5 Sterne,  Gelesen 2025,  Rezensionen

[Rezension] Project Jane (1): Ein Wort verändert die Welt

Cover, Rezension, Project Jane, Oetinger Verlag

Titel: Ein Wort verändert die Welt
Reihe: Project Jane; Band 1
Autorin: Lynette Noni
Verlag: Oetinger
Erscheinungsjahr: 2019
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 346
Meine Wertung: 5 Sterne

Klappentext:

Ein Wort ist der Anfang. Oder das Ende. Sie nennen sie Jane Doe, und sie spricht nicht. Egal, was sie mit ihr anstellen, dort in der geheimen Forschungsanstalt Lengard. Denn ein Wort von Jane kann den Lauf der Welt verändern. Und so schweigt sie. Bis der geheimnisvolle Landon Ward ihr Vertrauen gewinnt. Vorsichtig öffnet sich Jane, doch sie muss schnell erkennen, dass ihre Fähigkeiten der Schlüssel zu einem finsteren Plan sind.

Rezension:

Dieses Buch ist mir eher zufällig in die Hände gefallen, als ich meine erste Bestellung bei BookBot (ich berichtete hier darüber) aufgegeben habe. Nun habe ich zu dem Buch gegriffen und bin so begeistert, dass ich es innerhalb von 2 Tagen gelesen habe.

Jane ist mir von Anfang an sympathisch, auch wenn sie nicht spricht. Da das Buch aber in der Ich-Perspektive geschrieben ist, war ich als Leser quasi in ihrem Kopf. Der Leser erlebt alles, was Jane erlebt, hautnah mit und kommt ihr so sehr nahe. Manchmal näher, als man gerne möchte, denn Janes Leben ist alles andere, als schön, zu Beginn des Buches.

Jane selbst ist eine Protagonistin, die mich von Beginn an tief berührt hat. Sie ist kein typisches Mädchen, das voller Selbstbewusstsein in eine Geschichte tritt. Stattdessen begegnen wir ihr als jemandem, der sich abschottet, der verletzt ist und der seine Worte mit größter Vorsicht hütet. Gerade dieses Schweigen ist es, das ihre Figur so besonders macht, vor allem, weil der Leser lange nicht weiß, warum Jane schweigt.

Besonders beeindruckt hat mich, wie behutsam ihre Entwicklung geschildert wird. Sie öffnet sich nicht auf einmal, sondern ganz langsam – fast widerwillig – als eine Person auftaucht, die ihr Vertrauen gewinnen kann. Ich fand es wunderschön, wie aus dem absoluten Schweigen allmählich eine vorsichtige Stimme entsteht, und wie Jane beginnt, nicht nur ihre Umgebung, sondern auch sich selbst und ihre Gabe neu zu entdecken.

Nebenfiguren, wie Cami oder auch Landon waren schön gezeichnet, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Cami mochte ich sofort, mit Landon hatte ich teilweise eher Probleme, da ich ihn nicht so richtig einschätzen konnte. Insgesamt war aber auch er, als Figur, gut dargestellt.

Der Schreibstil von Lynette Noni hat mir gefallen, was mich aber auch nicht verwundert. Ich habe von der Autorin schon eine andere Trilogie gelesen, die mich auch sehr gefesselt hat. Die Autorin versteht es, mit Worten Welten zu erzeugen und Spannung aufzubauen. Sie bringt mich, als Leser, dicht an die Figuren heran und ich konnte nicht anders, als mitfiebern.

Thematisch hat mich das Buch sehr zum Nachdenken gebracht. Es geht nicht nur um übernatürliche Fähigkeiten, sondern auch um die Macht von Sprache, um Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten, aber auch in andere Menschen. Gerade dieses Spiel mit Worten – und was sie bewirken können – empfand ich als unglaublich spannend. Interessant ist auch die Frage, die man sich beim Lesen unweigerlich stellt: Wie sehr beeinflusst das, was wir sagen oder verschweigen, die Welt um uns herum?

Insgesamt habe ich den ersten Band dieser Dilogie wirklich verschlungen und vergebe gerne 5 Sterne.

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