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[Rezension] Invalidum: Gefährliche Perfektion – Phillippa Penn

Geposted am 29. Oktober 2020 um 14:40

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Titel: Invalidum – Gefährliche Perfektion
Reihe: Eugenica-Reihe; Band 1
Autorin: Phillippa Penn
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsjahr: 2019
Einband: Taschenbuch, ebook
Seitenanzahl: 381

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Ausgefeiltes Gen-Design sorgt dafür, dass jedes Baby perfekt ist. Doch was, wenn etwas schiefgeht?
Linn liebt es als Geburtshelferin die Neugeborenen zu versorgen. Doch dann muss die 17-Jährige erfahren, welches Schicksal einem Kind droht, das nicht der Norm entspricht …
Runa steht vor einer großen Herausforderung: der Aufnahme in die renommierte Lamarck-Akademie. Doch die Prüfung, die sie dafür bestehen muss, ist nicht, was die junge Studienanwärterin erwartet hätte …
Beide blicken hinter die Maske ihrer scheinbar makellosen Welt und entdecken ein Geheimnis, das alles verändert.

Rezension:

Das Buch ist auf Empfehlung von Steffi von Angeltearz liest bei mir eingezogen und ich habe es keine Minute bereut, ihrer Empfehlung gefolgt zu sein. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Wir befinden uns in einer doch etwas weiter entfernten Zukunft. Die Menschen haben die Krankheiten, Behinderungen, Unzulänglichkeiten weitgehend besiegt. Babys werden zwar noch normal ausgetragen, aber nicht mehr normal gezeugt. Ein neues Baby wird nach den Wünschen der Eltern designt, damit es auch ja keinen Makel hat. Menschen mit einem Makel werden Invalidum gennant. Niemand möchte ein Invalidum sein.

Schon als ich den Klappentext las fand ich, dass dies eine ganz grausige Vorstellung ist und beim lesen des Buches verfestigte sich dieser Gedanke. Menschen, die nicht der perfekten Norm entsprechen sind Invaliduen und können von den Eltern zu Versuchszwecken an die Forschung übergeben werden. Über die normale Bevölkerung erfahren wir wenig, aber Wissenschaftler scheinen da nicht so zimperlich zu sein.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Linn und aus Sicht von Runa erzählt. Runa ist sehr behütet in der wohlhabenden Oberschicht aufgewachsen ist und ihr Weltbild wird nach und nach immer mehr zerstört. Linn scheint mir deutlich einfacher aufgewachsen zu sein, über ihren Hintergrund  erfährt man nicht ganz so viel. Linn hat aber definitiv das Herz am rechten Fleck und sie ist mutig, wenn auch nicht furchtlos. Eine gute Mischung, wie ich finde, um eine authentische Protagonistin zu schaffen. Beide Mädchen bekommen von der Autorin eine Art “Beschützer” an die Seite gestellt, der nach und nach immer mehr Raum einnimmt. Linns Weggefährte Falk kommt noch ein bisschen kurz, aber ich hoffe sehr, dass er im zweiten Band noch zu Großem berufen sein wird. Runas Begleiter Joris wird dem Leser bereits jetzt sehr viel näher gebracht und er scheint mir ein durchaus interessanter Charakter zu sein.

Der Schreibstil ist unglaublich mitreißend, aber auch recht einfach gehalten. Man kann der Geschichte sehr gut folgen und wird förmlich durch die Seiten gerissen. Die Geschichte hätte ein bisschen mehr Erklärungen zu Eugenica, der Welt in der Runa und Linn leben, vertragen können. Die Autorin geht nicht sehr stark in die Tiefe. Hier wäre noch ein bisschen mehr heraus zu holen gewesen. Ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle ein paar mehr Informationen darüber gewünscht, wie die dystopische Welt funktioniert. Wer ist an der Macht, welchen Stellenwert haben die Forscher, wie weit wollen und dürfen sie gehen, um das perfekte Baby zu kreieren. Was hat es genau mit dem Cube auf sich? Wofür ist er eigentlich da? Vielleicht haben wir ja Glück, und die Autorin nimmt uns im zweiten Band ein bisschen an die Hand, um uns zu zeigen, wie Eugenica funktioniert.

Mir hat die Geschichte unheimlich gut gefallen und ich fiebere auf den zweiten Band hin. Ich hoffe sehr, dass die Autorin uns nicht allzu lange warten lässt. Ich vergebe gerne 5 Federn und eine Leseempfehlung.

Weitere Rezensionen findet ihr bei:
Angeltearz liest – 5 Sterne
Buchwinter – 5 Sterne plus
Seitenglück

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