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[Hörbuch-Rezension] Das Inselkrankenhaus (1): Sommerstürme – Liv Helland

Inselkrankenhaus, Rezension, Liv Helland, argon Verlag

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Titel: Sommerstürme
Reihe: Das Inselkrankenhaus; Band 1
Autorin: Liv Helland
Sprecherin: Yara Blümel
Verlag: argon hörbuch
Erscheinungsjahr: 2021
Format: Streaming über Book Beat
Länge: 614 Minuten

Meine Wertung: 3 Federn

Klappentext:

Die Hansen-Klinik ist das vielleicht kleinste Krankenhaus Deutschlands. Ein engagiertes Team aus Ärzten und Pflegern versorgt hier Insulaner und Touristen. Gerade ist Greta Paulsen dazugestoßen. Die selbstbewusste Krankenschwester ist auf der kleinen Nordseeinsel großgeworden, reiste aber die letzten Jahre durch die Welt. Als sie eines Morgens am Strand eine bewusstlose junge Frau findet und diese in die Klinik bringt, rasselt sie prompt mit Dr. Mark Ritter zusammen. Niemand versteht, warum es den Herzchirurgen aus Hamburg ausgerechnet an die Hansen-Klinik verschlagen hat. Der Fall der jungen Frau gibt Greta und Mark Rätsel auf. Dass zwischen den beiden immer mehr die Funken fliegen, hilft nicht unbedingt …

Rezension:

Lesendes Federvieh“ schrieb auf Instagram: Würde man meine Lieblingssoap „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ auf eine Nordseeinsel verfrachten, käme genau diese Reihe rund um das Inselkrankenhaus heraus.“ Was soll ich sagen? Ich bin ja ein großer Fan der Vorabendserie „In aller Freundschaft – die jungen Ärzte“ und so musste ich mir diese Trilogie natürlich anschauen. Und dann spielt sie auch noch auf Sylt, also quasi bei mir um die Ecke. Wir sind ja nicht weit weg von der Insel. Ich habe  mich für die Hörbücher entschieden und es hast mir wirklich gut gefallen.

Mit den Figuren wurde ich sehr schnell warm. Greta und ihre Freundin Leonie, außerdem Gretas Familie und natürlich Mark Ritter. Alle sind sehr sympathisch und man schließt sie schnell ins Herz. Greta hat ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Sie kümmert sich um alle und jeden und scheut sich aber trotzdem nicht davor, Mark Ritter ihre Meinung zu geigen. Das hat mich beeindruckt. Sie braucht keine Harmonie um jeden Preis.

Mark ist wohl die Figur, die sich am meisten weiterentwickeln musste. Zuerst hat man wirklich das Gefühl, dass die Hansen-Klinik nur eine Zwischenstation für ihn ist. Am Ende der Geschichte ist er angekommen.

Das Salz in der Suppe war Micky, die junge Frau, die Greta und Dr. Ritter an Strand finden. Was die beiden für sie tun ist wirklich bewundernswert und absolut nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit. Da merkt man schon, dass die Geschichte bei uns auf dem Land spielt. Hier nehmen sich die Menschen noch Zeit füreinander. Ich glaube nicht, dass das Setting in einer Klinik in der Großstadt genauso glaubwürdig rüber gekommen wäre.

Der Schreibstil von Liv Helland ist unaufgeregt, aber sehr schön. Sie schaffte es, mal davon ab, dass ich Sylt natürlich kenne, dass ich mir Sylt und seine Bewohner aber auch das kleine Inselkrankenhaus gut vorstellen konnte.  Sie fängt den norddeutschen Charme der Landschaft und der Menschen gut ein. Vor allem der etwas störrische Asmus, Gretas Vater, hat mir gut gefallen. Ein typischer Sturrkopf von der Waterkant.

Insgesamt ist die Geschichte rund um Sylt und die Hansen-Klinik sehr weich gespült. Es gibt keine tiefgründigen Charaktere oder Geschichten, aber für mich braucht es die auch nicht immer. Wir bekommen hier eine Soap im Hörbuchformat und genau wie man die Vorabendserie konsumiert und gleich wieder vergisst, wird auch diese Geschichte nicht lange im Gedächtnis bleiben. Aber sie hat dafür gesorgt, dass ich 10 entspannte Hörstunden verbringen konnte. Für mich ist das absolut ausreichend.

Die Sprecherin, Yara Blümel, passt wunderbar zu dieser Geschichte. Sie liest mit angenehmer Betonung und stellt die Figuren alle ein bisschen unterschiedlich dar. Ihre Stimmfarbe mochte ich total. Sie macht es einem sehr leicht, ihrer Erzählung zu folgen.

Von mir gibt es 3 Federn für ein Hörbuch, dass sich sehr gut hören lässt. Keine große, tiefgründige Geschichte, aber einfach wunderbare Unterhaltung. Ich kann es euch empfehlen, wenn ihr Vorabendserien mögt.

Eine weitere Rezension findet ihr bei:
Sonja liest

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2 Comments
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30. Juli 2022 11:41

Liebe Yvonne,
danke für die Rezension. Ich glaube, dieses Hörbuch ziehe ich mir einmal zu Gemüte, es ist eines, was mich interessieren könnte. Diese Vorabendserien schaue ich zwar nicht, aber nicht, weil ich sie nicht mag, sondern weil der wbLM nicht dafür zu begeistern ist. Allein würde ich sie schauen. Dabei fällt mir gerade die Mediathek ein und die Zeit tagsüber, die ich oft ohne den wbLM verbringe. Warum schaue ich da nicht so etwas? Man kommt auf die einfachsten Dinge manchmal nicht. 😀
Liebe Grüße, Catrin.