Rezensionen,  4 Sterne,  Gelesen 2018

[Rezension] Bilder von dir – Bella Andre

Rezension, Bella Andre,

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Titel: Bilder von dir
Reihe: Die Sullivans aus New York; Band 1
Autorin: Bella Andre
Verlag: Oak Press
Erscheinungsjahr: 2018
Einband: ebook
Seitenanzahl: 378 (Taschenbuchseiten)

Meine Wertung:  4 Federn

Klappentext:

Der weltberühmte Künstler Drake Sullivan malt keine Frauen. Nie. Denn er weiß zu gut, wie zerstörerisch die Beziehung zwischen Maler und Muse sein kann. Als aber eines Tages Rosa Bouchard über die Klippen vor seinem Cottage in Montauk wandert, ist Drake so von ihr gefesselt, dass er sie unbedingt auf der Leinwand zum Leben erwecken muss.

Reality-TV-Star Rosa Bouchard ist von den Nacktfotos, die soeben von ihr im Internet aufgetaucht sind, schockiert und entsetzt. Instinktiv flüchtet sie von ihrem Zuhause in Miami, um sich zu verstecken. Nach einer durchfahrenen Nacht landet sie in Montauk, New York, wo sie keine Seele kennt. Hier will sie sich verbergen, bis sie herausfindet, wie sie mit dem Feuersturm im Internet – und mit ihrer Mutter umgehen soll. Diese scheint nur zu erfreut, Rosas Glück für noch mehr Ruhm, mehr Fans und mehr Geld verkaufen zu können. Nie im Traum hätte Rosa erwartet, einen so sündhaft sexy Mann wie Drake Sullivan zu finden und sich in ihn zu verlieben.

Drake hat noch nie etwas Ähnliches gefühlt, wenn er malte … und noch nie hat er solche Gefühle für eine Frau empfunden. Wenn sie sich küssen, schmilzt alles zu süßem, atemlosem Begehren. Kann er aber Rosa überzeugen, nach einem so verheerenden Verrat wieder zu vertrauen – und zu lieben?

Rezension:

Die Geschichte wird abwechselnd aus Drakes und Rosas Perspektive erzählt, so dass wir in beide Figuren einen schönen Einblick bekommen. Gerade in Hinblick auf Rosa waren diese Einblicke in ihr Seelenleben großartig, denn als Leser wurde ich so noch tiefer in ihren Bann gezogen. Schwach und stark zugleich, verletzlich und doch macht sie, auch mit Drakes Hilfe, eine Entwicklung durch, die unheimlich mutig ist.Ich fand es gut, dass Drake sie zwar total unterstützt, in den richtigen Momenten aber dann doch Zurückhaltung bewahrt. Es gibt Dinge im Leben, die muss man alleine regeln, um sich selbst zu beweisen, dass man mehr Stärke besitzt, als andere einem zutrauen und, um nicht zu zerbrechen. Und dann gibt es aber andere Momente, in denen jemand anders für einen kämpfen, weil man es selber nicht kann. Drake beherrscht dieses „Spiel“ extrem gut.

Drake fand ich somit ganz wundervoll. Ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht und eine starke Familie hinter sich hat. Ich mag Menschen, die keine Angst haben, für sich und die Menschen, die sie lieben einzutreten. Drake strahlt eine unheimliche Ruhe aus. Ihm ist egal, was andere Menschen von ihm denken, ohne dass ihn das arrogant oder selbstherrlich macht. Im Gegenteil, er ist äußerst liebevoll und beschützend. Ich konnte keinen Haken an seiner Figur finden. Traum!

Die Gefühle der Beiden füreinander kamen bei mir total an. Dies liegt vor allem an dem wunderbaren Schreibstil von Bella Andre, der mich immer tiefer in die Geschichte hinein gezogen hat.Bella Andre schafft es, eine gute Mischung aus Romantik, Drama und Erotik zu schreiben. Dabei hätte ich mir allerdings gewünscht, dass der dramatische Teil, der in dem es um Bella und das, was sie erleben musste geht, noch tiefer ausgearbeitet worden wäre. Es geht alles ein bisschen zu glatt, was auch daran liegt, dass Drake aus einer einflussreichen Familie stammt. Ein bisschen mehr Hindernisse und vielleicht auch ein bisschen mehr Auseinandersetzung Bellas mit dem, was das alles mit ihr gemacht hat, wäre schön gewesen. Das eine solche Sache nicht spurlos an einem vorbei geht, das ist ziemlich klar.

Was mich echt abgeschreckt hat, war SPIOLERALARM 😉 der Schnurrbart. *schüttel* Eine heiße Liebesszene, ich bin total hin und weg von den Gefühlen der Protagonisten füreinander und dann wird erwähnt, dass Drake einen Schnurrbart hat. Von Hundert auf Null in weniger als einer Sekunde. Geht für mich gar nicht. *lach* Wie gut, dass ich mir die Protagonisten eh immer so vorstelle, wie sie mir am besten gefallen, so dass Drake selbstverständlich das komplette weitere Buch über keinen Schnurrbart hatte. Er wird zum Glück auch nicht wieder erwähnt.

Ein Zitat muss ich euch noch präsentieren, denn ich hatte Tränen in den Augen, so wahr:
„Er wusste, dass Lieben nicht immer bedeutete, dass man die richtigen Entscheidungen traf.“ (s. 224)

Ehrlicher Weise muss man auch sagen, dass die Bücher von Bella Andre sicher keine große Literatur mit extrem viel Tiefgang sind, sondern Romane fürs Herz zum wegschmöckern auf dem Sofa. Ganz genau mein Geschmack.

Dieses Buch ist nicht der erste Band um die Sullivan-Familie, aber der erste Band um die Sullivans aus New York. Man kann dieses Buch gut lesen, ohne die anderen Bände gelesen zu haben. Ich werde jetzt aber mal vorne anfangen, denn mich hat das Buch vor allem auf die Geschichte von Smiths und Valentinas neugierig gemacht.

Von mir gibt es 4 Federn für den ersten Band der Sullivans aus New York.

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