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[Rezension] Ich bin eine Hutterin – Mary-Ann Kirkby

Geposted am 4. Juni 2014 um 14:11

Rezension, SCM Hänssler, Mary-Ann Kirkby

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Titel: Ich bin eine Hutterin
Reihe: Einzelband
Autorin: Mary-Ann Kirkby
Verlag: SCM Hänssler
Erscheinungsjahr: 2011
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 256

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Von der Außenwelt abgeschottet, ähneln die “Bruderhöfe” der Hutterer den Amischen. Sie teilen den Glauben, den alten deutschen Dialekt und ihr Hab und Gut. Eine Traum-Kindheit für Ann-Marie: kindliche Abenteuer in der kanadischen Wildnis, Romanzen und Raufereien. Doch über Nacht verlassen ihre Eltern die Gemeinschaft. Für die zehnjährige Ann-Marie bricht eine Welt zusammen. Erst als Erwachsene wagt sie sich wieder auf die aufregende Reise in ihre eigene Vergangenheit.

Rezension:

Ich fand das Buch unheimlich gut und spannend geschrieben. Ich bin an einem Abend angefangen in Mary-Anns Welt einzutauchen und bin am nächsten Tag mittags wieder aus ihrer Welt aufgetaucht.

Bis zu diesem Buch wusste ich vage, dass es die Hutterer gibt, aber ich wusste ehrlich gesagt rein gar nichts über ihre Lebens- und Glaubensweise. Dieses Buch hat mir viele Hintergrundinformationen geliefert. Mary-Ann schildert spannend aus ihrem Leben in der Kolonie, aber auch aus dem Leben, in dass sie durch den Weggang der Eltern aus der Kolonie gestoßen wurde.

Das Zusammenleben der Hutterer hat mich ehrlich gesagt neben aller Faszination auch etwas erschreckt. Ich weiß nicht, ob es heute noch so ist, aber da die Hutterer ja so leben, wie es auch die ersten Hutterer getan haben, spricht vieles dafür. Da werden Kinder noch gezüchtigt und jeder findet das in Ordnung. Und auch hier sieht man an dem Hauptpastor Jake, der sich schon fast zu einem Diktator aufschwingt, dass auch eine Religion, wie die der Hutterer, die eigentlich auf Gemeinschaft und Zusammenhalt ausgelegt ist, nicht davor gefeit ist, dass ein machthungriger Mensch seine Macht auch auslebt. Das Ereignis, als die Eltern das Auto nicht bekommen, um zu ihrem todkranken Kind ins Krankenhaus zu fahren war schon sehr bezeichnend.

Für mich vermittelt dieses Buch einen faszinierenden Einblick in eine mir völlig fremde Lebensweise, die ich zugegebenerweise auch nach diesem Buch teilweise ablehne. Dennoch war es spannend und sehr interessant über die Hutterer zu lesen.

4 Federn von mir.

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