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[Alltagsworte] Samstagsplausch 17/2020

Geposted am 25. April 2020 um 7:00

Samstagsplausch

Und schon wieder ist eine Woche rum und es ist Zeit, bei Andrea und ihrem Blog Karminrot am Kaffeetisch Platz zum

Samstagsplausch

zu nehmen.

Die Zeit rast gefühlt im Moment total. Auf der Arbeit ist irre viel zu tun und zuhause wuseln wir auch den ganzen Tag rum, so dass die Tage schnell verfliegen. Ist auch ganz gut so. Ich ersehne den Tag jeden Tag stärker herbei, an dem sie uns nicht mehr einschränken.

Samstag haben wir zwar gemeinsam gegessen, aber ansonsten den Tag getrennt verbracht. Jeder hat bei sich die Dinge gemacht, die gerade so anliegen. Ich habe die Laube geputzt, so dass wir sie ab sofort wieder benutzen können, den Vorraum der Laube von Blättern und Dreck befreit und die Gartenstühle abgespült. Außerdem habe ich den Garten weiter von Unkraut befreit (ich bin immer noch nicht durch) und für uns gekocht. Es gab sehr leckere Hähnchenbrust mit Zucchini, Tomaten und Mozzarella überbacken. Der Tag war relativ sonnig, so dass wir gut draußen sein konnten.

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[Rezension] Jan Fedder: Unsterblich – Tim Pröse

Geposted am 22. April 2020 um 13:18

Rezension, Cover, Tim Pröse, Jan Fedder, Heyne Verlag

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Titel: Jan Fedder: Unsterblich
Reihe: Einzelband
Autor: Tim Pröse
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2020
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 256

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Die erste und einzige autorisierte Biografie von Jan Fedder – mit unveröffentlichten exklusiven Fotos und Interviews
»Ich habe alles gelebt und erlebt. Ich habe all meine Sehnsüchte gestillt und ich vermisse nichts. Denn was bleibt von einem Menschen? Seine Knochen. Und seine Geschichten.« Jan Fedder

Jan Fedder: direkt, gerade, ehrlich, kein Diplomat, aber mit großem Herzen für die Menschen – so verkörperte er wie kein zweiter DEN Hamburger schlechthin. Er starb am 30. Dezember 2019.
Jan Fedder war nicht nur ein großer Schauspieler, sondern vor allem ein großartiger Mensch, einer von den ganz großen, die es so nie wieder geben wird. Er spielte Dirk Matthies in der ARD Serie »Großstadtrevier«, den Bauern Kurt Brakelmann in »Neues aus Büttenwarder«. Denkwürdige Rollen als Bootsmann Pilgrim im Film »Das Boot« und in den Siegfried-Lenz-Verfilmungen »Der Mann im Strom« und »Das Feuerschiff« zeigen ihn als Darsteller ernsterer Charaktere. Doch bei allen Erfolgen sagte Jan Fedder von sich: »Hauptberuflich bin ich Mensch – im Nebenberuf bin ich Schauspieler.«

Jetzt erzählt Tim Pröse das Leben dieses einzigartigen Mannes. Kurz vor seinem Tod erreichte Jan Fedder das vollendete Manuskript, gespickt mit vielen Zitaten – die autorisierte Biografie, in der Jan Fedder selbst, seine Frau Marion, Freunde und Weggefährten über ihn sprechen, die Geschichte seines Lebens erzählen – in voller Länge, mit all den schönen und jubelnden wie auch mit wehmütigen und traurigen Kapiteln. Aufrecht und geradlinig steht er vor uns! Von einem wie ihm kann man nur lernen…

Rezension:

Diese Biografie habe ich an einem Tag verschlungen. Im Nachhinein weiß ich nicht, ob dies Jan Fedder und Tim Pröse gerecht wird. Sollte man diese Biografie nicht lieber in kleinen Häppchen genießen, das, was man liest, ganz tief in sich aufnehmen? Ich konnte es nicht. Ich war gefesselt und musste weiterlesen und weiterlesen.

Tim Pröse zeichnet, wie ich es nicht anders von ihm erwartet hatte, sehr sensibel das Portrait eines einzigartigen Hamburgers. Ich habe jede Seite, jeden Satz genossen und ich war gefangen im Leben des Jan Fedder. Im Leben des Mannes, der einer von uns war, hier um die Ecke seinen Bauernhof hatte und bis zum Ende, wenn auch ein bisschen egozentrisch, so anscheinend doch sehr bodenständig geblieben ist. Ganz norddeutsch schlicht.

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Jahresrückblick 2017

Geposted am 31. Dezember 2017 um 6:00

Jahresrückblick

Insgesamt war es ein sehr schönes Jahr. Ich bin, mit Hilfe meiner Eltern, im Haus gut voran gekommen. Die Renovierung nähert sich dem Ende. 2018 werde ich endlich fertig werden. Etwas über 2 1/2 Jahre hat es dann gedauert. Ich freue mich darauf, wenn alles eingerichtet ist und ich endlich nicht mehr auf einer halben Baustelle lebe.

Das Leben lief auch überwiegend ziemlich rund. In der Liebe tut sich nichts, aber das macht auch nichts, denn ich genieße mein Leben so, wie es ist. Eigentlich muss ich sagen, dass ich das Leben derzeit sehr schön und entspannt finde. Ich treffe alle Entscheidungen allein, muss mich mit niemandem abstimmen. Ist sehr einfach. Wenn 2018 mal ein netter Mann auf der Bildfläche auftauchen würde hätte ich aber auch nichts dagegen 😉

Im November habe ich mich erneut in den 1. Grad Reiki nach Mikao Usui einweihen lassen. Es war ein sehr intensives Wochenende und ein intensives Erlebnis, von dem ich definitiv noch lange zehren werde.

Am Samstagsplausch von Karminrot habe ich zu Beginn des Jahres mit großer Leidenschaft teilgenommen und dann wurde es irgendwann weniger. Irgendwie kam mir immer die Zeit dazwischen. Aber im Jahr 2018 starte ich einen neuen Versuch, regelmäßig auch aus meinem Alltag zu bloggen.

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[Auslosung] Welttag des Buches

Geposted am 1. Mai 2017 um 12:13

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich sehr gefreut, dass so viele mitgemacht haben und für beide Bücher ungefähr gleich viele Teilnehmer in den Lostopf gehüpft sind. Aber, noch mehr habe ich mich darüber gefreut, dass ihr mir so wundervolle Urlaubstipps gegeben habt. Einige haben sich mega Mühe gemacht. Meine Reiseliste ist deutlich angewachsen. Die nächsten Urlaube sind gesichert, vor allem, weil Vieles, was mir empfohlen wurde in erreichbarer Nähe ist, z. B. Rügen, Harz, die Inseln in der Nordsee. DANKE

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[Welttag des Buches] Blogger schenken Lesefreude

Geposted am 23. April 2017 um 0:01

Es ist wieder soweit. Der 23. April ist gekommen und damit ist wieder einmal “Welttag des Buches”. Hinter der Aktion stecken Buch-Blogger: Christina (Pudelmützes Bücherwelten) und Dagmar (Geschichtenagentin) und Sonja (Sonnys Blog).

Auch ich möchte die Gelegenheit nutzen, etwas an euch zu verlosen. weiterlesen

[Rezension] Jahrhundertzeugen – Tim Pröse

Geposted am 18. Januar 2017 um 6:13

Jahrhundertzeugen, Tim Pröse, Heyne Verlag, Rezension

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Titel: Jahrhundertzeugen – Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler
Reihe:
Einzelband
Autor:
Tim Pröse
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2016
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenanzahl: 320

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Der Leser wird mitgenommen auf einen bewegenden Besuch bei Ewald-Heinrich von Kleist, der Hitler töten sollte, er lernt Wilm Hosenfeld, den Held aus “Der Pianist”, und seinen Sohn kennen und erlebt die Letzte, die auf Schindlers Liste stand. Es gibt außerdem ein interessantes Interview mit Anne Franks Cousin Buddy Elias und man kann nachlesen, wie sich Hans Rosenthal vor dem Holocaust in einem Schrebergarten versteckte. Allesamt sind dies wichtige Jahrhundertzeugen, die von ihren Schicksalen erzählen und gegen das Vergessen kämpfen. Es sind Menschen, die zu Helden wurden und uns an ein Stück Zeitgeschichte erinnern, das sich um keinen Preis wiederholen darf. Diese Menschen sollten auch in den heutigen unsicheren Zeiten als Vorbild dienen. Man kann staunen über ergreifende und wahre Berichte und über beeindruckende Lebenswege. Das macht Mut für Themen wie Flucht und Vertreibung, die aktueller sind denn je.

Rezension:

Jahrhundertzeugen ist ein Buch, das ich nicht einfach so mal schnell runterlesen konnte. Man muss die 18 Geschichten langsam lesen, sie auf sich wirken lassen. Das verflixte dabei ist, dass sie dann noch mehr ihr Grauen entfalten. Ich muss gestehen, dass ich an einigen Geschichten schwer zu knabbern hatte. Dennoch: Dieses Buch muss von vielen Menschen gelesen werden!

Tim Pröse schreibt unheimlich sensibel über die Geschichten von Anne Frank, Kurt K. Keller, Hand Rosenthal, Sophie Scholl und vielen anderen.

Ich habe den größten Respekt vor den Menschen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Einige sind inzwischen verstorben. Sie waren wirkliche Helden, aber das interessante ist, dass sie alle, sich selbst nicht als Helden sehen und auch nicht so bezeichnet werden wollen. Berthold Beitz sagte z. B. “Die Leute wollen mich zum Helden machen. Aber ich war keiner. Ich bin ein Mensch gewesen.” (S. 45). Also, ganz ehrlich. Wer sich mutig an den Bahnsteig stellt und der SS die jüdischen Menschen quasi entreißt, um diese bei sich in der Fabrik zu beschäftigen und ggfls. zu verstecken. Der darf durchaus als Held bezeichnet werden. Nicht viele hatten und hätten den Mut dazu. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diesen Mut nicht aufbringen würde. Was aber auch immer wieder durchdringt ist, dass einige von ihnen Angst hatten. Angst zu versagen, Angst vor Repressalien, Angst vor dem Tod. Und genau das macht sie in meinen Augen noch mutiger. Denn, die Angst um das eigene Leben für das Leben von Tausenden zu überwinden… wenn das nicht Mut ist, dann weiß ich auch nicht.

Tim Pröse schafft es immer wieder, den Bogen von einem zum nächsten Interview zu schlagen. Es kommen die Widerstandskämpfer und die Holocoust-Überlebenden selbst zu Wort, oft berichten aber auch Freunde oder Verwandte, der bereits verstorbenen Widerstandskämpfer. Sei es die Schwester von Sophie Scholl oder der Sohn und die Enkelin von Wilm Hosenfeld. Ich muss gestehen, dass mir viele der Namen bis zu diesem Buch nichts sagten, aber, jede der hier interviewten oder porträtierten Personen hat seine ganz eigene, sehr spannende Geschichte.

Ich kann gar nicht so viel über dieses Buch sagen, außer, dass ihr es unbedingt lesen müsst. Hier geht es wirklich um Menschen, die sich mutig für andere Menschen eingesetzt haben, die in Zeiten absoluter Unmenschlichkeit ihre eigene Menschlichkeit nicht nur nicht vergessen, sondern ausgelebt haben. Dabei fand ich sehr spannend, dass bei Weitem nicht alle von Anfang an Widerstandskämpfer waren, sondern teilweise sogar jubelnd mit in den Krieg gezogen sind. Ihnen allen ist aber wieder gemeinsam, dass ihnen nach und nach die Augen geöffnet wurden und sie den Drehpunkt gefunden haben.

Ewald-Heinricht von Kleist sagte gegenüber Tim Pröse: “Man muss immer das Richtige tun. Mehr kann man ja nicht.” (S.142) Ich denke, dass wir alle genau wissen, wie schwierig es ist, immer das Richtige zu tun. Diesen Satz sollten wir alle uns also ganz groß einrahmen. So einfach gesagt, so schwer umzusetzen und doch so essentiell wichtig.

Mich persönlich hat am meisten die Geschichte von Georg Elser beeindruckt. Ein einfacher Handwerker, der den Mut aufgebracht hat, eine Bombe zu bauen und diese in Bürgerbräukeller zu platzieren. Er zeigt, dass auch der Einzelne, der kleine Mann, den Mut aufbringen kann, die Welt zu verändern. Auch, wenn es ihm knapp nicht gelungen ist, so verdient er größten Respekt.

Ich war erstaunt darüber, wie oft versucht wurde Hitler zu töten und wie oft es nur um wenige Augenblicke nicht geklappt hat und muss gestehen, dass mir das bisher gar nicht so bewusst war.

Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Gerade in der heutigen Zeit wird es wieder enorm wichtig genau diese Geschichte nicht vergessen zu lassen. Wir steuern im Moment auf Zeiten zu, die mich besorgt machen, die mir Angst machen und ich denke, dass es extrem wichtig ist, dass wir uns alle vor Augen führen, dass so etwas nie wieder passieren darf. Wir alle müssen uns ein Beispiel an diesen Menschen nehmen. Nicht wegschauen, den Mund aufmachen, dafür sorgen, dass wir auch weiter in einem demokratischen Land leben dürfen. Eine schwere Aufgabe!

Von mir gibt es verdiente 5 Federn für ein Zeitdokument, das sehr einfühlsam, aber mit genügend professionellem Abstand von Tim Pröse verfasst wurde.

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