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[Rezension] Ein Rockstar zum Verlieben – Paige Brown

Geposted am 29. April 2017 um 20:21

Paige Brown, Rezension,

Titel: Ein Rockstar zum Verlieben
Reihe: Riverside Love Stories; Band 1
Autorin: Paige Brown
Verlag: Latos Verlag
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 290

Meine Wertung: 3 Federn

Klappentext:

Seit vier Jahren tourt Julian Rush schon mit seiner Band durch die USA. Jetzt ist die Luft bei ihm raus. Er will die Band auflösen und nach einem letzten Auftritt in Seattle nach Riverside zurückkehren. Ausgerechnet bei diesem Auftritt trifft er Mila wieder, das einzige Mädchen, das ihm jemals etwas bedeutet hat.
Mila und Rush haben eine schwere Zeit hinter sich, die beide emotional an ihre Grenzen gebracht hat. Am Ende dieser Beziehung ist Mila aus Riverside geflüchtet und Rush musste ins Gefängnis. Mila steckt seit Jahren in einer Ehe fest, die sie einsperrt, und Rush glaubt, überhaupt nichts mehr fühlen zu können. Bis die beiden sich in die Augen sehen. Sie erlauben sich eine einzige Nacht, von der niemand etwas wissen muss. Als Julian am nächsten Morgen aufwacht, ist Mila schon weg und ihm wird klar, er hätte sie nie gehen lassen dürfen. Er versucht alles, um sie zu finden. Am Ende bleibt ihm nur noch ein Weg, ihr zu sagen, was sie ihm bedeutet: Sie muss den Song hören, den er für sie geschrieben hat.

Rezension:

Ich hätte dieses Buch fast nicht rezensiert. Warum nicht? Aufgrund der auf Buchblogs gerade sehr hoch kochenden Diskussion darüber, was bzw wie man eigentlich schreiben und was man als Blogger gut finden und „pushen“ darf. Da geht es um Themen wie sexuelle Belästigung, wie meist junge Männer mit jungen Frauen umgehen, welches Bild gerade Jugendlichen hier von Liebe und Beziehung vermittelt wird. Auch ich bin der Meinung, dass das Bild, welches zumeist in Young und New Adult Büchern vermittelt wird, oft problematisch ist. Man muss diese Bücher schon bewusst lesen und eben auch als das nehmen, was sie sind: Geschichten. Die Frage ist deswegen: Darf ich das Buch dann nicht trotzdem gut finden, wenn ich nicht alles, was in dem Buch passiert gut finde? „Verlieb dich nie in einen Rockstar“ stürzte mich hier in echte Gewissensbisse, denn ich traute mich nicht mehr, zu sagen: Ich fand die Geschichte gut. Eigentlich müsste man dieses Buch nämlich in Grund und Boden verdammen. Julian, oder Rush, wie er lieber genannt werden möchte, ist ein echter Antiheld. Er hat an jeder Hand fünf Frauen oder auch schon in der Highschool junge Mädchen. Er knutscht gerade noch mit der einen Frau rum und wechselt dann zur nächsten. Verwerflich? Definitiv. Das sollte keine Frau, kein junges Mädchen, mit sich machen lassen. Aber… dennoch hat mir die Geschichte gefallen. Sie zog mich schnell in ihren Bann, ich konnte mich herrlich über Rush aufregen. Und damit stehe ich dazu: Ja, ich finde diese Geschichte gut, als genau das, was sie ist. Eine Geschichte. Aber ich finde nicht gut, wie Rush mit Mila und den anderen Mädchen in diesem Buch umgeht.

Mila ist jetzt auch nicht gerade die starke Heldin, die man sich wünscht. Sie ist völlig verschossen in Rush und auch wenn sie am Anfang noch widersteht, so schafft sie es auf Dauer nicht, ihre Gefühle für ihn unter Kontrolle zu bringen. Ich hatte so meine Probleme mit Mila. Zu erwachsen für ihr Alter, aber dabei trotzdem irgendwie recht naiv. Schwierig einzuschätzen, das Mädel.

Rush ist, wie gesagt, ein echter Antiheld. Ich konnte mich weder mit ihm, noch mit seinen Bandkumpanen anfreunden. Saufen, Frauen und Musik scheint der Lebensinhalt der jungen Männer zu sein. Glücklich macht sie das aber definitiv nicht. Das fand ich ganz schön, dass Paige Brown es geschafft hat, dem Leser sehr deutlich vor Augen zu führen, dass Ruhm und von Mädchen angehimmelt zu werden, definitiv nicht ausreicht, um ein glückliches Leben zu führen.

Die Geschichte ist relativ vorhersehbar. Große Überraschungen habe ich nicht erlebt, mich aber auch an keiner Stelle gelangweilt.

Alles in allem fand ich die Geschichte gut geschrieben und habe sie gerne gelesen. Wenn man das Buch nicht liest, dann verpasst man nichts, aber man macht damit auch nichts falsch. Von mir gibt es 3 Federn.

Mein Lerneffekt aus dieser ganzen „Diskussion“ ist übrigens, dass ich mich zukünftig völlig aus sowas raushalte, durchaus etwas sensibler lesen und strenger bewerten werde, aber es mir nicht nehmen lasse, dass ich solche Bücher auch zukünftig gut bewerten werde, wenn sie mich unterhalten haben.

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