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[Rezension] Heldenhafte Küsse – Poppy J. Anderson

Geposted am 28. Juni 2017 um 10:37

Titel: Heldenhafte Küsse
Reihe: Boston 5 (Sammelband 1-5)
Autorin: Poppy J. Anderson
Verlag: ohne
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: ebook
Seitenanzahl: 860

Meine Wertung: 3 Federn

Klappentext:

Die Fitzpatricks sind eine kunterbunte Familie aus Boston, die nicht nur mit irischem Temperament gesegnet ist, sondern die auch in ein Liebeschaos nach dem anderen stolpert. Immerhin haben die fünf Geschwister allesamt eigene Vorstellungen von Beziehungen – meistens zum Leidwesen ihrer Mom, die ihre Kinder nur allzu gerne in festen Händen sähe. Zwischen Familienreibereien, Dramen und sonntäglichen Familienessen verlieben sich die Brüder Heath, Shane, Ryan und Kyle sowie die einzige Schwester Kayleigh nach und nach, jedoch stehen ihnen allen diverse Verwicklungen im Weg. Wie es die Feuerwehrmänner, Polizisten und Ärzte schaffen, ihr Liebesglück zu finden, ist in diesem Sammelband zu lesen. Der Sammelband enthält folgende Romane: „Brandheiße Küsse“, „Draufgängerische Küsse“, „Chaotische Küsse“, „Prickelnde Küsse“ und „Charmante Küsse“

Rezension:

ACHTUNG SPOILERWARNUNG – Rezension zum Sammelband, ich unterscheide nicht nach den einzelnen Bänden.

Ich habe mir den Sammelband gekauft und ihn im Wanderurlaub gelesen. Die fast 900 Seiten lesen sich sehr schnell, denn man schließt die Familie Fitzpatrick sofort ins Herz und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und trotzdem bleibe ich irgendwie ein bisschen unbefriedigt zurück. Aber, dazu gleich mehr…

Die Familie Fitzpatrick besteht aus Mutter Ellen, den Söhnen Heath, Kyle, Ryan und Shane, sowie der Tochter Kayleigh. Alle Figuren sind überwiegend sehr sympathisch und alle sind unterschiedlich in ihrem Verhalten. Man kann alle gut auseinanderhalten und Poppy J. Anderson ist es gelungen, mir die Charaktere bildlich vor Augen zu führen.

Insgesamt sollte man hier keine tiefgründigen Geschichten erwarten. Alle der fünf Bände sind von der Geschichte her arg vorhersehbar und wenig tiefgründig. Jede der Figuren schleppt das eine oder andere Problem mit sich herum, aber so richtig tief darauf eingegangen wird leider nicht. Gerade bei Morgan (Band 5) wäre da sicher sehr viel Potential gewesen, um sich mit dem, was sie erlebt hat, auseinander zu setzen. Ebenso bietet Shanes Geschichte (Band 2) extremes Potential, um sich mit den Werten eines Menschen auseinander zu setzen. Gerade vor dem Hintergrund, dass immer wieder betont wird, wie gläubig vor allem die Mutter ist und wie stark sie versucht, auch ihre Kinder zumindest mit in die Kirche zu nehmen. Shane hat absolut menschenverachtend und verantwortungslos gehandelt und ihm wird viel zu schnell verziehen, ohne dass er wirklich begreift, was er einer jungen Frau eigentlich angetan hat.

Bei Band 3 war ich etwas enttäuscht, dass Kayleigh, die sonst sehr schlagfertige junge Frau, die als Ärztin mit beiden Beinen im Leben steht, so wenig selbstbewusst daher kommt.

Kyle (Band 5) war mir der sympathischste Fitzpatrick. Er kümmert sich rührend um einen Jungen, dessen Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Und auch sein Bemühen um Morgan fand ich äußerst niedlich. Ich bin da vielleicht etwas voreingenommen, denn Kyle hat mir eigentlich schon von Band 1 an am besten gefallen.

Was mir nicht so sehr gefallen hat, wie z. B. bei der New York Titans oder der Taste of Love Reihe, war bei Band 1 – 3 der Schreibstil von Poppy J. Anderson. Gefühlt wurde sich relativ häufig wiederholt. Ich war manchmal genervt, weil ich dachte: Ja! Ich weiß jetzt, dass X der jüngere/ ältere Bruder von Y ist. Ich hab es verstanden! Außerdem tun die Figuren die gesamte Zeit gefühlt nichts anderes, als „ächzen“. Ich muss gestehen, dass ich dieses Wort inzwischen nicht mehr hören kann. Bei jedem weiteren „ächzte er“ habe ich nur noch die Augen verdreht, da es, meiner Ansicht nach, manchmal auch einfach nicht passte. Komischerweise fiel mir das ab Band 4 nicht mehr so stark auf und bei Band 5 hörte dies ganz auf. Ich kann nicht sagen, was da los war, aber, wenn ich eine Empfehlung aussprechen sollte, dann würde ich sagen: Lest nur Band 4 und 5. Man erfährt genug über die Vorgeschichte, da Poppy J. Anderson diese zu Beginn immer nochmal kurz anspricht.

Insgesamt vergebe ich 3 Federn für diesen Sammelband. Es macht Spaß, die lebensfrohe Familie Fitzpatrick zu begleiten, aber der Schreibstil macht es einem nicht besonders leicht, an der Geschichte dran zu bleiben.

Ich liebe die New York Titans und auch die Taste of Love Reihe. Beide Reihen sind, meiner Ansicht nach um Welten besser als diese Reihe. Von daher: Solltet ihr die Bücher von Poppy J. Anderson noch nicht kennen, so rate ich euch, zu einer der beiden anderen Reihen zu greifen.

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