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[Rezension] Palace-Saga (1): Palace of Glass: Die Wächterin – C. E. Bernard
AnzeigeTitel: Palace of Glass: Die Wächterin
Reihe: Palace-Saga; Band 1
Autorin: C. E. Bernard
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsjahr: 2018
Einband: Taschenbuch, ebook
Seitenanzahl: 412Meine Wertung: 3 Federn
Klappentext:
London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.
Rezension:
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst recht leicht. Die ersten 40 Seiten habe ich förmlich verschlungen. Dann aber hatte die Geschichte für mich immer wieder einige Längen, bei denen ich mich zwingen musste, an der Story dran zu bleiben. Mir fiel es nicht ganz so leicht, mich in die Welt der Magdalenen hinein zu finden. Zwischendurch hatte ich immer mal wieder Probleme, zu verstehen, wie die Welt funktioniert. Man darf sich gegenseitig nicht berühren, außer zur Fortpflanzung. So viel hatte ich schnell verstanden und auch warum das so ist. Aber trotzdem hatte ich irgendwie Probleme damit, mich so ganz zu recht zu finden.
Auch, was „die Kreatur“ nun genau darstellen soll verschloss sich mir irgendwie. Wofür steht sie? Sie hat auf jeden Fall irgendwie was mit Reis Hautgier zu tun. Dass ich nicht alles verstanden habe, das machte das Buch für mich dann zwischendurch auch sehr zäh.
Eigentlich hätte gerade im Palast, der die Regeln macht, doch penibel auf die Einhaltung der Regeln geachtet werden müssen, oder nicht? Gerade da hatte ich aber das Gefühl, dass es nicht ganz so streng gelebt wird, wie außerhalb des Palastes gefordert wird. Oder ist das vielleicht normal? Die Elite macht die Regeln, muss sie aber selbst nicht befolgen? Hm…
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[Rezension] Forbidden Royals (1): Silver Crown – Julie Johnson
AnzeigeTitel: Silver Crown
Reihe: Forbidden Royals; Band 1
Autorin: Julie Johnson
Verlag: LYX
Erscheinungsjahr: 2020
Einband: Taschenbuch, ebook
Seitenanzahl: 295Meine Wertung: 4 Federn
Klappentext:
Emilia Lancaster führt ein vollkommen normales Leben. Doch als ein Schicksalsschlag die Thronfolge des Landes ändert und ihr Vater zum König gekrönt werden soll, findet sich Emilia als seine illegitime Tochter plötzlich in der Rolle der Kronprinzessin wieder. Ihr neues Leben im Palast könnte der Anfang eines Märchens sein. Aber Emilia merkt schnell, dass sie von Intrigen und Machtspielen umgeben ist – und von Menschen, die alles andere als begeistert von ihrem unerwartetem Aufstieg sind. Ganz besonders Carter Thorne, der Sohn ihrer Stiefmutter, scheint ihre bloße Anwesenheit als Provokation zu empfinden. Anders kann sich Emilia seine düsteren Blicke nicht erklären, die trotz allem ihr Herz höher schlagen lassen…
Rezension:
Das Buch habe ich bei einer Verlosung auf Lyne´s Books gewonnen und ich war nach dieser Geschichte wirklich schnell süchtig. Band 2 ist bestellt und Band 3 ist vorbestellt.
Der Einstieg in die Geschichte gelingt schnell, denn die Autorin wirft uns mitten rein in das Geschehen. Von Seite zu Seite wird es immer spannender, bis es ungefähr in der Mitte für mich zum großen Höhepunkt kam. Wie kann ein Mensch nur so berechnend sein?
Emilia war mir von Anfang an sympathisch. Sie führt ein ganz normales Leben, aus dem sie plötzlich heraus gerissen wird. Nicht einfach, mit dieser Situation umzugehen, aber sie meistert es aus meiner Sicht ziemlich gut. Nicht gut fand ich ihren Umgang mit Owen. Die Autorin versucht dem Leser zu suggerieren, dass Emilia handelt, wie sie es tut, um Owen zu schützen. Ich weiß nicht… bei mir kam das irgendwie nicht so richtig an. Auf mich wirkte es eher, als würde sie andere Motive haben. Letzten Endes muss man da aber der Autorin vertrauen. Sie wird schon wissen, wie ihre Figuren ticken.
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[Rezension] Die Dorfärztin (1): Ein neuer Anfang – Julie Peters
AnzeigeTitel: Ein neuer Anfang
Reihe: Die Dorfärztin; Band 1
Autorin: Julie Peters
Verlag: atb
Erscheinungsjahr: 2020
Einband: Taschenbuch, ebook
Seitenanzahl: 377Meine Wertung: 4 Federn
Klappentext:
Sie lässt sich durch nichts und niemanden von ihrem Weg abbringen.
Westfalen, 1928: Nach dem Medizinstudium kehrt Leni in ihr Heimatdorf zurück und übernimmt die Praxis des Landarztes. Doch die Dorfbewohner trauen ihr nicht, und auch ihre Familie glaubt, sie sei mit der Aufgabe und der Erziehung ihres Kindes überfordert. Aber Leni kämpft gegen alle Vorurteile, wie sie es immer getan hat. Früher stand als Einziger ihr Jugendfreund Matthias an ihrer Seite, doch seit Jahren gilt er als verschollen. Als die Widerstände im Dorf immer größer werden, fasst Leni einen Plan: Sie wird Matthias wiederfinden – denn er ist der Vater ihres Kindes.
Rezension:
Eigentlich las ich gerade zwei andere Bücher, als ich „Die Dorfärztin“ zur Hand nahm und „nur mal kurz“ reinlesen wollte. 186 Seiten später merkte ich, dass es mit „nur mal kurz“ wohl nichts war. Die Geschichte um Leni konnte mich von der ersten Seite an fesseln.
Julie Peters lässt uns Leni als erwachsene Frau im Jahr 1928 und als Kind und Teenager ab 1910 bzw. zwischen 1914 und 1918 begleiten. Dadurch erhalten wir einen guten Einblick in ihr Erwachsen werden. Das Kind, dass nur auf seinen Klumpfuß reduziert wurde, entwickelt sich zu einer Ärztin, die ihr Leben und das Leben ihres Kindes in die eigenen Hände nimmt.
An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir noch etwas mehr Eigenverantwortung und mehr Tiefe für Leni gewünscht. Wir erfahren leider sehr bisher nichts über ihre Zeit als Medizinstudentin, die sicher nicht einfach war. Gerne hätte ich auch mehr darüber erfahren, wie sie die Menschen im Dorf behandelt, diese weigern sich jedoch überwiegend, zu ihr in die Praxis zu kommen. Leider erfahren wir aber auch hier die Hintergründe nicht so wirklich. Ich hoffe sehr, dass vor allem die Zeit des Abiturs und im Medizinstudium im zweiten Band beleuchtet werden. Wenn die Autorin in den Zeitsprüngen so fortfährt, wie bisher, dann müssten diese Abschnitte aus Lenis Leben demnächst eine Rolle spielen.
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[Rezension] Love NXT (3): When We Hope – Anne Pätzold
AnzeigeTitel: When We Hope
Reihe: Love NXT; Band 3
Autorin: Anne Pätzold
Verlag: LYX
Erscheinungsjahr: 2020
Einband: Taschenbuch, ebook
Seitenanzahl: 389Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
Was, wenn wir doch zu hoffen wagen?Jae-yong ist ein Mitglied der erfolgreichsten K-Pop-Gruppe der Welt, Ella eine ganz normale Studentin aus Chicago. Eigentlich hätte den beiden klar sein müssen, dass eine Beziehung zwischen ihnen unmöglich ist. Nicht nur trennen sie Tausende von Kilometern und mehrere Zeitzonen, auch die Welten, in denen sie leben, sind grundverschieden. Und egal, wie nahe sich Ella und Jae-yong in den letzten Monaten gekommen sind – sie müssen sich nun fragen, ob ihre Liebe stark genug ist, allen Widerständen zu trotzen …Rezension:
Insgesamt startet der dritte Band der Reihe eher langsam. Ella und Jae-yong müssen ihre Liebe nach wie vor vor der Öffentlichkeit und vor allem vor Jaes Management verstecken. In unendlich vielen Nachrichten schreiben sie miteinander und man spürt aus jeder Zeile die Fürsorge füreinander und das Interesse aneinander.
Ella entwickelt sich in diesem Band deutlich weiter. Sie schafft es nach und nach, ihr Leben in die Hand zu nehmen, für sich einzustehen und wichtige Entscheidungen zu treffen. Sie agiert in diesem Band unheimlich erwachsen und das steht ihr gut zu Gesicht.
Jae-yong macht ebenso eine Entwicklung durch und ich fand seine Entscheidung richtig, gut und sehr mutig. Er hat mir wirklich imponiert. Die Zerrissenheit, zwischen seiner Liebe zu Ella und seiner Liebe zur Musik zu stehen, die sich bereits im zweiten Band angekündigt hat wird ausgebaut. Man kann sie förmlich fühlen. Mich persönlich hat das allerdings auch sehr ärgerlich gemacht, denn so sollte es nicht sein. Man sollte sich nicht zwischen zwei Lieben entscheiden müssen, zumindest nicht in diesem Fall, in dem die eine Liebe die andere ja eigentlich gar nicht ausschließt. Anne Pätzold hat es geschafft, mir diese Zerrissenheit so nahe zu bringen, als wäre es meine Eigene.
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[Rezension] Love NXT (2): When We Fall – Anne Pätzold
AnzeigeTitel: When We Fall
Reihe: Love NXT; Band 2
Autorin: Anne Pätzold
Verlag: LYX
Erscheinungsjahr: 2020
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 446Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
„Es heißt nicht niemals, Ella. Es heißt nur nicht jetzt.“Nachdem ein Foto von ihnen im Internet aufgetaucht ist, müssen Ella und Jae-yong einsehen, dass sie nicht zusammen sein können – egal, wie sehr sie es sich auch wünschen. Ella ist eine normale Studentin aus Chicago. Jae-yong ein K-Pop-Star, der Millionen von Fans hat und dessen Management es ihm verbietet, eine Beziehung zu führen. Tief in ihrem Herzen weiß Ella, dass es richtig war, Jae-yong gehen zu lassen. Schließlich hätte sie niemals gewollt, dass er für sie seine Musikkarriere aufgibt. Und doch kann sie ihn einfach nicht vergessen …Rezension:
Wie vorauszusehen war, hält die Kontaktsperre zwischen Ella und Jae-yong nicht lang an. Wir verfolgen, wie Ella sich ins Leben zurück kämpft, nur um dann zu sehen, wie der Kontakt wieder aufgebaut wird. Als Leserin war ich ein bisschen hin und her gerissen. ich freue mich für Ella, dass sie wieder Kontakt zu Jae-yong hat, hatte aber auch große Sorge um ihre Seele. Da ging es mir wie ihrer großen Schwester Melanie. Schnell sind wir also wieder mittendrin um „Beziehungsdrama“, das keines sein darf.
Ella hat sich zu einer interessanten jungen Frau entwickelt. Sie hängt nach wie vor sehr an Jan-yong. Vor etwas mehr als einem Jahr hätte ich vermutlich einiges an dem Buch bemängelt, aber inzwischen weiß ich aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn man ständig das Handy im Blick hat und sich wünscht, dass ein bestimmter Mensch sich meldet. Ihr Verhalten erschien mir somit sehr nachvollziehbar. Gut nachvollziehen konnte ich auch, wie schwierig es ist, wenn sich der geliebte Mensch am anderen Ende der Welt befindet und nicht für Unterstützung oder eine Umarmung da ist, wenn man ihn so dringend benötigt. Ich konnte in diesem Band wirklich mit Ella mit leiden.
Jae-yong ist mir nach wie vor ein bisschen wenig griffig. Ich wünsche mir für ihn eine größere Entwicklung im dritten Band. Als Leser sind wir, da die Geschichte nur aus Ellas Sicht erzählt wird, viel zu weit weg von ihm. Man erfährt nur das Wenige aus den kurzen Nachrichten mit Ella. Von ihn möchte ich gerne mehr Hintergrundwissen haben, um ihn verstehen zu können. Gut gefallen hat mir aber, dass er sich sehr um Ella bemüht und sich für ihr Leben interessiert. Er unterstützt sie und ermuntert sie, ihren Traum zur leben.
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[Rezension] Die Erwählten (1): Tödliche Bestimmung – Veronica Roth
AnzeigeTitel: Tödliche Bestimmung
Reihe: Die Erwählten; Band 1
Autorin: Veronica Roth
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsjahr: 2020
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 568Meine Wertung: 2 Federn
Klappentext:
Einst rettenen sie die Welt und wurden zu Helden. Doch ihre Welt ist nicht die Einzige, die Helden braucht.
Sloane, Matt, Esther, Ines und Albie – sie wurden ausgewählt, die Welt vor einer übernatürlichen Macht zu retten. Und tatsächlich gelingt es den Erwählten, nach einem Kampf, der ihnen alles abverlangt, den mächtigen dunklen Feind zu besiegen. Sie werden als Helden gefeiert, doch die seelischen Wunden, die sie während des Kampfes erlitten haben, sind tief.
Am 10. Jahrestag ihres Sieges geschieht das Unfassbare: Einer von hnen stirbt auf tragische Weise, die andern werden in eine alternative Welt katapultiert. Diese ist der ihren sehr ähnlich, nur, dass die Magie dort allgegenwärtig ist. Sie finden heraus, dass sie die dunkle Macht keineswegs besiegt haben. Wieder müssen sie kämpfen, doch dieses Mal machen sie eine Entdeckung, die alles, was sie zu wissen glaube, infrage stellt.
Rezension:
Von Veronica Roth habe ich bereits die Trilogie „Die Bestimmung“ gelesen und unglaublich geliebt. Mit der Welt um Tris, Four und die anderen Charaktere hat Veronica Roth eine unglaublich gute Dystopie mit glaubwürdigen Charakteren und einer durchweg logischen, stringenten Weltentwicklung geschaffen.
Nach der Lektüre von „Die Erwählten – Tödliche Bestimmung“ frage ich mich nun, warum ihr dies in diesem Buch leider so gar nicht gelungen ist. Ich verstehe es nicht, da sie ja bereits bewiesen hat, dass sie es schafft, dem Leser ihre Welt nahe zu bringen. Die Geschichte spielt zum Einen in unserer heutigen Welt im Jahr 2020 und zum anderen in einer Parallelwelt, die sich im Jahr 1969 von unserer Welt abgespalten hat.
Veronica Roth wirft, sowohl in unserer, als auch in der Parallelwelt mit Begriffen, wie „Drain-Stelle“ oder „Siphons“ um sich, ohne es, zumindest bei mir, wirklich zu schaffen, mir zu erläutern, was es damit auf sich hat. Ich muss gestehen, dass ich bei Siphons immer an Abflüsse denken musste, da man ja so auch den Geruchsverschluss vom Waschbecken nennt. Das hat mir doch das eine oder andere Fragezeichnen und den einen oder anderen Schmunzler ins Gesicht gezaubert.