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[Rezension] Liebesquartett auf Usedom – Lena Johannson

Geposted am 29. Mai 2017 um 15:55

Rezension, Audio Media Verlag, Lena Johannson

Titel: Liebesquartett auf Usedom
Reihe: Einzelband
Autorin: Lena Johannson
Sprecherin: Tatjana Pokorny
Verlag: Audio Media
Erscheinungsjahr: 2017
Ausgabe: 1 MP3-CD
Minuten: 272

Meine Wertung: 3 Federn

Klappentext:

Penny pfeift auf die Liebe – sagt sie zumindest. Als Standesbeamtin auf Usedom kennt sie die Scheidungsraten. Mit ihren Freunden Pit und Heiner pflegt sie eine intensive, allerdings strikt platonische Freundschaft, die nie etwas aus dem Lot bringen könnte – meint sie jedenfalls. Doch dann taucht Verena auf der Insel auf. Sie behauptet, Journalistin zu sein, und bringt alles durcheinander.

Rezension:

Liebesquartett auf Usedom ist ein lockerer Sommerroman, der sich sehr gut hören lässt. Die Sprecherin, Tatjana Pokorny, hat eine angenehme Stimmfarbe und liest mit sehr guter Betonung. Sie hat die Figuren mit ihrer Stimme zum Leben erweckt.

Penny hat mir zunächst eigentlich ganz gut gefallen. Als sie sich aber immer mehr in ihre Lügenmärchen verstrickt und auch noch das Gefühl hat, im Recht zu sein, kippte meine Sympathie ihr gegenüber. Ich habe ihr bis zum Schluss nicht abgenommen, dass sie wirklich bereut, was sie getan hat. Es wirkte auf mich eher, als würde sie Einsicht vorheucheln, um ihre besten Freunde nicht zu verlieren.

Heiner und Pit sind für mich die wahren Helden dieser Geschichte. Echte Kerle, die das Herz auf dem rechten Fleck haben und wissen, was Recht und Unrecht ist. Sie stehen füreinander ein und sabbeln nicht lange blöd herum.

Verena war auch kein übler Charakter. Ich konnte nachvollziehen, was sie antreibt, auch wenn ich auch ihr Verhalten nicht immer zu 100% gutheißen konnte. Verena macht aber eine Wandlung durch, die nachvollziehbar war und die ich ihr geglaubt habe. Sie tat mir zum Ende hin wirklich leid, auch wenn ich sie am Anfang, von Penny beeinflusst, auch am liebsten wieder losgeworden wäre.

Lena Johannson hat es geschafft, mich nach Usedom zu entführen, den Wind auf der Haut zu spüren und mit Heiner, Pit und Penny zu leben. Sie hat mit diesem Buch eine wunderbare Mischung aus Humor und Liebe zusammengestrickt, die das Buch zu einem sommerlichen Roman für ein paar vergnügliche Stunden auf der Terasse, oder noch besser, am Ostseestrand macht.

Den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr angenehm. Es gab keine Längen und die Erzählung ist sehr bildhaft. Vor allem beim Drachen steigen lassen am Strand musste ich doch sehr schmunzeln. Gut gefallen hat mir auch die Wortwahl von Lena Johannson. Sie lässt ihre Figuren im heimatlichen, typisch norddeutschem, Sprachgebrauch sprechen und macht sie so noch authentischer.

Nicht so gut gefallen hat mir, dass sie es Penny sehr leicht gemacht hat, ihre Freunde nach dem großen Lügengeflecht wieder für sich zu vereinnahmen. Wie ich bereits ausführte, habe ich Penny ihre Einsicht nicht so ganz abgekauft. Hier hätte ich mir etwas mehr Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht.

Von mir gibt es 3 Federn und eine Hörempfehlung. Der lockere Schreibstil und die tolle Sprecherin machen dieses Buch zu einer wirklich angenehmen Lektüre für einen warmen Sommertag.

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