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[Rezension] Was ich noch zu sagen hätte – Reinhard Mey mit Bernd Schroeder

Geposted am 12. Oktober 2017 um 10:15

Titel: Was ich noch zu sagen hätte
Reihe: Einzelband
Autor: Reinhard Mey mit Bernd Schroeder
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2007
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 303

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Reinhard Mey ist eine Ausnahmeerscheinung in der zeitgenössischen Musikszene. 1964 begann er eine beispiellose Karriere, die bis in die Gegenwart reicht – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Holland und Frankreich. Sein Werk umfasst über 50 Alben mit fast 500 Chansons.
Jetzt erzählt er gemeinsam mit Bernd Schroeder die Geschichte seines Lebens und seiner Musik.
Mit zahlreichen Liedertexten und Fotografien.

Rezension:

Dieses Buch lag schon recht lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher, ich habe es mir vor Jahren gekauft. Nun waren wir vergangene Woche in Hamburg auf einem Konzert von Reinhard Mey und ich habe mich daran erinnert, dass dieses Buch noch irgendwo liegen muss.

Die Autobiografie erzählt über die Jahre 1942 bis 2004. Geschrieben wurde das Buch in Interviewform, wobei Reinhard Mey ausreichend Platz hat, um seine Geschichte zu erzählen und nicht durch die Interviewfragen eingeengt wurde. Zu Wort kommen auch seine zweite Frau Hella und die Kinder Max und Victoria. Frederik, der älteste Sohn hat sich da scheinbar zurück gehalten, er befand sich, wenn ich das richrig verstanden habe, zur Zeit, als dieses Buch entstand gerade auf der Walz.

Aufgelockert wird das Buch immer wieder durch, an den passenden Stellen, eingefügte Songtexte. Das war es, was mir am besten gefallen hat an dieser Autobiografie, dass man ein bisschen den Zusammenhang der Texte zum Leben Reinhard Meys erläutert bekommt.

Nicht gefallen hat mir, dass die Autobiografie teilweise etwas oberflächlich daher kommt. Bernd Schroeder hakt kaum nach, wie diese oder jene Antwort zu verstehen sei. Passt meines Erachtens dazu, dass Reinhard Mey sein Privatleben und seine Familie vor der Öffentlichkeit schützt. Das finde ich durchaus mehr als legitim, man fragt sich nur, warum eine Autobiografie, wenn man dann eigentlich auch nichts erfährt, was nicht bereits in Songtexten verarbeitet ist. Ich hätte mir ein bisschen mehr darüber gewünscht, wie er seine Songs schreibt, wie das Leben auf Tour ist. Da hätte man durchaus nicht ins Privatleben gehen müssen, um trotzdem noch ein bisschen mehr zu erzählen.

Auf seinen Konzerten plaudert er zwischen den Songs so nett aus seinem Leben und über seine Songs, das hat mir immer besonders gut gefallen. Dieser mal lockere, mal tiefgründige Ton fehlt hier in der Autobiografie irgendwie, es kam nicht so richtig bei mir an. Dies mag durchaus dem geschuldet sein, dass es ein anderer für ihn aufgeschrieben hat. Ich weiß es nicht, woran es sonst liegen könnte.

Von mir gibt es 4 Federn für eine nette Autobiografie, die aber sehr an der Oberfläche kratzt. Wahrscheinlich nur für echte Fans ein „Muss“ aber die wissen das, was sie hier lesen vermutlich schon.

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