• 3 Sterne,  Gelesen 2023,  Rezensionen

    [Rezension] Sieben: Spiel ohne Regeln – M. A. Bennett

    Arena Verlag, Rezension, M. A. Bennett, Cover, Sieben - Spiel ohne Regeln

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    Titel: Sieben – Spiel ohne Regeln
    Reihe: Einzelband
    Autorin: M. A. Bennett
    Verlag: Arena
    Erscheinungsjahr: 2020
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 396

    Meine Wertung: 3 Federn

    Klappentext:

    Wer willst du sein: Opfer oder Täter?

    Nach jahrelangem heftigem Mobbing an der Schule hofft Link, dass sie alle tot sind. Dass sie umgekommen bei dem Flugzeugabsturz, den er wie durch ein Wunder überlebt hat. Aber sein Hochgefühl währt nur kurz. Denn Links Mitschüler sind alle noch da – sie sind mit ihm auf einer tropischen Insel gestrandet und mehr als bereit, ihn weiter zu erniedrigen.

    Ziemlich schnell jedoch ist klar: Hier in der Wildnis steht die Schulhierarchie auf dem Kopf. Das Recht des körperlich Stärkeren ist außer Kraft gesetzt und einzig Link als Nerd verfügt über das Wissen zum Überleben.

    Sie haben dich gedemütigt, bis du am Boden lagst. Was würdest du tun, wenn endlich DU am Drücker wärst? Wie schlimm wäre deine Rache?

    Jetzt machst DU die Regeln. Jetzt wird das Opfer zum Täter.

    Rezension:

    Was willst du sein? Opfer oder Täter? Dieser Klappentext beschreibt die Geschichte sehr gut. Lincoln muss mit seinen Eltern nach Oxford ziehen, wo er das erste Mal in seinem Leben auf eine richtige Schule gehen muss. Dort steht der Sport im Mittelpunkt und, ihr ahnt es, Lincoln ist nicht besonders sportlich. Schon am ersten Tag wird er ganz unten in der Nahrungskette eingestuft und wird zum Opfer. Drei lange Jahre seiner Schulzeit wird er von seinem Mitschülern aufs grausamste gemobbt und auch die Lehrkräfte schreiten nicht ein.

    Während der Zeit auf der Schule, Osney, war ich immer hin und her gerissen. Klar ist, dass Mobbing nicht geht und derart grausam, wie es hier passiert schon dreimal nicht. Problematisch ist, dass Lincoln unglaublich unsympathisch ist, was es dem Leser nicht so einfach macht, Mitgefühl mit ihm zu empfinden. Irgendwie schaute ich eher distanziert auf das Geschehen, statt echter Gefühle zu entwickeln. Das fand ich ein bisschen schade. Andererseits sagte Floras später auf der Insel einen sehr wahren Satz: Nur weil man das Opfer ist, heißt das nicht, dass man sympathisch ist. Und ja, auf Lincoln trifft das leider zu.

  • 4 Sterne,  Gelesen 2023,  Rezensionen

    [Rezension] Exilium – Colin Hadler

    Colin Hadler, Rezension, Planet!, Thienemann_Esslinger Verlag, Jugendbuch, Thriller,

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    Titel: Exilium
    Reihe: Einzelband
    Autor: Colin Hadler
    Verlag: Planet!
    Erscheinungsjahr: 2023
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 332

    Meine Wertung: 4 Federn

    Klappentext:

    Was bleibt von dir, wenn du keinen eigenen Willen mehr besitzt?

    Nachdem Lennox bei einem Autounfall nicht nur seinen rechten Arm, sondern auch seine Schwester verliert, flüchtet er sich in die digitale Welt, um seine Sorgen zu vergessen. Sein neuer, technisch nachgerüsteter Arm hilft ihm dabei, sich überall reinzuhacken und jede Menge Unsinn anzustellen. Doch einem Gerücht kann Lennox nicht entfliehen: In seiner Stadt verschwinden immer mehr Menschen spurlos. Als Lennox ungewollt entdeckt, wie an einer der Vermissten Experimente durchgeführt werden, sieht er sich mit einer schrecklichen Wahrheit konfrontiert: Wie viele Menschen haben noch ihren freien Willen? Und wer steckt dahinter? Nur Lennox‘ außergewöhnliche Hacker-Skills können die Stadt retten. Aber wem kann er trauen, wenn alles vernetzt ist?

    Rezension:

    Dieses Buch ist mir auf der Leipziger Buchmesse inkl. dem sehr sympathischen Autor über den Weg gelaufen. Ich konnte dem Klappentext nicht widerstehen.

    Hauptfigur dieses Jugend-Thrillers ist Lennox. Mit Lennox musste ich erstmal ein bisschen warm werden. Er ist intelligent, macht aber gefühlt am Anfang nicht viel daraus. Im Laufe der Geschichte fing er aber an, mir ganz gut zu gefallen. Lennox reißt sich am Riemen und fängt an, sich für die Welt, in der er lebt, zu interessieren. Ich fand, dass er eine schöne Entwicklung durch macht, auch wenn er so einige Päckchen zu tragen hat und sich auch für ihn nicht immer alles so entwickelt, wie es zunächst den Anschein hat. 

    Insgesamt waren mir alle Figuren ein bisschen zu leichtgläubig. Es wird sich vertraut, was das Zeug hält. Sei es zwischen Lennox und Tessa oder zwischen Lennox und Nia. Beide Frauen kennt er so gut wie gar nicht, vertraut ihnen aber fast auf Anhieb. Selbst wenn mal Zweifel aufkommen, dann ruft Lennox sich zur Räson und sagt sich, dass er vertrauen muss. Hier hätte ich mir doch ein bisschen mehr Zweifel, ein bisschen mehr Hinterfragen von Seiten Lennox und auch Nils gewünscht. Einzig bei Tessa konnte ich das Verhalten nachvollziehen.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2023,  Rezensionen

    [Rezension] Kill your beast – Wiebke Wimmer

    Rezension, Wiebke Wimmer, Selfpublishing,

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    Titel: Kill your Beast
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Wiebke Wimmer
    Verlag: Selfpublishing
    Erscheinungsjahr: 2023
    Einband: Taschenbuch, ebook
    Seitenanzahl: 376

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Mona hat den Groove gepachtet. Kein Wunder. Ihre Mutter war Britta Hannak, berüchtigte Rock-Berserkerin und unbestritten die beste Drummerin aller Zeiten. Britta ist am exzessiven Trommeln und den dazugehörigen Drogen gestorben, als Mona noch ein Baby war. Als Mona entdeckt, dass sie das Talent ihrer Mutter geerbt hat, unterdrückt sie es mit aller Macht – bis der Groove aus ihr herausbricht und sie sich damit auseinandersetzen muss. Im Sommer 2018 macht Mona sich auf den Weg in die Vergangenheit ihrer Mutter. Nach Hamburg, wo in den Neunzigerjahren Britta Hannaks Karriere als Rockstar begann. In der aufgeheizten Großstadt trifft Mona auf Hannaks musikalische Weggefährten, deren Ruhm längst verblasst ist. Doch jemand hat noch eine Rechnung mit der Berserkerin offen – und Mona soll sie bezahlen …

    Rezension:

    Ich bin total hin und weg von der Geschichte. Wiebke Wimmer schreibt so fesselnd, dass ich schon nach wenigen Sätzen gefangen war und das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich habe lange nicht mehr so ein tolles Buch gelesen.

    Mona muss man einfach ins Herz schließen. Ich konnte ihre Verzweiflung wegen des „Groove“ regelrecht spüren. Kein Wunder, so wie sie aufgewachsen ist. Mona ist ein tolles Beispiel dafür, wie das Leben manchmal spielt. Sie macht weiß Gott nicht alles richtig, aber sie ist halt ein Teenager. Die machen Fehler, die tun auch mal dumme Sachen. Gut, wenn man gute Freunde hat, an die man sich wenden kann und die zu einem stehen, auch wenn man vorher dumme Dinge getan und gesagt hat.

    Ole ist ein absolut feiner Kerl. Den kann man einfach nur ins Herz schließen. Er sagt und tut so tolle Dinge, dass man das Gefühl hat, dass er schon viel älter als 17 Jahre ist.

    Moritz… ja, kann man machen, muss man aber nicht. Er war als Figur okay. So ganz richtig hat sich mir nicht erschlossen, welche Rolle er genau in der Geschichte spielt. Er hat nicht gestört, aber war mir persönlich auch nicht wichtig.

  • 4 Sterne,  Gelesen 2023,  Rezensionen

    [Rezension] The truth behind your lies – Silke Heimes

    Silke, Heimes, Rezension, Ueberreuter Verlag

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    Titel: The truth behind your lies
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Silke Heimes
    Verlag: Ueberreuter
    Erscheinungsjahr: 2023
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 288

    Meine Wertung: 4 Federn

    Klappentext:

    Nach dem Abi fahren Flo, Jens, Emmy, Rod und Ann in die Schweizer Berge und verbringen dort einige gemeinsame Tage. Die Hütte dafür hat ihnen Außenseiter Jan organisiert. Hätten die Freunde das Angebot mal lieber nicht angenommen, denn er hat einen gefährlichen Plan: Das perfekte Leben der Fünf hat viele Schattenseiten, und die will Jan der Welt offenbaren. Dafür hat er überall Kameras versteckt und sich den Youtube-Kanal „The truth behind“ erstellt. Doch was Jan damit ins Rollen bringt, ist viel größer als erwartet …

    Rezension:

    Es geht hier im wirklich schwierige Themen. Protagonist der Geschichte ist Jan, der seit Jahren gemobbt wird und nun beschließt, sich zu rächen. Jan war für mich ein bisschen ein schwieriger Charakter. Einerseits hatte ich gleich Mitgefühl für ihn, andererseits kommt nicht so richtig raus, wie die Clique ihn gemobbt hat. Es war für mich ein bisschen schwer nachvollziehbar, wieso Jan zu einer derart drastischen Maßnahme greift. Er scheint mir recht sensibel zu sein, aber auch irgendwie der typische Außenseiter. Selbstbewusstsein ist hier nicht zu finden und auch sonst ist er recht eigenartig in seinen Gedanken und Handlungen.

    Außer Jan begleiten wir noch Emmy und durch ihre Augen dann auch die Clique. Sie scheint mir fast noch die normalste Figur in diesem Buch zu sein, außer Maira, auf die ich später noch zu sprechen komme. Emmy hat auch ihre Probleme, aber die sind bei Weitem nicht so gravierend, wie die der andern Cliquenmitglieder. Dabei bekommt man in diesem Buch von allem sehr viel. Jeder aus der Clique hat mehr oder weniger (eher mehr) Probleme mit sich und seinem Leben. Diese werden von der Autorin gut dargestellt, aber nicht aufgearbeitet. Nun lädt die Geschichte, so wie sie konzipiert ist, auch nicht zur Aufarbeitung ein. Die Clique kennt sich schließlich schon seit Jahren und will einfach nur abschalten. Gelingt nicht so wirklich, denn jeder trägt sein Päckchen mit in den Urlaub hinein.

  • Gelesen 2023,  4 Sterne,  Rezensionen

    [Rezension] Nach oben führt auch ein Weg hinab – April Wynter

    Rezension, April Wynter, Selfpublishing, Cover

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    Titel: Nach oben führt auch ein Weg hinab
    Reihe: Einzelband
    Autorin: April Wynter
    Verlag: Selfpublishing
    Erscheinungsjahr: 2020
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 322

    Meine Wertung:  4 Federn

    Klappentext:

    Maddys Leben ist ein Albtraum: Durch das Abitur gefallen, keinen Job gefunden und jetzt soll sie auch noch den Sommer bei ihrem Vater in Kanada verbringen, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Als sie ein Angebot erhält, als Influencerin für eine Agentur zu arbeiten, wittert sie die Chance ihres Lebens. Ein Roadtrip durch die Rocky Mountains soll ihre Karriere voranbringen. Blöd nur, dass sie auf ihren im Rollstuhl sitzenden Großvater aufpassen muss …

    Rezension:

    Das Buch lag leider etwas länger auf meinem SuB (seit September 2021), aber nun habe ich es endlich gelesen.

    Recht schnell bekommt man eine Ahnung, worum es in dem Buch geht. Schneller, höher, weiter… in den sozialen Medien. Maddy weiß eigentlich gar nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen will. Was sie aber weiß ist, dass sie Follower bei Instagram will. Mehr als 5.000, weil sie von ihrer neuen Bekanntschaft in Kanada respektiert und in einer Agentur angenommen werden möchte. Sie bemisst ihren Wert danach, ob sie dieses Ziel erreicht, oder nicht.

    Ich hatte sehr schnell Mitleid mit Maddy, denn sie ist eigentlich eine arme Socke. Jemand, der seinen Selbstwert davon abhängig macht, ob er Follower in den Sozialen Medien hat, der kann einem einfach nur Leid tun. Andererseits war ich auch oft böse auf sie, wie sie ihren Großvater behandelt. Total abweisend und sehr kaltherzig.

  • 4 Sterne,  Gelesen 2022,  Rezensionen

    [Rezension] New Year´s Kiss – Lee Matthews

    Rezension, Lee Matthews, Carlsen Verlag, New Year's Kiss, Cover

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    Titel: New Year´s Kiss
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Lee Matthews
    Verlag: Carlsen
    Erscheinungsjahr: 2022
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 256

    Meine Wertung: 4 Federn

    Klappentext:

    O du fröhliche? Von wegen! Die 16-jährige Tess muss die Tage nach Weihnachten im Hotel ihrer Großmutter verbringen. Und die will ihrer Enkelin genau vorschreiben, wie sie die Ferien verbringen soll. Doch Tess hat andere Pläne: endlich die Dinge zu tun, die sie schon immer machen wollte. Karaoke singen, Sushi essen, knutschen – insgesamt zehn Punkte bis zum Jahresende. Ermutigt wird sie dabei von Christopher, ihrer Urlaubsbekanntschaft mit den strahlend grünen Augen. Er führt Tess sachte aus der Komfortzone und verdreht ihr dabei zunehmend den Kopf. Bis ein Geheimnis das Happy End in der Silvesternacht zu verhindern droht …

    Rezension:

    Eigentlich handelt es sich hier gar nicht mehr so ganz um ein Weihnachtsbuch, denn die Geschichte spielt zwischen Weihnachten und Neujahr. Sie umfasst also nur wenige Tage, in denen aber unheimlich viel passiert.

    Tess ist eine Protagonistin, die mir gut gefallen hat. Sie ist eigentlich eher zurückhaltend und der Typ, der alles durchplant. Spontanität ist nicht so ihr Ding, ausgefallene Sachen machen auch nicht. Ihr Leben ist gut durchstrukturiert. Nun entscheidet sie sich aber, endlich mal Dinge zu tun, die sie schon immer machen wollte. Sie schreibt eine Liste, was ja wiederum gut zu ihr passt, und los geht es. Einige Dinge sind verrückt, andere eher normal.

    Zwischendurch hat Tess mich allerdings auch ein bisschen genervt, denn sie ist teilweise sehr egoistisch unterwegs. Ihre Bucket List ist plötzlich alles, was zählt. Es geht ihr nur nicht darum, diese fertig zu bekommen. Auch was Christophers Unfall angeht hätte sie mehr nachfragen müssen. Aus meiner Sicht hätte sie sich insgesamt etwas mehr auf Christopher einstellen dürfen. Hier macht sie leider keine allzu große Entwicklung durch.