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[Rezension] Ein Rockstar zum Verlieben – Paige Brown

Geposted am 29. April 2017 um 20:21

Paige Brown, Rezension,

Titel: Ein Rockstar zum Verlieben
Reihe: Riverside Love Stories; Band 1
Autorin: Paige Brown
Verlag: Latos Verlag
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 290

Meine Wertung: 3 Federn

Klappentext:

Seit vier Jahren tourt Julian Rush schon mit seiner Band durch die USA. Jetzt ist die Luft bei ihm raus. Er will die Band auflösen und nach einem letzten Auftritt in Seattle nach Riverside zurückkehren. Ausgerechnet bei diesem Auftritt trifft er Mila wieder, das einzige Mädchen, das ihm jemals etwas bedeutet hat.
Mila und Rush haben eine schwere Zeit hinter sich, die beide emotional an ihre Grenzen gebracht hat. Am Ende dieser Beziehung ist Mila aus Riverside geflüchtet und Rush musste ins Gefängnis. Mila steckt seit Jahren in einer Ehe fest, die sie einsperrt, und Rush glaubt, überhaupt nichts mehr fühlen zu können. Bis die beiden sich in die Augen sehen. Sie erlauben sich eine einzige Nacht, von der niemand etwas wissen muss. Als Julian am nächsten Morgen aufwacht, ist Mila schon weg und ihm wird klar, er hätte sie nie gehen lassen dürfen. Er versucht alles, um sie zu finden. Am Ende bleibt ihm nur noch ein Weg, ihr zu sagen, was sie ihm bedeutet: Sie muss den Song hören, den er für sie geschrieben hat.

Rezension:

Ich hätte dieses Buch fast nicht rezensiert. Warum nicht? Aufgrund der auf Buchblogs gerade sehr hoch kochenden Diskussion darüber, was bzw wie man eigentlich schreiben und was man als Blogger gut finden und „pushen“ darf. Da geht es um Themen wie sexuelle Belästigung, wie meist junge Männer mit jungen Frauen umgehen, welches Bild gerade Jugendlichen hier von Liebe und Beziehung vermittelt wird. Auch ich bin der Meinung, dass das Bild, welches zumeist in Young und New Adult Büchern vermittelt wird, oft problematisch ist. Man muss diese Bücher schon bewusst lesen und eben auch als das nehmen, was sie sind: Geschichten. Die Frage ist deswegen: Darf ich das Buch dann nicht trotzdem gut finden, wenn ich nicht alles, was in dem Buch passiert gut finde? „Verlieb dich nie in einen Rockstar“ stürzte mich hier in echte Gewissensbisse, denn ich traute mich nicht mehr, zu sagen: Ich fand die Geschichte gut. Eigentlich müsste man dieses Buch nämlich in Grund und Boden verdammen. Julian, oder Rush, wie er lieber genannt werden möchte, ist ein echter Antiheld. Er hat an jeder Hand fünf Frauen oder auch schon in der Highschool junge Mädchen. Er knutscht gerade noch mit der einen Frau rum und wechselt dann zur nächsten. Verwerflich? Definitiv. Das sollte keine Frau, kein junges Mädchen, mit sich machen lassen. Aber… dennoch hat mir die Geschichte gefallen. Sie zog mich schnell in ihren Bann, ich konnte mich herrlich über Rush aufregen. Und damit stehe ich dazu: Ja, ich finde diese Geschichte gut, als genau das, was sie ist. Eine Geschichte. Aber ich finde nicht gut, wie Rush mit Mila und den anderen Mädchen in diesem Buch umgeht.

Mila ist jetzt auch nicht gerade die starke Heldin, die man sich wünscht. Sie ist völlig verschossen in Rush und auch wenn sie am Anfang noch widersteht, so schafft sie es auf Dauer nicht, ihre Gefühle für ihn unter Kontrolle zu bringen. Ich hatte so meine Probleme mit Mila. Zu erwachsen für ihr Alter, aber dabei trotzdem irgendwie recht naiv. Schwierig einzuschätzen, das Mädel.

Rush ist, wie gesagt, ein echter Antiheld. Ich konnte mich weder mit ihm, noch mit seinen Bandkumpanen anfreunden. Saufen, Frauen und Musik scheint der Lebensinhalt der jungen Männer zu sein. Glücklich macht sie das aber definitiv nicht. Das fand ich ganz schön, dass Paige Brown es geschafft hat, dem Leser sehr deutlich vor Augen zu führen, dass Ruhm und von Mädchen angehimmelt zu werden, definitiv nicht ausreicht, um ein glückliches Leben zu führen.

Die Geschichte ist relativ vorhersehbar. Große Überraschungen habe ich nicht erlebt, mich aber auch an keiner Stelle gelangweilt.

Alles in allem fand ich die Geschichte gut geschrieben und habe sie gerne gelesen. Wenn man das Buch nicht liest, dann verpasst man nichts, aber man macht damit auch nichts falsch. Von mir gibt es 3 Federn.

[Rezension] Wenn Liebe Cowboystiefel trägt – Emily Bold

Geposted am 7. April 2017 um 7:34

Emily Bold, Montlake Romance, Rezension

Titel: Wenn Liebe Cowboystiefel trägt
Reihe: Einzelband
Autorin: Emily Bold
Verlag: Montlake Romance
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 300

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Als Avery Davis nach acht Jahren und einem schweren Kampf gegen den Krebs in ihren Heimatort Littletree zurückkehrt, steht sie vor den Trümmern ihres Lebens. Ohne Job, ohne Partner – und ohne Haare. Doch ihr unfreiwilliger Neuanfang wird noch verkompliziert, als sie dort ausgerechnet ihrer Jugendliebe Mason King in die Arme läuft. Der draufgängerische Rodeo-Reiter und Lokalheld rüttelt Avery mit seinen Sprüchen ganz schön auf und weckt längst vergessene Erinnerungen. Doch ein Mann, der seine Gesundheit bei jedem Ritt aufs Spiel setzt, wird nie verstehen, wie hart sie um ihr Leben gekämpft hat. Auf so einen Mann kann sie sich nicht einlassen – egal, was ihr Herz sagt.

Rezension:

„Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ ist der neueste Roman aus der Feder von Emily Bold.

Es ging sehr schnell, dass ich in die Geschichte eingetaucht war und Bilder von Littletree, Avery und Mason vor meinem inneren Auge sehen konnte. Der Schreibstil von Emily Bold ist gewohnt flüssig und eingängig. Was mir hier ganz gut gefällt, dass sie Anspruch mit Humor verbindet.Der Titel „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ und auch die Aufmachung des Cover, lassen eher auf einen seichten Liebesroman schließen. Der Klappentext deutet schon an, dass es anders sein könnte und der Inhalt dieses Buches beweist, dass es anders ist.

Avery erholt sich von einer schweren Krebserkrankung und Emily schaffte es, mir Averys Situation klar vor Augen zu führen. Sie muss sich erst ins „normale“ Leben zurück kämpfen, schreckt davor aber zunächst noch zurück. Am liebsten möchte sie sich einfach nur in ihrem alten Kinderzimmer unter der Bettdecke verkriechen und nie wieder herauskommen. Ihre Mutter schafft es aber, sie aus diesem Einsiedlerzustand ins Leben zu schubsen. Auch wenn Avery ihr zunächst nicht besonders dankbar dafür ist, fängt sie irgendwann an, zu kämpfen. Dieser ganze innere Widerstreit, bin ich gut genug, kann ich überhaupt noch in meinem alten Job arbeiten, etc. wurde sehr gut herausgearbeitet. Gerade auch die Szene bei Lee-Anne in der Küche fand ich extrem bedrückend, aber auch sehr aussagekräftig für Averys Zustand. Für mich ist dieses Buch, neben einem Liebesroman, vor allem auch die Geschichte einer Frau, die sich ins Leben zurück kämpft. Die in einem Job, der eigentlich unter ihrem Ausbildungsniveau ist, im Zusammenleben mit den Tieren, lernt, dass es sich lohnt, sich für Schwächere einzusetzen und so auch sich selbst wiederfindet.
Immer wieder musste ich aber auch schmunzeln, wenn Avery auf Mason King trifft. Die beiden sind jederzeit für einen verbalen Schlagabtausch gut. Dies brachte definitiv die humorvolle Note in die Geschichte.

Mason fand ich zunächst nicht so sympathisch. Seine Beweggründe blieben zunächst ein bisschen im Unklaren, er war mir zu „flirty“. Irgendwie kam immer wieder mein Beschützerinstinkt durch, der sagte: Halt dich von ihr fern, verletze sie nicht! Nach und nach wurde mir Mason aber sympathischer und ich konnte mich so richtig schön in die Liebesgeschichte fallen lassen. Auch seine Intention für das Rodeoreiten konnte ich ganz gut nachvollziehen, fand aber auch sehr schön, wie er erkannte, was wirklich im Leben zählt und welche Menschen echte Freunde sind und welche eben nicht.

Die Geschichte entwickelt sich eher langsam und gemächlich vorwärts, aber sie hat keine Längen. Ich fand das Erzähltempo sehr passend, da es zu Averys gesamter Situation passt. Sie hat ein Leben auf der Überholspur gelebt (das wird so nicht ausgeführt, aber es blitzt immer mal wieder durch) und musste nun, bedingt, durch die Krankheit, mehrere Gänge zurück schalten. Ob sie wieder in ihr altes Tempo zurückfindet ist lange Zeit sehr fraglich. Irgendwann weiß sie auch gar nicht mehr, ob sie dahin überhaupt zurückfinden will. Sie lernt das Leben in Littletree zu schätzen und findet sich immer mehr dort ein. Gut gefallen hat mir, dass es keine Brüche im Miteinander der beiden Hauptpersonen gab. Avery und Mason sind in der Lage, über ihre Gefühle miteinander zu reden. Das hat man in Büchern (und manchmal ja auch im echten Leben) nicht so oft. Meistens redet jeder um den heißen Brei herum und so kommt es ein ums andere Mal zu Verletzungen. Hier nicht. Ich fand dieses Verhalten sehr erwachsen, den Protagonisten angemessen.

Es gibt aber auch ein Manko (für mich) an diesem Buch. Was mir gar nicht gefallen hat, war die Sache mit dem Rodeo. Pferde, die extra trainiert werden, um zu bocken, zum Teil mit fragwürdigen Methoden. Auch wenn Mason diese Methoden ablehnt, ist es nicht richtig, Pferde und auch Bullen, so für einen Sport zu benutzen. Ich merke, dass, je älter ich werde, ich umso schlechter mit dem ganzen Tierleid umgehen kann und dazu gehört für mich auch Rodeo, Pferdehochleistungssport, etc. Soll ich dafür nun etwas abziehen? Soll diese, meine, Befindlichkeit in die Rezension einfließen? Bei einer Liebesgeschichte, die wunderbar ist und Charakteren, die mit viel Tiefe gezeichnet sind? Ich habe wirklich lange mit mir gerungen, aber ja, ich tue es. Eine Feder ziehe ich dafür ab, denn es hat mir nicht gefallen. Gut, die Story lebt davon, dass Mason Rodeos reitet, sonst wäre ein Teil des Plots verloren, aber ich kann es trotzdem nicht ertragen. Andere Leser sagen jetzt sicher: Stell dich nicht so an, aber es ist meine Meinung und meine Bewertung und deswegen tue ich es. Ich kann keine 5 Federn für ein Buch vergeben, mit dessen Handlung ich mich nicht 100% wohlfühle.

Von mir gibt es 4 Federn für eine wunderbare Liebesgeschichte, die tiefgründige Charaktere aufweist, aber mich ein ums andere Mal wegen der Tiere hat schaudern lassen.

Weitere Rezensionen findet ihr bei:
Archive of Longings
Manjas Buchregal
Melusines Welt

[Rezension] Mein Herz und deine Krone – Heather Cocks & Jessica Morgan

Geposted am 13. März 2017 um 13:02

Rezension, Jessica Morgan, Heather Cock, blanvalet Verlag

Titel: Mein Herz und deine Krone
Reihe: Einzelband
Autor: Heather Cock und Jessica Morgan
Verlag: blanvalet
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 700

Meine Wertung: 3 Federn

Klappentext:

Eigentlich wollte Rebecca Porter, genannt Bex, sich in Oxford ganz auf die Uni konzentrieren. Doch als sie in das gleiche exklusive Wohnheim wie Prinz Nicholas, zukünftiger König von England, einquartiert wird, kommt alles anders. Trotz seiner allgegenwärtigen Bodyguards und überbesorgter Freunde kommen Bex und Nicholas sich näher – und Bex wird in eine Welt geworfen, die ihr völlig fremd ist, sowohl die guten Seiten (tolle Urlaube, Dinner im Palast) als auch die schlechten (Klatschpresse, nervige Familie). Und am Abend vor der Hochzeit des Jahrhunderts muss Bex sich fragen, ob sie für ihre große Liebe Nicholas wirklich ihr ganzes Leben aufgeben kann …

Rezension:

Die Anlehnung an das aktuelle britische Königshaus ist, nicht nur unterschwellig, vorhanden. Sei es Queen Mum, Queen Eleanor, die auf hochgezüchtete Rennpferde steht, Prinz Richard, der nie zum Zuge kommt, König zu werden und eigentlich eine andere Frau liebt, als die, mit der er verheiratet ist. Nicholas von Wales, der charmante, gebildete Prinz, der sich in jeder Situation zu benehmen weiß und seine zukünftige Frau auf dem College kennenlernt sowie sein Bruder Fred, der Party-Prinz, der jeden Tag eine andere Frau vernascht und nichts dagegen hat, auch mal mit seinen Eskapaden in der Zeitung zu erscheinen. Na, klingelt es? Viel Arbeit damit, ihre Figuren zu gestalten, mussten sich die beiden Autorinnen somit nicht machen. Man hat natürlich sofort bestimmte Personen vor Augen.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen und die 700 Seiten fliegen recht schnell am Leser vorbei. Es ist nicht so, dass man das Buch aus der Hand legen möchte. Allerdings haben mich der viele Alkohol und das viele Gerede über Sex genervt. Sind junge, aus der Oberschicht stammende, Collegestudenten wirklich so? Würden sie Bex wirklich so schnell in ihren Kreis aufnehmen, wo sich doch alles um Geheimhaltung dreht? So ganz glauben konnte ich es nicht, es ging mir einfach zu schnell.Die Charaktere bleiben in ihrem Verhalten leider sehr oberflächlich, fast kindisch. Immer wieder musste ich mir beim lesen vor Augen halten, dass die Protagonisten inzwischen Mitte 20 sind und nicht 17.

Richtig fesseln konnte mich die Geschichte, als es mit dem Auftauchen von Lacey wirklich Fahrt aufnahm. Sie tut alles, um im Mittelpunkt zu stehen. Die Dynamik zwischen Bex und Lacey ist großartig. Es war spannend zu sehen, wie sich die Beziehung der Zwillingsschwestern zueinander im Laufe der Geschichte veränderte. Da war definitiv Dynamit drin.

Auch Bex, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, macht leider keine großen Entwicklungssprünge durch. Als sie nach Oxford kommt ist sie eine hoffnungsvolle junge Kunststudentin, die sich gut auskennt und eine kreative Ader hat. Die Auslandsstudienzeit in Oxford wäre ihre Gelegenheit, sich aus dem Schatten ihrer Schwester zu befreien. Leider macht sie nichts daraus. Sie beendet das College zwar, aber darüber erfahren wir rein gar nichts. Macht sie einen guten Abschluß? Ist die Arbeit im Museum wirklich alles, was sie sich je erträumt hat? Oder wirft sie das alles weg für einen Mann, an den sie sich unbedingt binden will? Ich kann es euch nicht sagen, denn Bex verrät es dem Leser nicht. Kaum taucht Lacey in London auf, tritt Bex in ihren Schatten zurück, lässt sich von Lacey wieder dominieren. Als sie es endlich doch schafft, sich gegen ihre Schwester zu stellen, tut sie es dann auch gleich so vehement, dass man manches Mal denkt: Na, ein bisschen zurückhaltender, das hätte es jetzt aber auch getan. Bex entwickelt sich zeitweise leider zu einer sehr egoistischen Protagonistin.

Mit Nick konnte ich mich nicht vollständig anfreunden. Sein Studium scheint er nicht allzu ernst zu nehmen. Zumindest erfährt man wenig darüber, wie es für ihn läuft. Die meiste Zeit ist er auf Partys oder zurück im Schloß, um sich vor der Welt zu verkriechen. Vor allem zum Ende hin erschien er mir sehr distanziert, wenig liebevoll im Umgang mit Bex. Natürlich haben die Autorinnen dem Leser bis dahin nahegebracht, was sein Problem ist. Trotzdem hätte ich von einem fast 30jährigen Mann, der demnächst seine große Liebe, entgegen aller Widerstände heiraten will, etwas mehr Feingefühl erwartet. Er weiß, was auf Bex am Hof zukommt und lässt sie dennoch allein zurück? Wirft sie quasi den Wölfen zum Fraß vor? Sorry, ich hätte an Bex Stelle die Beine in die Hand genommen.

Von den Nebenfiguren haben mir nur Cilla und Gaz richtig gut gefallen. Obwohl ich gestehen muss, dass auch Bea definitiv was hat. Sie ist für mich die Figur, die die größte Entwicklung durchmacht, die sich selbst zwar treu bleibt, aber auch weiß, wann sie zu wem treu stehen muss. Sie weiß, wer Freund und wer Feind ist. Ich hätte ihr ihre eigene Liebesgeschichte, die sie offen leben kann gewünscht. Mit Bea ist den Autorinnen wirklich eine Figur aus der Feder geschlüpft, die es ansatzweise geschafft hat, ihr Potential zu entfalten.

Leider spürt man bei keiner der Figuren, außer vielleicht bei Fred, eine wirkliche Entwicklung und das fand ich wirklich schade. Bei einer Geschichte, die über 8 Jahre hinzieht, bei der die Protagonisten von jungen Erwachsenen zu Erwachsenen heranreifen, da sollte doch deutlich mehr drin sein. Als sich Nick und Bex begegnen sind sie Anfang 20, besuchen gerade das College. Zum Ende des Buches sind sie, wie gesagt, fast 30 Jahre alt und sollten eigentlich gefestigt im Leben stehen. Gefühlt bestehen die 8 Jahre dazwischen aber nur aus Alkohol, Partys, Trennungen, ein bisschen Arbeit und Versteckspielen mit der Presse.

Allerdings muss ich sagen, dass ich auch an einer Stelle echte Liebe spüren konnte. Als Nick Bex den ersten Verlobungsring an den Finger steckt (nicht den diamantschweren Klunker, sondern einen Plastikring), das war eine sehr romantische Geste, die mir direkt ein paar Tränchen in die Augen getrieben hat.Ich finde allerdings, dass eine einzige Stelle in einem Roman von 700 Seiten, in der es eigentlich um die große Liebe zwischen zwei jungen Menschen gehen sollte, ein bisschen dürftig ist. Ich habe spüren können, was Nick an Bex gefällt. Sie nimmt ihn, als einziger Mensch, neben seinem Bruder, einfach so wie er ist. Künftiger König hin oder her. Aber, was fasziniert Bex an Nick? Mir hat es sich nicht erschlossen.

Ich könnte noch viel mehr sagen, muss allerdings wirklich aufpassen, in meiner Rezension nicht zu spoilern und es ist jetzt schon so viel geworden, von daher denke ich, dass ich es hier dabei belasse. Ich hoffe, dass ich euch einigermaßen nachvollziehbar machen konnte, wie meine Bewertung ausfällt. Ich vergebe 3 Federn für ein Buch das wirklich gut und leicht lesbar ist, aber von der Story her doch recht langgezogen. Den Figuren fehlt die notwendige Entwicklung, die bei dem langen Zeitraum (8 Jahre), über die das Buch spielt, definitiv hätte da sein müssen.

Weitere Rezensionen findet ihr bei:
Papier und Tintenwelten
Buchfantasie
Tintentick
Two for Books – Bookloft

[Rezension] Schlaflos in Manhattan – Sarah Morgan

Geposted am 13. Februar 2017 um 13:55

Sarah Morgan, Mira Taschenbuchverlag, Trilogie, Rezension

Titel: Schlaflos in Manhattan
Reihe:
1. Band
Autorin:
Sarah Morgan
Verlag: Mira Taschenbuchverlag
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 384

Meine Wertung:
5 Federn

Klappentext:

Nette Freunde, ein riesiges Apartment, ein toller Job. Die Liste der Dinge, die eine junge Frau in New York erreicht haben sollte, hat Paige in allen Punkten abgehakt. Bis sie plötzlich von der Karriereleiter stürzt. Auf einmal ist der Bruder ihrer besten Freundin der einzige, der ihr Leben wieder in Ordnung bringen kann. Schon früher hat sie vergeblich für den Draufgänger Jake geschwärmt – und je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto klarer wird ihr, was auf ihrer New-York-Liste noch fehlt: Die perfekte Liebesgeschichte …

Rezension:

Ich weiß, langsam wird es ein bisschen unglaubwürdig, aber ich kann auch bei dem neuen Buch von Sarah Morgan nicht anders, als schwärmen. Für mich steht der Name Sarah Morgan inzwischen für wundervoll geschriebene Liebesromane mit einer spannenden Geschichte, viel Herz und einer guten Prise Freundschaft.

Im Mittelpunkt steht wieder ein Freundinnen-Trio (Paige, Eva und Frankie) und wird aus Sicht von Paige erzählt, die die Hauptperson des Buches ist. Paige hat mir von Anfang an gut gefallen. Sie ist kreativ und ein totales Organisationstalent. Solche Menschen bewundere ich, denn das ist etwas, was mir völlig fehlt. Ab und an fand ich sie ein bisschen zu überzeugt von sich. ich glaube nicht, dass es beabsichtigt war, dieses Gefühl herauf zu beschwören, aber sie ist schon sehr bestimmend. Dabei ist sie aber immer für ihre Freundinnen da, macht sich Gedanken darum, dass es Frankie und Eva gut geht. Paige ist der Mensch, der am liebsten alles mit sich selbst ausmacht. Hilfe annehmen fällt ihr schwer. Hier macht Paige aber durchaus eine Entwicklung durch.

Frankie ist diejenige der drei Frauen, die sich geschworen hat, nie wieder einem Mann zu vertrauen. Warum, das erfährt man hier noch nicht so wirklich, es werden bisher eher nur Andeutungen gemacht. Diese Geschichte wird sicher in ihrem eigenen Band aufgelöst. Aber, man liest es schon hier heraus: Es bahnt sich etwas an. Sollte es im zweiten Band der Manhattan-Trilogie im Frankie gehen, dann weiß ich, wer der Auserwählte ist. Und genau das finde ich so schön. Man spürt schon etwas, Sarah Morgan macht Andeutungen, aber sie verrät es noch nicht. Frankie ist diejenige der Freundinnen mit dem grünen Daumen und diejenige, die sich für Technik begeistern kann. Sie versucht die romantische Eva immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. Dies gelingt ihr zum Glück nicht. Dabei ist sie aber nie verletzend, oder böse. Sie ist ein wunderbarer Mensch, der einmal ziemlich verletzt worden sein muss.

Eva ist die romantische der Freundinnen. Sie sieht in jedem Menschen das Gute, sie spürt als Erste, was zwischen Paige und Jake vor sich geht. Eva hat feine Antennen für ihre Mitmenschen und ist, auch wenn sie die zurückhaltendste der Freundinnen zu sein scheint, immer für alle da und sorgt dafür, dass sich alle wohlfühlen.

Jake und Matt, die beiden männlichen Gegenparts zu den drei Freundinnen sind wunderbar gezeichnet. Dabei gefällt mir Matt allerdings besser, als Jake. Matt ist genau der Typ Mann, der mir in Romanen (und auch im richtigen Leben) gefällt. Der Taummann, der immer ein offenes Ohr hat, sensibel ist, sich um andere Menschen sorgt und nicht so der Typ Bad Boy, wie es Jake ab und an heraushängen lässt. Er ist erfolgreich, aber total auf dem Boden. Auch Jake ist mega erfolgreich, noch erfolgreicher als Matt und auf dem Boden geblieben. Auch er hat die sensible Seite an sich, spürt sehr genau, wie es Paige geht, aber er macht immer wieder einen auf „starken Mann“. Jake ist der Typ Mann, der Probleme damit hat, Gefühle zuzulassen. Jake ist wohl derjenige, der in diesem Buch die größte persönliche Entwicklung durchmacht.

Die Geschichte vermittelt eine tolle Botschaft. Nicht aufgeben! Verwirkliche deine Träume! Paige, Eva und Frankie setzen sich dafür ein, ihre Träume zu verwirklichen und treiben dies mit viel Mut voran. Ganz ohne die Hilfe von ihren Freunden und der Familie schaffen sie es dann allerdings doch nicht. Es geht also auch um Freundschaft, um Zusammenhalt und darum, Hilfe anzunehmen, wenn man sie braucht. Aber, es geht auch darum, auf sich selbst zu vertrauen und sich nicht von Menschen, die meinen, dass sie etwas Besseres sind, klein machen zu lassen. Sarah Morgan hat es hier wirklich geschafft, viele tolle Botschaften zu übermitteln, über die man noch länger nachdenken kann.

„Deine Sicherheit kommt aus dir selbst.“ (S. 86)

Ich kann nicht anders, als auch diesem Buch von Sarah Morgan wieder 5 Federn zu geben. Wenn ihr Liebesromane mögt, dann kann ich euch die Bücher von Sarah Morgan nur ans Herz legen. Egal, ob es die Snow Crystal Reihe, die Puffin Island Reihe oder jetzt diese, ihre neue Reihe ist. Man fliegt nur so durch die Seiten. Ihre Bücher machen süchtig!

Weiter Rezensionen findet ihr hier:
Merlins Bücherkiste
Schnuffelchens Bücher und Co

Und hier eine Rezension zur englischen Ausgabe:
Harlequin Junkie

[Rezension] Kiss me in New York – Catherine Rider

Geposted am 1. Februar 2017 um 10:26

Titel: Kiss me in New York
Reihe:
Einzelband
Autorin:
Catherine Rider
Verlag: cbt (Random House Verlage)
Erscheinungsjahr: 2016
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 288

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Heiligabend, JFK-Flughafen, New York. Charlotte ist gerade wieder solo. Nach einem Auslandsjahr wurde sie von ihrem amerikanischen Boyfriend abserviert und will nun nichts mehr, als in den Schoß der Familie nach London zurückzukehren. Dann wird ihr Flug verschoben und Charlotte ein Hotel-Gutschein in die Hand gedrückt. Geht es noch schlimmer? Ja, geht es: Anthony will seine Freundin vom Flughafen abholen, doch die macht dort kurzerhand vor aller Augen mit ihm Schluss. Da hat Hardcore-Optimistin Charlotte eine Idee: Wieso verbringen sie und Anthony nicht gemeinsam mit ihrem neuen Ratgeber: Wie man in zehn Schritten über seinen Ex hinwegkommt den Heiligabend? Doch aus unbeschwertem Spiel wird bald romantischer Ernst.

Rezension:

Kiss me in New York ist eine süße Geschichte, die sich wirklich gut lesen lässt. Sowohl Charlotte, als auch Anthony sind liebenswerte Figuren, die einen ganz wunderbaren Tag miteinander verbringen. Da Catherine Rider immer abwechselnd aus der Sicht von Anthony und Charlotte erzählt, bekommt man als Leser einen guten Einblick in das Seelenleben beider Figuren und so wuchsen beide mir schnell ans Herz. Sie sind einfach süß in ihrem Bemühen, ihren jeweiligen Ex-Partner zu vergessen, den 10 Punkte Plan eines Ratgeber zum Thema „Wie vergesse ich meinen Ex“ umzusetzen und den Weihnachtsabend miteinander zu verbringen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und sehr leichtgängig. Das Buch punktet mit eher einfacher Sprache, die aber dennoch bildhaft genug ist, um eine gute Vorstellung vom weihnachtlichen New York vor dem Auge des Lesers herauf zu beschwören. Die Handlung erstreckt sich nur über einen Tag, da Charlotte die Zeit bis zu ihrem nächsten Flug herumbringen muss. Manchmal wundert man sich, was die beiden an einem einzigen Tag alles erleben. Es wirkt fast wie ein bisschen zu viel. Aber, dem Lesevergnüngen tut dies keinen Abbruch.

Die Geschichte ist nicht wirklich tiefgründig, sondern im Gegenteil, eher oberflächlich. Aber das hat mich nicht so sehr gestört, den diese Geschichte ist einfach toll, um sie an einem winterlichen Tag in eine Wolldecke eingekuschelt auf dem Sofa zu lesen. Das Buch ist für Leserinnen ab 13 Jahren und genau zu dieser Altersgruppe passt es perfekt. Das Buch bekommt von mir 4 Federn.

Weitere Rezensionen findet ihr unter anderem bei:
Buntes Tintenfässchen
Bücher lieben und erleben
Bookilicious
Mii´s Bücherwelt

[Rezension] Carhill Sisters: Amy & Sam – Kathrin Lichters

Geposted am 25. Januar 2017 um 14:13

Carhill Sisters, Kathrin Lichters, Droemer Knaur, Feelings ebooks,

Titel: Carhill Sisters – Amy & Sam
Reihe:
4. Band
Autorin:
Kathrin Lichters
Verlag: feelings emotional eBooks (Droemer Knaur)
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: ebook
Seitenanzahl: 263

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Vier Schwestern auf der Suche nach dem ganz großen Glück …
Amy, das schwarze Schaf der Familie Carhill, kehrt nach einer verstörenden Beziehung in ihre Heimatstadt zurück, um in ihrem chaotischen Leben etwas Fuß zu fassen. Das will ihr nur schwer gelingen, als sie ihren neuen Nachbarn Sam kennenlernt, der der nächste Badboy ist, der sich in ihre lange Liste von Fehlgriffen einzureihen scheint. Sein Kontakt zur heimischen Gang gefällt Amy gar nicht. Es kann doch nicht möglich sein, dass jeder Kerl, den sie anziehend findet, ein schlechter ist? Amy begibt sich selbst auf die Jagd nach den Henderson Brüdern und scheinbar zu sich selbst. Denn sie rutscht plötzlich ganz tief in Sams Schwierigkeiten ab, die sie nicht nur das Leben, sondern auch den Mann, den sie liebt, kosten könnte …

Rezension:

Fast hätte ich den 4. Band der Reihe um die Carhill Schwestern von Kathrin Lichters verpasst. Aber, zum Glück nur fast. Ich liebe die Reihe ja sehr und hier geht es nun um die jüngste Schwester, Amy. Tja… kennt ihr das? Ihr wollt ein Buch rezensieren, wollt natürlich eine gute, fundierte Rezension schreiben, aber ihr könnt einfach nur…. SCHWÄRMEN!!!! Ich fürchte, ich muss das erstmal sacken lassen, um etwas halbwegs Vernünftiges hier zu Papier zu bringen. Ich bin unwiderruflich verliebt in Amy und Sam. Für mich der absolut stärkste Band der Reihe und das traumhafteste Paar.

Amy ist einfach nur Klasse. Sie ist die Schwester mit den meisten Selbstzweifeln, die, die immer wieder aneckt. Aber, sie gefällt mir sehr, denn sie hat ihren eigenen Kopf, bietet dem doch etwas herrschsüchtigen Vater Robert Carhill auch mal die Stirn. Sie macht in diesem, ihrem eigenen Band, eine außerordentliche Entwicklung durch. Immer glaubwürdig, immer passend, schafft Kathrin Lichters es, Amy erwachsen werden zu lassen.

Sam ist natürlich, wie auch die anderen Carhill Schwiegersöhne der Traumtyp schlechthin.

Auch die Geschichte um Luke und Bay wird in diesem Band weiter ausgebaut. Ich liebe Luke und ich fange an, Bay zu mögen. Ich glaub, dass wir noch gute Freunde werden können.

Der Schreibstil von Kathrin Lichters ist gewohnt flüssig und bildhaft. Die Anziehungskraft zwischen Amy und Sam und auch zwischen Luke und Bay sprudelt nur so aus den Zeilen heraus. Ich konnte sie fühlen.

Die Geschichte ist deutlich spannender, als die Geschichten in den Vorgängerbänden. Der Kampf zwischen den Carhills und den Hendersons steuert auf seinen Höhepunkt zu. Hier geht es wirklich zur Sache und neben der wunderbaren Liebesgeschichte, finden wir hier in diesem Band auch sehr viel Aktion. Die Liebesgeschichte zwischen Sam und Amy ist deutlich weniger romantisch, als z. B. zwischen Emily und Jake, aber zu viel Romantik hätte zu diesen beiden auch gar nicht gepasst. Kathrin Lichters schafft es, genau das richtige Maß zu finden.

Von mir gibt es 5 verdiente Federn, eine Leseempfehlung und ich bin ab heute dem Team Amy & Sam hoffnungslos verfallen.

Weitere schöne Rezensionen findet ihr bei:
Book Wonderland

Und hier findet ihr meine Rezensionen zu
Emily und Jake (Band 1)
Lucy und Darrell (Band 2)
Mary und Jamie (Band 3)

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