buch hat mir viele Hintergrundinformationen geliefert. Mary-Ann schildert spannend aus ihrem Leben in der Kolonie, aber auch aus dem Leben, in dass sie durch den Weggang der Eltern aus der Kolonie gestoßen wurde.

  • Nostalgie - Interviews

    [Nostalgie] Frühling, Sommer, Herbst und Winter

    Nostalgie

    Titel: Frühling, Sommer, Herbst und Winter

    Zeichnungen: Elsa Schnell-Dittmann

    Verlag: Leider nicht zu ersehen

    Erscheinungsjahr: nicht zu ersehen

     

    Inhalt und Meinung:

    In diesem Buch sind verschiedene Geschichten zum Lauf des Jahres zusammengestellt. Die meisten davon sind von M. Böck-Hartmann, aber auch von Hoffmann v. Fallersleben, Theodor Storm oder Christian Andersen.

    Es handelt sich hier um kurze Geschichten oder Gedichte. Das Buch läuft einmal die Jahreszeiten

    Nostalgie

    durch, vom Frühling, über den Sommer, Herbst bis zum Winter. Die einzige längere Geschichte zeigt den kompletten Jahresverlauf auf.

     

     

     

    Nostalgie

    Am besten gefallen hat mir die Geschichte der Igel „Bei Igels… läuft der Wecker ab“. Es geht ums Aufwachen nach dem Winterschlaf. Der Igelmann

    weckt seine Frau, als der Wecker den Frühling verkündet. Sie dreht sich lieber nochmal um und kuschelt sich ins warme Moos. Nachdem der Igel raus in den Garten geguckt hat und es frühlingshaft warm ist steht Frau Igelin dann doch lieber auf und beide begrüssen sie den Frühling.

    Jedes Gedicht und jede Geschichte ist mit einer wirklich wunderschönen Zeichnung hinterlegt.

    Obwohl „Die Geschichte des Jahres“ nicht meine Lieblingsgeschichte war, war dennoch ein Bild aus dieser Geschichte immer mein Lieblingsbild. Ich fand Väterchen Frost soooo toll, wie er da auf dem Felsen sitzt und der Eiseskälte trotzt.

  • Rezensionen,  4 Sterne,  Gelesen 2014

    [Rezension] Die Liebe klopft an! – Anna Rea Norten

    Anna Rea Norten, Rezension, Klarant Verlag

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    Titel: Die Liebe klopft an!
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Anna Rea Norton
    Verlag: Klarant
    Erscheinungsjahr: 2013
    Einband: ebook
    Seitenanzahl: 89

    Meine Wertung: 4 Federn

    Klappentext:

    Hanna ist als Heiratsvermittlerin erfolgreich tätig und erfüllt ihrer Tochter den Wunsch, dem verwitweten Vater ihrer besten Freundin Kitty, eine neue Partnerin zu vermitteln. Was zunächst einfach erscheint, erweist sich als große Herausforderung für Hannas Herz, denn Toni, Kittys Vater, ist ein verdammt attraktiver und liebenswerter Mann…

    Rezension:

    „Die Liebe klopft an!“ hat mich wirklich gut unterhalten. Der Schreibstil von Anna Rea Norten ist flüssig zu lesen und hat mich in die Geschichte gezogen. Am besten gefallen hat mir Tony, ein liebenswerter junger Mann, der seine Frau viel zu früh verloren hat und seine Tochter nun alleine aufzieht.

    Ich gestehe, dass ich aufgrund der Kürze des Buches immer ein bisschen Probleme hatte mir die Figuren so richtig vorzustellen. Wenn in Büchern Personen mit Kindern auftauchen, dann stelle ich mir die komischerweise immer als älter, so mindestens über 40 Jahre alt vor. Als Tony mit Kitty und Susi auf einen Baum klettert, dachte ich erst: „Hm… das passt nicht.“, als ich mir dann aber wieder ins Gedächtnis rief, dass Tony in meinem Alter ist, da passte es dann doch wieder.