• 3 Sterne,  Gelesen 2026,  Rezensionen

    [Rezension] Die Goldene (2): Unter grauen Schatten – Jella Benks

    Rezension, Die Goldene, Jella Benks, Cover,

    Titel: Unter grauen Schatten
    Reihe: Die Goldene; Band 2
    Autorin: Jella Benks
    Verlag: Selfpublishing
    Erscheinungsjahr: 2021
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 400
    Meine Wertung: 3 Sterne

    Klappentext:

    Abseits des Reichs findet Liah endlich Freiheit, doch die hat ihren Preis. Liah soll das System und alles, was ihr vertraut ist, hintergehen und fortan unter Menschen leben, die sie ihr Leben lang für Feinde hielt. Während die Schatten mit ihr als goldener Rebellin die Stimmung im bronzenen Ring anheizen, muss Liah herausfinden, ob sie Zayne vertrauen kann. Viel Zeit bleibt ihr dafür nicht, Arjan hat bereits seine eigenen grausamen Pläne, um sie zurück an seine Seite zu zwingen. Düstere Prophezeiungen pflastern Liahs Weg und ein Geheimnis reicht so tief, dass es jede aufkeimende Hoffnung zerstören wird.

    Rezension:

    Im zweiten Band befindet sich Liah nun bei den Schatten. Gemeinsam mit ihr lernen wir nach und nach deren Welt kennen. Allerdings muss ich auch hier wieder sagen, dass mir der Weltenbau nicht ausführlich genug ist. Es werden zwar neue Bereiche und Lebensweisen vorgestellt, aber vieles bleibt einfach offen. Wovon leben die Menschen außerhalb der Ringe? Wie funktioniert ihr Alltag? Wie ist ihre Gesellschaft aufgebaut? Darauf bekommt man leider kaum Antworten.

    Auch Zayne wird immer undurchsichtiger. Ich wusste beim Lesen nie so richtig, ob Liah ihm tatsächlich vertrauen kann oder ob er vielleicht doch eigene Ziele verfolgt. Dazu trägt auch Rune bei, der in diesem Band neu eingeführt wird und ebenfalls zu den Schatten gehört. Auf mich wirkte er zunächst durchaus vertrauenswürdig, aber auch bei ihm bleibt die Frage, welche Rolle er letztendlich spielen wird.

  • 3 Sterne,  Gelesen 2026,  Rezensionen

    [Rezension] Die Goldene (1): Gefangen im System – Jella Benks

    Rezension, Jella Benks, Cover, Die Goldene

    Titel: Gefangen im System
    Reihe: Die Goldene; Band 1
    Autorin: Jella Benks
    Verlag: Selfpublishing
    Erscheinungsjahr: 2021
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 307
    Meine Wertung: 3 Sterne

    Klappentext:

    Das System kennt deinen Platz. Doch was, wenn du dich an der Seite des falschen Mannes wiederfindest?

     Anziehung ist gefährlich, Liebe nur Illusion und einzig das System weiß, wer zusammengehört. Darauf vertraut auch Liah, bis sie ausgerechnet Arjan – dem zukünftigen Präsidenten – als Partnerin zugeteilt wird, einem Mann, den sie verachtet.

    Während sie sich in ihre vorbestimmte Rolle zwingt, zieht sie der geheimnisvolle Zayne in seinen Bann und bringt ihre Loyalität ins Schwanken. Gefangen in einem Strudel aus Rache, Verrat und düsteren Geheimnissen, muss Liah herausfinden, wer sich irrt.

    Das unfehlbare System oder ihr Herz?

    Rezension:

    „Die Goldene – Gefangen im System“ ist der erste Band der vierteiligen Reihe von Jella Benks. Im Mittelpunkt stehen Liah, eine Goldene, und Arjan, der Sohn des Präsidenten, natürlich ebenfalls ein Goldener.

    Arjan war mir von Anfang an unglaublich unsympathisch. Er ist machtbesessen und egoistisch und betrachtet Liah – genau wie alle Goldenen Frauen – eigentlich nur als Anhängsel. Sie sollen still sein, gut aussehen und ihrem zukünftigen Partner gefallen. Und genau dazu wurde auch Liah von ihren Eltern erzogen. Ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen spielen überhaupt keine Rolle. Sie wurde im Grunde nur geboren, um dem Sohn des Präsidenten eine gute Gefährtin zu sein. Auch ihre Eltern waren mir deshalb von der ersten bis zur letzten Seite ausgesprochen unsympathisch.

    Dann taucht natürlich noch der geheimnisvolle und gutaussehende Fremde Zayne auf. Lange bleibt die Frage offen, wer oder was er eigentlich ist. Dennoch bringt er das gewisse Etwas in die Geschichte, denn er sieht Liah als das, was sie ist … ein Mensch mit Gefühlen und Bedürfnissen. Die beiden verbindet schnell eine gute Freundschaft und sicher auch ein bisschen mehr. Trotzdem spielt auch er nicht mit offenen Karten.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2026,  Rezensionen

    [Kurzmeinung] Chroniken der Unterwelt (2): City of Ashes – Cassandra Clare

    City of Ashes, Cassandra Clare, Mehrteiler, Rezension, Arena Verlag, Goldmann Verlag,

    Titel: City of Ashes
    Reihe: Chroniken der Unterwelt; Band 2
    Autorin: Cassandra Clare
    Verlag: Arena Verlag
    Erscheinungsjahr: 2013
    Neuauflage: Goldmann Verlag; 2019
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl:
    Meine Wertung: X Sterne

    Klappentext:

    Clary glaubte, sie wäre ein ganz normale junge Frau – bis sie unter dramatischen Umständen erfuhr, dass sie eine Schättenjägerin ist, Teil einer Bruderschaft, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Vampire, Werwölfe, Hexenmeister: Clary würde ihrem neuen Leben allzu gern den Rücken kehren. Doch die Unterwelt ist nicht bereit, sie gehen zu lassen. Dafür sorgt auch das starke Band zu ihren neuen Freunden, ihrer neugefundenen Familie. Und als Jace, der ihr mehr als einmal das Leben gerettet hat, in tödliche Gefahr gerät, stellt sich Clary schließlich ihrem Schicksal – und einem erbitterten Kampf gegen die Kreaturen der Nacht …

    Kurzmeinung:

    Nachdem mich bereits City of Bones begeistert hatte, musste ich natürlich direkt mit City of Ashes weitermachen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil – ich hatte sogar das Gefühl, dass die Geschichte noch einmal an Tiefe gewonnen hat.

    Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Welt der Schattenjäger immer weiter öffnet. Man erfährt deutlich mehr über die verschiedenen Schattenwesen und die Beziehungen zwischen ihnen. Dadurch wirkt die Welt noch lebendiger und komplexer als im ersten Band.

  • 5 Sterne,  Gehört 2026,  Rezensionen

    [Rezension] Hörbuch: Pina fällt aus – Vera Zischke

    Rezension, Hörbuch, Audio Verlag München, Vera Zischke

    Titel: Pina fällt aus
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Vera Zischke
    Sprecherin: Elisabeth Günther
    Verlag: Audio Verlag München
    Erscheinungsjahr:
    Einband:
    Seitenanzahl:
    Meine Wertung: X Sterne

    Klappentext:

    Als Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch.

    Rezension:

    Pina fällt aus von Vera Zischke liegt eigentlich ein wenig außerhalb meines üblichen Lesegenres. Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch eine Freundin, deren Lesekreis es gelesen hat. Ohne ihre Empfehlung hätte ich wahrscheinlich nie zu diesem Roman gegriffen – und das wäre wirklich schade gewesen. Ich habe ihn übrigens als Hörbuch gehört und fand die Sprecherin, Elisabeth Günther wirklich Klasse.

    Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an begeistert. Die Figuren sind so liebevoll und authentisch gezeichnet, dass man schnell das Gefühl bekommt, mitten in ihrem Leben zu stehen. Dabei könnten sie unterschiedlicher kaum sein, und doch wachsen sie im Laufe der Geschichte auf ganz besondere Weise zusammen. Ich muss gestehen, dass ich noch jetzt beim Schreiben der Rezension Gänsehaut bekomme, wenn ich an die Dynamik der Figuren untereinander denke und dabei ist es schon eine ganze Weile her, dass ich das Buch gelesen habe. Gerade bei Jugend-Fantasy-Büchern habe ich manchmal das Gefühl, wenn ich die Rezension schreibe, dass ich schon die Hälfte wieder vergessen habe. Ja, die Geschichte war gut, sie hat mich unterhalten, aber sie hallt nicht nach. Das ist her anders. Diese Geschichte bleibt definitiv hängen und lange im Kopf.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2026,  Rezensionen

    [Rezension] Chroniken der Unterwelt (1): City of Bones – Cassandra Clare

    Rezension, Cover, City of Bones, Cassandra Clare, Arena Verlag, Goldmann Verlag

    Titel: City of Bones
    Reihe: Chroniken der Unterwelt; Band 1
    Autorin: Cassandra Clare
    Verlag: Arena Verlag
    Erscheinungsjahr: 2008
    Neuauflage: Goldmann Verlag; 2017
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 512
    Meine Wertung: 5 Sterne

    Klappentext:

    Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter Jocelyn in New York. Als diese unter höchst merkwürdigen Umständen entführt wird, offenbart sich Clary ein wohlgehütetes Familiengeheimnis: Ihre Mutter war einst eine Schattenjägerin, Mitglied einer Bruderschaft, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Als Clary selbst von düsteren Gestalten angegriffen wird, rettet der ebenso attraktive wie geheimnisvolle Jace ihr das Leben. Er nimmt sie mit ins New Yorker Institut der Gruppe, und nach und nach wird Clary immer tiefer in diese faszinierende Welt hineingezogen. Doch ein tödlicher Machtkampf zwischen Gut und Böse droht die Gemeinschaft der Dämonenjäger zu zerreißen. Werden Clary und Jace es schaffen, Jocelyn zu retten und die Welt der Schattenjäger vor dem Untergang zu bewahren?

    Rezension:

    City of Bones, der erste Band der Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare, ist bereits vor fast 20 Jahren erschienen. Trotzdem habe ich das Buch tatsächlich erst jetzt gelesen. Ich kann gar nicht genau sagen, warum ich nie früher dazu gegriffen habe, denn Fantasy lese ich eigentlich sehr gerne. Umso schöner ist es, wenn man auch nach so vielen Jahren noch eine Reihe entdeckt, die einen von der ersten Seite an fesselt.

    Schon nach kurzer Zeit war ich völlig in der Geschichte angekommen. Die Handlung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und bleibt durchgehend spannend. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und Wendungen, die neugierig auf das machen, was als Nächstes passiert. Dabei verliert die Geschichte nie ihren roten Faden, sondern wirkt von Anfang bis Ende gut durchdacht.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2026

    [Rezension] Im Labyrinth der Nerven – Dr. Nicole Knobloch und Dr. Christian Knobloch

    Rezension, Cover, Eden books, Im Labyrinth der Nerven,

    Titel: Im Labyrinth der Nerven
    Reihe: Einzelband
    Autoren: Dr. Nicole und Dr. Christian Knobloch
    Verlag: Eden books
    Erscheinungsjahr: 2022
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 267
    Meine Wertung: 5 Sterne

    Klappentext:

    Die Faszination für die Tiefen der menschlichen Seele begleitet uns seit Jahrhunderten: Wenn Mediziner*innen Fallgeschichten aus ihrer Praxis erzählen, dann hört man ihnen zu. Das Ärzteehepaar Nicole und Christian Knobloch behandelt in seiner Praxis seit über zwanzig Jahren Menschen mit psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen.

    In zahlreichen Fallgeschichten berichten sie nun erstmals aus dem breiten Spektrum der Neurologie und Psychiatrie. So begegnet ihnen eine junge Mutter, deren ALS-Diagnose bereits ihr Leben überschattet – doch ihr Schlafzimmerblick bringt die Ärzte auf eine rettende Spur. Ein gehirn-chirurgischer Eingriff befreit einen 14-Jährigen von seinen verheerenden epileptischen Anfällen, woraufhin er plötzlich ein geniales musikalisches Talent zeigt. Ein unerwarteter, erneuter Anfall im Erwachsenenalter gefährdet die Opernkarriere des Autisten.

    Das breite Spektrum der wahren Geschichten aus der neurologischen und psychiatrischen Praxis lässt erahnen, wie kompliziert, faszinierend, aber auch wie fragil und vulnerabel unser Gehirn – und damit auch unsere Seele – ist. In der Erforschung und Therapie der Erkrankungen des Nervensystems hat die Medizin in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht: Wo früher Ärzt*innen hilf- und ratlos waren, kann heute vielen Patient*innen entscheidend geholfen werden.

    Rezension:

    Im Labyrinth der Nerven von Dr. Nicole Knobloch und Dr. Christian Knobloch hat mir gut gefallen. Die beiden Autoren schaffen es, psychische Erkrankungen auf eine sehr einfühlsame und verständliche Weise darzustellen, ohne dabei zu sehr zu vereinfachen oder zu dramatisieren. Natürlich sind die Fallgeschichten so gestrickt, dass der normale Leser, der kein ausgebildeter Arzt oder Psychologe ist, diese auch versteht. Von daher sind die Krankheitsgeschichten, die sich gerade im neurologischen Bereich ja sehr vielschichtig darstellen, sicher stark verkürzt und vereinfacht dargestellt. Aber gerade das macht die Menschen hinter den Fallbeispielen so greifbar.