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[Rezension] Märchenwald – Martin Krist

Geposted am 31. August 2016 um 8:30

Rezension, Ullstein Verlag, Martin Krist

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Titel: Märchenwald
Reihe: Paul Kalkbrenner; Band 5
Autor: Martin Krist
Verlag: Ullstein
Erscheinungsjahr: 2016
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 416

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa …«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.

Rezension:

Ich sage es ja immer wieder: Der Name “Martin Krist” steht für spannende, an die Grenze des erträglichen gehende Thriller, die man nicht aus der Hand legen kann.

Die Geschichte wird in insgesamt 3 Handlungssträngen erzählt, die zunächst völlig unabhängig voneinander zu stehen scheinen. Nach und nach nähern sie sich einander immer mal wieder an, berühren sich aber nicht so richtig. Bis zum Ende der Geschichte laufen dann aber alle Fäden zusammen und es bleibt kein loses Ende baumeln. Alles wird logisch, wenn auch zum Ende hin etwas schnell, aufgelöst. Einige Fragen blieben unbeantwortet, aber ich hatte nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Für mich war die Auflösung ausreichend und ich habe mich rundum gut unterhalten gefühlt.

Die Geschichte wird die komplette Zeit über auf einem sehr hohen Spannungslevel gehalten, was einmal an der Thematik liegt, zum anderen aber auch darin, dass Kinder involviert sind. Mit Max und Ellie habe ich natürlich am meisten mitgefiebert. Ich muss gestehen, dass ich doch recht überrascht von der Auflösung war. Zum Ende hin bekam ich eine Ahnung, worauf es hinauslaufen würde, aber lange Zeit tappte ich, genau wie Kalkbrenner, im Dunkeln.

Martin Krist arbeitet mit relativ kurzen Kapiteln, die immer mit einem Cliffhanger enden. So hält er den Leser bei der Stange. Man muss quasi schnell weiterlesen, denn man will unbedingt wieder zu den anderen Figuren zurück. Am liebsten würde man alle drei Handlungsstränge gleichzeitig lesen, weil man nicht eine der Figuren aus den Augen lassen möchte. Als Leser hat man immer das Gefühl, dass bei den anderen, bei denen man gerade nicht ist, etwas Wichtiges passieren könnte. Der Schreibstil von Martin Krist ist gewohnt spannend und (leider) sehr bildhaft. Mein Magen hat sich ein oder zwei Mal ein bisschen gedreht. Aber, genau das ist es, was ich an seinen Thrillern auch mag. Ab und an braucht man das einfach…

Paul Kalkbrenner hat mir, wie auch in den vorherigen Bänden, sehr gefallen. Er ist sehr menschlich, hat seine eigenen Probleme, aber setzt sich für seinen Fall ein. Kalkbrenner löst Fälle irgendwie auf seine eigene Art und Weise. Er ist nicht unbedingt immer besonders umgänglich, was seine Mitmenschen angeht, aber trotzdem muss man ihn mögen. Seine Partnerin, Sera Muth, kommt in dieser Geschichte leider etwas kurz. Ich mag die Ermittlerin gern, so dass ich sie ein bisschen vermisst habe. Sie wirkte hier leider nur wie eine Randfigur, war aber natürlich zur rechten Zeit zur Stelle.

Von mir gibt es sehr gerne 5 Federn und eine Leseempfehlung. Zu zart besaitet solltest du aber nicht sein, dann lass lieber die Finger von dem Buch. Der Thriller balanciert wirklich immer gerade am Rande des Ertragbaren entlang.

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