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[Rezension] Sehnsuchtsort und Ankerpunkt – Axel Birgin

Titel: Sehnsuchtsort und Ankerpunkt – Ein Haus in Südfrankreich
Reihe: Einzelband
Autor: Axel Birgin
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsjahr: 2022
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 192
Meine Wertung: 5 SterneKlappentext:
Trotz der Lektüre von Peter Mayle „Mein Jahr in der Provence“ kaufte ich im Alter von 41 Jahren einen 300 Jahre alten Bauernhof im Languedoc. Den Lebensschwerpunkt nach Südfrankreich verlagert und mittlerweile in Rente, möchte ich die vielen Geschichten, die ich durch den Kauf des Hauses in den letzten 30 Jahren erlebt habe, mit diesem Buch festhalten.
Rezension:
Axel Birgin schreibt sehr kurzweilig über den Kauf eines alten Hauses in Südfrankreich. Doch eigentlich ist es so viel mehr, als nur das. Da der Autor, als er das Haus kauft, noch fest im Berufsleben in Deutschland steht, kann er nur im nicht gerade üppig bemessenen Urlaub, in Südfrankreich das Zepter selbst in die Hand nehmen. Und genau hier zeigt sich die unglaubliche Freundlichkeit der Menschen, die in dem Ort leben, in dem Axel Birgin sein Haus gekauft hat. Er trifft auf unglaublich hilfsbereite Nachbarn, die immer ein offenes Ohr haben, die Dinge für ihn erledigen oder beaufsichtigen und die einfach da sind, um zu helfen.
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[Rezension] Ein scheinbar perfektes Leben – Michelle Hunziker
AnzeigeTitel: Ein scheinbar perfektes Leben
Reihe: Einzelband
Autorin: Michelle Hunziker
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2018
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 332Klappentext:
Sie ist eine strahlende Erscheinung, und ihr Leben scheint perfekt. Doch das war nicht immer so. Erstmals erzählt Michelle Hunziker von Zeiten in ihrem Leben, die alles andere als strahlend waren. Als junge Frau geriet sie in die Abhängigkeit einer Sekte. Schnell wurde aus dem anfänglichen Halt Zwang und Entmündigung. Die Sekte bestimmte fortan über ihr Leben und forderte die Trennung von ihrem Mann Eros Ramazzotti. Viele harte Jahre durchlitt sie, bis sie den Ausstieg schaffte und stärker als je zuvor ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen konnte.
Rezension:
Dieses Buch habe ich eher zufällig in die Hand bekommen und war schnell von diesem Tatsachenbericht gefesselt.
Irgendwie denkt man ja immer, dass so unglaublich erfolgreiche Menschen, wie Michelle Hunziker, auch unglaublich selbstbewusst sind und genau wiesen, wie das Leben so läuft. Ja weit gefehlt. Sie sind eben auch alle nur Menschen, wie du und ich. Die eine selbstbewusster, die andere halt weniger.
Michelle Hunziker erzählt sehr offen von ihrem Weg ins Showgeschäft. Ihr Erfolg ist ihr nicht zufällig zugeflogen, sondern durch Arbeit und Durchhaltevermögen gelungen. Dabei geht sie aber auch sehr offen damit um, dass sie als junge Frau gar nicht selbstbewusst und durchsetzungsfähig war. Eher das Gegenteil war der Fall.
Man fragt sich ja immer, wie Leute in die Fänge von Sekten geraten. Auch hier berichtet die Künstlerin sehr offen und ehrlich, wie sie da hineingeraten ist. Sie zeigt schonungslos auf, wo ihre persönlichen Schwächen lagen, die die Sektenführerin für sich zu nutzen wusste. Immer weiter schafft die Anführerin, Celia, es, die junge Frau von Freunden und Familie zu trennen.
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[Rezension] Einmal Himmel und zurück zu mir – Celine Stüker
AnzeigeTitel: Einmal Himmel und zurück zu mir
Reihe: Einzelband
Autorin: Celine Stüker
Verlag: KLHE
Erscheinungsjahr: 2023
Einband: Softcover
Seitenanzahl: 287Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
Wollten Sie auch schon einmal alles hinter sich lassen und auf Neustart drücken?
Einfach los. Abenteuerlustig und von dem Wunsch beseelt, alte Muster über Bord zu werfen, wagt Celine den Sprung ins Ungewisse. Nur mit einem Rucksack reist sie um die Welt; tanzt auf den Straßen von Buenos Aires, steigt auf einen brodelnden Vulkan und übernachtet im australischen Outback. Jeden Kontinent will sie riechen, schmecken und erfahren.
Doch dann fällt sie bei einem Fallschirmsprung in Australien vom Himmel und ihr Leben steht plötzlich Kopf… Rückenversteifung und Schmerztherapie statt surfen auf Bali.
Einfühlsam und humorvoll lädt die Autorin auf eine ganz besondere Reise ein, die neue Leichtigkeit schenkt. „Mein Buch entstand durch den Zu-Fall des Lebens. Ich möchte Mut machen, neue Perspektiven zu entdecken, und die Freude wecken an der Vielfalt des Lebens, die auf jeden von uns täglich wartet.“
Rezension:
Die Autorin ist ungefähr in meinem Alter, als sie in Deutschland alles hinter sich lässt und zu einer Weltreise aufbricht. Vielleicht machte es mir das noch ein bisschen leichter, mich in sie hinein zu versetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen.
Der Hauptteil des Buches dreht sich um den Südamerikanischen Kontinent. Celine Stüker schreibt so bildhaft, dass ich fast das Gefühl hatte, mit ihr dort zu sein. Mich hat beim Lesen stark beeindruckt, dass Celine so offen und mutig ist. Ich hatte den Eindruck, dass sie vor der Weltreise ein eher behütetes, angepasstes Leben geführt hat, in dem es nicht viele spontane Entscheidungen zu treffen gab. Sie war eher der Typ, der Listen führt, alles plant und nichts dem Zufall überlässt. Auf ihrer Reise durch Südamerika lernt sie, immer mehr Spontanität zulassen. Diese Entwicklung fand ich extrem spannend. Mit ihrem Erfahrungsbericht zeigt uns die Autorin auch, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Irgendwie findet es sich immer, sei es, dass das gebuchte Zimmer nicht bereit steht, oder dass eine eigentlich gewünschte Fahrt nicht stattfinden soll. Durch glückliche Fügungen oder eigene Initiative findet die Autorin immer eine Lösung und kommt vorwärts.
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[Rezension] Läuft schon – Nicole Staudinger
AnzeigeTitel: Läuft schon
Reihe: Einzelband
Autorin: Nicole Staudinger
Sprecherin: Nicole Staudinger
Verlag: argon Hörbuch
Erscheinungsjahr: 2023
Format: Streaming über Storytel
Länge: 4 Stunden 55 MinutenMeine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
Keine Ausreden mehr: In diesem Hörbuch bringt Bestsellerautorin Nicole Staudinger auch Sportmuffel in Bewegung. Das Laufhörbuch ohne Laufplan – aber mit umso mehr Spaß!
»Mein erster Lauf-Versuch scheiterte kläglich. Nach nur siebzehn Sekunden. Mehr war als etwas moppelnde Sport-Newcomerin einfach nicht drin. Heute laufe ich drei bis fünf Mal pro Woche – jeweils zwischen fünf und achtzehn Kilometer. Am Stück. Und das seit mehreren Jahren. Wie es zu diesem Weltwunder kommen konnte, was es dafür gebraucht hat (und was nicht), davon erzähle ich in diesem Hörbuch. Denn: Wenn ich das schaffe, schaffen Sie es auch!«
Lange Zeit stand für Nicole Staudinger fest: Sport ist Mord. Doch um nach ihrer Brustkrebserkrankung wieder zurückzufinden in ein gesundes und bewegliches Leben – und um ein paar Pfunde zu verlieren – begann die Schlagfertigkeitsqueen zu laufen. Und hörte nicht mehr auf: Mittlerweile hat sie ihren ersten Halbmarathon erfolgreich geschafft. Wie es ihr gelang, ihren inneren Schweinehund zu überwinden und Freude am Laufen zu finden, davon erzählt sie gewohnt humorvoll und mit viel Selbstironie.
Rezension:
Über das Hörbuch bin ich ganz zufällig gestolpert. Da ich gerade nichts besseres finden konnte, dachte ich, ich höre mal rein. Und, was soll ich sagen? Ich bin froh darüber, dass ich rein gehört habe, denn sehr schnell hatte Nicole Staudinger mich mit ihrer humorvollen Art gefangen genommen.
Die Autorin spricht das Hörbuch selbst und berichtet dabei so kurzweilig, wie sie vom absoluten Sportmuffel zur Läuferin geworden ist, dass ich Lust bekommen habe, die Laufschuhe selbst wieder zu schnüren. Nicole Staudinger nimmt den Leser bzw. Hörer mit auf ihren eigenen Weg. Sie hat viele Jahre keinen Sport gemacht und es nun geschafft, mehrere Halbmarathons zu laufen. Ihr Credo ist: „Wenn ich das schaffe, dann schaffen Sie das auch.“
Das ist übrigens was, was ich unglaublich sympathisch finde. Sie siezt die Leserin. Ich bin da ja echt altmodisch. Ich mag es nicht, ungefragt geduzt zu werden. Das Siezen machte es mir hier wirklich sehr komfortabel, mich angesprochen zu fühlen. Das mag sich für einige lächerlich anhören, für mich war es ein Highlight.
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[Rezension] Der Tag, der mein Leben veränderte – Tim Pröse
AnzeigeTitel: Der Tag, der mein Leben veränderte
Reihe: Einzelband
Autor: Tim Pröse
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2022
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 256Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
Plötzlich steht die Welt still. Manchmal ist es ein Schicksalsschlag, manchmal ein Krieg oder eine Verzweiflungstat, die unser Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellt. Wie gehen Menschen damit um, wenn sie hinfallen, alles verlieren – und wie finden sie aus tiefster Krise zu sich selber? Nr.-1-Spiegel-Bestseller-Autor Tim Pröse begleitete solche Menschen lange und erzählt nun in 15 berührenden Porträts von ihnen. Und von dem Wunder ihrer seelischen Widerstandskraft, ihrer Resilienz. Inspirierende Geschichten aus der Mitte der Gesellschaft, die Hoffnung und Mut machen, dem Leben immer positiv gegenüber zu treten und neue Wege zu gehen.
Rezension:
Erneut hat Tim Pröse die Geschichte von Menschen aufgegriffen. In diesem Buch geht es um 15 Menschen, 15 Schicksale. Es geht um Menschen, die tief gefallen sind, Schicksalsschläge verkraften mussten und die wieder aufgestanden sind.
Das Buch macht Mut. Ich weiß nicht, ob ich so mutig wäre, aber es zeigt, dass es geht. Man stolpert, fällt, und dann ist es an einem selbst, zu entscheiden, ob man liegen bleibt, oder ob man sich wieder hoch kämpft. Die 15 hier porträtierten Menschen haben sich wieder hoch gekämpft. Tim Pröse erzählt ihre Geschichten ehrlich und offen, aber auch mit der gebotenen Sensibilität. An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir vielleicht nicht weniger Fakten, aber mehr Gefühle gewünscht. Nun ist mir aber klar, dass der Autor nur das schreiben kann, was die Personen ihm vermittelt haben. Und vielleicht ist das mit den Emotionen auch so eine Sache. Wie nah lässt man seine Geschichte und damit auch den Leser erneut an sich heran kommen? Ich kann durchaus verstehen, warum es an der einen oder anderen Stelle etwas nüchterner geworden ist.
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[Rezension] Weiter immer weiter… meine Erlebnisse auf dem Jakobsweg – Karl-Heinz Brass
AnzeigeTitel: Weiter immer weiter… meine Erlebnisse auf dem Jakobsweg
Reihe: Einzelband
Autor: Karl-Heinz Brass
Verlag: C. M. Brendele Verlag
Erscheinungsjahr: 2007
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 158
Meine Wertung: 3 Federn
Klappentext:
Es war eines der Vorhaben, das er schon länger plante. Dann die Diagnose »Parkinson« und er weiß, wenn er diesen Weg noch gehen will, dann jetzt. Spontan, wie er immer lebte, entscheidet er sich. Die Vorbereitungszeit ist kurz. Am 29. März 2007 bricht er in Begleitung seiner Partnerin auf nach Roncesvalles an der spanisch/französischen Grenze, wo am nächsten Morgen sein Abenteuer beginnt. Der 800 Kilometer lange Jakobsweg wird zu einem »Lebensweg« an den sich der Neupilger erst gewöhnen muss. An Regentage, an Kälte, an unwegsame Etappen, dann endlich Sonne und blauer Himmel. Er begegnet Menschen, manchen immer wieder. Es gibt merkwürdige Begegnungen, die ihn noch lange beschäftigen. Er schließt Freundschaften auf Zeit, lässt sich zu Wettrennen provozieren …
Es ist auch ein Paarweg. Jeder erlebt ihn auf seine Weise. Er wandert, sie fährt voraus, besorgt Quartiere, wäscht und trocknet die Pilgerkleidung. Im Bedarfsfall wärmt sie auch Tortillas auf der Heizung. Das Paar tauscht sich aus, lacht gemeinsam, pflegt und tröstet sich, baut sich gegenseitig auf, bis sie sich doch trennen müssen … Er geht den Weg zu Ende, allein, und schafft es – trotz seiner 61 Jahre, trotz Parkinson. Das Abenteuer Leben ist nicht zu Ende. Es geht weiter, immer weiter …
Rezension:
Nett, aber mehr leider auch nicht. Ich interessiere mich sehr für den Jakobsweg und vor allem für die Menschen, die ihn (aus den unterschiedlichen Gründen) gehen. Der Klappentext sprach mich an, denn er versprach eine spannende Lebensgeschichte. Karl-Heinz Brass ist an Parkinson erkrankt und entscheidet sich spontan, den Weg zu gehen. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Die Krankheit an sich spielt in dem Buch überhaupt keine Rolle. Nun mag es so sein, dass sie ihn tatsächlich noch nicht einschränkt, da er den Weg sofort plant, als er von der Erkrankung erfährt (zumindest habe ich das so verstanden). Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass das eventuell erklärt wird, damit der Leser auch versteht, ob Einschränkungen da sind, oder nicht.
Was mich massiv gestört hat ist, dass vor allem die letzten 100 km des Camino, als Brigitte nach Hause abgereist ist, wie ein Wettlauf mit sich selbst wirken. Sobald er auf sich allein gestellt ist, will er nur noch weg vom Camino (zumindest wirkt es auf mich so). Einerseits möchte ich das Verhalten von Herrn Brass weder be- noch verurteilen, denn es ist sein Leben, seine Art, den Weg zu gehen. Und das ist selbstverständlich in Ordnung.