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[Rezension] Das #NordkappProjekt – Nicole Wunram & Markus Gründel

Geposted am 28. Oktober 2018 um 10:20

Rezension, Verlag Monka Fuchs, Nicole Wunram, Markus Gründel

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Titel: Das #NordkappProjekt – 8500 km mit dem Twingo durch Skandinavien
Reihe: Einzelband
Autoren: Nicole Wunram & Markus Gründel
Verlag: Monika Fuchs
Erscheinungsjahr: 2018
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 224

Meine Wertung:  4 Federn

Klappentext:

Im Sommer 2017 brachen Nicole Wunram und Markus Gründel zu einer besonderen Reise auf:  Mit einem zum »Wohnmobil« umgebauten Twingo fuhren sie sechs Wochen lang quer durch Skandinavien zum Nordkapp. Eine Fahrt mit viel Natur, atemberaubenden Aussichten und einem plötzlichen Ende. In ihrem Reisetagebuch berichtet Nicole Wunram über Outdoor-Abenteuer,  Wanderungen und Sehenswürdigkeiten. Und auch der Twingo kommt mit seiner ganz eigenen Sicht der Dinge zu Wort.

Dass das gleiche Abenteuer nicht dasselbe sein muss, zeigt sich im anderen Teil des Buches: Der Reisebericht von Markus Gründel ist ein Geocacher-Tagebuch, in dem er  über die Fahrt zum Kinnarodden und dem nördlichsten auf Kontinentaleuropa gelegenen Geocache „Nothing but stones“  berichtet – inklusive vieler Microadventures am Wegesrand.

Das Buch ist als Wendebuch gestaltet: zwei Reiseberichte, die sich ergänzen. Und das erste Buch in der Edition Wundergrün.

Rezension:

Was mir an dem Buch sehr gefallen hat ist, dass man es quasi vorwärts und rückwärts lesen kann. Fängt man von der einen Seite an, bekommt von die Reisegeschichte von Nicole Wunram und ihrem Auto erzählt. Von der anderen Seite angefangen, geht Markus Gründel eher auf den Geocachingteil der Fahrt ein.

Ich habe bei Markus Teil angefangen, was definitiv ein Fehler war. Also, erster Tipp: Anders herum lesen. Erst Nicoles Teil und dann den von Markus hinterher. Markus schreibt nämlich eher männlich sachlich, so würde ich es mal nennen. Wie haben wir geschlafen, was haben wir gegessen? Dann haben wir einen Cache gesucht… Ich hätte mir ehrlich gesagt, ein paar mehr Ausschmückungen rund um die Suche gewünscht. Gut, nun scheint die Route sehr viele Micros (ganz kleine Dosen) bereit gehalten zu haben. Die suche ich persönlich eh nicht so gern und meistens gibt es da auch wenig zu erzählen. Von daher kann ich schon verstehen, warum es so sachlich ausfällt. Liest man diesen Part nach dem von Nicole, dann denke ich, dass es mehr Spaß macht, weil man die Reise an sich schon vor Augen hat.

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[Rezension] Eine Frau erlebt die Polarnacht – Christiane Ritter

Geposted am 22. Oktober 2012 um 19:27

Ullstein Buchverlage, Rezension, Christiane Ritter

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Titel: Eine Frau erlebt die Polarnacht
Reihe: Einzelband
Autorin: Christiane Ritter
Verlag: Ullstein Buchverlage
Erscheinungsjahr: meine Ausgabe ist von 1988 mit einem anderen Cover
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 192

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

“Die Arktis ist die Zone der Welt, wo der Himmel die Erde berührt. Nicht jeder erträgt das große Licht, nicht jeder die Finsternis, nicht jeder die große Einsamkeit. Ich hatte die große Gnade, gleich am Anfang meines Abenteuers, und dies alleine, mitten hineingeschleudert zu werden in die Unerbittlichkeit der wilden Natur und erhielt meine Feuertaufe.”

Im eisigen Spitzbergen, viele hundert Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt und ohne technische Hilfsmittel moderner Arktisexpeditionen, haben sich Christiane Ritter und ihr Mann einen Traum erfüllt: Sie lebten 1934 ein Jahr lang zusammen mit einem Pelzjäger in einer primitiven Hütte. Christiane Ritters Erlebnisbericht vermittelt eine Ahnung von der rätselhaften Faszination der Arktis.

Rezension:

Heute will ich euch nun endlich einmal mein absolutes Lieblingsbuch vorstellen.
Dieses Buch hat mir meine Großtante so ungefähr 1996 ans Herz gelegt, da war ich gerade 16 Jahre alt. Ich weiß es noch wie heute, wie ich zum ersten Mal in dieses Buch eintauchte und habe es seitdem unzählige Male gelesen und empfohlen. Das interessante an diesem Buch ist, dass es (so meine Erfahrung) viele Menschen verzaubert. Bislang habe ich nur positive Rückmeldungen bekommen und einige, denen ich das Buch empfohlen habe, haben es sogar selber wieder gekauft um es zu verschenken. Also, lesenswert!

Christiane Ritter hat im Jahr 1934 ein Jahr mit ihrem Mann und einem Kollegen auf Spitzbergen verbracht. Sie schildert sehr eindrucksvoll ihre Erlebnisse dort oben. Abgeschieden von der Welt, ohne die Annehmlichkeiten der modernen Technik erlebt sie eine spannende, aber nicht ungefährliche Zeit. Oft war sie auf sich allein gestellt, da die Männer unterwegs waren um z. B. Fallen zu kontrollieren. Sie erlebt die 132 Tage andauernde Polarnacht, muss sich im Schneesturm aus ihrer Hütte zu den Vorräten kämpfen, aber erlebt auch die Schönheit der Polarlichter und der einsamen Natur.

Ein Zitat:
“Ich bin allein im rasenden Trommelfeuer eines Orkans … Jedenfalls habe ich niemals etwas Ähnliches in Europa erlebt. Es klingt vom Inneren der Hütte aus, als führe man dauernd im Expresstempo über eiserne Brücken und durch brüllende Tunnels, die kein Ende nehmen … Neun Tage und neun Nächte rast der Sturm …” (S. 71)

Christiane Ritter erzählt in einer sehr bildreichen Sprache über ihr Jahr in Spitzbergen und schafft damit ein Buch welches man sich meiner Ansicht nach nicht entgehen lassen sollte. Es öffnet für Vieles die Augen und bereichert das eigene Leben auch ein Stück weit. Eingekuschelt mit einem heißen Kakao auf dem Sofa ist man einerseits dankbar, dass man selbst nicht so ein entbehrungsreiches Leben führen muss. Andererseits hat es meine Liebe zu den skandinavischen Ländern nach dem Lesen dieses Buches entfacht und ich habe großen Respekt vor dem Abenteuer, das diese Frau damals bestanden hat.

Ich habe ja leider nur 5 Federn zu vergeben. Die bekommt es natürlich und von mir die Empfehlung LEST ES! Es lohnt sich sehr. Dieses Buch ist nicht umsonst seit vielen Jahren mein Lieblingsbuch.

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