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[Rezension] Die Enklave – Ann Aguirre

Geposted am 6. Februar 2015 um 8:48

blanvalet Verlag, Rezension, Ann Aguirre, Random House Verlage

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Titel: Die Enklave
Reihe: Band 1
Autorin: Ann Aguirre
Verlag: blanvalet
Erscheinungsjahr: 2011
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 345

Meine Wertung: 2 Federn

Klappentext:

New York wurde in einem längst vergessenen Krieg zerstört. Die Oberfläche ist durch Säureregen und glühende Hitze unbewohnbar geworden. In den U-Bahn-Tunneln der Stadt leben die junge Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich, die sich Tag für Tag bemühen, genug Nahrung für ihren Stamm zu erlegen. Da wird Zwei an die Oberfläche verbannt. Ein sicheres Todesurteil! Darum kann sie kaum glauben, dass Bleich beschließt, sie zu begleiten. Doch der würde alles tun, um Zwei nicht zu verlieren …

Rezension:

Der Klappentext hörte sich vielversprechend an, dann allerdings lag das Buch 3 Jahre auf meinem SuB. Nun habe ich es im Rahmen der Random House Challenge endlich gelesen.

Ich bin ein bisschen zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Zuerst haben mich die enorme Brutalität und der Ekelfaktor wirklich abgeschreckt. Freaks, die gegenseitig ihre Kadaver auffressen *schüttel* Ich war drauf und dran, das Buch abzubrechen. Irgendwie wollte ich aber unbedingt wissen, warum Zwei an die Oberfläche verbannt wird, so dass ich dachte “okay, bis dahin hältst du durch” und dann war es in den Tunneln wirklich spannend. Während der Zeit, die Zwei und Bleich noch in den Tunneln verbringen, wird das Tempo extrem weit oben gehalten. Seite um Seite flog nur so dahin.

Leider wurde es, als die beiden die Oberfläche dann erreichen so langweilig, dass ich das Buch schon wieder fast zur Seite gelegt hätte. Hier dauert es deutlich zu lange, bis die Spannung wieder ein bisschen anzieht. Sie bleibt an der Oberfläche aber leider die gesamte Zeit über auf einem relativ niedrigen Level, verglichen mit der Zeit in den Tunneln.

Auch gefällt mir nicht, dass den Figuren immer wieder Meister Zufall hilft. Sie geraten ohne Lebensmittel in einen Winter? Macht nichts. Zwei Tage später ist der Winter schon wieder vorbei. Sie müssen entscheiden, ob sie einen Menschen retten und damit nur langsam vorwärts kommen oder sterben lassen? Wie praktisch, der ist schon so tot, dass er die Gnade annimmt, seinem Leben ein schnelles Ende zu bereiten. Es gibt viele solche Zufälle, die einfach nur gestellt wirken.

Zu den Charakteren kann ich heute, gerade mal 4 Tage, nachdem ich das Buch gelesen habe, schon nicht mehr viel sagen. Ein ganz schlechtes Zeichen, wenn einem die Figuren so wenig im Gedächtnis bleiben.

Zwei hat mir noch am besten gefallen, auch wenn sie zunächst nicht die typische Hauptfigur einer Dystopie ist. Sie erkennt das System vorbehaltslos an und muss erst sehr weit ins Oben eindringen, damit sie zu zweifeln beginnt. Gerade dies machte Zwei für mich aber auch glaubwürdig.

Bleich machte seinem Namen leider alle Ehre. War er für mich in den Tunneln noch der strahlende Held, der es mir wirklich angetan hatte, so wurde er an der Oberwelt immer bleicher und trat nur noch wenig in Erscheinung.

Pirscher und Tegan, die beiden Neuankömmlinge der Gruppe, bringen zwar etwas Leben in die Bude, aber beide kann man ganz schwer einschätzen. Pirscher ist einfach ein Charakter, der nur auf seinen Vorteil bedacht ist und auf den man sich nicht verlassen kann. Ich habe nicht verstanden, warum Zwei und Bleich ihm vertrauen.

Alles in allem kann ich dieses Buch leider nicht empfehlen, da es gegen andere Dystopien leider sehr weit abfällt. Die Handlung plätschert an der Oberfläche vor sich hin und die Charaktere bleiben überwiegend blass. 2 Federn und von mir keine Leseempfehlung.

Weitere Rezensionen findest du bei:
Biblio Fantastica
Die Buchrebellin

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