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[Rezension] World Runner: Die Jäger – Thomas Thiemeyer

Geposted am 19. April 2020 um 14:25

Rezension, Cover, Thomas Thiemeyer, Arena Verlag,

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Titel: Die Jäger
Reihe: World Runner; Band 1
Autor: Thomas Thiemeyer
Verlag: Arena
Erscheinungsjahr: 2020
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 442

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Sie nennen sich Runner und spielen vor laufender Kamera das gefährlichste Spiel der Welt. Im Grenzbereich zwischen Gesetz und Kriminalität treten einhundert Jugendliche an, um sich in einem Kampf um Rätsel, Schätze und verborgene Orte zu messen und zu inszenieren …

Es ist ein Rennen gegen die Zeit, bei dem der größte Gegner die eigene Furcht ist. Überall lauern Gefahren. Eine einzige falsche Entscheidung und das Spiel ist verloren. Vielleicht sogar das eigene Leben.
Doch das Risiko schreckt sie nicht, denn auf sie wartet ein Preis, der größer ist als alles, wovon sie zu träumen gewagt haben.

Tim ist einer von ihnen. Ein Runner aus Leidenschaft, bereit über Grenzen zu gehen. Als er eines Tages einen Brief von GlobalGames erhält, zögert er keine Sekunde, die Challenge anzunehmen. Sieben Caches wurden an sieben Orten versteckt. 100 Jugendliche jagen ihnen nach. Einer gegen den anderen. Doch Tim merkt bald, dass er es nicht alleine schaffen kann. In der faszinierenden Annika, genannt Sakura, findet er eine Verbündete. Doch kann er ihr wirklich trauen? Oder rennt am Ende doch jeder für sich allein?

Wer ist bereit am Weitesten zu gehen, um am Ende den größten Cache der Welt zu finden?

Rezension:

Das Buch habe ich bei der Aktion zwischen dem Arena Verlag und verschiedenen Buchhandlungen erhalten. Es war hinter der Buchhandlung Heymann in Itzehoe versteckt und anhand der Koordinaten konnte ich es schnell finden. Über diese Suche habe ich hier berichtet.

Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht, denn es ist sofort spannend. Wir lernen Tim und seinen besten Freund Farid kennen und hangeln uns mit Tim über einen Abgrund. Puh… ganz schön aufregend. Tim selbst fand ich am Anfang ein bisschen sehr naiv, ja fast ein bisschen trottelig. Er erschien mir eher, wie ein Mitläufertyp, als wie jemand, der etwas anpackt. Beeindruckt hat mich dann allerdings seine Rede zum Abschluss der Games. Da ist Tim, meiner Ansicht nach, über sich hinaus gewachsen. Tims Schwester Emily fand ich extrem knuffig und sie ist echt nicht auf den Kopf gefallen.

Tims Mitspielerinnen sind Annika und Eli. Später stößt noch Malte hinzu. Alle drei Figuren sind ganz wunderbar angelegt. Jede hat ihre unverwechselbaren Eigenschaften und sie alle sind, genau wie Tim, im weiteren Lauf des Buches, sehr mutig und gewitzt. Ich habe jeden der vier in mein Herz geschlossen. Eine tolle Truppe, die zu Freunden wird. Aber auch sie kommen immer mal wieder an den Punkt, an dem man sich fragen muss, wer darf jetzt den Punkt machen. Keine ganz einfache Entscheidung, wenn am Ende eine Siegerprämie von 1.000 Euro steht, die jeder von ihnen gut gebrauchen könnte, möchte man meinen. Oder ist es vielleicht doch ganz einfach? Lest selbst.

Gespannt bin ich, was noch mit dem CEO der Global-Games-Inc., Mortimer Hansen, passiert. Ich glaube, dass er nicht wirklich der total gewissenlose Geschäftsmann ist, als den seine neue Vorgesetzte, Shemni Stevenson ihn gerne sehen würde. Wird er sich noch gegen das System auflehnen? Mortimer ist aus meiner Sicht, eine sehr spannende Figur, die noch für die eine oder andere Überraschung gut sein könnte.

Grundsätzlich handelt es sich um Geocaching, was die jungen Leute hier betreiben. Allerdings weiterentwickelt durch die Firma Global Games. Hier geht es eher um höher, schneller, weiter. Mehr Action, mehr Technik. Die Caches nennen sich hier Claims, die es zu holen gilt.Die Aktion, wie der Claim gehoben wird, wird gefilmt und auf einer Website online gestellt. Je mehr Klicks ein Video erhält, umso weiter steigt der Runner auf der Bestenliste nach oben.

Die Geschichte baut sich immer weiter auf. Sie lässt an keiner Stelle Zeit zum Atem holen. Genau wie die Runner wird auch der Leser vorwärts getrieben. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen, weil man wissen will, was sich wohl hinter dem nächsten Claim verbirgt.

Der Schreibstil von Thomas Thiemeyer ist extrem spannend. Für ein Jugendbuch ab 12 Jahren an einigen wenigen Stellen ganz schön brutal, aber ich denke, dass das wohl gerade so geht. Ich habe beim lesen total mit Tim und seinen Freunden mitgefiebert. Durch den spannenden Schreibstil ist man selbst irgendwie auch im Jagdfieber. Mir persönlich hat dann noch großen Spaß gemacht, dass die Jugendlichen an einem Ort suchen musste, an den ich selbst gerne mal gehen würde (allerdings lieber bei Tag, als bei Nacht) und an einem Ort, an dem ich vor Kurzem war. Als ich das Rätsel las, da wusste ich noch vor Tim, Anika und Eli, wo es hin gehen würde.

Von mir gibt es 5 Federn und ich warte jetzt sehnsüchtig auf den zweiten Band, der im Herbst erscheint.

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