4 Sterne,  Gelesen 2026,  Rezensionen

[Rezension] Homerun – Savas Covan

Cover, Homerun, Savas Coban, Rezension

Titel: Homerun – 80 Tage, 80 Ultra-Marathons: Mein Lauf durch die Türkei und zu meinen Wurzeln
Reihe: Einzelband
Autor: Savas Coban
Verlag: Imagine Books
Erscheinungsjahr: 2026
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 256
Meine Wertung: 4 Sterne

Klappentext:

80 Ultra-Marathons in 80 Tagen. Der Extremsportler Savas Coban auf seiner bisher persönlichsten und emotionalsten Challenge: die Umrundung der gesamten Türkei – allein, ohne Unterstützung, 5.000 Kilometer von Istanbul nach Istanbul, gegen den Uhrzeigersinn, Schritt für Schritt, von Küste zu Küste, von Dorf zu Dorf, von Çay zu Çay. Coban gibt Einblicke in das Mindset, das es braucht, um körperliche und mentale Extremsituationen zu meistern. Zugleich nimmt er uns mit auf eine Reise zu den Menschen und Geschichten eines faszinierend vielfältigen Landes. Und wir erleben die innere Reise eines in Bremen geborenen Deutschtürken zu seinen Wurzeln. Ein Abenteuer, das alle Grenzen sprengt.

Rezension:

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, weil ich Reiseberichte liebe und es immer total spannend finde, Menschen auf außergewöhnlichen Abenteuern zu begleiten. Vor allem, wenn es Abenteuer sind, die ich mir selbst niemals zutrauen würde.

Homerun erzählt die beeindruckende Geschichte von Savas Coban, der in 80 Tagen 80n Ultra-Maraton durch die Türkei gelaufen ist. Er hat sich weder von Schmerzen, noch von „schlechtem“ Wetter abhalten lassen. Savas Coban kannte ich vorher nicht, aber er scheint ein Mensch zu sein, der sich ständig große Herausforderungen stellt und dabei immer wieder an seine körperlichen und mentalen Grenzen geht. Beeindruckend!

Zu Beginn hatte ich allerdings einige Schwierigkeiten, richtig in das Buch hineinzufinden. Ich hatte erwartet, noch mehr über die Länder, die Menschen und die Kultur entlang seiner Strecke zu erfahren. Gerade das macht für mich den besonderen Reiz von Reiseberichten aus. Nun handelt es sich hier aber natürlich auch nicht um einen typischen Reisebericht. Durch den Untertitel „Mein Lauf durch die Türkei und zu meinen Wurzeln“ hatte ich aber irgendwie die Erwartung mehr von den Menschen zu erfahren. Dieser Aspekt blieb für meinen Geschmack etwas im Hintergrund, da der Fokus deutlich stärker auf dem Laufen, den Herausforderungen und den persönlichen Erlebnissen, vor allem auf dem mentalen Umgang mit den teilweise starken Schmerzen, des Autors liegt.

Je weiter ich gelesen habe, desto mehr konnte ich mich jedoch auf diese Perspektive einlassen. Beeindruckend fand ich den unerschütterlichen Willen von Savas Coban. Immer wieder zeigt er, was mit Disziplin, Ausdauer und einem klaren Ziel vor Augen möglich ist. Seine Offenheit, auch schwierige Momente, in denen er wirklich auch am Ende seiner Kräfte war, zu schildern, macht das Buch unglaublich authentisch und ihn sehr nahbar und sympathisch.

Der Schreibstil liest sich sehr flüssig. Besonders Menschen, die sich für Extremsport, Motivation und persönliche Grenzerfahrungen interessieren, werden an diesem Buch sicherlich ihre Freude haben.

Auch wenn mir die Einblicke in Land und Leute etwas gefehlt haben, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Der Autor zeigt auf, was alles möglich ist, wenn man es „nur“ will. Natürlich gehört zu einer solchen Grenzerfahrung auch hartes Training. Als Sofakartoffel sollte man natürlich nicht mit einem 80 km Lauf anfangen. Gerade das macht es für mich so beeindruckend. Für mich sind jeden Tag, 80 Tage lang je 80 km zu laufen einfach unvorstellbar.

Ein inspirierendes Buch über Durchhaltevermögen und den Mut, große Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Ich vergebe gerne 4 Sterne.

Weitere Rezensionen auf Blogs habe ich nicht gefunden. Hast du eine geschrieben? Dann lass mir gerne den Link hier.

Hier nur abonnieren, ohne einen Kommentar zu hinterlassen:
Benachrichtige mich über:
0 Kommentare