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[Rezension] Dürre (1): Schatten der Vergangenheit – D. K. Berg
AnzeigeTitel: Schatten der Vergangenheit
Reihe: Dürre; Band 1
Autorin: D. K. Berg
Verlag: Tribus Verlag
Erscheinungsjahr: 2022
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 532Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
2489 – Die Menschheit hat die Erde hinter sich gelassen und auf Terra Nova mit ihren sieben Monden eine neue, scheinbar friedliche Heimat gefunden.
Das junge Computergenie Jack O‘ Connor bringt sich mit seinen illegalen Programmierungen auf Terra Nova konstant in Schwierigkeiten. Als Senator O’Connor erfährt, dass sein Sohn entführt werden soll, zögert er nicht lange und versteckt Jack auf der Farm seines Bruders auf Luna V. Fernab von jeder Technik und ohne jeden weiteren Kontakt nach Hause.
Das Leben auf der Farm ist hart und drei Jahre später wartet der mittlerweile 16-jährige Jack noch immer auf ein Zeichen seines Vaters. Als Jacks Schule überraschend einen Briefkontakt zu der berühmten Sternenakademie auf Terra Nova herstellt, sieht er endlich die Chance für eine Rückkehr nach Hause.
Wird es Jack gelingen in sein altes Leben zurückzukehren? Und welchen Preis muss er dafür zahlen?
Rezension:
Hauptpersonen dieser Geschichte sind Jack O’Connor und Joe Trusc. Zum einen erfahren wir sehr viel über das Leben auf Luna V, einem Mond, auf den Jack verbannt wird und der ohne moderne Maschinen auskommt. Zum anderen begleiten wir zunächst Jack und später Joe auf Terra Nova und in der Sternenakademie. Terra Nova ist extrem hoch entwickelt.
Jack ist eine sehr starke Persönlichkeit. Ich habe ihn von der ersten Seite an bewundert. Trotz dessen, was er durchmachen muss, schafft er es, nicht aufzugeben. Dabei schafft die Autorin es aber, ihn nicht übermenschlich erscheinen zu lassen. Ich hatte schon das Gefühl, dass er zu dem einen oder anderen Zeitpunkt nicht weit weg davon war, zu zerbrechen.
Joe hat mir unglaublich gut gefallen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, aber sie weiß bzw. lernt auf Luna V, wann es besser ist, sich zurück zu nehmen. Trotzdem scheut sie sich nicht davor, für das, was richtig und gerecht ist, einzutreten. Eine mutige junge Dame, die ich schnell ins Herz geschlossen habe.
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[Rezension] Dry – Neal & Jarrod Shusterman
AnzeigeTitel: Dry
Reihe: Einzelband
Autoren: Neal und Garrod Shusterman
Verlag: Sauerländer
Erscheinungsjahr: 2019
Einband: Taschenbuch, ebook
Seitenanzahl: 448Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.Rezension:
Dry steht schon seit dem Erscheinungstermin in meinem Regal. Ungelesen… Nun hatte ich letztens ja Game Changer gelesen und war ziemlich begeistert, so dass ich nun auch endlich zu Dry gegriffen habe. Gut, dass ich es getan habe. Mir hat Dry noch besser gefallen, als Game Changer.
Die Geschichte wird aus relativ vielen Perspektiven erzählt. Wir erfahren wie es sich anfühlt, ohne Wasser zu sein aus den Sichten von Alyssa, Kelton, Jacqui und Henry.
Alyssa wird von ihrem kleinen Bruder Garrett begleitet. Spannend fand ich, dass tatsächlich jede der Figuren eine andere Art hat, mit der Situation umzugehen. Alyssa ist diejenige, die trotz des großen Durstes am liebsten noch jedem helfen würde. Sie tut sich schwer damit, sich selbst und die Bedürfnisse ihres Bruders in den Vordergrund zu stellen. An ihr haben die Autoren gut den inneren Kampf dargestellt, den es auszufechten gilt, wenn es um das eigene Überleben geht, aber man eigentlich nicht der Typ ist „ich zuerst und dann ganz lange nichts“.
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[Rezension] The Loop 2: The Block – Ben Oliver
AnzeigeTitel: The Block
Reihe: The Loop; Band 2
Autor: Ben Oliver
Verlag: Carlsen
Erscheinungsjahr: 2021
Einband: Softcover, ebook
Seitenanzahl: 365Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
Luka ist wieder im Gefängnis und diesmal ist es schlimmer als jemals zuvor. Im Block kann er die manipulierten Bilder in seinem Kopf nicht länger von der Realität unterscheiden. Dennoch gelingt ein riskanter Ausbruch und führt ihn und seine Freunde wieder zusammen. Versteckt im Herzen der zerstörten Stadt wird Luka allmählich das Ausmaß ihrer Mission klar: Um den Krieg zu gewinnen, müssen sie Happy besiegen, das alles beherrschende System. Und so ziehen die Jugendlichen mit ihrer stärksten und einzigen Waffe in den Kampf gegen die künstliche Intelligenz: ihrer Freundschaft.
Rezension:
Ben Oliver lässt dem Leser erneut keine Zeit zum Atem holen. Geht es noch brutaler, als im Loop? Ja, es geht. Ich muss aber sagen, dass das Buch insgesamt, bis auf eine Szene, die ich dann doch übersprungen habe, sehr gut zu ertragen war. Ich bin ja ein bisschen zart besaitet, was Gewalt angeht. Dennoch bleibe ich weiterhin dabei, dass das Buch wirklich nicht von jüngeren Lesern, als die Altersempfehlung sagt, gelesen werden sollte. Es ist und bleibt ein recht brutaler Thriller.
Luka macht weiterhin enorme Entwicklungsschritte. Zunächst wieder der wenig selbstsichere Jugendliche, begreift er nach und nach, dass er und seine Freunde wichtig sind, um die Welt zu retten. Es sind nicht mehr allzu viele übrig, denen das gelingen könnte. Leider müssen wir auch in diesem Band lieb gewonnene Figuren gehen lassen. Dabei erweisen sich aber auch in diesem Band wieder einige, als unglaublich stark. Ich muss gestehen, dass ich es sehr bewundere, wie die Protagonisten erneut für die gute Sache kämpfen, auch wenn die Schlacht aussichtslos erscheint.
Wir erfahren in diesem Band mehr über Happy und wie sie sich selbst zur Herrscherin der Welt hoch levelt. Noch nicht ganz klar ist mir, wozu Happy eigentlich ursprünglich mal programmiert wurde. Fakt ist aber, dass sie heute auf einem Level ist, das vor hat, die Menschheit wie einen Virus im Computersystem auszurotten und umzuprogrammieren. Ganz schön erschreckende Vorstellung, oder?
Die Geschichte hat mir insgesamt noch besser gefallen, als der erste Band. Wir erfahren mehr darüber, wie es zu dieser ganzen Grausamkeit kommen konnte. Ben Oliver spielt sehr gekonnt mit seinen Figuren und dem Leser. Was ist wahr, was ist nur in den Köpfen der Figuren? Wie hängt alles zusammen? Nach und nach greifen die losen Enden der Geschichte ineinander und machen das ganze Grauen sichtbar.
Der Schreibstil von Ben Oliver lebt gewohnt geradlinig. Nicht zu bildhaft, aber bildhaft genug, um sich alles vorstellen zu können. Keine Schnörkel, keine Zeit zum Atem holen. Der rote Faden geht sich durch die Geschichte, wobei ich mir an der einen oder anderen Stelle erneut ein paar mehr Hintergrundinformationen, z. B. zum Hotel Fegefeuer erhofft hätte. Ich gehe stark davon aus, dass das Hotel und seine Bewohner im dritten Band nochmal eine Rolle spielen werden.
Zu denken gab mir persönlich folgendes Zitat auf S. 257:
„Mir sagt es vor allem, dass Menschen alles glauben, sofern sie nur genug Angst haben.“
Passend…Auch der zweite Band endet mit einem Cliffhanger, der mich unglaublich neugierig auf Band 3 macht. Ben Oliver schafft den Übergang von The Loop, zu The Block und nun als nächstes in The Arc sehr geschickt, indem er Luka immer genau dort enden lässt, wo es als nächstes weiter geht. Finde ich wirklich gut.
Ich vergebe gerne 5 Federn.
Lest hier meine Rezension zum ersten Band:
The LoopWeitere Rezensionen zu „The Block“ findet ihr bei:
Zeit für neue Genres – 4 Sterne
Ostseebücherjunkie – kritische Rezension -
[Rezension] Herr Maiwald, der Armin und wir – Kai von Westerman
AnzeigeTitel: Herr Maiwald, der Armin und wir – In der Werkstatt der Sachgeschichten
Reihe: Einzelband
Autor: Kai von Westerman
Verlag: Schüren
Erscheinungsjahr: 2021
Einband: Softcover
Seitenanzahl: 176Meine Wertung: Federn
Klappentext:
Kai von Westerman ist seit fast 30 Jahren Kameramann für die Sachgeschichten bei der Sendung mit der Maus. Er setzt die Ideen des Erfinders der Sachgeschichten – nämlich Herr Maiwald oder der Armin – in Bilder um.
Sachgeschichten sind kurze Filme, die zeigen, wie die Welt funktioniert. Große Fragen wie „Wie wird ein Feuerwehrauto gebaut?“ werden hier ebenso beantwortet wie kleine Fragen wie „Wie wird ein Löffel hergestellt?“. Was die Sachgeschichten dabei besonders auszeichnet, ist ihr geradliniger Bezug zur Wirklichkeit. Schnörkellos, sachlich und niemals wertend werden Sachverhalte auf Augenhöhe erklärt – nicht ohne Grund sind die kurzen Filme auch bei Erwachsenen überaus beliebt. Nicht zuletzt zeichnen sich die Sachgeschichten durch ihre gute visuelle Kommunikation aus – unter anderem ist dies der Verdienst von Kai von Westerman.
Anekdotenhaft berichtet er hier vom ersten Kennenlernen mit Armin Maiwald, vom Dreh, von amüsanten und manchmal vertrackten Episoden beim Drehen der Sachgeschichten. Dabei geht er sowohl auf die Entstehungsgeschichte der „Sendung mit der Maus“ ein als auch auf Armin Maiwalds Bedeutung für die deutsche Fernsehlandschaft und bietet diverse lehrreiche Einblicke in die Arbeit hinter der Kamera – und das stets aus einer sehr persönlichen, einzigartigen Perspektive: niemand außer Kai von Westerman könnte diese Geschichten so erzählen, wie sie hier erzählt werden.
Rezension:
Wer kennt sie nicht, Armin Maiwald und die Sachgeschichten der Sendung mit der Maus? Ich glaube, wir alle kennen sie. Einige haben sie mehr geliebt, andere weniger. Als ich dieses Buch sah wollte ich auf jeden Fall mehr über die Hintergründe und die Entstehung der Sachgeschichten erfahren. Ich muss gestehen, dass ich mich zunächst ein bisschen schwer getan habe, in das Buch hinein zu finden. Ich kann euch gar nicht so genau beschrieben, warum das so war. Vielleicht, weil mir ein bisschen die Emotionen gefehlt haben, die ich mit der Sendung mit der Maus verbinde.
Kai von Westerman berichtet von seinen Anfängen als Kameramann, von seiner Zusammenarbeit mit Armin Maiwald. Mir persönlich schien Herr Maiwald zwar nett, aber auch etwas distanziert. Ich habe ihn in diesem Buch als sehr pedantischen, sehr strebsamen Mann kennengelernt. Er verlangt viel von seinen Leuten und ist ab und an auch nicht sehr nett zu ihnen, fand ich. Hm… aber vielleicht muss es so sein, damit der Laden läuft? Ich weiß es nicht. Ein schlechter Chef kann er aber ja auch nicht sein, sonst würden seine Leute ja nicht so lange bleiben.
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[Rezension] Sanctuary: Flucht in die Freiheit – Paola Mendoza und Abby Sher
AnzeigeTitel: Sanctuary – Flucht in die Freiheit
Reihe: Einzelband
Autoren: Paola Mendoza und Abby Sher
Verlag: Carlsen
Erscheinungsjahr: 2021
Einband: Softcover
Seitenanzahl: 349Meine Wertung: 4 Federn
Klappentext:
USA, 2032: Alle Bürger*innen werden durch einen ID-Chip überwacht. Es ist beinahe unmöglich, undokumentiert zu leben, doch genau das tut die 16-jährige Vali. Nachdem sie aus Kolumbien geflohen ist, hat sich ihre Familie ein Leben in Vermont aufgebaut. Als jedoch der ID-Chip ihrer Mutter nicht mehr funktioniert und ihre Stadt nach Undokumentierten durchsucht wird, müssen sie fliehen. Das Ziel: Kalifornien, der einzige Bundesstaat, der sich der Kontrolle entzogen hat. Doch als Valis Mutter festgenommen wird, muss Vali allein mit ihrem Bruder weiter, quer durchs gesamte Land, bevor es zu spät ist.
Rezension:
Es fällt mir schwer, diese Geschichte zu rezensieren. Ich hatte mir das Buch als Dystopie ausgesucht, aber die Geschichte ist viel zu real. Man muss ehrlich sagen, dass nur der ID-Chip, der in dem Buch gar nicht so eine große Rolle spielt, dystopisch ist. So oder ähnlich könnte die Geschichte heute passieren. Ich glaube, dass das auch der Grund ist, warum es mir so schwer fällt. Das Schicksal von Vali, ihrem Bruder Ernie ging mir sehr nahe. Bisher habe ich mir wenig Gedanken um
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[Rezension] Dark Palace (3): Für wen wirst du kämpfen? – Vic James
AnzeigeTitel: Für wen wirst du kämpfen?
Reihe: Dark Palace; Band 3
Autorin: Vic James
Verlag: Fischer Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2019
Einband: Hardcover, ebook
Seitenanzahl: 496Meine Wertung: Federn
Klappentext:
Der magische Adel regiert England, und das Volk muss ihm dienen. Aber nun schlägt die Rebellion im Herzen des Landes zu. Abi Hadley konnte dank eines unerwarteten Verbündeten der öffentlichen Hinrichtung entkommen. Ihr Bruder Luke ist auf der Flucht mit Silyen Jardine, dem Undurchsichtigsten der Aristokraten. Während politische Konflikte eskalieren, muss jeder von ihnen entscheiden, wie weit er für seine Überzeugungen gehen will.
Ein Symbol der Regierung geht in Flammen auf. Türen zwischen Welten öffnen sich – und schließen sich für immer. Doch der Kampf in den menschlichen Herzen wird der härteste von allen sein.Rezension:
Mit „Für wen wirst du kämpfen?“ legt Vic James den Abschlussband der Dark Palace – Trilogie vor. Auch der dritte band konnte mich wieder überzeugen, wobei ich insgesamt sagen muss, dass ich den ersten Teil am stärksten fand. Die gesamte Trilogie habe ich innerhalb von 6 Tagen verschlungen. Ich kann sie euch also wirklich wärmstens empfehlen, wenn ihr Dystopie mit Fantasyelementen mögt.
Auch Band 3 wird, wie wir es gewohnt sind, aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wir begleiten natürlich weiterhin Abi und Luke, aber auch Gavar und Bouda. Spannende Charaktere, die wir hier wieder erleben. Ganz besonders interessante war die Weiterentwicklung der Freundschaft (wenn man es denn so nennen kann) zwischen Silyen und Luke. Interessant war ihr Zusammentreffen mit dem einzigen König, der auch über Geschick verfügte, in der Zwischenwelt. Hier hätte ich mir am Ende ein bisschen mehr dazu gewünscht, was das Zusammentreffen für die Welt bedeutet und, ob Coira letzten Endes ihr Glück findet. Coira wird von der Autorin plötzlich aus dem Spiel genommen und wir erfahren leider nichts mehr über sie.