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[Rezension] Der Delfin – Die Geschichte eines Träumers – Sergio Bambaren

Geposted am 16. März 2017 um 14:31

Rezension, Sergio Bambaren, Joelle Tourlonias, ars Edition,

Titel: Der Delfin
Reihe:
Einzelbandnach dem Roman „Der träumende Delfin“
Autor:
Sergio Bambaren
Nacherzählt von: Sabine Cuno
Illustratorin: Joelle Tourlonias
Verlag: ars Edition
Erscheinungsjahr: 2016
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 32
Altersempfehlung: ab 4 Jahren

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Irgendwo im unendlich großen Meer liegt ein kleines Meer, das von Korallenfelsen umgeben ist. Dort lebt der kleine Delfin Daniel. Bis vor Kurzem spielte er am liebsten mit seinen Geschwistern und Freunden. Doch jetzt springt er ständig aus dem Wasser empor, um für einen kurzen Moment über die Felsen zu blicken. Es sieht aus, als ob er nach etwas Bestimmtem Ausschau hielte. Und das ist wirklich so: Seitdem Tante Manta sie neulich besucht hat und von den wunderbaren Wellen draußen im großen Meer erzählte, hat Daniel nur noch einen Wunsch: „Ich möchte hinaus ins große Meer zu den Wellen!“

Rezension:

Man erkennt sofort den wunderschönen Stil von Joelle Tourlonias. Ich mag dieses runde, weiche, das ihren Stil ausmacht. Man findet in den Kinderbüchern, die Joelle Tourlonias zeichnet keine harten Ecken und Kanten. Es kommt alles sehr sanft, sehr einladend daher. Da die Geschichte im Meer spielt, sind die Bilder fast alle recht dunkel gehalten. Man hat wirklich das Gefühl, sich unter der Wasseroberfläche zu befinden. Die Bilder sind sehr ausdrucksstark.

Die Geschichte, geschrieben von Sergio Bambaren, nach seinem Bestseller-Roman „Der träumende Delfin“ ist ebenso wunderschön, wie die Zeichnungen.

Sergio Bambaren erzählt die Geschichte von dem kleinen Delfin Daniel, der nicht mehr klein, aber auch noch nicht groß ist. Aber Daniel hat Sehnsucht, Sehnsucht nach dem großen weiten Meer. Eines Tages springt er aus seiner behüteten Lagune, über einen Felsen, in das Meer. Im Meer, auf dem Weg, seine Wünsche zu erfüllen, packt Daniel immer wieder die Angst vor dem Unbekannten, aber er trifft auf neue Freunde, die ihn unterstützen, die ihm die Angst nehmen. Allen voran die alte Schildkröte Serafina. Sie ist so etwas, wie Daniels mütterliche Freundin, die ihn in seinem Vorhaben unterstützt.

Und genau darum geht es in diesem Buch: Zwar mit Vorsicht, aber auch mit Mut, seine eigenen Wünsche zu erfüllen. Man darf Angst haben, aber die Angst darf einen nicht daran hindern, seine Wünsche zu erfüllen.

Das Buch wird ab 4 Jahren empfohlen. Ich habe es mit einer 4jährigen gelesen und fand es zu früh. Da es auf den Bildern nicht so wahnsinnig viel zu entdecken gibt, war der Text doch recht lang. Die Aufmerksamkeit ließ immer wieder nach. Allerdings sind ja auch alle Kinder verschieden weit, von daher muss man das wohl einfach ausprobieren.

Von mir gibt es 5 Federn für ein Kinderbuch mit einer wunderbaren Botschaft und wunderschönen Zeichnungen.

Weitere Rezensionen findet ihr bei:
Lesen und Hören
Bücherwesen
Bücherkinder

[Gemeinsam lesen] 11/2017

Geposted am 14. März 2017 um 5:55

gemeinsam lesen

Gemeinsam lesen

ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die immer am Dienstag stattfindet. Man stellt sein aktuelles Buch vor, beantwortet immer die gleichen ersten drei Fragen und eine vierte Frage zu unterschiedlichen Themen.
Hier geht es zum heutigen Sammelbeitrag.

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich habe mich endlich wieder an Angelfall – Tage der Dunkelheit von Susann Ee gemacht und bin auf S. 215

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Sobald wir das Gebäude betreten haben, verebben die Geräusche und der Wind.“

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich werde noch immer nicht mit der Geschichte warm, aber ich will das Buch gerne beenden, denn ich möchte schon wissen, wie es weitergeht. Außerdem passt das Buch für die Heyne Challenge. Ein guter Anreiz 😉

Cliffhanger, Happy End oder ein offenes Ende. Was magst du lieber und weshalb?
(Katis Bücherwelt )

Happy Ends finde ich sehr schön, aber ich mag stimmige Enden auch, wenn sie nicht „happy“ sind. Offene Enden mag ich gar nicht. Für mich muss ein Buch oder eine Reihe abgeschlossen sein. Keine losen Fäden, auf die ich mir selbst eine Antwort reimen muss. Cliffhanger mag ich nicht so gerne, wenn es noch so lange dauert, bis der nächste Band erscheint. Wenn eine Reihe schon erschienen ist und ich weiterlesen kann, dann stört es mich nicht.

Wie sieht es bei euch aus? Welches Ende mögt ihr am liebsten?

[Rezension] Mein Herz und deine Krone – Heather Cocks & Jessica Morgan

Geposted am 13. März 2017 um 13:02

Rezension, Jessica Morgan, Heather Cock, blanvalet Verlag

Titel: Mein Herz und deine Krone
Reihe: Einzelband
Autor: Heather Cock und Jessica Morgan
Verlag: blanvalet
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 700

Meine Wertung: 3 Federn

Klappentext:

Eigentlich wollte Rebecca Porter, genannt Bex, sich in Oxford ganz auf die Uni konzentrieren. Doch als sie in das gleiche exklusive Wohnheim wie Prinz Nicholas, zukünftiger König von England, einquartiert wird, kommt alles anders. Trotz seiner allgegenwärtigen Bodyguards und überbesorgter Freunde kommen Bex und Nicholas sich näher – und Bex wird in eine Welt geworfen, die ihr völlig fremd ist, sowohl die guten Seiten (tolle Urlaube, Dinner im Palast) als auch die schlechten (Klatschpresse, nervige Familie). Und am Abend vor der Hochzeit des Jahrhunderts muss Bex sich fragen, ob sie für ihre große Liebe Nicholas wirklich ihr ganzes Leben aufgeben kann …

Rezension:

Die Anlehnung an das aktuelle britische Königshaus ist, nicht nur unterschwellig, vorhanden. Sei es Queen Mum, Queen Eleanor, die auf hochgezüchtete Rennpferde steht, Prinz Richard, der nie zum Zuge kommt, König zu werden und eigentlich eine andere Frau liebt, als die, mit der er verheiratet ist. Nicholas von Wales, der charmante, gebildete Prinz, der sich in jeder Situation zu benehmen weiß und seine zukünftige Frau auf dem College kennenlernt sowie sein Bruder Fred, der Party-Prinz, der jeden Tag eine andere Frau vernascht und nichts dagegen hat, auch mal mit seinen Eskapaden in der Zeitung zu erscheinen. Na, klingelt es? Viel Arbeit damit, ihre Figuren zu gestalten, mussten sich die beiden Autorinnen somit nicht machen. Man hat natürlich sofort bestimmte Personen vor Augen.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen und die 700 Seiten fliegen recht schnell am Leser vorbei. Es ist nicht so, dass man das Buch aus der Hand legen möchte. Allerdings haben mich der viele Alkohol und das viele Gerede über Sex genervt. Sind junge, aus der Oberschicht stammende, Collegestudenten wirklich so? Würden sie Bex wirklich so schnell in ihren Kreis aufnehmen, wo sich doch alles um Geheimhaltung dreht? So ganz glauben konnte ich es nicht, es ging mir einfach zu schnell.Die Charaktere bleiben in ihrem Verhalten leider sehr oberflächlich, fast kindisch. Immer wieder musste ich mir beim lesen vor Augen halten, dass die Protagonisten inzwischen Mitte 20 sind und nicht 17.

Richtig fesseln konnte mich die Geschichte, als es mit dem Auftauchen von Lacey wirklich Fahrt aufnahm. Sie tut alles, um im Mittelpunkt zu stehen. Die Dynamik zwischen Bex und Lacey ist großartig. Es war spannend zu sehen, wie sich die Beziehung der Zwillingsschwestern zueinander im Laufe der Geschichte veränderte. Da war definitiv Dynamit drin.

Auch Bex, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, macht leider keine großen Entwicklungssprünge durch. Als sie nach Oxford kommt ist sie eine hoffnungsvolle junge Kunststudentin, die sich gut auskennt und eine kreative Ader hat. Die Auslandsstudienzeit in Oxford wäre ihre Gelegenheit, sich aus dem Schatten ihrer Schwester zu befreien. Leider macht sie nichts daraus. Sie beendet das College zwar, aber darüber erfahren wir rein gar nichts. Macht sie einen guten Abschluß? Ist die Arbeit im Museum wirklich alles, was sie sich je erträumt hat? Oder wirft sie das alles weg für einen Mann, an den sie sich unbedingt binden will? Ich kann es euch nicht sagen, denn Bex verrät es dem Leser nicht. Kaum taucht Lacey in London auf, tritt Bex in ihren Schatten zurück, lässt sich von Lacey wieder dominieren. Als sie es endlich doch schafft, sich gegen ihre Schwester zu stellen, tut sie es dann auch gleich so vehement, dass man manches Mal denkt: Na, ein bisschen zurückhaltender, das hätte es jetzt aber auch getan. Bex entwickelt sich zeitweise leider zu einer sehr egoistischen Protagonistin.

Mit Nick konnte ich mich nicht vollständig anfreunden. Sein Studium scheint er nicht allzu ernst zu nehmen. Zumindest erfährt man wenig darüber, wie es für ihn läuft. Die meiste Zeit ist er auf Partys oder zurück im Schloß, um sich vor der Welt zu verkriechen. Vor allem zum Ende hin erschien er mir sehr distanziert, wenig liebevoll im Umgang mit Bex. Natürlich haben die Autorinnen dem Leser bis dahin nahegebracht, was sein Problem ist. Trotzdem hätte ich von einem fast 30jährigen Mann, der demnächst seine große Liebe, entgegen aller Widerstände heiraten will, etwas mehr Feingefühl erwartet. Er weiß, was auf Bex am Hof zukommt und lässt sie dennoch allein zurück? Wirft sie quasi den Wölfen zum Fraß vor? Sorry, ich hätte an Bex Stelle die Beine in die Hand genommen.

Von den Nebenfiguren haben mir nur Cilla und Gaz richtig gut gefallen. Obwohl ich gestehen muss, dass auch Bea definitiv was hat. Sie ist für mich die Figur, die die größte Entwicklung durchmacht, die sich selbst zwar treu bleibt, aber auch weiß, wann sie zu wem treu stehen muss. Sie weiß, wer Freund und wer Feind ist. Ich hätte ihr ihre eigene Liebesgeschichte, die sie offen leben kann gewünscht. Mit Bea ist den Autorinnen wirklich eine Figur aus der Feder geschlüpft, die es ansatzweise geschafft hat, ihr Potential zu entfalten.

Leider spürt man bei keiner der Figuren, außer vielleicht bei Fred, eine wirkliche Entwicklung und das fand ich wirklich schade. Bei einer Geschichte, die über 8 Jahre hinzieht, bei der die Protagonisten von jungen Erwachsenen zu Erwachsenen heranreifen, da sollte doch deutlich mehr drin sein. Als sich Nick und Bex begegnen sind sie Anfang 20, besuchen gerade das College. Zum Ende des Buches sind sie, wie gesagt, fast 30 Jahre alt und sollten eigentlich gefestigt im Leben stehen. Gefühlt bestehen die 8 Jahre dazwischen aber nur aus Alkohol, Partys, Trennungen, ein bisschen Arbeit und Versteckspielen mit der Presse.

Allerdings muss ich sagen, dass ich auch an einer Stelle echte Liebe spüren konnte. Als Nick Bex den ersten Verlobungsring an den Finger steckt (nicht den diamantschweren Klunker, sondern einen Plastikring), das war eine sehr romantische Geste, die mir direkt ein paar Tränchen in die Augen getrieben hat.Ich finde allerdings, dass eine einzige Stelle in einem Roman von 700 Seiten, in der es eigentlich um die große Liebe zwischen zwei jungen Menschen gehen sollte, ein bisschen dürftig ist. Ich habe spüren können, was Nick an Bex gefällt. Sie nimmt ihn, als einziger Mensch, neben seinem Bruder, einfach so wie er ist. Künftiger König hin oder her. Aber, was fasziniert Bex an Nick? Mir hat es sich nicht erschlossen.

Ich könnte noch viel mehr sagen, muss allerdings wirklich aufpassen, in meiner Rezension nicht zu spoilern und es ist jetzt schon so viel geworden, von daher denke ich, dass ich es hier dabei belasse. Ich hoffe, dass ich euch einigermaßen nachvollziehbar machen konnte, wie meine Bewertung ausfällt. Ich vergebe 3 Federn für ein Buch das wirklich gut und leicht lesbar ist, aber von der Story her doch recht langgezogen. Den Figuren fehlt die notwendige Entwicklung, die bei dem langen Zeitraum (8 Jahre), über die das Buch spielt, definitiv hätte da sein müssen.

Weitere Rezensionen findet ihr bei:
Papier und Tintenwelten
Buchfantasie
Tintentick
Two for Books – Bookloft

[Alltagsworte] Samstagsplausch 10/2017

Geposted am 11. März 2017 um 7:00

Gerne nehme ich auch heute wieder bei Andrea und ihrem Blog Karminrot am Kaffeetisch Platz zum

Samstagsplausch

Die letzte Woche startete mit einem wunderbaren Treffen mit Freunden. Irgendwann Mitte letzten Jahres entstand der Wunsch, die alte Clique aus Schulzeiten mal wieder zusammen zu bringen. Also, kein Klassentreffen, sondern tatsächlich ein Treffen mit den Leuten, die die wir damals als unsere besten Freunde bezeichnet haben. Einige haben auch heute noch Kontakt, andere gar nicht, aber dadurch, dass immer mindestens einer noch zu einem anderen den Kontakt gehalten hatte, hatten wir schnell alle aktuellen E-Mail-Adressen zusammen. Die Einigung auf einen Termin war relativ schwierig, aber am vergangenen Samstag war es so weit. Wir trafen und mit insgesamt 10 Leuten bei Michi zum Mittag. Ich kann euch sagen: Es war wundervoll. Obwohl wir uns teilweise seit 18 Jahren nicht gesehen hatten, war es überhaupt nicht komisch. Wir hatten sofort mega viel zu quatschen, wir haben durcheinander geredet, gelacht und einfach viel Spaß gehabt. Schon für den Sommer wollen wir das nächste Treffen organisieren. Es soll nicht wieder 18 Jahre dauern, bis wir uns wiedersehen. Ich muss sagen, dass ich wirklich glücklich bin, dabei gewesen zu sein. Einfach schön!

Ab Dienstag gibt es nicht viel zu erzählen, denn mich hatte ein grippaler Infekt total aus den Latschen gehauen. Ich habe fast zwei Tage lang durchgeschlafen, kein Buch, kein TV, kein Internet. Meine Mutter kam Mittwoch mit der Post hoch und meinte: „Okay, jetzt glaub ich wirklich, dass du richtig krank bist. Du hast nicht mal die Post geholt.“ Wer mich kennt weiß, dass es ich liebe, Post zu bekommen, sogar Rechnungen. Ganz egal was, Hauptsache unsere Postbotin hält bei mir an. Keine Ahnung, warum, aber war schon immer so. Wenn ich nicht mehr zum Briefkasten kann, um zu schauen, was drin ist, dann ist Alarm angesagt. 😉 Ich war echt froh, dass meine Eltern nebenan wohnen. Ich hätte zwei Tage lang nicht gewusst, wie ich mich und die Katzen versorgen soll. Ab Donnerstag ging es dann langsam wieder bergauf.

Nun heißt es noch bis Sonntagabend erholen und Montag geht es dann wieder zur Arbeit. Aber erstmal:

Habt alle ein wunderbares Wochenende!

[Rezension] Brandstifter – Martin Krist

Geposted am 8. März 2017 um 14:29

Rezension, Martin Krist, Edel Elements Verlag, ebook

Titel: Brandstifter
Reihe: 3. Band (David Gross Reihe)
Autor: Martin Krist
Verlag: Edel Elements
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: ebook
Seitenanzahl: 400

Meine Wertung:  4 Federn

Klappentext:

Sie haben deinen Ehemann brutal ermordet – jetzt bedrohen sie deine Kinder! Wie weit würdest du gehen, um ihr Leben zu beschützen?

Problemlöser David Gross soll den Feuertod einer jungen Frau aufklären und gerät dabei selbst in lebensgefährliche Ermittlungen. Doch die Sorge um seine eigene Familie lenkt ihn bald mehr ab, als ihm lieb ist…

Rezension:

Als Martin Krist mir seinen neuen Roman als Rezensionsexemplar anbot, konnte ich nicht „Nein“ sagen, denn bisher war er ein Garant für spannende Thriller. Und, so ist es auch beim 3. Band der David Gross Reihe. Wahnsinnig schnell war ich in der Geschichte gefangen und die ersten 100 Seiten flogen nur so an mir vorbei.

Wie bei Martin Krist üblich, verfolgen wir mehrere Erzählstränge, die zunächst vermeintlich nichts miteinander zu tun haben. Nach und nach verflechten sich die Stränge immer weiter miteinander, bis eine runde Geschichte entsteht. Wobei ich gestehen muss, dass ich zum Ende hin irgendwo ein bisschen den Überblick verloren habe. So ganz hat sich mir nicht erschlossen, wie nun alles zusammen hing, und was mit Sven Schrader passiert ist. Das zeigt, dass man Thriller von Martin Krist wirklich mit voller Aufmerksamkeit lesen muss. Zu leicht passiert es, dass man ein Detail übersieht. Ich mag diese Art sehr gerne, denn das Gehirn wird definitiv gefordert.

Insgesamt ist der Schreibstil gewohnt spannend und schnell. Zu keiner Zeit kamen Längen auf. Immer will man unbedingt wissen, wie es weitergeht. In diesem Band spart der Autor wahrlich nicht mit Leichen. Die eine oder andere wird euch beim Lesen des Thrillers begegnen.

David Gross, den wir bereits aus anderen Büchern (Drecksspiel – Band 1 und Engelsgleich – Band 2) kennen ist inzwischen „Problemlöser“. Immer wieder schwankt er zwischen seinem Auftrag, der Sorge um seinen Sohn und der Suche nach seiner verschwundenen Frau hin und her. Man merkt richtig, wie zerrissen David Gross heute ist. Sein Leben ist völlig aus den Fugen geraten. Ich bin gespannt, wie David sich über die nächsten Bände (die es hoffentlich geben wird) weiterentwickelt. Da ist definitiv noch viel Potential in dieser Figur und in seiner Geschichte vorhanden.

Alle Nebenfiguren, wie z. B. Amy, eine Freundin Valentinas, sind gut ausgearbeitet, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Einige Figuren kann man zunächst nicht so recht einordnen. Auf welcher Seite stehen sie wirklich? Wie passen sie in die Geschichte. Nach und nach wird aber die Geschichte jeder einzelnen Person aufgelöst, so dass sich alles zu einem runden Ganzen fügt.

Valentina ist eine unheimlich starke Protagonistin. Ihr Leben liegt von einer Minute auf die andere in Scherben. Sie zerbricht fast daran, aber nur fast. Schnell wird klar, dass sie überleben muss, um ihrer Kinder willen und auch wenn sie immer wieder Rückschläge verkraften muss und alles absolut undurchsichtig für sie ist, verliert sie nie ihren Kampfgeist. Ich denke, dass so etwas nur eine Mutter für ihre Kinder schaffen kann.

Von mir gibt es diesmal 4 Federn für einen sehr spannenden Thriller aus der Feder von Martin Krist, der mich allerdings am Ende etwas überfordert hat. Insgesamt spreche ich aber gerne wieder eine Leseempfehlung aus.

Mann kann diesen Band übrigens auch sehr gut lesen, ohne Band 1 und 2 gelesen zu haben.

Nachtrag: Mit ein bisschen Hilfe vom Autor weiß nun auch ich, was mit Sven passiert ist. Einfach so lesen, wie es im Buch steht und nicht versuchen irgendwas hinein zu interpretieren 😉

[Gemeinsam lesen] 10/2017

Geposted am 7. März 2017 um 6:13

gemeinsam lesen

Gemeinsam lesen

ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die immer am Dienstag stattfindet. Man stellt sein aktuelles Buch vor, beantwortet immer die gleichen ersten drei Fragen und eine vierte Frage zu unterschiedlichen Themen.
Hier geht es zum heutigen Sammelbeitrag.

gemeinsam lesen, blanvalet Verlag, Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese „Mein Herz und deine Krone“ von Heather Cocks und Jessica Morgan aus dem blanvalet Verlag und bin auf S. 36.

Klappentext:
Eigentlich wollte Rebecca Porter, genannt Bex, sich in Oxford ganz auf die Uni konzentrieren. Doch als sie in das gleiche exklusive Wohnheim wie Prinz Nicholas, zukünftiger König von England, einquartiert wird, kommt alles anders. Trotz seiner allgegenwärtigen Bodyguards und überbesorgter Freunde kommen Bex und Nicholas sich näher – und Bex wird in eine Welt geworfen, die ihr völlig fremd ist, sowohl die guten Seiten (tolle Urlaube, Dinner im Palast) als auch die schlechten (Klatschpresse, nervige Familie). Und am Abend vor der Hochzeit des Jahrhunderts muss Bex sich fragen, ob sie für ihre große Liebe Nicholas wirklich ihr ganzes Leben aufgeben kann …

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Ich bin eine Minute älter als meine Schwester und diesen biologischen Zufall scheint Lacey als eine Herausforderung zu verstehen.

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich bin gerade erst angefangen, von daher kann ich noch nicht viel sagen. Aber einer meiner Lieblingsfilme ist ja „First Daughter – Date mit Hindernissen“. Ist nicht ganz zu 100% dasselbe Thema, aber geht in eine ähnliche Richtung. Von daher hoffe ich, dass mir das Buch gefallen wird.

Hat sich dein Lieblings Buch in den letzten Jahren verändert?

Nein. Es ist und bleibt „Eine Frau erlebt die Polarnacht“ von Christiane Ritter. Wenn ihr mögt, dann geht es hier zu meiner Rezension.

Was liest du gerade? Kennst du diesen neuen Roman aus dem Hause blanvalet schon?

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