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[Rezension] Brandstifter – Martin Krist

Geposted am 8. März 2017 um 14:29

Rezension, Martin Krist, Edel Elements Verlag, ebook

Titel: Brandstifter
Reihe: 3. Band (David Gross Reihe)
Autor: Martin Krist
Verlag: Edel Elements
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: ebook
Seitenanzahl: 400

Meine Wertung:  4 Federn

Klappentext:

Sie haben deinen Ehemann brutal ermordet – jetzt bedrohen sie deine Kinder! Wie weit würdest du gehen, um ihr Leben zu beschützen?

Problemlöser David Gross soll den Feuertod einer jungen Frau aufklären und gerät dabei selbst in lebensgefährliche Ermittlungen. Doch die Sorge um seine eigene Familie lenkt ihn bald mehr ab, als ihm lieb ist…

Rezension:

Als Martin Krist mir seinen neuen Roman als Rezensionsexemplar anbot, konnte ich nicht „Nein“ sagen, denn bisher war er ein Garant für spannende Thriller. Und, so ist es auch beim 3. Band der David Gross Reihe. Wahnsinnig schnell war ich in der Geschichte gefangen und die ersten 100 Seiten flogen nur so an mir vorbei.

Wie bei Martin Krist üblich, verfolgen wir mehrere Erzählstränge, die zunächst vermeintlich nichts miteinander zu tun haben. Nach und nach verflechten sich die Stränge immer weiter miteinander, bis eine runde Geschichte entsteht. Wobei ich gestehen muss, dass ich zum Ende hin irgendwo ein bisschen den Überblick verloren habe. So ganz hat sich mir nicht erschlossen, wie nun alles zusammen hing, und was mit Sven Schrader passiert ist. Das zeigt, dass man Thriller von Martin Krist wirklich mit voller Aufmerksamkeit lesen muss. Zu leicht passiert es, dass man ein Detail übersieht. Ich mag diese Art sehr gerne, denn das Gehirn wird definitiv gefordert.

Insgesamt ist der Schreibstil gewohnt spannend und schnell. Zu keiner Zeit kamen Längen auf. Immer will man unbedingt wissen, wie es weitergeht. In diesem Band spart der Autor wahrlich nicht mit Leichen. Die eine oder andere wird euch beim Lesen des Thrillers begegnen.

David Gross, den wir bereits aus anderen Büchern (Drecksspiel – Band 1 und Engelsgleich – Band 2) kennen ist inzwischen „Problemlöser“. Immer wieder schwankt er zwischen seinem Auftrag, der Sorge um seinen Sohn und der Suche nach seiner verschwundenen Frau hin und her. Man merkt richtig, wie zerrissen David Gross heute ist. Sein Leben ist völlig aus den Fugen geraten. Ich bin gespannt, wie David sich über die nächsten Bände (die es hoffentlich geben wird) weiterentwickelt. Da ist definitiv noch viel Potential in dieser Figur und in seiner Geschichte vorhanden.

Alle Nebenfiguren, wie z. B. Amy, eine Freundin Valentinas, sind gut ausgearbeitet, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Einige Figuren kann man zunächst nicht so recht einordnen. Auf welcher Seite stehen sie wirklich? Wie passen sie in die Geschichte. Nach und nach wird aber die Geschichte jeder einzelnen Person aufgelöst, so dass sich alles zu einem runden Ganzen fügt.

Valentina ist eine unheimlich starke Protagonistin. Ihr Leben liegt von einer Minute auf die andere in Scherben. Sie zerbricht fast daran, aber nur fast. Schnell wird klar, dass sie überleben muss, um ihrer Kinder willen und auch wenn sie immer wieder Rückschläge verkraften muss und alles absolut undurchsichtig für sie ist, verliert sie nie ihren Kampfgeist. Ich denke, dass so etwas nur eine Mutter für ihre Kinder schaffen kann.

Von mir gibt es diesmal 4 Federn für einen sehr spannenden Thriller aus der Feder von Martin Krist, der mich allerdings am Ende etwas überfordert hat. Insgesamt spreche ich aber gerne wieder eine Leseempfehlung aus.

Mann kann diesen Band übrigens auch sehr gut lesen, ohne Band 1 und 2 gelesen zu haben.

Nachtrag: Mit ein bisschen Hilfe vom Autor weiß nun auch ich, was mit Sven passiert ist. Einfach so lesen, wie es im Buch steht und nicht versuchen irgendwas hinein zu interpretieren 😉

[Rezension] Götterfunke – Liebe mich nicht – Marah Woolf

Geposted am 19. Februar 2017 um 7:42

Rezension, Götterfunke, Marah Woolf, Dressler Verlag

Titel: Götterfunke – Liebe mich nicht
Reihe:
Band 1
Autor:
Marah Woolf
Verlag: Dressler
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenanzahl: 464

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

„Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?“ Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. „Liebe mich nicht.“

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?

Rezension:

Ich bin jetzt schon total gespannt auf Band 2 und bin froh, dass wir nur bis September warten müssen. Die Geschichte liest sich sehr schnell und einfach. Marah Woolf, von der ich bisher noch nichts gelesen hatte, hat einen angenehmen Schreibstil, der mich sofort in die Geschichte hinein gezogen hat.

Jess hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist eigentlich ein sehr normales Mädchen. Jess kommt aus einem zerrütteten Elternhaus, die Mutter trinkt und sie muss sich um die jüngere Schwester kümmern. Dies tut sie sehr liebevoll, was Jess noch ein Stück mehr sympathisch macht. Sehr schön dargestellt fand ich ihren inneren Zwiespalt. Eigentlich weiß sie genau, dass sie sich nicht in Cayden verlieben sollte, denn er ist definitiv nicht gut für die. Aber, sie kann nicht gegen ihre Gefühle an. Sie sind einfach zu übermächtig. Richtig gut gefallen hat mir, dass Jess keine Angst vor den Göttern und Titanen hat. Sie, die sonst vor normalen Dingen, wie z. B. Nebel, Angst hat, stellt sich diesem Thema ganz selbstverständlich und bietet sogar Zeus die Stirn. Sie weiß allerdings auch, wenn sie es übertreibt und lieber die Klappe halten sollte. Jess ist einfach ein rundrum angenehmes Mädchen.

Cayden, tja… für mich nicht so der Traummann schlechthin. Ich konnte, aufgrund des wunderbaren Schreibstils von Marah Woolf schon nachvollziehen, warum sich die Mädchen alle in ihn verlieben. Aber für meinen Geschmack ist er ein bisschen zu sehr von sich überzeugt. Er ist der typische „ich sehe gut aus und weiß es auch“-Typ.

Robyn… ja… zu Jess angeblich bester Freundin bin ich sehr zwiegespalten. Sie hat mir als Mensch überhaupt nicht gefallen. Sie ist verwöhnt, zickig, rechthaberisch und leider konnte ich die komplette Geschichte über nicht eine sympathische und positive Eigenschaft finden. Ich konnte allerdings noch nicht herausfinden, warum sie so agiert, wie sie es tut. Ist sie wirklich nur das reiche, verwöhnte Mädchen, das nun zum ersten Mal im Leben von ihrer Freundin Konkurrenz bekommt und dann so reagiert? Oder steckt vielleicht noch mehr dahinter und wir erfahren es in den beiden nächsten Bänden? Ich bin sehr gespannt, denn ich fand Robyn wirklich extrem fies und unsympathisch. Auf eine solche Freundin kann Jess getrost verzichten.

Aber auch die Nebenfiguren, wie Leah,  Josh, Apoll, Athene, Zeus und Hera haben mir gut gefallen. Sie alle sind liebevoll ausgearbeitet und haben ihre eigenen Stärken und Schwächen. Leah hat mir ganz besonders gut gefallen, denn sie nimmt kein Blatt vor den Mund und ist Jess ein weiser und guter Ratgeber. Aber auch in Apoll habe ich mich ein kleines bisschen verliebt. In diesem Buch ist für mich nicht der Protagonist, Cayden, der Traumtyp schlechthin, sondern es sind Apoll und Josh. Josh allerdings eher als bester Freund, den als Mann zum verlieben.

Die Geschichte ist spannend und rund. Ich kenne mich mit griechischer Mythologie ehrlich gesagt nur sehr rudimentär aus, aber Marah Woolf scheint da gut recherchiert zu haben. Wir erfahren sehr viel über die Götter und ihre Eigenschaften, den Kampf zwischen Titanen und Göttern und der Geschichte. Dabei nimmt Marah Woolf sich aber auch die künstlerische Freiheit heraus, sich passend zu ihrer Geschichte, die Götter ein klein wenig umzuschreiben. So hadert Hera z. B. damit, dass sie in den Geschichten immer als böse und zickig dargestellt wird, obwohl sie eigentlich eine ganz Liebe ist. Ich finde diese Herangehensweise sehr erfrischend und die Geschichte bekommt dadurch noch einen Hauch mehr Wohlfühlfaktor.

Ein bisschen schade fand ich, dass das eigentliche Thema, die Vereinbarung zwischen Zeus und Prometheus etwas zu kurz kam. Eigentlich wurde es fast nur dadurch aufgegriffen, dass Hermes es in seiner Chronik erwähnt und seinen Senf dazu gegeben hat. Hier hätte ich mir deutlich mehr gewünscht und deswegen vergebe ich „nur“ 4 Federn.

Weitere Rezensionen findet ihr bei:
Ka-Sas Buchfinder
Kathrineverdeen
Ricas fantastische Bücherwelt
Saras etwas andere Bücherwelt

[Rezension] Triff den Moviestar von morgen – Romy – Kathrin Lena Orso

Geposted am 9. Februar 2017 um 9:37

Kathrin Lena Orso, Lisa Brenner, Britta Sabbag, Oetinger Verlag, Rezension

Titel: Your Style – Triff den Moviestar von morgen – Romy
Reihe:
Band 1
Autorin:
Kathrin Lena Orso
Patin: Britta Sabbag
Illustrationen: Lisa Brenner
Verlag: Oetinger 34
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 208

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Your Style, your Dream, your Bookazine! Best Friends in Berlin. In Band 1 erzählt uns Romy von ihrem großen Traum: Sie möchte unbedingt Schauspielerin werden. Dafür muss sie allerdings erst beim Casting gewinnen. Gut, wenn man da die richtigen Freundinnen an seiner Seite hat. Zusammen mit der sportlichen Pepa, der musik-verrückten Greta und Josi, die tolle Mode entwirft, sind die vier ein echtes Dreamteam.

Rezension:

Mir gefällt die Geschichte um Romy und ihre Freundinnen Pepa, Greta und Josi sehr gut. Endlich mal ein Buch für junge Mädchen, in dem die Mädchen auch wirklich ihrem Alter entsprechend agieren und nicht wie Zwanzigjährige. Es geht um die erste Liebe, um Freundschaft und darum, seine Träume zu verwirklichen.

Romy ist einfach ein normales Mädchen, mit den Wünschen und Träumen, die man in dem Alter so hat. Sie himmelt einen Jungen aus ihrer Schule an, macht einige peinliche Dinge, um auf sich aufmerksam zu machen und teilt ihre Sorgen und Nöte mit ihren Freundinnen. So normal und so wundervoll, weil Romy eben, wie schon gesagt, nicht so auf ich bin ja ach schon so erwachsen macht, wie es in anderen Jugendbüchern oft der Fall ist. Romy ist einfach völlig sympathisch und natürlich. Manchmal  wirkt sie ein bisschen zickig, ein bisschen überheblich. Ich glaube aber, dass sie selbst gar nicht merkt. Sie kreist einfach, wie es Teenager manchmal so tun, sehr um sich selbst und die Verwirklichung ihrer Träume. Romy ist in keiner Weise gehässig oder unsympathisch.

Aber auch Pepa, Greta und Josi kommen nicht zu kurz. Jeder der Freundinnen lernen wir gut kennen und ich habe auch sie schnell ins Herz geschlossen. Natürlich muss es auch noch zu einem kleinen Zickenkrieg kommen. Auch etwas, das für Mädchen dieses Alters völlig normal ist.

Die Geschichte entwickelt sich stetig vorwärts und ich habe mit Romy mitgefiebert, ob sie Bens Herz erobern kann und natürlich, ob sie die begehrte Rolle bekommt, um der neue Moviestar zu werden. Was sie davon erreicht, das müsst ihr schon selbst lesen.

Die Zeichnungen von Lisa Brenner lockern die Geschichte zusätzlich sehr auf und untermalen sie aber gleichzeitig sehr gut. Man hat fast das Gefühl ein Tagebuch zu lesen, bei dem Romy neben die Einträge auch noch einige Zeichnungen gekritzelt hat. Dabei will ich jetzt nicht sagen, dass es sich um Gekritzel handelt. Versteht mich nicht falsch! Mir gefallen die Zeichnungen richtig gut. Aber die Art und Weise, wie sie zwischen den Text geworfen werden, erinnert halt ein bisschen daran.

Patin zu diesem Buch stand die Autorin Britta Sabbag, deren Stolperherz-Bücher ich sehr liebe. Sie hat als Wolke einige Blogbeiträge zum Roman beigesteuert.

Die Schrift ist übrigens in einem, ja, wie nennt man das?, Weinrot? gehalten. Bisher ist mir das erst ein Mal untergekommen, nämlich in meiner alten Ausgabe der unendlichen Geschichte. Aber, es passt hier sehr gut, denn es unterstreicht, wie Romy ist. Ein echtes Mädchen eben, mit viel Glitzer, Lust auf Styling und Interesse an Film und Fernsehen. Die Schrift ist auch in dieser Farbe sehr gut und leicht lesbar.

Von mir gibt es ein Buch, das anders ist, als andere Bücher und mit sehr altersangemessen agierenden Protagonisten besticht 4 Federn und eine Leseempfehlung.

Weitere Rezensionen findet ihr hier:
Katze mit Buch
herzdeinbuch

[Rezension] Kiss me in New York – Catherine Rider

Geposted am 1. Februar 2017 um 10:26

Titel: Kiss me in New York
Reihe:
Einzelband
Autorin:
Catherine Rider
Verlag: cbt (Random House Verlage)
Erscheinungsjahr: 2016
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 288

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Heiligabend, JFK-Flughafen, New York. Charlotte ist gerade wieder solo. Nach einem Auslandsjahr wurde sie von ihrem amerikanischen Boyfriend abserviert und will nun nichts mehr, als in den Schoß der Familie nach London zurückzukehren. Dann wird ihr Flug verschoben und Charlotte ein Hotel-Gutschein in die Hand gedrückt. Geht es noch schlimmer? Ja, geht es: Anthony will seine Freundin vom Flughafen abholen, doch die macht dort kurzerhand vor aller Augen mit ihm Schluss. Da hat Hardcore-Optimistin Charlotte eine Idee: Wieso verbringen sie und Anthony nicht gemeinsam mit ihrem neuen Ratgeber: Wie man in zehn Schritten über seinen Ex hinwegkommt den Heiligabend? Doch aus unbeschwertem Spiel wird bald romantischer Ernst.

Rezension:

Kiss me in New York ist eine süße Geschichte, die sich wirklich gut lesen lässt. Sowohl Charlotte, als auch Anthony sind liebenswerte Figuren, die einen ganz wunderbaren Tag miteinander verbringen. Da Catherine Rider immer abwechselnd aus der Sicht von Anthony und Charlotte erzählt, bekommt man als Leser einen guten Einblick in das Seelenleben beider Figuren und so wuchsen beide mir schnell ans Herz. Sie sind einfach süß in ihrem Bemühen, ihren jeweiligen Ex-Partner zu vergessen, den 10 Punkte Plan eines Ratgeber zum Thema „Wie vergesse ich meinen Ex“ umzusetzen und den Weihnachtsabend miteinander zu verbringen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und sehr leichtgängig. Das Buch punktet mit eher einfacher Sprache, die aber dennoch bildhaft genug ist, um eine gute Vorstellung vom weihnachtlichen New York vor dem Auge des Lesers herauf zu beschwören. Die Handlung erstreckt sich nur über einen Tag, da Charlotte die Zeit bis zu ihrem nächsten Flug herumbringen muss. Manchmal wundert man sich, was die beiden an einem einzigen Tag alles erleben. Es wirkt fast wie ein bisschen zu viel. Aber, dem Lesevergnüngen tut dies keinen Abbruch.

Die Geschichte ist nicht wirklich tiefgründig, sondern im Gegenteil, eher oberflächlich. Aber das hat mich nicht so sehr gestört, den diese Geschichte ist einfach toll, um sie an einem winterlichen Tag in eine Wolldecke eingekuschelt auf dem Sofa zu lesen. Das Buch ist für Leserinnen ab 13 Jahren und genau zu dieser Altersgruppe passt es perfekt. Das Buch bekommt von mir 4 Federn.

Weitere Rezensionen findet ihr unter anderem bei:
Buntes Tintenfässchen
Bücher lieben und erleben
Bookilicious
Mii´s Bücherwelt

[Hörbuch-Rezension] Wintersonnenglanz – Gabriella Engelmann

Geposted am 23. Januar 2017 um 15:09

Rezension, Gabriela Engelmann, Audio Media Verlag, Hörbuch,

Titel: Wintersonnenglanz
Autorin:
Gabriela Engelmann
Sprecherin: Madeleine Stolze
Verlag: Audio Media
Erscheinungsjahr: 2016
Art: ungekürzte Lesung
5 CDs – 316 Minuten

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Larissa liebt die kalte Jahreszeit. Bei stimmungsvollen Dekorationen aus Mistelzweigen oder Hagebutten, warmem Tee und behaglichem Kerzenlicht fühlt sie sich geborgen. Doch in diesem Jahr kann sich die besondere Magie nicht entfalten, denn die Ereignisse überschlagen sich: Larissas Buch-Café gerät in eine finanzielle Schieflage, ihre Großtante Bea verhält sich sonderbar, und dann kommt es im „Büchernest“ auch noch zu einem schweren Wasserschaden. Kurz vor Heilig Abend muss Larissa schließen – eine Katastrophe! Wie gut, dass Larissas beste Freundin zurück in Keitum ist und dass alle mithelfen, ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen.

Rezension:

Dieses Jahr startet für mich wirklich gut. Mit tollen Büchern und jetzt einem tollen Hörbuch aus dem Audio Media Verlag. Ich muss gestehen, dass ich natürlich den Namen Gabriela Engelmann schon gehört habe, aber noch nie etwas von dieser Autorin gehört oder gelesen habe. Großer Fehler! Mit Wintersonnenglanz legt Gabriela Engelmann eine wunderschöne Geschichte vor, in der es in erster Linie um den Zusammenhalt von Familie und Freunden geht, auch wenn die Zeiten mal schwierig werden.

Die Sprecherin, Madeleine Stolze, die ich bisher auch  nicht kannte, liest die Geschichte mit sehr viel Gefühl, toller Betonung und haucht den Figuren so Leben ein.

Larissa ist die Hauptperson der Geschichte und Mitinhaberin das Buchladens „Büchernest“. Wer muss da noch an Lena und ihren tollen Blog denken? Ich muss gestehen, dass ich das jedes mal musste, wenn der Name Büchernest fiel. Sowohl Larissa, als auch ihre Großtante Bea, die Freundin Nele und die anderen Figuren sind sehr gut beschrieben. Ich habe sie alle förmlich vor mir gesehen. Auch insgesamt schafft Gabriele Engelmann es, mir durch ihren Schreibstil die Insel und die Figuren gut vor Augen zu führen. Sie schreibt einem die Figuren ans Herz und vor allem mit Bea habe ich sehr gelitten.

Ich muss gestehen, dass mich der Name der Tochter etwas irritiert hat. Im Hörbuch hörte es sich an, wie Leona-Marie und der Vater heißt ja Leon. Von daher dachte ich: Wer nennt seine Tochter denn nach dem Vater? Aber, ich habe inzwischen gesehen, dass es im Buch wohl Liuna-Marie geschrieben wird.

Die Geschichte an sich ist schön geschrieben. Es geht, wie gesagt, vor allem um den Zusammenhalt der Inselbewohner. Gabriela Engelmann versteht es sehr gut, sowohl die winter-/ weihnachtliche Stimmung, als auch das typisch friesische heraufzubeschwören. Die Figuren wirken wirklich sehr norddeutsch (ich kann das beurteilen) und es wirkt nicht aufgesetzt, wie sie reden und handeln.

Auch habe ich inzwischen gelesen, dass es sich um den 3. Band einer Reihe handelt. Dieser Band ist aber auch als Einzelband wunderbar zu verstehen. Das hat dem Hörspaß also keinen Abbruch getan.

Alles in allem lief es mir dann am Ende etwas zu glatt für Larissa und ihr Büchernest, so dass ich „nur“ 4 Federn vergebe. Für meinen Geschmack war das einfach zu viel Zufall, um noch halbwegs glaubwürdig zu sein und so wirkte das Ende sehr konstruiert, vielleicht um die Geschichte zu einem Happy End zu führen. Aber, bei Wintersonnenglanz handelt es sich definitiv um eine Geschichte, die Lust auf mehr macht und ich freue mich, dass es noch weitere Bücher mit genau diesen Figuren gibt.

Eine Hörempfehlung von mir, auch wegen der Sprecherin, die von der Stimme und Betonung her gut zu einer solchen emotionalen Geschichte passt.

Hier findet ihr noch weitere Rezensionen zu Buch und Hörbuch:
Irve liest
Ullas Bücherseite
BuchZeiten
Cinema in my head

Bei Claudias Buchregal findet ihr die Story hinter dem Buch. Auch sehr lesenswert. Hüpft doch mal rüber.

[Rezension] Weihnachtsglitzern – Mary Kay Andrews

Geposted am 12. Januar 2017 um 11:20

Titel: Weihnachtsglitzern
Reihe:
Band 3 der Southern-Reihe (Band 1 und 2 scheint es nur auf Englisch zu geben)
Autorin:
Mary Kay Andrews
Verlag: Fischer Verlage
Erscheinungsjahr: 2013
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 240

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Eloise Foley liebt Weihnachten. Für sie ist es eine Zeit der Wunder und Träume, die schönsten Tage des Jahres. Sie freut sich auf gemütliche Abende im Kreise der Familie und mit ihrem Freund Daniel. Der sieht Weihnachten allerdings in einem ganz andern Licht, denn Daniel besitzt ein Restaurant und hat im Dezember kaum Zeit für Eloise. Nun bleibt ihr umso mehr Zeit bleibt, sich um ihr kleines Antiquitätengeschäft zu kümmern.

Ganz besonders freut sich Eloise auf den alljährlichen Wettbewerb um die schönste Weihnachtsdekoration in den Läden von Savannah, und sie dekoriert liebevoll ihr Antiquitätengeschäft. In einer alten Kiste findet sie eine blaue, glitzernde Brosche in Form eines Weihnachtsbaums. Davon inspiriert erschafft sie die Weihnachtswunderwelt »Blue Christmas«, passend zum berühmten Elvis-Presley-Song. Doch an einem chaotischen Verkaufstag verschwindet die Brosche – und eine geheimnisvolle Fremde hinterlässt Eloise Geschenke an den seltsamsten Orten. Purer Zufall oder wahre Weihnachtsmagie?

Rezension:

Diesen Roman habe ich von Levenya von Levenyas Bücherzeit im Rahmen des Blogger-Weihnachtswichtelns bekomme und natürlich musste das Buch noch gelesen werden.

Die Geschichte ist wunderbar weihnachtlich. Eloise, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist ein richtiger Weihnachtsfan. Und Mary Kay Andrews schafft es, durch ihren bildhaften Schreibstil diese Weihnachtsatmosphäre auch zum Leser zu transportieren. Mich hatte sie zumindest sehr schnell eingefangen.

Ein bisschen Schade fand ich, dass die Geschichte sehr schnell sehr vorhersehbar war. Wer die Unbekannte, die Eloise Annie tauft ist, konnte man sich sehr schnell denken. Dadurch ging die Spannung ein bisschen verloren. Außerdem war die Liebesgeschichte zwischen Eloise und Daniel sehr unterkühlt. Klar hat die Autorin versucht, dem Leser nahe zu bringen, warum Daniel jetzt, in der Weihnachtszeit, gerade so gereizt ist, aber trotzdem. Ein bisschen mehr Bauchkribbeln, ein bisschen mehr Liebe hätte zwischen den beiden schon prickeln dürfen. Gerade die Weihnachtszeit, als die Zeit der Liebe, ist da doch perfekt. So kam der Schluss dann ein bisschen wenig nachvollziehbar und überraschend daher.

Eloise ist ein ganz großartiger Mensch. Sie ist mir über die Geschichte wirklich ans Herz gewachsen. Sie setzt sich für andere ein, geht aber auch ihren eigenen Weg und ist einfach ein immer gut gelaunter Wirbelwind.

Alle Charaktere neben Eloise erfahren leider nicht sehr viel Tiefgang. Sie sind nett (BeBe) oder ständig gestresst (Daniel), oder auch einfach ätzend (Sondra und ihr Anhang), aber man erfährt nicht sehr viel über sie. Sie sind mehr oder weniger Statisten in dieser Geschichte.

Von mir gibt es 4 Federn für einen Weihnachtsroman, der sich sehr gut lesen lässt und mit einer zauberhaften Weihnachtskulisse aufwartet, dem aber ein bisschen was fürs Herz und ein bisschen Tiefgang nicht geschadet hätte.

Weitere Rezensionen findet ihr bei:
Meine Welt der Bücher
Meine kleine Welt

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