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[Rezension] Du wurdest in den Sternen geschrieben – Bahar Yilmaz

Geposted am 10. November 2019 um 12:30

Cober, Du wurdest in den Sternen geschrieben, Bahar Yilmaz, Integral Verlag, Random House Verlage, Rezension

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Titel: Du wurdest in den Sternen geschrieben
Reihe: Einzelband
Autorin: Bahar Yilmaz
Verlag: Integral
Erscheinungsjahr: 2019
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 221

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Jeder von uns ist einzigartig und unverwechselbar – auch wenn wir manchmal den Blick dafür verlieren und an uns zweifeln. Mit großer Offenheit und anhand ihrer eigenen bewegenden Lebenserfahrungen ruft Bahar Yilmaz das Besondere in uns wach und lässt es erblühen: unsere Begabungen, unser kostbares innerstes Wesen. Mit ihren inspirierenden Reflexionen können wir uns schnell aus Situationen lösen, in denen wir uns verloren und »nicht gut genug« fühlen. Indem wir die sanfte Stimme unseres Herzens wieder wahrnehmen und ihr folgen, schließen wir Freundschaft mit uns selbst und machen uns voll Vertrauen, Selbstbewusstsein und Freude auf in das Abenteuer Leben. Ein motivierendes Buch voller positiver Energie, das uns immer daran erinnert: Wir sind wundervoll – genau so, wie wir sind.

Rezension:

„Es ist verrückt“, sagt der Kopf.
“Du könntest verletzt werden“, sagt das Herz.
„Ich habe Angst,“ sagt der Bauch.
„Tu es, wir werden daran wachsen“, sagt die Seele.
(S. 69)

Ich fange diese Rezension mit dem Zitat an, dass mich am meisten beeindruckt hat. Es gibt noch viele weitere wundervolle Aussagen in diesem Buch, aber dieses hier trifft bei mir genau den Punkt. Genau das ist eines meiner Themen und leider höre ich viel zu selten auf die Seele, aus Angst, verletzt zu werden.

Was ich an Bahar Yilmaz mag ist, dass sie Denkanstöße gibt, aber ihre Ansichten nicht als die einzig Wahren darstellt. Sie lässt dem Leser zu jeder Zeit die freie Entscheidung, ihre Gedanken für sich anzunehmen, sie selbst zu analysieren und sie ggfls. auch in Frage zu stellen. Dabei finde ich persönlich jedoch, dass Bahar extrem viele gute Denkansätze hat, die ich für mich annehmen kann. Ich finde mich in vielen ihrer Gedanken wieder und kann ihre Denkanstöße für mich annehmen. Das Umsetzen ist natürlich, wie immer, viel schwieriger. Aber auch hier sagte Bahar Yilmaz an keiner Stelle “du musst aber…”, sondern lässt dem Leser den Raum und die Zeit, die jeder von uns eben braucht, um zu lernen und zu wachsen.

Das Buch ist in 20 Kapitel aufgeteilt, die man entweder nacheinander oder einfach nach Interesse auch durcheinander lesen kann. Ich fand allerdings schon, dass die Kapitel ein bisschen aufeinander aufbauen und es sich lohnt, das Buch von hinten nach vorne durch zu lesen. Ich habe mich an so unglaublich vielen Stellen in dem Buch wiedergefunden, dass es fast schon unheimlich war.

Ganz besonders spannend fand ich das Kapitel “Wie du mit Kritik umgehst, ohne daran zu zerbrechen“. Ein Thema, dass mir im Leben immer wieder begegnet, da ich teilweise unheimlich empfindlich auf Kritik (oder das, was ich dafür halte) reagiere, da ich sie in fast jedem Fall extrem persönlich nehme. Bahar gibt Techniken an die Hand, um mit Kritik besser umgehen zu lernen. Zu lernen hinzuschauen, warum genau diese Kritik mich gerade so sehr verletzt und was mir das sagen soll. Zu erkennen, was gerade getriggert wird, welche Emotion dahinter steckt, ist die halbe Miete, um daran zu arbeiten.

Am wichtigsten fand ich in diesem Kapitel aber folgenden Satz: “Die Meinung anderer über dich, ist eine Meinung über dich, nicht die Wahrheit über dich.” (S. 45) Da steckt so unglaublich viel drin, über das es nachzudenken lohnt.

Ich könnte noch ewig so weitermachen, denn in jedem einzelnen Kapitel steckt so unglaublich viel. Man sollte dieses Buch als Lernmittel sehen und es nicht ein Mal lesen und dann wieder weglegen. Es lohnt sich, dieses Buch immer wieder zur Hand zu nehmen, sich die Aussagen zu vergegenwärtigen und langsam und im eigenen Tempo an sich zu arbeiten.

Denn, was ich auch aus dem Buch mitgenommen habe ist: Wir sind alle gut, so wie wir sind. Wir müssen und niemandem beweisen. Das zu verstehen ist einfach, das im Leben umzusetzen ist so viel schwerer. Aber ich denke, dass man sich das viel öfter sagen muss. Ich selbst neige zu absolutem Perfektionismus. Keine Fehler machen, mir nicht nachsagen lassen, dass ich mich nicht genug angestrengt habe. Er macht mir teilweise das Leben extrem schwer.

“Mein Sein, meine Energie, allein die Tatsache, dass es mich gibt, dass mein Herz pocht und ich atme, sind genügend Gründe dafür, mich wertvoll und geliebt zu fühlen.” (S. 213)

Fühlt sich das nicht wunderschön an, dieser Satz?

Von mir gibt es 5 Federn für ein Buch, dass so viel mehr ist, als ein Ratgeber. Ein Werk, dass mitten ins Herz trifft und das eigene Wachstum anstoßen kann. Eigentlich sind 5 Federn gar nicht ausreichend, um zu beschreiben, was mir schon das erste Lesen gegeben hat. Ein unglaublich berührendes und wertschätzendes Werk einer wundervollen jungen Frau.

Auch dieses Buch gehört zu meinen Jahreshighlights 2019. Es öffnet Augen, Herz und Seele, wenn man sich darauf einlässt.

Weitere Bücher von Bahar Yilmaz, die ich rezensiert habe:
Empower Yourself
Yoga Siddhis

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