• 5 Sterne,  Biografien und Erinnerungen,  Gelesen 2013,  Rezensionen

    [Rezension] Godafoss – Ottar Sveinsson

    Rezension, Ankerherz Verlag, Ottar Sveinsson, Godafoss

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    Titel: Godafoss
    Reihe: Einzelband
    Autor: Ottar Sveinsson
    Verlag: Ankerherz
    Erscheinungsjahr: 2011
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 192

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Reykjavík, 1944: Während Marlene Dietrich für die Soldaten der Alliierten singt, legt die Goðafoss ab. Islands größter Passagierfrachter, der »Stolz der Insel«, wie das Schiff viele nennen, wird sich einem Schiffskonvoi anschließen. An Bord herrscht Angst vor Angriffen deutscher U-Boote, die im Nordatlantik lauern. Zunächst geht alles gut. Doch dann verketten sich tragische Umstände, die zur Katastrophe führen.

    Dem isländischen Reporter Óttar Sveinsson ist es gelungen, die Überlebenden des Untergangs zu sprechen. Ihre Erinnerungen fügen sich zusammen zu einem packenden, realen Thriller. Wir haben den Bestseller, in dem zahlreiche historische Fotografien zu sehen sind, überarbeitet und mit neuen Kapiteln vom Leben an Bord des U-Boots ergänzt, das die Goðafoss versenkte.

    Rezension:

    Nein, es handelt sich nicht um ein Buch, welches man mal eben nebenbei liest. Aber, es handelt sich um ein Buch, welches mich so gefangen genommen hat, dass ich es innerhalb von 2 Stunden gelesen hatte. Ansprechen durfte mich heute Mittag niemand aus der Familie, ich war gefangen. Gefangen auf der Godafoss, gefangen in den Emotionen, die dieser Tatsachenbericht in mir heraufbeschwor und gefangen mit und neben diesen Menschen und ihren Schicksalen.

    Lange hat mich ein Buch nicht mehr so berührt und schockiert, wie es dieser Bericht getan hat. Wütend musste ich mit ansehen, wie ein englisches Kampfschiff lieber mit Bomben auf ein deutsches U-Boot schoß, als die in Seenot geratenen, um ihr Leben kämpfenden Isländer (Männer, Frauen und Kinder) aus dem Wasser zu holen. Im November ist das überleben im eisig kalten Wasser fast nicht machbar. Wie grausam können Menschen sein?

  • 5 Sterne,  Dystopien,  Gelesen 2013,  Rezensionen

    [Rezension] Amor (2): Pandemonium – Lauren Oliver

    Rezension, Lauren Oliver, Carlsen Verlag

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    Titel: Pandemonium
    Reihe: Amor-Trilogie; Band 2
    Autorin: Lauren Oliver
    Verlag: Carlsen
    Erscheinungsjahr: 2012
    Einband: ebook
    Seitenanzahl: 350

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Das Mädchen, das glaubte, was man ihm sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

    Rezension:

    Um Längen besser als der erste Band! Ich fand schon den ersten Band wirklich gut, aber Pandemonium schlägt Delirium wirklich bei weitem. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und sehr spannend. Das Buch ist in zwei Zeiten eingeteilt, in denen immer abwechselnd weiter erzählt wird „heute“ und „damals“. Beide Handlungsstränge sind so spannend, dass man immer nur weiterlesen kann und ich hatte das Buch innerhalb weniger Stunden durchgelesen. So sehr hat mich lange kein Buch mehr gefesselt. Obwohl ich den ersten Band bereits vor längerer Zeit gelesen habe, hatte ich keine Probleme, mich wieder in die Geschichte hinein zu versetzen.

    Lena ist eine überaus sympathische Protagonistin. Sie handelt logisch nachvollziehbar und sie passt sich nach anfänglichen großen Schwierigkeiten ihrem neuen Leben an. Lena selbst wird einfach erwachsen, sie muss mutiger werden, sie muss über sich selbst hinaus wachsen, sonst überlebt sie in der Wildnis nicht. Dies gelingt ihr nicht von Anfang an, aber es gelingt ihr. Mit Raven, Hunter und den anderen findet sie gute Freunde, die bereit sind für sie einzustehen.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2013,  Liebesromane,  Rezensionen

    [Rezension] Aussicht auf Sternschnuppen – Katrin Koppold

    Katrin Koppold, Rezension

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    Titel: Aussicht auf Sternschnuppen
    Reihe: Sternschuppen-Reihe; Band 1
    Autorin: Katrin Koppold
    Verlag: Rowohlt
    Erscheinungsjahr:  2013 (2015 bei Rowohlt als Neuauflage)
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 292

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Helga fällt aus allen Wolken, denn ihr Freund scheint sie mit einer heißblütigen Italienerin zu betrügen. Diesen Kerl wollte sie heiraten und mindestens vier Kinder mit ihm haben? Hals über Kopf folgt Helga Giuseppe gen Süden – ohne Gepäck, dafür aber mit einem unerwarteten Begleiter: Nils. Schauspieler, Kettenraucher und bald mehr als eine zufällige Reisebekanntschaft…

    Rezension:

    Ein wunderbares Buch. Helga und Nils, zwei mir zunächst absolut unsympathische Menschen, konnte ich im Laufe der Geschichte ins Herz schließen. Ich mochte beide nicht, fand sie beide auf ihre Art arrogant und egoistisch. Aber, je länger die Autofahrt nach Italien dauert, desto mehr habe ich die beiden in mein Herz geschlossen und am Ende liebte ich sie beide.

    Herrlich fand ich die Wortduelle der beiden Protagonisten auf der Autofahrt. Aber auch die tiefgründigen Gespräche am Strand und das liebevolle umsorgen von Nils, obwohl er Helga eigentlich noch gar nicht so richtig kennt und mag.

  • 5 Sterne,  Biografien und Erinnerungen,  Gelesen 2013,  Rezensionen

    [Rezension] Unheilig – Die offizielle Autobiografie

    Rezension, Unheilig, Riva Verlag

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    Titel: Unheilig – Als Musik meine Sprache wurde
    Die offizielle Autobiografie
    Reihe: Einzelband
    Verlag: Riva
    Erscheinungsjahr: 2012
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 287

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Mehrfach Platin in Deutschland, Platin in Österreich und der Schweiz – mit dem Album Große Freiheit stieß DER GRAF im Jahr 2010 Herbert Grönemeyer vom Sockel, da Unheilig 23 Wochen lang die deutschen Charts anführte – länger als jeder deutsche Künstler zuvor. Ausverkaufte Konzerte, gefeierte TV-Auftritte – die Band Unheilig stand in den vergangenen drei Jahren fast überall an erster Stelle.

    Viel wurde über Unheilig und den GRAFEN geschrieben und gesagt – eine wirkliche Annäherung an den momentan erfolgreichsten Musiker Deutschlands gelang jedoch nie. Nun bricht DER GRAF endlich sein Schweigen und gibt in seiner Autobiografie einen erstaunlich offenen Einblick in sein bewegtes Leben und den steinigen, am Ende aber fast märchenhaften Aufstieg zum erfolgreichsten deutschen Musiker dieser Zeit.
    Es ist das Buch des GRAFEN für seine Fans, für die er seit mehr als zehn Jahren komponiert und singt.

    Rezension:

    Ich bin mehr als positiv überrascht. Ich bin kein riesengroßer Fan von Unheilig, mag die Musik aber gerne von Zeit zu Zeit hören. Als ich sah, dass es eine Biografie über Unheilig gibt, da packte es mich aber. Irgendwie zogen mich Cover und Klappentext magisch an. Was soll ich sagen. Biografien zu rezensieren, ist nie einfach. Ich wurde in den Werdegang des Grafen und Unheilig schier hineingezogen. Schon fast atemlos folgte ich dem Grafen auf seinem Weg mit der und zur Musik.

    Richtig gut gefallen hat mir, dass auch in der Biografie die Musik und sein Leben als Musiker bzw. werdender Künstler im Vordergrund steht. Der Graf hält sein Privatleben ja komplett aus der Presse heraus und auch nach dem Lesen der Biografie weiß man nicht mehr über seine Familie und Freunde als vorher. Das hat mir persönlich sehr imponiert, dass er sich auch jetzt treu bleibt. Sein Werdegang hin zum erfolgreichen Musiker ist auch so spannend genug.

    Ich finde den Erzählstil sehr nah am Leser dran. Sicher hält man hier kein großes literarisches Meisterwerk in Händen, aber dafür ein Werk, aus dem man förmlich den Künstler zu sich sprechen hört.

    Interessant waren die Einblicke ins Musikgeschäft, denn auch das wurde dem Leser nochmal deutlich vor Augen geführt. In vielerlei Hinsicht ist es auch nur ein Geschäft, was da gemacht wird bzw. ein Beruf, den Menschen ausüben. Der Graf hat versucht (ich denke mal, es auch geschafft) sich selbst treu zu bleiben und seine Liebe zur Musik nicht dem Geschäft unterzuordnen. Auch das hat mir, wie ich zugeben muss, stark imponiert.

    Nicht so richtig vorstellen kann man sich, dass der Graf wirklich so viele Versagensängste, anscheinend auch heute noch, wie man es aus der Biografie heraus liest hat. Bei jedem Satz spürt man förmlich das Erstaunen darüber, dass er es geschafft hat so erfolgreich zu werden. Das finde ich persönlich eher verwunderlich. Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass mit einem solchen Erfolg das Selbstvertrauen quasi fast automatisch irgendwann mitgeliefert wird. Dies scheint nicht unbedingt so zu sein.

    Von mir gibt es 5 Federn und eine Leseempfehlung.

    Weitere Rezensionen zur Biografie von Unheilig findet ihr bei:
    Reading Penguin (Hörbuch)

  • 5 Sterne,  Gelesen 2013,  Kinderbücher,  Rezensionen

    [Rezension] DIe Nachtschwärmer – Patrice Talleur

    Rezension, Patrice Talleur, Andreas Gaertner, Esslinger Verlag

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    Titel: Die Nachtschwärmer
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Patrice Talleur
    Illustrationen: Andreas Gaertner
    Verlag: Esslinger
    Erscheinungsjahr: 2013
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 40

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Nacht für Nacht begleiten die Nachtschwärmer uns Menschen ins Land der Träume. Doch wie aus dem Nichts tauchen in sternlosen Nächten die Schatten auf. Sie sind schnell, listig und entschlossen, die Träume zu zerstören. Doch die Nachtschwärmer nehmen tapfer den ungleichen Kampf gegen die Schatten auf.

    Rezension:

    Dieses Buch wird ab 6 Jahren empfohlen, aber es ist viel mehr als ein Kinderbuch. Es ist ein Buch, welches Mut macht, das Träumen nicht aufzugeben.

    Die Zeichnungen sind düster, da die Nachtschwärmer natürlich nur nachts unterwegs sind, aber wunderschön. Wenn man genauer hinschaut, dann gibt es auf den Bildern viel mehr zu entdecke, als man im ersten Moment sehen kann.

    Die Geschichte ist kurz, aber spannend erzählt. Die Menschen verlernen das Träumen, da die Nächte immer kürzer werden, weil die Schatten die Zeit schneller laufen lassen. Zunächst sind die Nachtschwärmer verzweifelt, aber durch eine zufällig Begegnung haben die eine Idee, wie sie den Menschen ihre Träume wieder zurückgeben können. Die Sprache von Patrice Talleur ist einerseits einfach und eingänglich, aber gleichzeitig auch wunderbar poetisch.

    Ich kann das Buch wirklich empfehlen und vergebe gerne 5 Federn.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2013,  Kinderbücher,  Rezensionen

    [Rezension] Auf der Suche nach Atlantis (Käpt´n Kuddel; Band 1) – Johannes Saurer und Ulrike Albers

    Rezension, Cover, Käpt´n Kuddel, Ankerherz Verlag,

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    Titel: Auf der Suche nach Atlantis
    Reihe: Käpt´n Kuddel; Band 1
    Autoren: Johannes Saurer und Ulrike Albers
    Verlag: Ankerherz
    Erscheinungsjahr: 2011
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 48

    Meine Wertung: Federn

    Klappentext:

    Käpt’n Kuddel ist ein alter Seemann, der mit seinem Kater “Rubens” auf einem Schiff lebt. Das Geld ist knapp. Schon lange hat er keine Ladung mehr transportiert. Was nun? Kuddel bricht auf zu einer Reise, um den sagenhaften Schatz von “Atlantis” zu finden. In London, seiner ersten Station, lernt er zwei Kinder kennen, die ihn auf seine Abenteuer begleiten …

    Rezension:

    Mir hat Käpt´n Kuddel sehr gefallen. Die Bilder sind einfach wunderschön gezeichnet. Auch die Geschichte ist interessant und man liest sie sehr gut. Allerliebst fand ich den Kater Rubens, der in Gedanken alles kommentiert, was Käpt´n Kuddel und seine Mannschaft tut.

    Ich frage mich allerdings, ob die Altersempfehlung wirklich so stimmt. Es geht um Streik, weil die Hafenarbeiter nicht richtig bezahlt werden und um Kinder, die aus einem Kinderheim weggelaufen sind. Ich denke, dass bei diesem Comic auf jeden Fall die Eltern gefordert sind viel zu erklären. Fraglich ist, ob ein 4-6 jähriges Kind schon so weit ist, das wirklich zu verstehen.