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[Aktion] Gemeinsam lesen 3/2017

Gemeinsam lesen
ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die immer am Dienstag stattfindet. In diesem Jahr werde ich versuchen regelmäßig daran teilzunehmen. Hier geht es zum heutigen Sammelbeitrag.
Welches Buch liest du und auf welcher Seite bist du?Kiss me in New York von Catherine Rider aus dem cbt Verlag (Random House). Ich bin auf S. 104.
Klappentext:
Heiligabend, JFK-Flughafen, New York. Charlotte ist gerade wieder solo. Nach einem Auslandsjahr wurde sie von ihrem amerikanischen Boyfriend abserviert und will nun nichts mehr, als in den Schoß der Familie nach London zurückzukehren. Dann wird ihr Flug verschoben und Charlotte ein Hotel-Gutschein in die Hand gedrückt. Geht es noch schlimmer? Ja, geht es: Anthony will seine Freundin vom Flughafen abholen, doch die macht dort kurzerhand vor aller Augen mit ihm Schluss. Da hat Hardcore-Optimistin Charlotte eine Idee: Wieso verbringen sie und Anthony nicht gemeinsam mit ihrem neuen Ratgeber: Wie man in zehn Schritten über seinen Ex hinwegkommt den Heiligabend? Doch aus unbeschwertem Spiel wird bald romantischer Ernst.Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seiten?
„Charlotte reicht mir Mistake herüber und sagt, dass sie gleich wieder da ist.“
Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
Kiss me in New York ist natürlich das totale Kontrastprogramm zu meinem Buch der letzten zwei Wochen. Ich weiß! Aber, nachdem mich Jahrhundertzeugen von Tim Pröse sehr bewegt hat, musste ich zwischendurch immer wieder zu einem seichten Liebesroman greifen. Anders hätte ich das Buch nicht ausgehalten. Kiss me in New York ist genau das. Ein seichter Liebesroman, der sich bisher sehr gut lesen lässt. Die Protagonisten sind beide sehr jung und sehr süß. Genau das Richtige, um einfach mal abzuschalten und sich zu berieseln.
Belastet dich ein hoher SuB oder freut er dich sogar? (Giselas Bücher:)
Der SuB scheint derzeit ja ein sehr zentrales Thema in der Bloggerwelt zu sein. Es wird sich Gedanken darüber gemacht, diskutiert, wie hoch er sein sollte, sinniert, ob man bei einem hohen SuB die Bücher eigentlich richtig zu schätzen weiß. Ich habe mich zuerst eher aus diesen Diskussionen herausgehalten, inzwischen bin ich an der einen oder anderen Stelle doch eingestiegen. Alles in allem ist meine Meinung dazu aber: Jeder, wie er mag!
Ich selbst habe einen extrem hohen SuB. Schon als Kind/ Jugendliche haben meine Eltern dafür gesorgt, dass uns die Bücher nie ausgingen. Ein Flohmarktbesuch ging nie unter 5 Büchern ab, eher 15 – 20. Ich kenne es also gar nicht, ohne SuB (auch wenn ich ihn damals natürlich nicht so genannt habe). Heute umfasst mein SuB unzählige Bücher, ich würde schätzen, um die 200 Stück. Zum Teil stehen die schon seit 10 oder 15 Jahren ungelesen dort, aber sind noch keiner Ausräumaktion zum Opfer gefallen, weil sie mich noch immer interessieren. Ich sortiere regelmäßig aus und verschenke Bücher, gelesen und auch ungelesen oder verkaufe sie auf dem Flohmarkt wieder. Mir macht es einfach Spaß, vor allem auf Flohmärkten Bücher zu shoppen und ich genieße es, dass ich in meine eigene kleine Bibliothek gehen kann und dort immer neuen Lesestoff zur Auswahl finde. Also, mich selbst belastet der SuB überhaupt nicht. Wäre er nicht mehr da, dann wäre das okay, aber nicht besonders schön. Von daher: Ich pflege und liebe meinen SuB. Ich glaub nicht, dass mir in diesem Leben die ungelesenen Bücher mal ausgehen, zumindest nicht, solange ich ein großes Haus und damit kein Platzproblem habe. Als Belastung habe ich meine Bücher in meinem 36jährigen Leben noch nie empfunden.
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr einen großen SuB, einen kleinen oder vielleicht gar keinen? Belastet es euch, wenn ihr viele ungelesene Bücher zuhause habt oder erfreut es euch?
PS: Dank meinen wunderbaren Designern könnt ihr jetzt auch euren Link per html-Einbindung in meinen Kommentaren hinterlassen. Macht das also gerne!
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[Nostalgie] Gabi vom Laberladen erinnert sich…
Wie bereits angekündigt, möchte ich meine Serie „Nostalgie“ ab diesem Jahr auch auf Bloggerinnen und Blogger ausweiten. Den Anfang macht Gabi vom Laberladen. Zum Laberladen zieht es mich vor allem auch wegen der interessanten Rezensionen zu Gay Romance Romanen immer wieder. Ihr findet bei Gabi aber auch spannende Beiträge zu vielen anderen Büchern, Lesungsberichten, Kinofilmen, die sie gesehen hat oder sehen will und Vieles mehr. Schaut gerne mal beim Laberladen vorbei!Aber, nun geht es zunächst einmal zum Interview:
Welches war dein liebstes Kinder- oder Jugendbuch?
Mit Abstand ist das „Die Schwarzen Brüder“ von Lisa Tetzner.
Worum ging es in diesem Buch?
„Die Schwarzen Brüder“ erzählt vom Schicksal des armen Tessiner Bergbauernbub Giorgio, dessen Familie ihn aus Geldnot weggeben muss, damit er in Mailand als Kaminkehrerjunge arbeitet. Die Arbeit ist hart und gefährlich und die Jungs werden von ihren Meistern in der Regel nicht gut behandelt. Sie haben sich zu einer Bande zusammengeschlossen, die eine Art Straßenkrieg gegen die Mailänder Jungs, die „Wölfe“, führt.
Warum hast du es geliebt?
Ich kann gar nicht mehr sagen, was genau mich an diesem Buch angesprochen hat. Es hat eine abenteuerliche Komponente, ist aber auch sehr traurig – und hat natürlich für Giorgio ein Happy End. Ich habe es als Jugendliche eigentlich immer griffbereit gehalten und immer wieder darin gelesen.
Hast du es noch in deinem Regal stehen? / Glaubst du, dass dieses Buch auch heute noch Kinder/ Jugendliche begeistern kann?
Leider kann ich nicht mehr sagen, was aus meinen Kinder- und Jugendbüchern geworden ist. Als ich aus meinem Elternhaus ausgezogen bin, gab es jüngere Schwestern, die meine Bücher übernommen haben, dann meine Nichten, soweit die Bücher noch da waren. Und dann verliert sich die Spur. Ich habe als Erwachsene auch viele Jahre nicht mehr an das Buch gedacht, aber als vor Jahren irgendwo die Diskussion über Lieblingsbücher aus der Kindheit und Jugend aufkam, ist mir natürlich sofort „Die Schwarzen Brüder“ in den Sinn gekommen. Inzwischen habe ich mir eine aktuelle Ausgabe davon gekauft – aber nicht wirklich gewagt, wieder darin zu lesen. Vielleicht kommt mir als Erwachsene die Geschichte plötzlich dumm und kindisch vor und ich finde sie langweilig? Obwohl ich das nicht glaube, weil hinter der vielschichtigen Story (leider) ein Kern Wahrheit steckt, denn diese Kaminkehrerjungs mit dem lebensgefährlichen Job und dem harten Leben hat es tatsächlich gegeben. Ich meine, dass die Geschichte von Kindern, die keine Kinder sein dürfen und stattdessen Geld verdienen oder sich alleine durchschlagen müssen, zeitlos und immer aktuell ist. Außerdem ist die Geschichte – soweit ich mich noch erinnere – spannend und mitreissend erzählt und deshalb bin ich überzeugt, dass sie auch heute noch bei jugendlichen Lesern gut ankommen würde.
Das ist die Ausgabe, die ich besitze:

Die Ausgabe ist aus dem Sauerländer Verlag. Hier geht es zum Titel beim Verlag.
496 Seiten, gebunden
FISCHER Sauerländer
ISBN 978-3-7373-6272-6
ab 12 Jahren
Beim Stöbern habe ich gerade entdeckt, dass es auch eine Graphic Novel Version davon gibt. Die muss ich mir gleich zulegen, die schenke ich mir nachträglich selbst zu Weihnachten 🙂
Auch die Graphic Novel ist bei den Fischer Verlagen erschienen. Hier geht es zum Buch.
144 Seiten,
FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
ISBN 978-3-7335-0227-0
ab 10 JahrenIch sage Danke an Gabi vom Laberladen für das spannende Interview. Schön, dass du durch das Auseinandersetzen mit dem Buch dazu gekommen bist, dir aktuell auch noch die Graphic Novel zuzulegen und wünsche dir viel Spaß beim Lesen.
Ich selbst habe von Lisa Tetzner „Die Kinder aus Haus Nr. 67“ gelesen und fand die Reihe als Jugendliche sehr beeindruckend.
Lisa Tetzner hat von 1894 bis 1963 gelebt. Geboren in Deutschland, musste sie 1933 zusammen mit ihrem Mann Kurt Kläber das Land wegen Verfolgung durch die Nationalsozialisten verlassen. Sie wurde 1938 ausgebürgert und erwarb 1948 die Schweizer Staatsangehörigkeit. Bis zu ihrem Tod lebte sie im Tessin. Lisa Tetzner hat eine große Zahl wunderbare Kinder- und Jugendbücher geschrieben.
Kennt ihr „Die schwarzen Brüder“ oder andere Bücher von Lisa Tetzner?
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[Alltagsworte] Samstagsplausch 2/2017

Wieder ist eine Woche vergangen und es ist Zeit bei Andrea und ihrem Blog Karminrot am Tisch Platz zu nehmen. Es geht zum
Samstagsplausch
Am Montag habe ich nur bis Mittag gearbeitet, dann die Stadtwerke Neumünster haben mein neues Internet installiert. Ich surfe nun mit nicht ganz 50 MBit/s durch das Internet. Ganz schön schnell! Das Umstellen hat super geklappt, und Dank meines Vaters konnte ich den Router auch oben bei mir ins Wohnzimmer stellen. Die Stadtwerke installieren den Router natürlich nur in der Nähe des Übergabepunktes und von da reicht das WLAN aber nicht bis zu meinem Wohnzimmer. Der Techniker hat uns davon abgeraten, das CAT 5 Kabel selbst auflegen zu wollen. Er meinte, dass man das als Laie nicht hinbekommt und das ggfls. Stunden dauert. Wir haben 20 Minuten gebraucht. Mein Vater ist halt der Beste!
Ansonsten war die Woche eigentlich recht ruhig. Das Wetter war ja eher schlecht, so dass ich mich drinnen aufgehalten habe. Viel gelesen, ein bisschen am Blog gebastelt. Pünktlich zum Wochenende, am Freitag den 13. (also doch kein Unglückstag 😉 ) kam mein Presseausweis für die Leipziger Buchmesse. Ich freue mich schon total darauf. Egal ob mit oder ohne Presseausweis, die LBM ist einfach immer wieder ein tolles Erlebnis. Ich fiebere dem Lesungsverzeichnis entgegen, damit ich den Plan aufstellen kann, welche Lesungen und Signierstunden wir auf jeden Fall besuchen wollen. Mal schauen, ob auch noch Einladungen zu Bloggertreffen kommen. Bisher war ich die Jahre beim Chicken House bzw. Carlsen-Bloggertreffen dabei und es hat mir immer sehr gefallen. In diesem Jahr fahre ich übrigens mit meiner Ma und meiner Schwester nach Leipzig. Das wird spannend.Da ich gerade ein Buch lese, bei dem ich bis Sonntagabend jemandem ein Feedback versprochen habe, wird dieses Wochenende nochmal ein Lesewochenende. Auch die Jahrhundertzeugen werde ich dieses Wochenende sehr wahrscheinlich beenden. Da ich immer schon beim Lesen meine
Rezension geschrieben habe, wird diese dann wahrscheinlich auch zeitnah online gehen.Wenn ihr Lust auf den ersten Beitrag zu meiner Serie „Nostalgie“ von einer Bloggerin habt, dann haltet ein Auge offen. Morgen geht das erste Interview online. Ich bin gespannt, wie es bei euch ankommt. Wer sich meinen Fragen gestellt hat, wird noch nicht verraten.
Nun wünsche ich euch allen ein wunderbares Wochenende! Genießt die Zeit und erholt euch gut!
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[Rezension] Weihnachtsglitzern – Mary Kay Andrews
AnzeigeTitel: Weihnachtsglitzern
Reihe: Band 3 der Southern-Reihe (Band 1 und 2 scheint es nur auf Englisch zu geben)
Autorin: Mary Kay Andrews
Verlag: Fischer Verlage
Erscheinungsjahr: 2013
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 240Meine Wertung: 4 Federn
Klappentext:
Eloise Foley liebt Weihnachten. Für sie ist es eine Zeit der Wunder und Träume, die schönsten Tage des Jahres. Sie freut sich auf gemütliche Abende im Kreise der Familie und mit ihrem Freund Daniel. Der sieht Weihnachten allerdings in einem ganz andern Licht, denn Daniel besitzt ein Restaurant und hat im Dezember kaum Zeit für Eloise. Nun bleibt ihr umso mehr Zeit bleibt, sich um ihr kleines Antiquitätengeschäft zu kümmern.
Ganz besonders freut sich Eloise auf den alljährlichen Wettbewerb um die schönste Weihnachtsdekoration in den Läden von Savannah, und sie dekoriert liebevoll ihr Antiquitätengeschäft. In einer alten Kiste findet sie eine blaue, glitzernde Brosche in Form eines Weihnachtsbaums. Davon inspiriert erschafft sie die Weihnachtswunderwelt »Blue Christmas«, passend zum berühmten Elvis-Presley-Song. Doch an einem chaotischen Verkaufstag verschwindet die Brosche – und eine geheimnisvolle Fremde hinterlässt Eloise Geschenke an den seltsamsten Orten. Purer Zufall oder wahre Weihnachtsmagie?
Rezension:
Diesen Roman habe ich von Levenya von Levenyas Bücherzeit (leider gibt es den Blog nicht mehr) im Rahmen des Blogger-Weihnachtswichtelns bekomme und natürlich musste das Buch noch gelesen werden.
Die Geschichte ist wunderbar weihnachtlich. Eloise, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist ein richtiger Weihnachtsfan. Und Mary Kay Andrews schafft es, durch ihren bildhaften Schreibstil diese Weihnachtsatmosphäre auch zum Leser zu transportieren. Mich hatte sie zumindest sehr schnell eingefangen.
Ein bisschen Schade fand ich, dass die Geschichte sehr schnell sehr vorhersehbar war. Wer die Unbekannte, die Eloise Annie tauft ist, konnte man sich sehr schnell denken. Dadurch ging die Spannung ein bisschen verloren. Außerdem war die Liebesgeschichte zwischen Eloise und Daniel sehr unterkühlt. Klar hat die Autorin versucht, dem Leser nahe zu bringen, warum Daniel jetzt, in der Weihnachtszeit, gerade so gereizt ist, aber trotzdem. Ein bisschen mehr Bauchkribbeln, ein bisschen mehr Liebe hätte zwischen den beiden schon prickeln dürfen. Gerade die Weihnachtszeit, als die Zeit der Liebe, ist da doch perfekt. So kam der Schluss dann ein bisschen wenig nachvollziehbar und überraschend daher.
Eloise ist ein ganz großartiger Mensch. Sie ist mir über die Geschichte wirklich ans Herz gewachsen. Sie setzt sich für andere ein, geht aber auch ihren eigenen Weg und ist einfach ein immer gut gelaunter Wirbelwind.
Alle Charaktere neben Eloise erfahren leider nicht sehr viel Tiefgang. Sie sind nett (BeBe) oder ständig gestresst (Daniel), oder auch einfach ätzend (Sondra und ihr Anhang), aber man erfährt nicht sehr viel über sie. Sie sind mehr oder weniger Statisten in dieser Geschichte.
Von mir gibt es 4 Federn für einen Weihnachtsroman, der sich sehr gut lesen lässt und mit einer zauberhaften Weihnachtskulisse aufwartet, dem aber ein bisschen was fürs Herz und ein bisschen Tiefgang nicht geschadet hätte.
Weitere Rezensionen findet ihr bei:
Meine Welt der Bücher
Meine kleine Welt -
[Aktion] Gemeinsam lesen 2/2017

Gemeinsam lesen
ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die immer am Dienstag stattfindet. In diesem Jahr werde ich versuchen regelmäßig daran teilzunehmen. Hier geht es zum heutigen Sammelbeitrag.
Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese „Jahrhundertzeugen – Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler“ von Tim Pröse und bin jetzt auf S. 135. Das Buch ist 2016 im Heyne Verlag erschienen.Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Der alte Herr in seinem Sessel führt eine Kaffeetasse zum Mund.“
Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich bin noch nicht so weit gekommen, denn es handelt sich bei „Jahrhundertzeugen“ um ein Buch, das man nicht so einfach runterlesen kann und sollte. Die Geschichten sind unglaublich, wahnsinnig einfühlsam geschrieben, aber sehr schwer zu verdauen. Ich habe den größten Respekt, sowohl vor Tim Pröse, der diese Interviews geführt und die Geschichten wahnsinnig sensibel aufgeschrieben hat, und natürlich noch viel mehr vor den Persönlichkeiten, die in einer Zeit, in der es sie ihr Leben hätte kosten können, aufgestanden und für die Menschen eingestanden sind.
Welche 5 Bücher haben die ersten Plätze auf deiner Wunschliste?
War´s das? – Peter Weck (Almalthea Signum Verlag)
Ich mag Peter Weck als Schauspieler sehr und so interessiert mich auch seine Biografie.Rebellen lieben leidenschaftlich: Männerherzen schlagen schneller – Tommy Herzsprung (Emo Media GmbH)
Der Klappentext liest sich sehr gut und der Autor wirkt auf Facebook total sympathisch. Das Buch muss ich lesen.Ein neues Ich – Joe Dispenza (Koha Verlag)
Ich habe bereits einige Vorträge bei YouTube von Dr. Joe Dispenza gehört, mir fällt es aber schwer, seinem Englisch zu folgen. So möchte ich mich in der nächsten Zeit mit seinen Büchern befassen. Er ist dafür bekannt, wissenschaftliche Konzepte auf anschauliche und unterhaltsame Weise zu vermitteln und sie so auch Laien zugänglich zu machen. Soweit ich die Vorträge verstanden habe, fand ich sie sehr schlüssig.Punktlandung in Sachen Liebe – Jennifer E. Smith (Carlsen Verlag)
Ich liebe die Bücher von Jennifer E. Smith und dieses habe ich noch nicht gelesen. Außerdem kann ich es gut für die Carlsen-Challenge 2017 lesen.Wer nicht schreibt, bleibt dumm – Stephan Clauss, Maria-Anna Schulze Brüning (Piper Verlag)
Dem neuen Trend, dass Kinder erst einmal so schreiben lernen, wie sie sprechen, stehe ich extrem kritisch gegenüber. Wir alle wissen doch, wie schwierig es ist, sich Sachen, die man einmal falsch gelernt hat, dann irgendwann richtig einzuprägen. Mir selbst geht es mit dem Schreiben am PC so. Ich würde so gerne das Blindschreiben mit 10 Fingernbeherrschen, aber, nachdem ich mir das 6-Finger-Adler-Suchsystem beigebracht habe und damit sehr schnell bin, fällt es mir schwer, nun die richtige Technik anzutrainieren. Das Buch interessiert mich aus diesem Grund sehr.Welches Buch liest du gerade? Welches Buch wünscht du dir am meisten derzeit?
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[Rezension] Orphan X – Gregg Hurwitz
AnzeigeTitel: Orphan X
Reihe: Evan Smoak; Band 1
Autor: Gregg Hurwitz
Verlag: Harper Collins Germany
Erscheinungsjahr: 2016
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 432Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
1. Gebot: Keine voreiligen Schlüsse
Seine Nachbarn halten Evan Smoak für einen harmlosen Verkäufer von Industriereinigern. Dabei ist er eine der tödlichsten und geheimsten Waffen der US-Regierung: ein Absolvent des Orphan-Programms, in dem Waisenkinder zu hocheffizienten Killern ausgebildet wurden.
4. Gebot: Es ist nie persönlich
Nach Jahren des Mordens im inoffiziellen Regierungsauftrag ist Evan in den Untergrund gegangen. Er hilft nun den Verzweifelten, die mit ihren Problemen nicht zur Polizei gehen können – mit allen Fähigkeiten, die ihm zur Verfügung stehen. Dabei hält er sich strikt an seine eigenen Gebote. Doch diesmal bricht er eine der Regeln, und sein Auftrag entwickelt sich zur Katastrophe. Nun muss er gegen ein Gebot nach dem anderen verstoßen, damit das allerwichtigste unangetastet bleibt:
10. Gebot: Lasse niemals einen Unschuldigen sterben
Rezension:
Noch so ein Buch, dass ich mir im März in Leipzig gekauft habe und das viel zu lange auf meinem SuB lag. Ich habe es eigentlich nur angefangen, weil es gerade noch bei meinen Eltern stand (ich hatte es meinem Vater geliehen) und ich dort noch zehn Minuten überbrücken musste. Dann musste es mit, denn ich war schon nach diesen wenigen Seiten völlig gefesselt.
Evan Smoak ist ein unglaublich gut ausgearbeiteter Protagonist. Die Figur besitzt eine Tiefe, die dafür sorgt, dass der Leser immer sehr nah an Evan dran ist. Ausgebildet zum Killer, hat sein Ziehvater dennoch versucht, in Evan auch die Menschlichkeit zu bewahren und dies ist ihm gelungen. Eine sehr brisante Mischung, die Gregg Hurwitz hier meisterhaft darstellt.
Aber auch die Nebenfiguren, allen voran Mia und ihr Sohn Peter oder die etwas schrullige Nachbarin sind sehr liebevoll ausgearbeitet. Keine der Figuren kommt zu kurz. Sie alle werden so eingeführt, dass ich schnell ihre Eigenarten kannte. Vor allem die Szenen mit Peter und dem Luftballon fand ich wirklich rührend.
Die Geschichte an sich ist unglaublich spannend. Sie geht eigentlich eher nervenschonend los. Evan ist ausgebildeter Killer und hat sich in den Dienst der „guten Sache“ gestellt. Er beschützt Menschen, die seine Hilfe benötigen. So geht der erste Mord eigentlich recht einfach und sauber von statten. Dann aber dreht sich das Blatt und Evan gerät in einen gefährlichen Strudel, in dem er eigene Prinzipien über Bord wirft und nicht mehr weiß, ob er seinen Schützlingen noch vertrauen kann. Sehr schön schafft Hurwitz es, hier auch Evans Gewissensbisse darzustellen. Zu keiner Zeit kommt seine menschliche Seite zu kurz. Der Autor schafft es, durch rasante Szenen, das Tempo immer wieder anzuziehen. Diese wechseln sich mit Szenen zum durchatmen ab, nur um gleich wieder aufgrund einer Wendung, Evans Leben durcheinander zu wirbeln. Zu keiner Zeit wird es langweilig. Immer versucht man mit Evan zusammen das Puzzle zusammen zu setzen und zu erkennen, wer hinter allem steckt. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und alle Wendungen erscheinen glaubwürdig.
So, nun ist dieses Buch natürlich vor allem eines: ein spannender Thriller. Aber, er hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Evan bringt Menschen um. Nur Menschen, die vorher anderen etwas sehr böses angetan haben. Aber, rechtfertigt dies seine Taten? Für mich eine ganz schwierige moralische Frage, da man diese Frage wohl eigentlich mit einem klaren „Nein“ beantworten sollte. Selbstjustiz ist aus gutem Grund strafbar. Aber, ich muss gestehen, dass mir dieses „Nein“ hier schwer fällt. Ich habe bei diesem Buch tatsächlich angefangen mit mir selbst und meiner Moral zu hadern. Ich war nicht gerade unglücklich darüber, dass der korrupte Polizist, der eine Menge junge Mädchen zur Prostitution gezwungen hat, umgebracht wurde. Aber darf man sich darüber freuen? Steht es einem Menschen zu, über das Leben eines anderen Menschen zu richten? Dafür haben wir unsere Justiz. Mein Verstand sagt ganz klar, dass Evan trotz allem falsch handelt. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, hätte ich diese Fragen alle auch mit einem klaren „Nein“ beantwortet. Die Art und Weise, wie Gregg Hurwitz Evan hier darstellt, macht es mir aber schwer, ihm sein Handeln vorzuwerfen. Evan ist einfach unglaublich sympathisch. Eines seiner Gebote lautet, dass niemals ein Unschuldiger sterben darf. Für mich ist dieses Buch aus genau dem Grund grandios geschrieben. Es bringt den Leser dazu, selber nicht mehr ganz genau zu wissen, was nun eigentlich richtig oder falsch ist. Genau wie Evan, wird der Leser in eine Geschichte gezogen, die plötzlich alles auf den Kopf stellt.
Für mich ein absolut mitreißender Thriller, der durch einen sympathischen Killer den Leser zum verzweifeln bringt. Sehr gerne vergebe ich 5 Federn.
Weitere schöne Rezensionen findet ihr hier:
Lesezauber
Leseratten-Buchgeflüster
Kleine Fluchten