• 5 Federn,  Gelesen 2023,  Rezensionen

    [Rezension] Dürre (1): Schatten der Vergangenheit – D. K. Berg

    Rezension, D. K. Berg, Cover, Tribus Verlag

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    Titel: Schatten der Vergangenheit
    Reihe: Dürre; Band 1
    Autorin: D. K. Berg
    Verlag: Tribus Verlag
    Erscheinungsjahr:  2022
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 532

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    2489 – Die Menschheit hat die Erde hinter sich gelassen und auf Terra Nova mit ihren sieben Monden eine neue, scheinbar friedliche Heimat gefunden.

    Das junge Computergenie Jack O‘ Connor bringt sich mit seinen illegalen Programmierungen auf Terra Nova konstant in Schwierigkeiten. Als Senator O’Connor erfährt, dass sein Sohn entführt werden soll, zögert er nicht lange und versteckt Jack auf der Farm seines Bruders auf Luna V. Fernab von jeder Technik und ohne jeden weiteren Kontakt nach Hause.

    Das Leben auf der Farm ist hart und drei Jahre später wartet der mittlerweile 16-jährige Jack noch immer auf ein Zeichen seines Vaters. Als Jacks Schule überraschend einen Briefkontakt zu der berühmten Sternenakademie auf Terra Nova herstellt, sieht er endlich die Chance für eine Rückkehr nach Hause.

    Wird es Jack gelingen in sein altes Leben zurückzukehren? Und welchen Preis muss er dafür zahlen?

    Rezension:

    Hauptpersonen dieser Geschichte sind Jack O’Connor und Joe Trusc. Zum einen erfahren wir sehr viel über das Leben auf Luna V, einem Mond, auf den Jack verbannt wird und der ohne moderne Maschinen auskommt. Zum anderen begleiten wir zunächst Jack und später Joe auf Terra Nova und in der Sternenakademie. Terra Nova ist extrem hoch entwickelt.

    Jack ist eine sehr starke Persönlichkeit. Ich habe ihn von der ersten Seite an bewundert. Trotz dessen, was er durchmachen muss, schafft er es, nicht aufzugeben. Dabei schafft die Autorin es aber, ihn nicht übermenschlich erscheinen zu lassen. Ich hatte schon das Gefühl, dass er zu dem einen oder anderen Zeitpunkt nicht weit weg davon war, zu zerbrechen.

    Joe hat mir unglaublich gut gefallen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, aber sie weiß bzw. lernt auf Luna V, wann es besser ist, sich zurück zu nehmen. Trotzdem scheut sie sich nicht davor, für das, was richtig und gerecht ist, einzutreten. Eine mutige junge Dame, die ich schnell ins Herz geschlossen habe.

  • 5 Federn,  Gelesen 2022,  Rezensionen

    [Rezension] Die Reise deines Lebens (1) : Wien – Jule Pieper

    Rezension, Jule Pieper, Cover, Die Reise deines Lebens

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    Titel: Wien
    Reihe: Die Reise deines Lebens; Band 1
    Autorin: Jule Pieper
    Verlag: Selfpublishing
    Erscheinungsjahr: 2022
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 252

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Betty Ulrich führt das langweiligste Leben aller Zeiten. Ihr Alltag besteht aus Arbeit, nervtötenden Telefonaten mit ihrer Mutter und dauerhafter Erschöpfung. Der krönende Abschluss jedes Tages ist das Einschlafen vor dem Fernseher, der ihr hilft, sich nicht so allein zu fühlen. Nie hat sie Zeit, darüber nachzudenken, was sie eigentlich will. Bis sie ohne ihr Handy in den Zug steigt und sich auf eine Reise nach Wien begibt, bei der sich ihr Leben komplett auf den Kopf stellt.

    Ihre dortigen Abenteuer bringen sie dazu, sich den großen Fragen ihres Lebens zu stellen:

    Woher weiß ich, was mich glücklich macht? Wie kann ich ein aufregendes Leben führen, ohne alles verändern zu müssen? Und wieso bin ich eigentlich auf der Welt?

    Bettys Reise nach Wien wird zur Reise zu sich selbst. Jule Pieper hat wieder einen tiefsinnigen Ratgeber in eine humorvolle Geschichte gepackt, die ihre Leserschaft zum Nachdenken, Weinen, Lachen und letztendlich zum Wandel bringt.

    Rezension:

    Betty sitzt plötzlich ohne Handy im Zug nach Wien. WAS??? Geht ja gar nicht. Ich wäre an ihrer Stelle auch entsetzt gewesen. Dieses Buch wäre aber nicht, was es ist, wenn Betty nicht auf viele Menschen treffen würde, die ihr den richtigen Weg weisen, ohne ihr Anweisungen zu geben.

    Betty bekommt auf ihrem Weg viele Denkanstöße, den Weg gehen muss sie aber selbst. Das hat mir sehr gut gefallen. Am liebsten wäre ich sofort in einen Zug nach Wien gestiegen. Nun muss man das natürlich nicht, denn darum geht es nicht. Es geht darum, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen, ohne dass man gleich sein ganzes Leben auf den Kopf stellen muss.

    Es geht aus meiner Sicht darum, kleine Momente der Freude in sein Leben zu holen. Mehr so zu leben, wie es einem gut tut, sich nicht zu verstellen und es immer allen recht machen zu wollen. Das heißt nicht, dass Jule Pieper dazu aufruft, andere Menschen vor den Kopf zu stoßen und seinen Willen durchzusetzen. Aber man kann auch mit kleinen Dingen große Veränderungen im eigenen Leben gestalten. Dies zeigt die Autorin uns am Beispiel Bettys.

  • 5 Federn,  Gelesen 2022,  Rezensionen

    [Rezension] Die Wärme, die wir teilen – Phillippa Penn

    Rezension, Philippa Penn, Cover, DWDWT

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    Titel: Die Wärme, die wir teilen
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Philippe Penn
    Verlag: Selfpublishing
    Erscheinungsjahr: 2022
    Einband: Taschenbuch, ebook
    Seitenanzahl: 160

    Meine Wertung:  5Federn

    Klappentext:

    „Was glaubst du? Warum kommen die Leute zum Glühweinstand?“
    „Um sich zu betrinken?“
    „Nein. Sie kommen, um sich zu wärmen.“

    Es ist nicht der Traum. Aber es ist schon in Ordnung.
    Seit der Druck in ihrem früheren Job zu groß wurde, hält sich die 25-jährige Luzia als Putzfrau über Wasser. Mit ihrer ehrgeizigen Mutter liegt sie im Streit und von ihren Freundinnen hört sie nichts mehr, also stellt sie sich auf ein einsames Weihnachten ein.
    Dann begegnet ihr Phil.
    Er führt pflichtbewusst den Stand seiner Familie auf dem Weihnachtsmarkt weiter, obwohl ihn das Schaustellerleben so gar nicht in Festtagslaune bringt.
    In einer verschneiten Dezembernacht funkt es zwischen Luzia und Phil. Sie spüren, dass sie einander etwas geben können, das ihnen gerade schmerzlich fehlt.
    Doch reichen ihre Gefühle aus, um warm durch den Winter zu kommen?

    Rezension:

    Die Wärme, die wir teilen ist der neue Kurzroman von Philippa Penn, die ich bereits vorher durch ihre Dystopie, die Invalidum-Dilogie, kannte. Mit Die Wärme, die wir teilen, bewegt sie sich dieses Mal in einem völlig anderen Genre.

    Die Geschichte spielt zwar auf dem Weihnachtsmarkt, um die Weihnachtstage, ich würde aber mal sagen, dass man sie den ganzen Winter hindurch lesen kann. Es handelt sich um eine zuckersüße Liebesgeschichte, die sich aufgrund der Kürze des Buches extrem schnell entwickelt. Das muss muss man wissen und mögen. Mir ist es zwar aufgefallen, aber es hat mich nicht gestört. Zuckersüß heißt übrigens in diesem Fall nicht kitschig. Klar ist eine Portion Weihanchtsfeeling drin und das ist irgendwie immer ein bisschen zuckerig, aber die Geschichte ist wirklich nicht klebrig. Dafür haben die Protagonisten auch zu viel durchzumachen. Besonders geradlinig ist Luizas und Phills Weg selbstverständlich nicht. Sonst hätten wir hier ja keine spannende Geschichte, oder?

  • 5 Federn,  Gelesen 2022,  Rezensionen

    [Rezension] Der Weihnachtsmann macht Ferien – Mauri Kunnas

    Mauri Kunnas, Rezension, Oetinger Verlag

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    Titel: Der Weihnachtsmann macht Ferien
    Reihe: Weihnachtsmann-Reihe; Band 4
    Autor: Mauri Kunnas
    Verlag: Oetinger
    Erscheinungsjahr: 2021
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 48

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Endlich Feierabend. Am 25. Dezember kommt der Weihnachtsmann mit seinen Wichteln zurück in sein Weihnachtsdorf. Alle Geschenke sind verteilt – und nun? Endlich haben alle Zeit, sich auszuruhen und selbst ein wenig zu feiern! Die Wichtel machen ihre eigene Bescherung, es gibt ein Festessen und ein Theaterstück, man spielt Billard oder baut Schneeskulpturen und feiert natürlich Silvester. Doch schon bald geht die Arbeit wieder los, denn das nächste Weihnachtsfest muss vorbereitet werden.

    Rezension:

    Wer mich kennt weiß, dass es für mich kein besseres Kinder-Weihnachtsbuch gibt, als „Wo der Weihnachtsmann wohnt„. Von daher musste natürlich auch dieses Buch von Mauri Kunnas bei mir einziehen. Dieses Mal haben der Weihnachtsmann und seine Helfer es schon geschafft. Es ist der 25. Dezember, die Arbeit ist getan und der Weihnachtsmann macht Ferien.

    Ich liebe den Zeichenstil von Mauri Kunnas und ich freue mich, dass er sich nicht verändert hat, seit ich den ersten Band vor fast 40 Jahren das erste Mal in der Hand hatte. Der Weihnachtsmann sieht immer noch so aus, wie der Weihnachtsmann. Und das ist gut so, denn nicht alles muss angepasst und modernisiert werden. Ich liebe ihn, genau so, wie er ist.

    Zwölf Tage machen der Weihnachtsmann und seine Wichtel im Jahr Urlaub, nämlich vom 25.12. bis zum 6.1. und da kann man allerhand erleben. Es geht auf eine Schlittenfahrt, es wird getanzt und ein Theatertag veranstaltet. Im Wichtellager ist jetzt nämlich Platz, um ein Theaterstück aufzuführen. Die Geschenke wurden ja alle verteilt und neue werden erst wieder ab dem 01.01. gebaut. Am 30.12. macht der Weihnachtsmann einen Ausflug zu Rentier-Rakke, wo er jedes Jahr ein neues Rentier für sein Gespann aussucht. Dieses Mal ist er aber nur auf Besuch.

  • 5 Federn,  Gelesen 2022,  Rezensionen

    [Rezension] Gut Mohlenberg (3): Mehr als die Ehre – Melanie Metzenthin

    Rezension, Melanie Metzenthin, Tinte & Feder

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    Titel: Mehr als die Ehre
    Reihe: Gut Mohlenberg; Band 3
    Autorin: Melanie Metzenthin
    Verlag: Tine & Feder
    Erscheinungsjahr: 2022
    Einband: Taschenbuch, ebook
    Seitenanzahl: 382

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Gut Mohlenberg, 1941: Seit der Machtübernahme durch die Nazis ist die psychiatrische Klinik geschlossen und wird von Friederike offiziell als Gestüt geführt. Trotzdem beschäftigt sie weiter Menschen mit geistiger Einschränkung, die von Euthanasie bedroht sind. Ein gefährlicher Balanceakt für die Psychiaterin, denn ihre edlen Pferde sind auch bei den Reitern der SS sehr begehrt. Als in den benachbarten Brenner-Hof ein melancholischer, aber tatkräftiger Witwer einzieht, hat Friederike zum ersten Mal seit dem Tod ihres Mannes Bernhard wieder Gefühle für jemanden. Sie wünscht sich nichts mehr, als ihr Leben und ihre Überzeugungen mit einem Mann zu teilen. Doch in diesen Zeiten könnte zu viel Vertrauen lebensbedrohlich sein …

    Rezension:

    Es wird auch in Band 3 einfach nicht ruhiger auf Gut Mohlenberg. Nach der Machtergreifung durch die Nazis musste Friederike die psychiatrische Klinik offiziell schließen. Es wird lediglich das Gestüt weitergeführt. Aber Friederike wäre nicht die, die sie ist, wenn sie sich nicht trotzdem um ihre Schützlinge kümmern würde. Die geistig Behinderten aus der Klinik bekommen nun eine Anstellung auf dem Gut und werden so gut es geht, in die anfallenden Arbeiten einbezogen. Vor allem Fritz merkt man richtig an, dass es ihm sogar sehr gut tut, gebraucht zu werden.

    In diesem Band müssen die Bewohner des Gutes sich gegen die SS behaupten. Nicht immer ganz einfach, die Tarnung aufrecht zu erhalten…

    Friederike tat mir unglaublich leid, dass sie so hintergangen wurde. Aber sie handelt trotzdem, wie es ihrer Art entspricht, tatkräftig und lässt sich nicht unterkriegen. Mit der ihr ganz eigenen Art, die Dinge anzupacken tut sie auch jetzt wieder alles, um das Gut Mohlenberg und seine Bewohner zu schützen. Und das gelingt ihr gut. Egal, ob die SS auf dem Hof einfällt, um „Reiterferien“ zu machen, oder ob es darum geht, sich gegen einen Betrüger zur Wehr zu setzen. Friederike packt es einfach an. Sie ist sich nicht zu schade, die richtigen Strippen zu ziehen, um die Ihren zu beschützen.

  • 5 Federn,  Gelesen 2022,  Rezensionen

    [Rezension] Der Tag, der mein Leben veränderte – Tim Pröse

    Rezension, Tim Pröse, Heyne Verlag, Cover, Der Tag der mein Leben veränderte

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    Titel: Der Tag, der mein Leben veränderte
    Reihe: Einzelband
    Autor: Tim Pröse
    Verlag: Heyne
    Erscheinungsjahr: 2022
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 256

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Plötzlich steht die Welt still. Manchmal ist es ein Schicksalsschlag, manchmal ein Krieg oder eine Verzweiflungstat, die unser Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellt. Wie gehen Menschen damit um, wenn sie hinfallen, alles verlieren – und wie finden sie aus tiefster Krise zu sich selber? Nr.-1-Spiegel-Bestseller-Autor Tim Pröse begleitete solche Menschen lange und erzählt nun in 15 berührenden Porträts von ihnen. Und von dem Wunder ihrer seelischen Widerstandskraft, ihrer Resilienz. Inspirierende Geschichten aus der Mitte der Gesellschaft, die Hoffnung und Mut machen, dem Leben immer positiv gegenüber zu treten und neue Wege zu gehen.

    Rezension:

    Erneut hat Tim Pröse die Geschichte von Menschen aufgegriffen. In diesem Buch geht es um 15 Menschen, 15 Schicksale. Es geht um Menschen, die tief gefallen sind, Schicksalsschläge verkraften mussten und die wieder aufgestanden sind.

    Das Buch macht Mut. Ich weiß nicht, ob ich so mutig wäre, aber es zeigt, dass es geht. Man stolpert, fällt, und dann ist es an einem selbst, zu entscheiden, ob man liegen bleibt, oder ob man sich wieder hoch kämpft. Die 15 hier porträtierten Menschen haben sich wieder hoch gekämpft. Tim Pröse erzählt ihre Geschichten ehrlich und offen, aber auch mit der gebotenen Sensibilität. An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir vielleicht nicht weniger Fakten, aber mehr Gefühle gewünscht. Nun ist mir aber klar, dass der Autor nur das schreiben kann, was die Personen ihm vermittelt haben. Und vielleicht ist das mit den Emotionen auch so eine Sache. Wie nah lässt man seine Geschichte und damit auch den Leser erneut an sich heran kommen? Ich kann durchaus verstehen, warum es an der einen oder anderen Stelle etwas nüchterner geworden ist.