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[Rezension] Weihnachtswünsche sind wie Schneeflocken – Jenny Hale

Geposted am 5. Dezember 2018 um 15:41

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Titel: Weihnachtswünsche sind wie Schneeflocken
Reihe: Einzelband
Autorin: Jenny Hale
Verlag: Weltbild Premiere
Erscheinungsjahr: 2018
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 334

Meine Wertung:  4 Federn

Klappentext:

Heiße Schokolade, frisch gebackene Kekse – für Noelle ist Weihnachten die schönste Zeit des Jahres. Am meisten liebt sie kuschelige Winterabende in der kleinen Bäckerei ihrer Familie. Doch dieses Jahr ist alles anders, denn der Bäckerei droht der Bankrott. Um ihre Familie zu unterstützen, nimmt Noelle eine Anstellung als Betreuerin eines griesgrämigen alten Mannes an.

Und während es ihr und ihrem kleinen Sohn Lucas langsam gelingt, dessen verhärtetes Herz zu erweichen, lässt sein Enkel Alexander Noelles Herz höherschlagen. Doch für die Liebe hat Noelle eigentlich gar keine Zeit. Schließlich muss sie es irgendwie schaffen, die Bäckerei zu retten …

Rezension:

Was mir an dem Buch nicht gefallen hat ist der Klappentext, denn ich finde, dass er nicht zur Geschichte passt. Keine Ahnung, wo derjenige, der diesen Text verfasst hat, einen griesgrämigen alten Mann gefunden hat. William ist von Anfang an eigentlich sehr nett zu Noelle, obwohl er sie überhaupt nicht in seinem Haus haben will. Klar ist er etwas distanziert, aber von griesgrämig ist er wirklic weit entfernt. Ich habe, ausgelöst durch den Klappentext, ehrlich gesagt eine etwas andere Geschichte erwartet, als ich nun bekommen habe. Aber, das tat der Lesefreude keinen Abbruch, denn schnell hatte ich mich mit der neuen Situation arrangiert.

William ist, wie gesagt, ein sehr liebenswerter Mann. Er hat wahrlich kein einfaches Leben gehabt und das merkt man ihm auch an. Dennoch nimmt er Noelle und Lucas in seinem Haus auf und öffnet vor allem Noelle nach und nach sein Herz.

Mit Alexander hatte ich teilweise Probleme, weil ich sein Verhalten nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Für einen erwachsenen Mann, der ein millionenschweres Imperium leitet, ist er in seinem Verhalten sehr unsicher. Nachdem nach und nach seine Geschichte ans Licht kommt, fängt man an, ihn ein bisschen besser verstehen zu können. Ich bin bis zum Ende nicht zu 100% mit ihm warm geworden, aber ich konnte Verständnis aufbauen und vor allem die Szene im Altenheim hat mich sehr gerührt.

Noelle ist mir, ebenso wie ihr Sohn Lucas, schnell ans Herz gewachsen. Sie hat ihren Platz im Leben noch nicht so ganz gefunden und schwirrt so ein bisschen von einem Ort zum anderen. Dabei nimmt sie aber immer Rücksicht auf ihren Sohn und macht sich sehr viele Gedanken darum, dass es ihm bei ihrem Lebensstil gut geht. Sie hat mir vom Typ her sehr gefallen und verliert auch nicht den Kopf, als sie sich in Alex verliebt.

Gut gelungen ist es der Autorin, die Hope and Sugar Bakery zu umschreiben. Ich hätte Noelle am liebsten unter die Arme gegriffen, um den kleinen Laden zu retten. Sie beschreibt Grams und ihre kleine Bäckerei so zauberhaft, dass man Grams tatsächlich durch die Räume wirbeln sieht. Ich konnte gut verstehen, dass Noelle alles daran setzt, dieses Erbe zu bewahren.

Ich hätte mir noch ein paar mehr Emotionen gewünscht. Die Autorin hat es leider nicht so ganz geschafft, mir klar zu machen, warum Noelle und Alexander sich voneinander angezogen fühlen. Der Schreibstil von Jenny Hall ist relativ klar und ihr Erzählstil stringent. Die Geschichte schreitet stetig voran, ohne jedoch große Aufregungen mit sich zu bringen. Die Autorin schlägt eher die leisen Töne an, wie es für eine Weihnachtsgeschichte gut passt. Große Emotionen sucht man vergebens, aber die kleinen Emotionen, die tiefere Bedeutung von Weihnachten, die wird hier sehr schön verarbeitet.

Es geht in diesem Buch, aus meiner Sicht, vor allem auch darum, einander zu vergeben und einen Neuanfang zu wagen. Sowohl Alex, als auch William müssen dafür einen großen Schritt aus ihrer Komfortzone heraus machen, aber durch die Hilfe Noelles wird das Weihnachtswunder wahr.

Von mir gibt es 4 Federn für eine Weihnachtsgeschichte, die durchaus ein paar lautere Emotionen hätte bereithalten dürfen, die aber durch die kleinen, leisen Töne dennoch eine tiefe Botschaft enthält.

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