-
[Rezension] Ophelia Scale (2): Der Himmel wird beben – Lena Kiefer

Titel: Der Himmel wird beben
Reihe: Ophelia Scale; Band 2
Autorin: Lena Kiefer
Verlag: cbj
Erscheinungsjahr: 2019
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 496
Meine Wertung: 5 SterneKlappentext:
Die 18-jährige Ophelia ist zum Tode verurteilt. Im Auftrag des Widerstandes hat sie einen Anschlag auf den König verübt. Ihre Liebe zu dessen Bruder Lucien hat sie ebenso geopfert. Doch dann bietet ihr Phoenix, der Chef des Geheimdienstes, einen Handel an: Wenn sie bereit ist, sich bei ihren Freunden von ReVerse als Spionin der Regierung zu betätigen, kann sie ihr Leben und das ihres besten Freundes retten. Nun muss Ophelia sich entscheiden – zwischen ihren Gefühlen und dem Glauben, was sie für richtig hält.
Rezension:
Auch der zweite Band der Ophelia Scale-Reihe, „Der Himmel wird beben“, hat mich sehr begeistert und die Geschichte hat mich wieder in ihren Bann gezogen.
Ophelia, die Protagonistin, macht eine tolle Entwicklung durch, die sowohl spannend als auch nachvollziehbar ist. Ihre Reise ist alles andere als einfach: Sie kämpft ständig mit der Frage, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Diese Unsicherheit wird nicht nur für Ophelia, sondern auch für den Leser zu einem ständigen Begleiter, was die Spannung erhöht. Manchmal war ich mir selbst nicht sicher, auf welcher Seite ich Ophelia lieber sehen wollte. Unglaublich spannend.
-
[Rezension] Going Back: Wo fing das Böse an? – Gillian McAllister

Titel: Going back – Wo fing das Böse an?
Reihe: Einzelband
Autorin: Gillian McAllister
Sprecherin: Vera Teltz
Verlag: Osterwoldaudio
gedruckte Ausgabe: Piper
Erscheinungsjahr: 2023
Format: Streaming über Storytel
Länge: 630 Minuten
Meine Wertung: 5 SterneKlappentext:
Es ist nach Mitternacht, du wartest auf deinen Sohn. Du siehst ihn kommen, doch er ist nicht allein. Du kannst kaum begreifen, was du beobachtest – dein lebensfroher jugendlicher Sohn ermordet einen Fremden.
Du weißt nicht, wen. Du weißt nicht, warum. Du weißt nur, dass seine Zukunft verloren ist. Deine Welt zerbricht.
In dieser Nacht schläfst du verzweifelt ein. Als du aufwachst, bist du im Gestern, dann im Vorgestern. Jeden Morgen wachst du einen weiteren Tag vor dem Mord auf. Und du begreifst: Irgendwo in der Vergangenheit liegt eine Antwort, der Auslöser für dieses Verbrechen. Der Moment, in dem das Böse seinen Ursprung fand. Und deine einzige Chance, die Zukunft deines Sohnes zu retten …Rezension:
Die erste halbe Stunde hatte ich ein bisschen Probleme, in das Buch hineinzufinden, aber dann wurde es immer spannender und spannender. Die Geschichte wird zunächst aus einer Perspektive erzählt, der von Jen, der Mutter von Todd. Jen geht im Laufe der Geschichte immer weiter in der Zeit zurück. Jen fragt sich im Laufe der Geschichte sehr oft, an welchen Stellen in Todds Leben sie etwas falsch gemacht hat, als Mutter, dass es zu dem Mord kommt. Sehr menschlich, aber auch sehr traurig.
-
[Rezension] Ophelia Scale (1): Die Welt wird brennen – Lena Kiefer

Titel: Die Welt wird brennen
Reihe: Ophelia Scale; Band 1
Autorin: Lena Kiefer
Verlag: cbj
Erscheinungsjahr: 2019
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 464
Meine Wertung: 5 SterneKlappentext:
Die 18-jährige Ophelia Scale lebt im England einer nicht zu fernen Zukunft, in dem Technologie per Gesetz vom Regenten verboten ist. Die technikbegeisterte und mutige Kämpferin Ophelia hat sich dem Widerstand angeschlossen und wird auserkoren, sich beim royalen Geheimdienst zu bewerben. Gelingt es ihr, sich in dem harten Wettkampf durchzusetzen, wird sie als eine der Leibwachen in der Position sein, ein Attentat auf den Herrscher zu verüben. Doch im Schloss angekommen, verliebt sie sich unsterblich in den geheimnisvollen Lucien – den Bruder des Regenten. Und nun muss Ophelia sich entscheiden zwischen Loyalität und Verrat, Liebe und Hass …
Rezension:
Ich weiß gar nicht, warum dieses Buch 2019 an mir vorbei gegangen ist. Auf jeden Fall bin ich sehr glücklich, jetzt über diese tolle Trilogie gestolpert zu sein und gleich alle Teile lesen zu können.
Protagonistin dieses Buches ist die 18-jährige Ophelia Scale, die mir wirklich von der ersten Seite an gut gefallen hat. Wir werden von der Autorin mit der Protagonistin gleich in eine brenzlige Situation geworfen und haben so schnell einen Eindruck davon, wie mutig Ophelia ist. Dieser Mut wird von ihr im weiteren Verlauf des Buches, vor allem auf ihrer Mission in Maraisville, auch dringend benötigt. Ophelia gehört zu einer Widerstandsgruppe, die sich ReVerse nennt und die Abkehr rückgängig machen will und sich dafür in das politische Herz des Landes, nämlich nach Maraisville, einschleusen muss.
-
[Rezension] Tanzmädchen-Saga (1): Unter fernem Himmel – Rebellisches Tanzmädchen – Jana Beck

Titel: Unter fernem Himmel – Rebellisches Tanzmädchen
Reihe: Tanzmädchen-Saga; Band 1
Autorin: Jana Beck
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsjahr: 2024
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 340
Meine Wertung: 5 SterneKlappentext:
Eine junge Frau, die um ihre Freiheit kämpft. Ein friedfertiger Mann, der tödliche Rache schwört. Geheimnisse, die nie ans Licht kommen dürfen. 1868: Gerade noch träumt Louisa vom ersten Kuss, als sie den Seelenhändler trifft, der Tanzmädchen nach Amerika verschachert. War er bei ihnen auf dem Hof gewesen? Das Geld zu Hause war knapp. Hatte der Vater sie etwa an den Seelenhändler verkauft? Keines der Mädchen, die er bisher mitgenommen hat, ist je zurückgekehrt …
Das Schicksal der Hurdy-Gurdy-Girls – ein unbekanntes Stück deutscher Geschichte, spannend und mitreißend erzählt.
Rezension:
Die Geschichte um Luisa hat mich wirklich begeistert und mitgerissen und ich kann es gar nicht erwarten, bis Band 2 und 3 erscheinen, weil ich unbedingt wissen will, wie es mit Luisa weiter geht.
Luisa ist die Protagonistin der Geschichte. Anhand ihrer Figur erfahren wir, wie sie in Deutschland verkauft wird und dann die mühsame Überfahrt nach Amerika meistern muss. Als Passagiere zweiter (man hatte eher das Gefühl dritter oder vierter) Klasse, werden die Mädchen unter Deck mit vielen anderen Passagieren zusammengepfercht, nur wenige Stunden am Tag dürfen sie die Luft an Deck genießen. Die Passage hinüber empfand ich als sehr bedrückend, weil der Leser, genauso wenig wie Luisa, weiß, was auf die Mädchen genau zukommt. In Amerika angekommen, werden die Mädchen schnell weiterverkauft. Luisa muss zu der sehr strengen Ms. Hart. Auf Mitleid kann sie von dieser Frau sicher nicht hoffen. Sie wurde den Harts als Hurdy-Gurdy-Girl verkauft und nun heißt es, diesen „Job“ ausführen. Komme, was wolle.
-
[Rezension] Komm mit mir nach Santiago: Meine Pilgerreise auf dem Camino Frances – Sandra Kerl

Titel: Komm mit mir nach Santiago – Meine Pilgerreise auf dem Camino Frances
Reihe: Einzelband
Autorin: Sandra Kerl
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsjahr: 2024
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 312
Meine Wertung: 5 SterneKlappentext:
April 2022. Nach der Pandemie ist vor dem Jakobsweg. Nachdem die Autorin – im Geiste schon zigmal losgezogen – von ihrem Körper die rote Karte gezeigt bekommen hat, macht sie endlich Nägel mit Köpfen und sich auf die klassische, vielbegangene Pilgerroute von Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich nach Santiago de Compostela.
Aber mit 50 Jahren 800 Kilometer allein durch Spanien zu pilgern ist nicht dasselbe wie mit 23 seinen Rucksack zu schnüren. Weniger naiv, weniger mutig und weniger fit, dafür mit viel Willen und einer gehörigen Portion Selbstironie hat Sandra Kerl, im Gepäck zwei Kilo bunt bemalte Pilgersteine, diese Herausforderung begonnen, persönliche Grenzen versetzt, wundervolle Menschen getroffen, und die erstaunliche Anziehungskraft des Camino Francés in all ihren Facetten erlebt.Rezension:
Sandra Kerl nimmt uns mit auf den Weg von Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich nach Santiago de Compostela in Spanien auf den Camino Frances. Mich beeindruckt schon, wenn Menschen den Mut haben, diesen Weg zu gehen. Wobei ich wirklich beeindruckt war, wie alt die Menschen zum Teil waren, denen Sandra begegnet ist. Mit 70 Jahren und älter diesen Weg noch zu gehen ringt mir ehrlich gesagt noch mehr Respekt ab. Ich selbst wandere ja auch sehr gerne, aber 20 km im Harz bringen mich definitiv an meine Grenzen. Ein bisschen beruhigt hat mich, dass auch Sandra durchaus des Öfteren über ihre Grenzen hinaus gehen musste. Aber deswegen ist ihr Weg umso beeindruckender.
-
[Rezension] Gastgeschenke, Hilfestellungen und andere Merkwürdigkeiten – Wolfgang Richter

Titel: Gastgeschenke, Hilfestellungen und andere Merkwürdigkeiten
Reihe: Einzelband
Autor: Wolfgang Richter
Verlag: Selfpublishing über BOD
Erscheinungsjahr: 2024
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 192
Meine Wertung: 5 SterneKlappentext:
Stell Dir vor, Du willst in einem fernen Land ein Brot kaufen, doch in dem einzigen Laden weit und breit gibt es keins mehr. Eine nette Frau gibt dir eins von ihren Broten ab und schenkt dir eine ganze Dose selbstgemachte Butter dazu. Oder stell dir vor, ein Polizist verlangt von dir einen Führerschein, der speziell und nur auf seiner Insel gilt. Er bietet dir an, den Schein sofort bei ihm zu kaufen. Oder stell dir vor, in der afrikanischen Savanne erleidet dein Auto einen kapitalen Schaden und du kannst keinen Meter weiterfahren. Doch es kommt ein rettender Engel und schleppt dich zur nächsten Rangerstation und sagt dann: „IM BUSCH HILFT JEDER JEDEM!“ Dieser Satz wurde zu unserem Motto auf all unseren Fernreisen, die uns mit unserem Allrad-Camper „Gecko“, einem Toyota Landcruiser, bis nach Sibirien, in die Mongolei, auf der Seidenstraße durch Zentralasien, aber auch bis ans Nordkap und quer durch Nordamerika bis nach Alaska führten. Wir bestanden so manches Abenteuer und erlebten unglaubliche Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft. Natürlich durchstanden wir auch unangenehme oder gefährliche Situationen. Unser Fazit nach vielen Jahren und Kilometern des Reisens steht jedoch fest: Der überwiegende Teil der Menschen will nicht mehr, aber auch nicht weniger, als in RUHE UND FRIEDEN zu leben.
Rezension:
Wolfgang Richter entführt die Leser mit seinem Buch „Gastgeschenke, Hilfestellungen und andere Merkwürdigkeiten“ auf eine faszinierende Reise ein Mal um den halben Globus. Das Buch ist weniger eine stringente Reisegeschichte, sondern vielmehr eine Sammlung von Reiseberichten in Kurzgeschichtenform. Einige der Geschichten schließen aneinander an, bei anderen macht der Autor einen Sprung ins nächste Land. Das Buch bietet einen wunderbaren Einblick in die Erlebnisse und Begegnungen des Autors und seiner Frau während ihrer Abenteuer in fernen Ländern.
Wolfgang Richter schildert seine Erlebnisse in einer einerseits sehr humorvollen, aber auch einfühlsamen Sprache, die mich in die fremden Kulturen und Länder mitgenommen hat. Die Geschichten sind kurz und eher auf den Punkt gebracht, ohne allzu ausschweifend zu erzählen. Besonders auffallend ist die Fähigkeit des Autors selbst den absurdesten Situationen, die vor allem an Grenzübergängen gerne mal auftraten, mit Respekt zu begegnen.