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[Rezension] Silberschwingen: Erbin des Lichts – Emily Bold

Geposted am 15. Februar 2018 um 17:00

Rezension, Emily Bold, Planet!, Thienemann-Esslinger

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Titel: Erbin des Lichts
Reihe: Silberschwingen; Band 1
Autorin: Emily Bold
Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger)
Erscheinungsjahr: 2018
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 400

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Thorn kann kaum atmen, ihr Körper schmerzt, ihr Rücken glüht – etwas Unerklärliches geht mit ihr vor. Und schon bald erfährt sie: Sie ist halb Mensch, halb Silberschwinge und schwebt plötzlich in höchster Gefahr. Denn als Halbwesen hätte sie bereits nach ihrer Geburt getötet werden sollen. Als Lucien, der Sohn des mächtigen Clanoberhaupts der Silberschwingen, von ihrer Existenz erfährt, macht er Jagd auf sie. Thorn ist fasziniert von Lucien, denn er ist das schönste Wesen, dem Thorn jemals begegnet ist – und zugleich ihr schlimmster Feind.

Rezension:

Der Prolog ist schon gleich sehr fesselnd. Emily Bold schafft es sofort mit ihrer Art zu erzählen eine Stimmung voller Magie heraufzubeschwören. Schnell schlägt diese magisch Stimmung aber um. Wir lernen hier bereits Thorn kennen und wissen nach dem Prolog, dass irgendetwas in ihrem Leben ganz und gar nicht stimmt. Man wird neugierig darauf, ihre Geschichte zu erfahren.

Recht schnell finden wir, gemeinsam mit Thorn, heraus, dass es die Silberschwingen gibt. Wir erfahren, dass es zwei Gruppen gibt. Die Rebellen beobachten Thorn bereits seit längerem und haben es sich zur Aufgabe gemacht, sie zu beschützen. Die andere Gruppierung, die “echten” Silberschwingen versammeln sich um ihren Anführer Kane und dessen Sohn Lucien, der als sein Nachfolger auserkoren ist. Neben den reinen Silberschwingen gibt es die Halbwesen, die aus Sicht der reinen Silberschwingen ganz besonders gefährlich sind.

Thorn hat mir von Anfang an gut gefallen. Natürlich ist sie zunächst skeptisch, aber dann findet sie sich relativ schnell mit ihrer Situation ab. Sie ist, für mich, eine Traumprotagonistin. Hart und weich zugleich. Die Szene, nachdem Magnus sie wieder bei ihren Eltern abgeliefert hat, war einfach nur rührend. Sie hat Angst, versteht nicht genau, was alles, was ihr widerfährt nun eigentlich genau soll. An den richtigen Stellen nimmt sie aber all ihren Mut zusammen und setzt sich für die, die ihr am Herzen liegen, ein. Sie beweist Mut und Stärke. Ganz besonders berührend fand ich die Szene am Seerosenteich. Emily Bold schaffte es mit ihrem wunderbaren Schreibstil mir diese Szene direkt ins Herz zu schreiben. Ich habe mit Thorn gelitten, ihre Schmerzen gefühlt, aber auch das wunderschöne Erlebnis, als sie endlich den größten Schmerz überstanden hat.

Riley ist mein Traummann dieser Geschichte. Harte Schale, weicher Kern beschreibt ihn für mich am besten. Immer wieder kommt es zu Szenen zwischen ihm und Thorn, in denen er seine weiche Seite zeigen kann. Ich hatte ihn schnell in mein Herz geschlossen. Nervig fand ich, genau wie Thorn, dass er nicht so recht mit der Sprache herausrückt, was die Silberschwingen nun eigentlich genau sind und wie alles funktioniert. Riley gibt sich gern geheimnisvoll. Richtig übel wurde mir bei dem, was die Silberschwingen ihm angetan habe. Sehr packend geschrieben. Leider spielt er, aus guten Gründen, in weiten Teilen des Buches keine große Rolle. Ich hoffe, dass er in Band 2 mehr Möglichkeiten erhält, uns seinen Charakter zu präsentieren.

Lucien lag mir persönlich gar nicht. Einerseits hat man das Gefühl, dass er ein Geheimnis verbirgt, dass, wenn man es kennen würde, ihn vielleicht etwas sympathischer machen würde. Andererseits empfand ich ihn als manipulierend und viel zu dominant. Wie er immer wieder, wie es scheinbar bei den Silberschwingen üblich ist, darauf besteht, dass Thorn im gehorcht war einfach nur ätzend. An einigen Stellen, z. B. als Thorn ihn wirklich am Meisten braucht, zeigt er aber durchaus auch eine weiche Seite.

Die Geschichte ist insgesamt schön erzählt. Wir erleben sie sowohl aus Thorns Sicht in der Ich-Perspektive, als auch aus Luciens Sicht aus der Perspektive des allwissenden Erzählers. Mir hat dieser Wechsel gut gefallen, weil ich so zu beiden Figuren eine Nähe aufbauen konnte. Die Geschichte startet eher gemäßigt, so dass Thorn und der Leser Zeit haben, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Wir lernen ein paar Nebenfiguren, wie Thorns beste Freundinnen Anh und Cassie kennen und ihren kleinen Bruder Jake. Die Nebenfiguren fand ich teilweise etwas zu blass gezeichnet. Sie bekommen nicht viel Raum um sich zu entwickeln und ich hatte zu Beginn Probleme, sie mir vorzustellen. Nach und nach lernt man aber auch sie etwas besser kennen. Ganz besonders spannend ist hier Nyx, Luciens eigentliche Versprochene. Sie gibt der Geschichte definitiv noch einen Schuss Würze, denn die verschmähte Braut muss selbstverständlich intrigieren und das tut sie nicht zu knapp.

Gerne vergebe ich für den ersten Band der Dilogie 5 Federn, was für eine bezaubernde und zugleich spannende Geschichte! Ich freue mich schon jetzt sehr auf den zweiten und letzten Band, der im Herbst erscheint.

Weitere Rezensionen findet ihr unter anderem bei:
angeltearz liest – 5 Sterne
Lesen im Mondregen – 5 Sterne
Die Seitenflüsterer – 4 Sterne

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