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[Rezension] Dream on: Tödliche Träume – Nikolas Stoltz

Geposted am 5. Januar 2018 um 9:37

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Titel: Tödliche Träume
Reihe: Dream on; Band 1
Autor: Nikolas Stoltz
Verlag: FeuerWerke Verlag
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: ebook
Seitenanzahl: 295

Meine Wertung: 4 Federn

Klappentext:

Träumen per Knopfdruck! Die US-Firma DREAM ON hat eine vernetzte, virtuelle Traumwelt entwickelt, die sich absolut lebensecht anfühlt. Doch über das Unternehmen legt sich ein dunkler Schatten. Die Träumenden werden von ihren schlimmsten Ängsten heimgesucht und grausam gefoltert.

Der Traumdesigner Nick Quentin vermutet ein Virus im System und folgt der Spur durch die künstliche Welt. Doch damit gerät er selbst ins Visier eines skrupellosen Gegners, der ihm immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Eine gnadenlose Treibjagd zwischen Traum und Realität beginnt…

Rezension:

Wir lernen zunächst Nick kennen, der einen Job bei Dream on angenommen hat und eigentlich gar nicht wirklich weiß, was ihn dort erwartet. Auf jeden Fall liegt sein neuer Arbeitsplatz weit außerhalb jeder Zivilisation und die Begrüßung ist nicht gerade herzlich. Mich hatte der Autor damit gepackt, denn ich wollte unbedingt wissen, warum Nick diese Arbeit angenommen hat, und was seine Aufgabe eigentlich genau sein wird. Über seine Motivation bei Dream on anzufangen erfahren wir eher wenig, aber dafür umso mehr darüber, wie die Traumlandschaft funktioniert. Das hat Nikolas Stoltz hervorragend geschafft, mir Dream on näher zu bringen. Bedingt dadurch, dass die Teile, die in der Traumwelt spielen kursiv gedruckt sind, konnte man sich immer sehr schnell orientieren, wo sich die Figuren gerade befinden. Auch der Aufbau von Dream on erscheint mir schlüssig und stringent durchdacht.

Lena hat mir als Persönlichkeit sehr gut gefallen, allerdings war ihr Charakter ein bisschen klischeehaft dargestellt. Abgeordnet ans Ende der Welt, wird sie von ihrem neuen Partner, der ein echter Macho ist, klein gehalten. Immer wieder frauenfeindliche Sprüche gegen die sie sich nicht wirklich wehrt. Das macht sie in meinen Augen sehr schwach, obwohl sie Potential hat eine starke Persönlichkeit zu sein. Zwischendurch unternimmt sie Alleingänge und bringt sich selbstverständlich jedes mal in tödliche Gefahr.

Bis der Mord geschieht hatte ich schon ein bisschen Gelegenheit, mich in die Arbeit bei Dream On Entertainment einzufinden. Die Traumwelt kann ich mir gut vorstellen und finde es spannend, was die Avatare dort alles erleben können. Nach und nach lässt Nikolas Stoltz den Leser auch daran teilhaben, wozu man diese Traumwelt mißbrauchen kann. Er deckt ein ungeheuerliches Komplott auf und ich wollte wissen, wie die Zusammenhänge hinter den Kulissen von Dream on sind. Wer steckt mit drin und wer nicht, und wird Nick den Fall lösen?

Leider muss ich aber sagen, dass mich der Schreibstil des Autors zu Beginn nicht ganz überzeugen konnte. Ich hatte Probleme, mir die Figuren vor meinem inneren Auge lebendig werden zu lassen, da ich sie mir einfach nicht vorstellen konnte. Dadurch hatte ich, bedingt durch die Vielzahl der Figuren, immer wieder Probleme, mich zu erinnern, wer nun eigentlich wer ist. Nach rund 80 Seiten gab sich das aber und ich war endlich richtig drin in der Geschichte und mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Irgendwann hatte mich der Schreibstil des Autors so in den Bann der Geschichte gezogen, dass ich unbedingt wissen wollte, wer hinter den Vorkommnissen bei Dream on steckt. Insgesamt gesehen fand ich die Geschichte umso spannender, ja mehr wir uns dem Ende näherten. Sie ist über das gesamte Buch gesehen stringent erzählt und Nikolas Stoltz schafft es, sich nicht in seiner eigenen Traumwelt zu verirren, sondern alles, was er an Handlungsfäden anfängt, auch logisch zu Ende zu bringen.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich noch. Meiner Ansicht nach macht es Nikolas Stoltz an der einen oder anderen Stelle seinen Protagonisten zu einfach. Immer finden Nick und seine Kollegen recht schnell eine Lösung, wie sie das System umgehen können. Aus jeder brenzligen Situation sind sie schwups wieder heraus. Ein paar mehr Stolpersteine die wirklich nicht so leicht zu lösen sind, wären nicht schlecht gewesen um mehr Spannung zu erzeugen. Der “Thrill” kam irgendwie ein ganz kleines bisschen zu kurz.

Dream on – Tödliche Träume ist ein spannendes Buch, dass mich in seinen Bann  ziehen konnte. Ich war am überlegen, ob ich 3 Federn vergebe, da der Einstieg in das Buch für mich recht mühsam war, aber die spannende Geschichte schaffte es am Ende doch, mir 4 Federn abzuringen.

Weitere Rezensionen findet ihr bei:
KeJas-Blogbuch – 2 Sterne
Die Buchkuschlerin – 4 Sterne
Krimisofa – 4 Sterne
Dreamy Bibliomanic – 1 Stern

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