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[Rezension] Susanne Barden – Hinaus ins Leben – Helen Dore Boylston

Geposted am 14. Juli 2016 um 8:02

Helen Dore Boylston, Xenos Verlag, Rezension

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Titel: Hinaus ins Leben
Reihe: Susanne Barden; Band 1
Autorin: Helen Dore Boylston
Verlag: Xenos
Erscheinungsjahr: 1954
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 388

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Dieses Buch erzählt die Ausbildungsjahre von Susanne Barden, die nach ihrer Schulzeit nun ins Berufsleben hinausgeht. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, Krankenschwester zu werden; ein nicht leichter Beruf. Und so sind auch die drei Jahre von Susanne von höhen und Tiefen, von glücklichen und schweren Stunden begleitet. in dieser Weise ist auch das Buch geschrieben, das nicht nur Aufzählungen von Tagesberichten, sondern einen Spiegel ihres Lebens durch die Ausbildungsjahre eines jungen Mädchens wiedergibt. Die vermittelt dieser Band die offene Hilfsbereitschaft und Lebensfreude, die Susanne in ihrer Umgebung ausstrahlt, und die ihre jeden Tag Freude an dem gewählten Beruf bringt.

Rezension:

Das erste Mal habe ich die Reihe um Susanne Barden, genannt Susy, wohl im Alter von ca. 15 Jahren gelesen. Meine Großtante hat mir damals den ersten Band gegeben. Seitdem habe ich diese Bücher mehrmals wieder gelesen und jetzt war es mal wieder Zeit für ein re-Read. Auch wenn die Geschichte schon älter ist und die Sprache und auch die Rollenvorstellungen etwas altertümlich anmuten, so liebe ich diese Geschichte dennoch immer wieder.

Susanne ist eine Protagonistin, die das Herz am rechten Fleck hat. Einerseits muss sie alles tun, um ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen, sie darf nicht gegen die Regeln verstoßen, aber sie hat das Herz auch am rechten Fleck und versucht alles ihr menschenmögliche zu tun, damit es ihren Patienten gut geht. Was habe ich mit Susy, Kit und Connie gebibbert, wenn die strenge Lehrerin Fräulein Cameron Connie mal wieder ermahnt hat, weil ihr Kragen ihr immer den Rücken hinunter kroch und dann aber der unheimlich schöne Moment, an dem sich das Verhältnis von Susy zu Fräulein Cameron so sehr veränderte. Hach… ich versuche jetzt einfach mal, nicht ins schwärmen zu geraten…

Der Schreibstil von Helen Dore Boylston ist unglaublich humorvoll. Was habe ich mit den Assistenzärzten gelacht, als sie die jungen Schwestern vor ihrer ersten Prüfung aufzogen, dass die Eltern sich sicher freuen würden, die Mädchen bald wieder zuhause zu haben, wenn diese durch die Prüfung fallen würden. Ich hatte gleichzeitig aber auch Mitleid mit den jungen Frauen, die vor ihrer ersten Prüfung zitterten. Die Autorin schafft es mit einer unglaublichen Geschwindigkeit, dem Leser die jungen Frauen ans Herz zu schreiben, so dass man das gesamte Buch über mit ihnen lacht, leidet und sich mit ihnen freut. Unvergessen wird mir immer der Zeitpunkt bleiben, an dem Susy in ihrem Zimmer das schwarze Band der ausgebildeten Schwester an die Haube steckt. Albern, aber selbst beim x-ten Mal lesen bekomme ich dann immer noch feuchte Augen.

Zitat (S. 380):
Dann setzte sie die Haube auf und starrte ungläubig auf ihr Bild im Spiegel. Sie sah nicht die schlanke Gestalt in der frischen grauweißen Tracht, sie sah nur den schwarzen samtenen Bogen über dem rotgolden schimmernden Haar. Sie hatte ihn durch jahrelange schwere Arbeit und unaufhörliche Anstrengung erworben. Ein Diplom war ein Stück Papier mit Worten drauf. Man legte es in eine Schublade und holte es nur hervor, wenn jemand danach fragte. Aber das stolze schwarze Band auf der Haube konnte jedermann sehen.

Von mir gibt es für den ersten Band der Trilogie im Susanne Barden und ihre Freundinnen 5 verdiente Federn.

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