4 Federn,  Gelesen 2018,  Rezensionen

[Rezension] Geocaching I – Alles rund um die moderne Schatzsuche – Markus Gründel

 

Markus Gründel, Rezension, Conrad Stein Verlag

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Titel: Geocaching I – Alles rund um die moderne Schatzsuche
Autor: Markus Gründel
Verlag: Conrad Stein Verlag
Erscheinungsjahr: 7. überarbeitete Auflage 2018
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 224

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Geocaching, was ist das? Und wie funktioniert die moderne Schnitzeljagd? Dieses Buch vermittelt dem Leser Grundwissen über das Geocaching: wie es entstanden ist, welche GPS es auf dem Markt gibt und was die Anschaffung kostet. Die Grundausstattung des Geocachers wird ausführlich beschrieben. Der Umgang mit besonderen Geocaches und die dafür erforderliche Ausrüstung – wie bei Nacht- und Abseilcaches – wird erläutert. Ebenso werden die Suche und das Loggen sowie das Verstecken und das Einstellen von Geocaches im Internet besprochen. Abgerundet wird das Buch mit einer umfangreichen Sammlung der gängigsten Verschlüsselungen beim Geocachen.

Rezension:

Hier bekommt vor allem der Anfänger wirklich ein tolles Buch mit umfangreichem Basiswissen, aber auch der Fortgeschrittene Cacher kann sicher noch die eine oder andere Anregung mitnehmen.

Vom Format her finde ich das Buch sehr handlich und man kann es auch gut im Rucksack mitnehmen, was von Vorteil ist, falls man beim cachen die vorhandenen Verschlüsselungstabellen (sehr nützlich!) nutzen möchte, oder, wie ich, ab und an nochmal nachschlagen muss, wie das mit dem Projizieren funktioniert.

Vorgestellt wird in Kurzform eigentlich alles, was an als Anfänger wissen muss. Welche Arten von Caches gibt es? Was ist ein Tradi,  Multi, Earthcache und wie sie alle heißen… es werden auch einige Fotos gezeigt. Das hätte uns am Anfang, glaube ich, geholfen. Zuerst strolcht man ja relativ unbedarft durch die Gegend und das Suchen, selbst einfachster Tradis ist uns relativ schwer gefallen, weil man gar nicht so genau wusste, wonach man sucht. Wir sind jetzt nicht die mega Cacher mit unseren knapp 200 gefundenen Caches, aber inzwischen hat man doch einen anderen Blick dafür, wo sich ein Cache verbergen könnte.

Ebenso werden die Trackables, also wandernde Souvenire, die man loggen kann und die meistens von Cache zu Cache reisen sollen, vorgestellt. Ich liebe Travelbugs und Geocoins und habe auch selbst einige auf der Reise. Ich wusste aber nicht, wieviele  verschiedene Arten es gibt. Ein sehr interessantes Kapitel.

Interessant fand ich, dass Markus Gründel sagt, dass man Caches, die man nicht gefunden hat, nicht unbedingt mit DNF (Didn´t find it. – nicht gefunden) loggen sollte, weil es potentielle Finder abschrecken würde. Ich muss gestehen, dass ich mit einem DNF relativ großzügig umgehe, dann aber ins Log auch reinschreiben, dass wir wahrscheinlich zu blind waren, wenn die anderen Logeinträge alle besagen, dass der Cache ihn gefunden wurde. Mich persönlich schrecken DNFs nur ab, wenn sie gehäuft bei einem Cache auftreten und dann ist da meist auch irgendetwas dran (denke ich). Ich werde das aber mal überdenken.

Der Autor weist auch auf die Gefahren (z. B. Zecken, schwierige Caches) hin und empfiehlt einige Ausreden, falls man beim suchen erwischt wird. Die Ausreden kann man immer gut gebrauchen, wen man da irgendwie so komisch in der Gegend rumsteht, weil gerade Spaziergänger vorbei kommen und man nicht weitersuchen kann, bis die wieder weg sind. Letzten Endes gilt, wie bei jedem Hobby, einfach den gesunden Menschenverstand einschalten. Kein Statistikpunkt ist es wert, dass man sich selbst in Gefahr bringt. Wir haben auch schon einen Cache liegen gelassen, den wir zwar sehen konnten, aber bei dem uns klar war, dass keiner von uns sportlich genug ist, um uns nicht in Gefahr zu bringen, wenn wir ihn bergen.

Gut ist auch das Literaturverzeichnis zum Thema Geocaching, in dem man auf jeden Fall fündig wird, wenn man sich noch weitere Bücher besorgen möchte. Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers von Bernhard Hoecker kann ich auch empfehlen. Ich habe bei der Lektüre sehr gelacht.

Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass ich zunächst beim Lesen das Gefühl hatte, dass Geocaching ein Hobby ist, für das man ganz viel Ausrüstung braucht, was dann auch relativ teuer werden kann. Dem ist (meiner Erfahrung nach) nicht so. Für Anfänger reicht eigentlich ein günstiges GPS Gerät, auf das die Koordinaten aufgespielt werden und dann kann es losgehen.

Wir selbst cachen nur zum Vergnügen, vor allem, um ein bisschen an die frische Luft zu kommen und dabei ein Ziel zu haben. Meistens machen wir also einfache Tradis, die wir mit einem Spaziergang verbinden. Wir rangieren mit wie gesagt, knapp 200 gefundenen Caches irgendwo ganz weit unten in der Statistik, aber mehr als ein GPS braucht es dafür halt auch nicht. von daher: aus meiner Sicht ist Geocaching ein Hobby, das wirklich jeder beginnen kann, ohne große Ausrüstung zu benötigen. Die braucht man erst, wenn man Spaß an dem Hobby gefunden hat und auch schwierigere Caches bezwingen will.

Auf jeden Fall ist dieses Buch ein mega interessantes, gut ausgearbeitetes Standardwerk, welches sich der Anfänger gut zulegen kann und sollte. Es hilft dabei, einen Überblick über das Hobby Geocaching zu bekommen. Man merkt, dass Markus Gründel definitiv weiß, wovon er spricht.

Von mir gibt es 4 Federn.

Eine weitere Rezension findet ihr bei:
Cachoholic

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9 Comments
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17. Januar 2019 16:00

Danke fürs Verlinken! Da freue ich mich drüber…. leider ist Dir ein kleiner Tippfehler unterlaufen. Meine Seite heißt “Cachoholic”.
Liebe Grüße aus Limburg,
Jörg

Yvonne_Admin
Reply to  Jörg
18. Januar 2019 5:43

Ups, sorry, da ich mir ein Buchstabe zu viel zwischen gerutscht. Habe ich geändert.
Viele Grüße
Yvonne

Reply to  Yvonne_Admin
18. Januar 2019 11:15

Das ist doch kein Problem. Danke fürs Ändern!

18. Januar 2019 14:47

Ich bin grundsätzlich eher zurückhaltend mit DNFs, schreib sie aber auf jeden Fall rein, wenn ich ein sicheres Gefühl habe, dass er wirklich weg ist oder andere das auch schon geschrieben haben. Ich finde es schon nervig, nach etwas zu suchen, was nicht da ist. Wenn ich sehe, dass es anderen auch so ging, dann gehe ich auch davon aus, dass ich nicht mehr suchen muss. Das kann dann meiner Meinung nach auch der Owner zwischendurch mal prüfen und ggf. kann er ja schreiben, dass der Cache an Ort und Stelle ist.
Ich hab außer dem Buch von Hoecker (das ich langweilig fand) noch kein Buch zum Geocaching gelesen, obwohl ich seit mehr als 10 Jahren cache. Vielleicht gucke ich es mir aber mal an. Seit unserer Pause hat sich auch sehr viel getan. Ich hab das Gefühl, dass es früher übersichtlicher war.
Hat Markus Gründel nicht früher auf der Buchmesse immer “Kurse” mit Geocaching für Anfänger gemacht?

LG,
Mona

Reply to  Yvonne
23. Januar 2019 8:56

Hallo Yvonne!
Danke für die neuerliche Rezension zu meinem “Geocaching I”!
Die Urversion kam lustiger Weise zeitgleich mit dem ersten Buch vom Hoecker auf den Markt – danach war ich mit meinen Büchern zum Thema Geocaching, “Geocaching II”(für “gestandene” Cacher) und “Geocaching III”(für Jugendliche und visuell orientierte Einsteiger), immer ein Jahr schneller als er 😉
Viele Grüße
Markus

Reply to  Tintenhain
23. Januar 2019 8:43

Ja, Mona! Ich habe einige Jahre lang eine Geocaching-Demo-Tour auf der Leipziger Buchmesse angeboten. Das hatte sich der Verlag gewünscht, was auch prima für und lustig mit den Schulklassen war 😉

Viele Grüße
Markus

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