• 5 Federn,  Gelesen 2012,  Rezensionen

    [Rezension] Eine Frau erlebt die Polarnacht – Christiane Ritter

    Ullstein Buchverlage, Rezension, Christiane Ritter

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    Titel: Eine Frau erlebt die Polarnacht
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Christiane Ritter
    Verlag: Ullstein Buchverlage
    Erscheinungsjahr: meine Ausgabe ist von 1988 mit einem anderen Cover
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 192

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    “Die Arktis ist die Zone der Welt, wo der Himmel die Erde berührt. Nicht jeder erträgt das große Licht, nicht jeder die Finsternis, nicht jeder die große Einsamkeit. Ich hatte die große Gnade, gleich am Anfang meines Abenteuers, und dies alleine, mitten hineingeschleudert zu werden in die Unerbittlichkeit der wilden Natur und erhielt meine Feuertaufe.”

    Im eisigen Spitzbergen, viele hundert Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt und ohne technische Hilfsmittel moderner Arktisexpeditionen, haben sich Christiane Ritter und ihr Mann einen Traum erfüllt: Sie lebten 1934 ein Jahr lang zusammen mit einem Pelzjäger in einer primitiven Hütte. Christiane Ritters Erlebnisbericht vermittelt eine Ahnung von der rätselhaften Faszination der Arktis.

    Rezension:

    Heute will ich euch nun endlich einmal mein absolutes Lieblingsbuch vorstellen.
    Dieses Buch hat mir meine Großtante so ungefähr 1996 ans Herz gelegt, da war ich gerade 16 Jahre alt. Ich weiß es noch wie heute, wie ich zum ersten Mal in dieses Buch eintauchte und habe es seitdem unzählige Male gelesen und empfohlen. Das interessante an diesem Buch ist, dass es (so meine Erfahrung) viele Menschen verzaubert. Bislang habe ich nur positive Rückmeldungen bekommen und einige, denen ich das Buch empfohlen habe, haben es sogar selber wieder gekauft um es zu verschenken. Also, lesenswert!

    Christiane Ritter hat im Jahr 1934 ein Jahr mit ihrem Mann und einem Kollegen auf Spitzbergen verbracht. Sie schildert sehr eindrucksvoll ihre Erlebnisse dort oben. Abgeschieden von der Welt, ohne die Annehmlichkeiten der modernen Technik erlebt sie eine spannende, aber nicht ungefährliche Zeit. Oft war sie auf sich allein gestellt, da die Männer unterwegs waren um z. B. Fallen zu kontrollieren. Sie erlebt die 132 Tage andauernde Polarnacht, muss sich im Schneesturm aus ihrer Hütte zu den Vorräten kämpfen, aber erlebt auch die Schönheit der Polarlichter und der einsamen Natur.

    Ein Zitat:
    “Ich bin allein im rasenden Trommelfeuer eines Orkans … Jedenfalls habe ich niemals etwas Ähnliches in Europa erlebt. Es klingt vom Inneren der Hütte aus, als führe man dauernd im Expresstempo über eiserne Brücken und durch brüllende Tunnels, die kein Ende nehmen … Neun Tage und neun Nächte rast der Sturm …” (S. 71)

    Christiane Ritter erzählt in einer sehr bildreichen Sprache über ihr Jahr in Spitzbergen und schafft damit ein Buch welches man sich meiner Ansicht nach nicht entgehen lassen sollte. Es öffnet für Vieles die Augen und bereichert das eigene Leben auch ein Stück weit. Eingekuschelt mit einem heißen Kakao auf dem Sofa ist man einerseits dankbar, dass man selbst nicht so ein entbehrungsreiches Leben führen muss. Andererseits hat es meine Liebe zu den skandinavischen Ländern nach dem Lesen dieses Buches entfacht und ich habe großen Respekt vor dem Abenteuer, das diese Frau damals bestanden hat.

    Ich habe ja leider nur 5 Federn zu vergeben. Die bekommt es natürlich und von mir die Empfehlung LEST ES! Es lohnt sich sehr. Dieses Buch ist nicht umsonst seit vielen Jahren mein Lieblingsbuch.

  • 1 Feder,  Gelesen 2012,  Rezensionen

    [Rezension] Aoife – Anja Ollmert

    Anja Ollmert, Rezension, AAVAA Verlag,

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    Titel: Aoife
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Anja Ollmert
    Verlag: AAVAA
    Erscheinungsjahr: 2012
    Einband: Taschenbuch
    Seiten: 207

    Meine Wertung: 1 Feder

    Klappentext:

    Aoife, eine junge Irin, steht als Mitbegründerin einer Werbeagentur mit beiden Beinen fest im Leben. Ihr Interesse gilt den Geschichten der Tuatha de Daanan und anderen Sagen und Mythen der alten Kelten. Ein von der Großmutter geerbtes Buch fesselt sie besonders. In der Samhainnacht wird sie bei der Lektüre auf unerklärliche Weise in die Geschehnisse des Buches gesogen. Sie trifft dort am Samhainfeuer auf Cúchulainn, den bewundernswerten Helden der keltischen Mythologie.

    Rezension:

    Auch wenn das Buch in Irland spielt und ich verstehen kann, dass man einen “Original”namen verwenden möchte bin ich leider über Aoife immer und immer wieder gestolpert. Die Autorin erklärt zwar gleich auf der zweiten Seite wie der Name ausgesprochen wird, aber ich konnte das geschriebene Wort mit dem wie es gesprochen wird nicht übereinander bringen. Im Kopf stolperte ich beim lesen immer wieder über den Namen und bin irgendwann dazu übergegangen ihn einfach so auszusprechen wie er geschrieben wird. Ab da ging es besser.

    Dann gab es Ungereimtheiten, die mich sehr gestört haben. Aoife wird durch ein Buch in die Zeit von Cúchulainn gezogen, also ins erste Jahrhundert vor Christi gezogen. Für Aoife nach einem klitzekleinen Schock gar kein Problem. Sie nimmt es sofort so hin. Das mag ja noch gerade angehen. Aber nachdem Cúchulainn ihr abends noch erzählt, dass sie entweder eine Hexe oder verrückt ist, führt er am nächsten Morgen, also geschätzt maximal 12 Stunden später, völlig nüchtern folgenden Dialog mit Aoife:
    “Glauben Sie an Wiedergeburt?” kam es vorsichtig von Aoife.
    “Wieso fragt ihr?”
    “Ich kannte einen Mann, der Ihnen sehr ähnlich war, aber er ist jetzt tot!”
    Cúchulainn reagierte erstaunt:
    “Wenn Ihr sagt, dass Ihr den Mann in Eurer Zeit gekannt habt, könnte er doch von mir abstammen! […]”
    Ähm…. ja, schon klar… alles gar kein Problem mehr mit der Frau aus der Zukunft. Für mich völlig unglaubwürdig…

  • 4 Federn,  Gelesen 2012,  Rezensionen

    [Rezension] Vollendet (1): Die Flucht – Neal Shusterman

    Neal Shusterman, Rezension, Sauerländer Verlag

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    Titel: Die Flucht
    Reihe: Vollendet; Band 1
    Autor: Neal Shusterman
    Verlag: Fischer Sauerländer
    Erscheinungsjahr: 2012
    Einband: Hardcover (abgebildetes Cover), Paperback, Taschenbuch, ebook (die anderen drei haben ein abweichendes Cover)
    Seitenanzahl: 432

    Meine Wertung: 4 Federn

    Klappentext:

    Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren „umwandeln“ lassen können.

    Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber … wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem … lebst du dann, oder bist du tot?

    Rezension:

    Das Buch ließ sich trotz des sehr schweren Themas sehr flüssig lesen. Die Vorstellung hatte jedoch immer abwechselnd etwas Ekelerregendes und etwas Grausames. Jugendliche, die ihren Eltern nicht mehr genehm sind, die Ärger machen, die keine Eltern haben, werden zur “Umwandlung” freigegeben und müssen sich auf den Weg ins Ernte-Camp machen. Jugendliche, die im Sorgerechtsstreit zwischen die Fronten geraten werden lieber zur Umwandlung geschickt, als dass einer der beiden Elternteile nachgibt.

    Zitat:
    “Als sich seine Eltern scheiden ließen, entbrannte ein brutaler Kampf um das Sorgerecht für ihn. Zwei Jahre und sechs Gerichtstermine später war er immer noch nicht entschieden. Am Ende konnten sich sein Vater und seine Mutter nur darauf einigen, dass sie Hayden lieber umwandeln lassen wollten, als dem anderen das Sorgerecht zuzubilligen.” ( S.133)

    Im Ernte-Camp wird 99,4 % ihres Körpers in seine Einzelteile zerlegt und für andere Menschen weiterverwendet. Allein schon dieser Ausdruck “Ernte-Camp”, wie ein Ferienlager, als Name für ein Lager in dem Jugendliche ermordet werden. Furchtbar!

  • 5 Federn,  Gelesen 2012,  Rezensionen

    [Rezension] Sternenreiter – Jando

    Jando, Rezension

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    Titel: Sternenreiter
    Reihe: Einzelband
    Autor: Jando
    Verlag: KoRos Nord
    Erscheinungsjahr: 2012
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 131

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Wenn wir anfangen, auf unser Herz zu hören, werden wir Dinge im Leben im Leben erkennen, die uns unvorstellbar erschienen.Mats glaubt nicht mehr an seine Träume – zu sehr ist er daran gewöhnt, in der Arbeitswelt zu funktionieren. Auch seine Frau Kiki erreicht ihn nicht mehr. Bis es zu einem Ereignis kommt, dass Mats zwingt, innezuhalten. Ein kleiner Junge hilft ihm dabei, die Welt mit anderen Augen zu sehen und sein Leben neu zu gestalten. Dass man heute noch an Wunder glauben kann, davon erzählt Jandos modernes Märchen Sternenreiter, eine poetische Erzählung für Jugendliche und Erwachsene. Ein Buch über Freundschaft, Menschlichkeit und die Verwirklichung von Träumen.

    Rezension:

    Noch nie ist es mir so schwer gefallen eine Rezension zu schreiben, meine Gefühle in Worte zu fassen. Mit “Sternenreiter” hat der Autor Jando eine wundervolle Geschichte voller Weisheit geschaffen. Die Worte haben mich sehr berührt und das eine oder andere Zitat sollte unser aller Leben begleiten. Viel zu oft geht im hektischen Alltag das, was im Leben wirklich wichtig ist, unter. Dieses Büchlein bringt den Leser dazu, wieder mehr darüber nachzudenken, wo wir im Leben hin wollen.

    Die Sprache ist sehr poetisch, ohne abgehoben zu sein. Sie trifft einfach mitten ins Herz.

    Es tut mir leid, dass die Rezension so kurz ausfällt. Lest das Buch einfach selber und macht euch ein Bild. Ich kann es nur jedem wärmstens ans Herz legen.

    5 Federn und eine unbedingte Leseempfehlung gibt es von mir.

    Berührend, inspirierend, einfach wunderschön. Lesen!!!

  • Rezensionen,  4 Federn,  Gelesen 2012

    [Rezension] The Indian Secret – Oliver Drewes

    Holistika Verlag, Oliver Drewes, Rezension

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    Titel: The Indian Secret – Das Geheimnis der Schicksals- und Palmblattbibliotheken
    Autor: Oliver Drews
    Verlag: Holistika
    Erscheinungsjahr: 2011
    Format: Hardcover
    Seiten: 315

    Meine Wertung: 4 Federn

    Klappentext:

    Ist das Leben der Menschen vorbestimmt oder vom freien Willen gelenkt? Mit dieser Frage im Gepäck reiste der Autor zusammen mit einem befreundeten Spezialisten für Körpersprache nach Indien, Sri Lanka und Bali. Dort besuchten sie verschiedene Schicksals- und Palmblattbibliotheken, in denen individuelle Schicksale von heute auf der ganzen Welt lebenden Menschen dokumentiert sind. Diese Aufzeichnungen sind allerdings bereits vor Jahrtausenden von Sehern niedergeschrieben wurden. Wie ist so etwas möglich?

    Zahlreiche Lesungen mit den Beschreibungen von vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Lebensstationen der beiden Reisenden von mehreren verschiedenen Bibliotheken werden in diesem Buch dargestellt und kritisch analysiert, um einer Antwort auf diese und andere Fragen näherzukommen. Die Einbeziehung der modernen Physik und spiritueller Denkmodelle gibt dem Leser in gut verständlicher Sprache zahlreiche Denkanstöße zu Realität, Schicksal, freiem Willen und gestaltender Gedankenkraft. Ausführliche Details zum Reiseverlauf und praktische Tipps zur Organisation sollen ihm darüber hinaus dienlich sein, wenn er eine solche oder ähnliche Reise einmal selbst unternehmen möchte.

    Rezension:

    Der Autor schreibt seine Erfahrungen während der Reisen nach Indien, Sri Lanka und Bali sehr anschaulich. Gut fand ich, dass viele Ausführungen in einen Dialog mit seinem Reisebegleiter gepackt waren und dadurch sehr gut zu lesen und leicht verständlich waren. Man bekommt beim Lesen des Buches viele Denkanstöße, nicht nur über die Palmblattbibliotheken, sondern vor allem auch über das Leben an sich, den Glauben und viele andere philosophische Themen. Durch die Gespräche zwischen Oliver und Christian werden schwierige Themen gut für den Leser aufbereitet, dennoch will ich mir nichts vormachen. Vieles von dem, über das da geredet wurde war für mich zu schwierig und ich konnte nicht wirklich folgen.

  • Rezensionen,  5 Federn,  Gelesen 2012

    [Rezension] Die Mädchenwiese – Martin Krist

    Rezension, Martin Krist, Ullstein Buchverlage

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    Titel: Die Mädchenwiese
    Reihe: Einzelband
    Autor: Martin Krist
    Verlag: Ullstein
    Erscheinungsjahr: 2012
    Neuauflage mit neuem Cover: 2019 über epubli
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 411

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu. Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. Als auch hier ein Mädchen verschwindet, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen.

    Rezension:

    Das ganze Buch hat mich in eine unglaubliche Wut geworfen. Vielleicht sollte das bei einem Thriller auch normal sein, aber hier hat es der Autor durch seinen Schreibstil ganz besonders geschafft meine Wut heraufzubeschwören und anzuheizen. Dabei richtete sich meine Wut gar nicht mal so sehr auf den Mörder, sondern vor allem auf die restlichen Erwachsenen.
    Laura und Frank: SPOILER zum lesen markieren Sam versucht die ganze Zeit verzweifelt den beiden mitzuteilen, was er herausgefunden hat und er wird, auch von Frank, von dem ich zunächst einen besseren Eindruck hatte, immer wieder abgespeist. Laura macht sich überhaupt keine Gedanken darüber, wie Sam sich in der Situation fühlt, sondern denkt nur daran, dass sie nicht mehr weiter kann. Sie war mir von der ersten bis fast zur letzten Seite unsympathisch. Natürlich befindet sie sich in einer Ausnahmesituation, aber wir erfahren auch, dass sie sich seit der Trennung von ihrem Mann nie wirklich gut um ihre Kinder gekümmert hat. Auf sie hatte ich eigentlich fast die größte Wut, SPOILER zum lesen markieren wenn man von Bertas Peinigern absieht.
    Berta tut mir die ganze Zeit so unendlich leid. Sie hatte eine wundervolle Kindheit, die dann jäh endet und durch ein einfach nur grauenvolles Leben ersetzt wird. Man versteht nach und nach, warum sie heute ziemlich wirr ist. Eine Frau, die einem einfach nur unendlich leid tut. Aber auch bei Laura konnte ich am Ende nicht umhin, dass sie mir etwas leid tat. Eine mit sich und ihrem Leben völlig überforderte Frau. Dennoch muss sie als Mutter für ihre Kinder stark sein, finde ich. 

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