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[Rezension] Stella Menzel und der goldene Faden – Holly-Jane Rahlens

Geposted am 2. Oktober 2013 um 19:04

Holly-Jane Rahlens, Rezension, Rotfuchs, Rowohlt Verlag

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Titel: Stella Menzel und der goldene Faden
Reihe: Einzelband
Autorin: Holly-Jane Rahlens
Verlag: Rowohlt Rotfuchs
Erscheinungsjahr: 2013
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 155

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Stella liebt ihre Decke aus blauem Seidensatin, die sie von ihrer Ururgroßmutter geerbt hat – eine Decke, übersät mit Sternen und Schneeflocken aus Silberbrokat und mit einem goldenen Faden eingefasst. Auf jeden, der ihn besitzt, übt dieser Stoff eine magische Wirkung aus – denn seine Falten bergen die Kraft, die Geschichten seiner Besitzerinnen einzufangen: wundersame Geschichten vom alten Russland, vom Berlin der 20er Jahre, von der Flucht der jüdischen Familie nach New York und einem Neuanfang in Berlin. Dieses Erbstück begleitet Stella von der Wiege bis zum ersten Kuss. Und während der Stoff sich im Laufe der Zeit verwandelt und immer kleiner wird, wird auch Stella schließlich ein Teil seiner Geschichte.

Rezension:

Ihr wisst ja, ich sage nicht oft etwas über das Cover oder das Buch an sich, aber hier bin ich geradezu gezwungen das zu tun. Das Buch ist wunderschön. Das Cover ist stimmig und das Hardcover mit dem Leinenbuchrücken und dem goldenen Lesebändchen unterstreichen ganz toll die Stimmung des Buches. Es passt einfach rundherum alles zusammen.

So, nun zum Inhalt. Ich bin verliebt in Josephine. Eine tolle Großmutter, die trotz der Widerstände von Stellas Mama Isabel “Aus Nichts kann man nichts machen!” immer wieder das Erbstück aus blauem Seidensatin zu anderen Formen näht, damit es weiter Verwendung finden kann. Und Josephine erzählt eine Geschichte. Die Geschichte dieses Erbstücks, welches seit Beginn an mit der Familie verbunden ist. Isabel hat mich dann am Ende extrem überrascht und ich muss gestehen, dass die Tränchen nicht weit weg waren. Was für eine Sinneswandlung. Wie schön *schmelz*

Und ich bin neidisch. Neidisch auf Stella, die ein solch tolles Erbstück ihr Eigen nennen darf. Wer hätte so etwas nicht gerne? Ein Stück, welches durch die Familie weitergereicht wird, und welches man später vielleicht auch den eigenen Kindern vermachen kann. Ich hätte so etwas auf jeden Fall auch gerne.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich locker lesen, aber auch vorlesen. Ich habe zwar keine Kinder, denke aber schon, dass das Buch kindgerecht geschrieben ist. Erwachsene verzaubert die Geschichte auf jeden Fall.

Die Zeichnungen sind wundervoll. Stella ist traumhaft schön und der junge Musiker auf S. 116, an wen erinnert er euch? Also mich an Bill Kaulitz von Tokio Hotel. 😉

Ein wunderbares Buch mit einer berührenden Geschichte über ein Mädchen, ein Erbstück und eine Familie. Das Buch bekommt bei mir im Regal einen Ehrenplatz und 5 Federn.

[Rezension] Sternenstaub – Kim Winter

Geposted am 5. September 2013 um 18:18

Rezension, Kim Winter, Planet!

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Titel: Sternenstaub
Reihe: Sternen-Trilogie; Band 3
Autorin: Kim Winter
Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger)
Erscheinungsjahr: 2013
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 582

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Gibt es eine größere Macht als die Liebe? Er ist da! Der Tag, an dem Iason und Mia ihre Verbindung mit der loduunischen Zeremonie öffentlich bekannt geben wollen. Doch das Fest wird zum Ziel eines hinterhältigen Angriffs, für den nur Lokondra verantwortlich sein kann. Und er wird nicht eher ruhen, bis Mia sich ihm ausliefert. Aber was verbindet Iasons große Liebe mit dem Tyrannen, der sein Volk vernichten will? Um sich Lokondra ein für alle Mal zu stellen, fliegt Iason nach Loduun und steht plötzlich vor einer Aufgabe, die ihm gerade als Wächter unmöglich erscheint: Er darf Mia nicht beschützen …

Rezension:

Eigentlich dachte ich ja, dass es nicht mehr besser werden kann, aber es kann doch. Mit Sternenstaub legt Kim Winter nochmal ordentlich einen drauf und für mich ist dieser Band der stärkste Band der Trilogie. Ich habe von der ersten bis zur letzten Seiten mitgefiebert, mich gefreut, gelitten, geweint und manchmal vor Spannung oder auch vor Rührung den Atem angehalten. Ich bin normalerweise nicht so der Fan von Reihen, aber hier fiel es mir so schwer Iason, Finn, Mia, Tony und sogar Skyto loszulassen, dass ich doch vielleicht ein kleines bisschen wünschte, es wäre eine Reihe. Aber, nun gut… alles Gute hat auch mal ein Ende, so auch die Sternentrilogie mit diesem Band.

Mia hat sich zu einer echten Persönlichkeit entwickelt. Sie ist einerseits immer noch unsere tollpatschige, emotionsgeladene Mia, die nie tut, was man ihr sagt, sondern immer ihren eigenen Kopf durchsetzt. Aber, sie beweist in diesem Band sehr viel Mut, Stärke und Kraft, auch wenn es ihr mal als einmal sehr schwer fällt.

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[Rezension] Desperate Angels – E. M. Ross

Geposted am 18. August 2013 um 10:23

E. M. Ross, Rezension, Medu Verlag

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Titel: Desperate Angels
Reihe: Angels-Reihe; Band 1
Autorin: E. M. Ross
Verlag: Medu
Erscheinungsjahr: 2012
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 298

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Drei tote Teenager in Virginia: blutjung, superreich und unschuldig. Man findet jedes der ermordeten Mädchen arrangiert als Engel in weißem Rüschenkleid mit betenden Händen, einem Engelsflügeltattoo – und Sperma. Die Spezialeinheit des FBI rekrutiert den jungen Agenten Nathaniel Caim, der die Sonderkommission „Angel“ als Profiler unterstützen soll.

Als er undercover mit seiner abgebrühten Partnerin Tandra Romano okkulte Sekten infiltriert, fängt unerwartet für ihn selbst ein abartiger Albtraum an: Tandra wird während eines Rituals brutal vor seinen Augen abgeschlachtet, Nathaniel hält man anschließend monatelang in einer winzigen Zelle in Dunkelhaft, er wird allabendlich tätowiert und vergewaltigt. Knapp mit dem Leben entkommen, doch psychisch wie physisch fürs Leben gezeichnet, muss er bald feststellen, dass er eine Art Galionsfigur der Sekte – der Desperate Angels – geworden ist. Trotz neuer Identität und Zeugenschutzprogramm heften sich ihm die Desperate Angels und, wie es scheint, auch noch andere Mächte erneut an die Fersen. Der unfassbare Albtraum seines Lebens geht gnadenlos weiter …

Rezension:

Ich bin eher zufällig über dieses Buch gestolpert und zwar auf der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr. Die Autorin war gerade am Stand und schilderte, worum es in ihrem Buch geht. Die Erzählung zog mich schon in ihren Bann, so dass ich das Buch kaufen musste. Nun hat es etwas gedauert, bis ich es angefangen habe und ich bereue es. Nicht, dass ich es angefangen habe, sondern, dass es so lange gelegen hat. Ein super spannendes Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte. Ich habe lange keinen so guten Thriller mehr gelesen.

Nate habe ich sofort ins Herz geschlossen. Die Autorin schaffte es, mir vor seinen schrecklichen Erlebnissen, ihn ans Herz zuschreiben, so dass ich noch mehr mitgelitten habe, als man es ohnehin tun würde. Ich habe Nate zutiefst bewundert, wie er mit den Situationen, denen er ausgesetzt ist umgeht. Nate ist der Charakter, der die deutlichste Entwicklung durchmacht, was aber auch total verständlich ist.

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[Rezension] Godafoss – Ottar Sveinsson

Geposted am 19. Mai 2013 um 20:36

Rezension, Ankerherz Verlag, Ottar Sveinsson

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Titel: Godafoss
Reihe: Einzelband
Autor: Ottar Sveinsson
Verlag: Ankerherz
Erscheinungsjahr: 2011
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 192

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Reykjavík, 1944: Während Marlene Dietrich für die Soldaten der Alliierten singt, legt die Goðafoss ab. Islands größter Passagierfrachter, der »Stolz der Insel«, wie das Schiff viele nennen, wird sich einem Schiffskonvoi anschließen. An Bord herrscht Angst vor Angriffen deutscher U-Boote, die im Nordatlantik lauern. Zunächst geht alles gut. Doch dann verketten sich tragische Umstände, die zur Katastrophe führen.
Dem isländischen Reporter Óttar Sveinsson ist es gelungen, die Überlebenden des Untergangs zu sprechen. Ihre Erinnerungen fügen sich zusammen zu einem packenden, realen Thriller. Wir haben den Bestseller, in dem zahlreiche historische Fotografien zu sehen sind, überarbeitet und mit neuen Kapiteln vom Leben an Bord des U-Boots ergänzt, das die Goðafoss versenkte.

Rezension:

Nein, es handelt sich nicht um ein Buch, welches man mal eben nebenbei liest. Aber, es handelt sich um ein Buch, welches mich so gefangen genommen hat, dass ich es innerhalb von 2 Stunden gelesen hatte. Ansprechen durfte mich heute Mittag niemand aus der Familie, ich war gefangen. Gefangen auf der Godafoss, gefangen in den Emotionen, die dieser Tatsachenbericht in mir heraufbeschwor und gefangen mit und neben diesen Menschen und ihren Schicksalen.

Lange hat mich ein Buch nicht mehr so berührt und schockiert, wie es dieser Bericht getan hat. Wütend musste ich mit ansehen, wie ein englisches Kampfschiff lieber mit Bomben auf ein deutsches U-Boot schoß, als die in Seenot geratenen, um ihr Leben kämpfenden Isländer (Männer, Frauen und Kinder) aus dem Wasser zu holen. Im November ist das überleben im eisig kalten Wasser fast nicht machbar. Wie grausam können Menschen sein?

Die Geschichte der Godafoss wird immer wieder durch Aussagen von Überlebenden des Unglücks unterbrochen, in denen sie schildern, wie sie die Zeit erlebt haben. Gerade dies führt dem Leser immer wieder vor Augen, dass es sich um Menschen handelt, denen die geschilderten Erlebnisse wirklich widerfahren sind. Man kann es sich kaum vorstellen.

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die an diesem Buch mitgewirkt haben. Es wurde ein berührendes, bewegendes, traurig machendes aber auch aufrüttelndes Zeitdokument geschaffen, das seines gleichen sucht. Dieser Bericht wird mir sicher noch lange immer wieder in Erinnerung kommen.

[Rezension] Aussicht auf Sternschnuppen – Katrin Koppold

Geposted am 26. April 2013 um 14:22

Katrin Koppold, Rezension

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Titel: Aussicht auf Sternschnuppen
Reihe: Sternschuppen-Reihe; Band 1
Autorin: Katrin Koppold
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsjahr:  2013 (2015 bei Rowohlt als Neuauflage)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 292

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Helga fällt aus allen Wolken, denn ihr Freund scheint sie mit einer heißblütigen Italienerin zu betrügen. Diesen Kerl wollte sie heiraten und mindestens vier Kinder mit ihm haben? Hals über Kopf folgt Helga Giuseppe gen Süden – ohne Gepäck, dafür aber mit einem unerwarteten Begleiter: Nils. Schauspieler, Kettenraucher und bald mehr als eine zufällige Reisebekanntschaft…

Rezension:

Ein wunderbares Buch. Helga und Nils, zwei mir zunächst absolut unsympathische Menschen, konnte ich im Laufe der Geschichte ins Herz schließen. Ich mochte beide nicht, fand sie beide auf ihre Art arrogant und egoistisch. Aber, je länger die Autofahrt nach Italien dauert, desto mehr habe ich die beiden in mein Herz geschlossen und am Ende liebte ich sie beide.

Herrlich fand ich die Wortduelle der beiden Protagonisten auf der Autofahrt. Aber auch die tiefgründigen Gespräche am Strand und das liebevolle umsorgen von Nils, obwohl er Helga eigentlich noch gar nicht so richtig kennt und mag.

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[Rezension] Unheilig – Die offizielle Autobiografie

Geposted am 30. März 2013 um 8:50

Rezension, Unheilig, Riva Verlag

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Titel: Unheilig – Als Musik meine Sprache wurde
Die offizielle Autobiografie
Reihe: Einzelband
Verlag: Riva
Erscheinungsjahr: 2012
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 287

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Mehrfach Platin in Deutschland, Platin in Österreich und der Schweiz – mit dem Album Große Freiheit stieß DER GRAF im Jahr 2010 Herbert Grönemeyer vom Sockel, da Unheilig 23 Wochen lang die deutschen Charts anführte – länger als jeder deutsche Künstler zuvor. Ausverkaufte Konzerte, gefeierte TV-Auftritte – die Band Unheilig stand in den vergangenen drei Jahren fast überall an erster Stelle.
Viel wurde über Unheilig und den GRAFEN geschrieben und gesagt – eine wirkliche Annäherung an den momentan erfolgreichsten Musiker Deutschlands gelang jedoch nie. Nun bricht DER GRAF endlich sein Schweigen und gibt in seiner Autobiografie einen erstaunlich offenen Einblick in sein bewegtes Leben und den steinigen, am Ende aber fast märchenhaften Aufstieg zum erfolgreichsten deutschen Musiker dieser Zeit.
Es ist das Buch des GRAFEN für seine Fans, für die er seit mehr als zehn Jahren komponiert und singt.

Rezension:

Ich bin mehr als positiv überrascht. Ich bin kein riesen Fan von Unheilig, mag die Musik aber gerne von Zeit zu Zeit hören. Als ich sah, dass es eine Biografie über Unheilig gibt, da packte es mich aber. Irgendwie zogen mich Cover und Klappentext magisch an. Was soll ich sagen. Biografien zu rezensieren ist nie einfach. Ich wurde in den Werdegang des Grafen und Unheilig schier hineingezogen. Schon fast atemlos folgte ich dem Grafen auf seinem Weg mit der und zur Musik.

Richtig gut gefallen hat mir, dass auch in der Biografie die Musik und sein Leben als Musiker bzw. werdender Künstler im Vordergrund steht. Der Graf hält sein Privatleben ja komplett aus der Presse heraus und auch nach dem Lesen der Biografie weiß man nicht mehr über seine Familie und Freunde als vorher. Das hat mir persönlich sehr imponiert, dass er sich auch jetzt treu bleibt. Sein Werdegang hin zum erfolgreichen Musiker ist auch so spannend genug.

Ich finde den Erzählstil sehr nah am Leser dran. Sicher hält man hier kein großes literarisches Meisterwerk in Händen, aber dafür ein Werk aus dem man förmlich den Künstler zu sich sprechen hört.

Interessant waren die Einblicke ins Musikgeschäft, denn auch das wurde dem Leser nochmal deutlich vor Augen geführt. In vielerlei Hinsicht ist es auch nur ein Geschäft, was da gemacht wird bzw. ein Beruf, den Menschen ausüben. Der Graf hat versucht (ich denke mal, es auch geschafft) sich selbst treu zu bleiben und seine Liebe zur Musik nicht dem Geschäft unterzuordnen. Auch das hat mir, wie ich zugeben muss, stark imponiert.

Nicht so richtig vorstellen kann man sich, dass der Graf wirklich so viele Versagensängste, anscheinend auch heute noch, wie man es aus der Biografie heraus liest hat. Bei jedem Satz spürt man förmlich das Erstaunen darüber, dass er es geschafft hat so erfolgreich zu werden. Das finde ich persönlich eher verwunderlich. Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass mit einem solchen Erfolg das Selbstvertrauen quasi fast automatisch irgendwann mitgeliefert wird. Dies scheint nicht unbedingt so zu sein.

Von mir gibt es 5 Federn und eine Leseempfehlung.

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