• 4 Sterne,  Gelesen 2021,  Historische Romane,  Rezensionen

    [Rezension] Die Dorfärztin (1): Ein neuer Anfang – Julie Peters

    Rezension, atb, Julie Peters, Die Dorfärztin

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    Titel: Ein neuer Anfang
    Reihe: Die Dorfärztin; Band 1
    Autorin: Julie Peters
    Verlag: atb
    Erscheinungsjahr: 2020
    Einband: Taschenbuch, ebook
    Seitenanzahl: 377

    Meine Wertung: 4 Federn

    Klappentext:

    Sie lässt sich durch nichts und niemanden von ihrem Weg abbringen.

    Westfalen, 1928: Nach dem Medizinstudium kehrt Leni in ihr Heimatdorf zurück und übernimmt die Praxis des Landarztes. Doch die Dorfbewohner trauen ihr nicht, und auch ihre Familie glaubt, sie sei mit der Aufgabe und der Erziehung ihres Kindes überfordert. Aber Leni kämpft gegen alle Vorurteile, wie sie es immer getan hat. Früher stand als Einziger ihr Jugendfreund Matthias an ihrer Seite, doch seit Jahren gilt er als verschollen. Als die Widerstände im Dorf immer größer werden, fasst Leni einen Plan: Sie wird Matthias wiederfinden – denn er ist der Vater ihres Kindes.

    Rezension:

    Eigentlich las ich gerade zwei andere Bücher, als ich „Die Dorfärztin“ zur Hand nahm und „nur mal kurz“ reinlesen wollte. 186 Seiten später merkte ich, dass es mit „nur mal kurz“ wohl nichts war. Die Geschichte um Leni konnte mich von der ersten Seite an fesseln.

    Julie Peters lässt uns Leni als erwachsene Frau im Jahr 1928 und als Kind und Teenager ab 1910 bzw. zwischen 1914 und 1918 begleiten. Dadurch erhalten wir einen guten Einblick in ihr Erwachsen werden. Das Kind, dass nur auf seinen Klumpfuß reduziert wurde, entwickelt sich zu einer Ärztin, die ihr Leben und das Leben ihres Kindes in die eigenen Hände nimmt.

    An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir noch etwas mehr Eigenverantwortung und mehr Tiefe für Leni gewünscht. Wir erfahren leider sehr bisher nichts über ihre Zeit als Medizinstudentin, die sicher nicht einfach war. Gerne hätte ich auch mehr darüber erfahren, wie sie die Menschen im Dorf behandelt, diese weigern sich jedoch überwiegend, zu ihr in die Praxis zu kommen. Leider erfahren wir aber auch hier die Hintergründe nicht so wirklich. Ich hoffe sehr, dass vor allem die Zeit des Abiturs und im Medizinstudium im zweiten Band beleuchtet werden. Wenn die Autorin in den Zeitsprüngen so fortfährt, wie bisher, dann müssten diese Abschnitte aus Lenis Leben demnächst eine Rolle spielen.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2020,  Historische Romane,  Rezensionen

    [Rezension] Gestüt Sommerroth (1): Emilies Erbe – Bianca Elliott

    Tinte und Feder, Amazon Buch, Bianca Elliott, Rezension, Gestüt Sommerroth,  Sommerroth

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    Titel: Emilies Erbe
    Reihe: Gestüt Sommerroth; Band 1
    Autorin: Bianca Elliott
    Verlag: Tinte und Feder (Amazon Buch)
    Erscheinungsjahr: 2020
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 408

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Für die zwanzigjährige Emilie ist das Gut Zimny in Ostpreußen der schönste Ort der Welt. Hier widmet sie sich ganz der Zucht ihrer geliebten Trakehner Pferde. Doch als die Rote Armee angreift, muss die Gutsherrntochter überstürzt fliehen. Inmitten größter Not trifft sie auf Leutnant Johann Sommerroth, der ihr und den Pferden in den Westen helfen will. Erstmals schöpft sie wieder Hoffnung. Dabei ahnt Emilie nicht, welche schweren Prüfungen noch vor ihr liegen.

    Während der Vorbereitungen für das diesjährige Familientreffen auf Gestüt Sommerroth, sieht Marisa eine alte Dame auf der Allee zum elterlichen Anwesen. Es ist Emilie – ihre lange verschollene Großmutter, über die nie jemand spricht! Nur wenig später wird Marisa klar, die Vergangenheit des Gestüts enthält ein dunkles Kapitel. Aber was genau ist vor dreißig Jahren geschehen?

    Rezension:

    Die Geschichte wird abwechselnd zur Zeit des 2. Weltkrieges und im Heute erzählt. In der Vergangenheit begleiten wir Emilie auf ihrer Flucht aus Ostpreußen. Im Erzählstrang, der in der heutigen Zeit spielt, ist Protagonistin Ihre Enkelin Marisa, die als eine von 5 Geschwistern das Gestüt Sommerroth in Schleswig-Holstein leitet.

    Beide Erzählstränge haben mir sehr gut gefallen. Oft geht es mir so, dass mich bei der Erzählung auf zwei Zeitebenen der eine Strang mehr interessiert, als der andere. Dies war hier nicht so. Ich habe beide Stränge gerne verfolgt und mich jeweils gefreut, wenn wir wieder einen Zeitsprung gemacht haben.

    Der Schreibstil von Bianca Elliott ist einfach, ohne allzu große Schnörkel, aber doch so bildhaft, dass ich mir das Gestüt Sommerroth mit seiner Festscheune und den geliebten Pferden gut vorstellen konnte. Die Autorin hat es schnell geschafft, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen und nicht wieder los zu lassen. Dies lag vor allem auch an den von ihr so wunderbar gezeichneten Figuren. Ich konnte tatsächlich an einigen Stellen die Tränen nicht zurück halten. Bianca Elliott schreibt so gefühlvoll, dass man nur mit leiden kann.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2020,  Historische Romane,  Rezensionen

    [Rezension] Die Fototgrafin (4): Die Stunde der Sehnsucht – Petra Durst-Benning

    Rezension, Petra Durst-Benning, Blanvalet, Cover, Die Fotografin

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    Titel: Die Stunde der Sehnsucht
    Reihe: Die Fotografin; Band 4
    Autorin: Petra Durst-Benning
    Verlag: blanvalet
    Erscheinungsjahr: 2020
    Einband: Hardcover, ebook
    Seitenanzahl: 480

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Münsingen, 1914. Mimi und Anton sind inzwischen Geschäftspartner geworden, die sich erfolgreich auf der Schwäbischen Alb etabliert haben. Während auch Mimis Freunde Bernadette, Corinne und Alexander voller Tatendrang sind, verschärft sich das politische Klima in Deutschland zunehmend. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges zerstört jäh ihre Träume, und auf einmal ist nichts mehr, wie es war.

    Während die Männer an die Front ziehen müssen, ist in Münsingen die Stunde der Frauen gekommen, die das verwalten, was die Männer hinterlassen haben. So werden Corinne und Mimi gar zum einzigen Rettungsanker für ihr Dorf, und ein weiteres Mal ist der starke Zusammenhalt zwischen den Frauen gefragt. In dieser dunklen Zeit erkennt nicht nur Mimi, was zählt im Leben und für wen ihr Herz wirklich schlägt …

    Rezension:

    Nun habe ich auch Band 4 um die Fotografin Mimi Reventlow und ihre Weggefährten Anton, Bernadette, Corinna und noch so einige andere gelesen. Und ich kann nur wieder sagen: Wow! Ich liebe diese Reihe einfach total und freue mich auf den 5. und letzten Band, der im kommenden Jahr erscheinen wird.

    Band 3 hat ja mit einem recht fiesen Cliffhanger geendet, so dass ich froh war, als ich weiterlesen konnte. Mimi und Anton haben es wirklich nicht leicht. Sie müssen sich auf sich verändernde Gegebenheiten einstellen. Auch in diesem Band fällt dies Anton zunächst viel leichter, als Mimi. Aber auch Mimi findet nach und nach zu ihrer alten Stärke zurück und fängt an, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und sich weiterzuentwickeln. Hilfreich zur Seite steht ihr neben Anton dabei vor allem ihre Freundin, die Unternehmerin mit der großen Schafzucht, Bernadette.

  • 4 Sterne,  Gelesen 2020,  Historische Romane,  Rezensionen

    [Rezension] Die Hebammen-Saga (1): Aufbruch in ein neues Leben – Linda Winterberg

    Rezension, Linda Winterberg, Aufbau Verlag, Hebammen Saga

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    Titel: Aufbruch in ein neues Leben
    Reihe: Die Hebammen-Saga; Band 1
    Autorin: Linda Winterberg
    Verlag: Aufbau Verlag
    Erscheinungsjahr: 2019
    Einband: Taschenbuch, ebook
    Seitenanzahl: 384

    Meine Wertung: 4 Federn

    Klappentext:

    Berlin 1917: Edith, Margot und Luise könnten unterschiedlicher nicht sein, als sie sich bei der Hebammenausbildung kennenlernen. Was sie jedoch verbindet, ist ihr Wunsch nach Freiheit und Selbständigkeit – als Flucht vor dem dominanten Vater, vor der Armut der Großfamilie oder den Schatten der Vergangenheit. In einer Zeit, in der die Welt im Kriegs-Chaos versinkt, ist die Sehnsucht nach Frieden genauso groß wie das Elend, mit dem die drei Frauen täglich konfrontiert sind. Aber sie geben nicht auf, denn sie wissen, dass sie jeden Tag aufs Neue die Chance haben, Leben zu schenken …

    Rezension:

    Mir hat der Auftakt der Hebammen Saga unglaublich gut gefallen. Margot, Luise und Edith sind alle drei ganz wundervolle, unglaublich sympathische Frauen, die mir schnell ans Herz gewachsen sind. Alle drei Frauen sind mit völlig unterschiedlichen sozialen Hintergründen aufgewachsen, aber sie vereint der Wunsch, Hebamme zu werden, und Frauen zu helfen. Nicht nur dies schweißt die Drei unglaublich schnell zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen.

    Luise kommt aus einem kleinen Dorf, wo bereits ihre Großmutter als Hebamme gearbeitet hat. Sie hat viel Vorwissen, benötigt aber die Prüfung. Dabei lässt sie ihr wissen aber nie heraus hängen, sondern sagt selbst, dass sie an der Schule noch viel lernen kann und möchte.

    Edith, Tochter aus reichem jüdischen Hause, hat es schwer, ihren eigenen Weg gegen den Willen der Eltern zu gehen. Denkt man zunächst, dass hier ein hochnäsiges Fräulein einfach nur ihren Willen durchsetzen will, so wird man schnell eines Besseren belehrt. Edith ist eine unglaublich sozial eingestellte junge Frau, die sich nicht zu fein ist an der richtigen Stelle mit anzupacken.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2020,  Historische Romane,  Rezensionen

    [Rezension] Die Fotografin (3): Die Welt von Morgen – Petra Durst-Benning

    Rezension, blanvalet Verlag,

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    Titel: Die Welt von Morgen
    Reihe: Die Fototgrafin; Band 3
    Autorin: Petra Durst-Benning
    Verlag: blanvalet
    Erscheinungsjahr: 2020
    Einband: Hardcover, ebook
    Seitenanzahl: 480

    Meine Wertung:  5 Federn

    Klappentext:

    Nach dem Tod ihres Onkels Josef hat Mimi Reventlow Laichingen verlassen und ihre Arbeit als Wanderfotografin wiederaufgenommen. Sie ist nicht mehr allein unterwegs, denn der Gastwirtsohn Anton hat sich Mimi angeschlossen. Gemeinsam bereisen die beiden das Land und wollen nach der dörflichen Enge Laichingens endlich großstädtischen Trubel erleben.

    Während ihres Aufenthalts in Berlin gelingt es Anton, einen florierenden Postkartenhandel aufzubauen – Mimi dagegen hat immer öfter Schwierigkeiten, eine Gastanstellung zu finden. Doch anstatt der Vergangenheit nachzutrauern möchte Mimi lieber die Welt von morgen mitgestalten! So wagt sie es, sich neu zu erfinden und dennoch treu zu bleiben. Auf ihrem Weg begegnen ihr auch alte Bekannte, wie Bernadette, die von der großen Liebe träumt. Was beide Frauen noch nicht wissen: Ihnen steht bald die größte Herausforderung ihres Lebens bevor …

    Rezension:

    Und auch Band 3 der Serie um die Fotografin Mimi Reventlow habe ich nur so verschlungen. Zum Glück ist Band 4 vor wenigen Tagen erschienen, so dass ich gleich nach meinem aktuellen Buch weiterlesen kann. Ich liebe diese Serie einfach total, denn sie berührt und ist spannend und sie punktet mit sympathischen Protagonisten.

    Mimi hadert in diesem Band ganz schön mit sich und ihrem Leben. Als Wanderfotografin ist sie nicht mehr so gefragt. Nachdem Kameras immer erschwinglicher werden und sich jeder besser situierte Mensch eine eigene Kamera leisten kann, machen immer mehr Menschen ihre Fotos selbst. Sie hat es schwer, eine Anstellung als Gastfotografin zu finden. Nachdem sie in den ersten Jahren so unglaublich stark war, macht sie jetzt eine Zeit durch, in der sie bei Weitem nicht so stark ist. Gut, dass sie da auf Anton bauen kann, auch wenn ihr selbst das nicht zwingend immer bewusst ist.

    Anton hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht. Er nimmt sich allen neuen Aufgaben an, stellt sich den Herausforderungen und bewältigt diese. Anton war ein Charakter, den ich in den ersten Bänden ein bisschen zu forsch und überselbstbewusst fand, aber inzwischen zeigt er, dass er so selbstbewusst sein darf.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2020,  Historische Romane,  Rezensionen

    [Rezension] Die Fotografin (2): Die Zeit der Entscheidung – Petra Durst-Benning

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    Titel: Die Zeit der Entscheidung
    Reihe: Die Fotografin; Band 2
    Autorin: Petra Durst-Benning
    Verlag: blanvalet
    Erscheinungsjahr: 2019
    Einband: Hardcover, ebook
    Seitenanzahl: 512

    Meine Wertung: 5 Federn

    Klappentext:

    Die Wanderfotografin Mimi Reventlow lebt seit einiger Zeit in der kleinen Leinenweberstadt Laichingen und kümmert sich um ihren kranken Onkel Josef. Durch ihre offene Art ist es ihr gelungen, die Herzen der Dorfbewohner zu erobern und Freundschaften zu knüpfen. Als eine Katastrophe das Dorf erschüttert, wird sie mit ihren wunderschönen Fotografien für viele der Bewohner gar zum einzigen Rettungsanker. Doch nach einer schweren menschlichen Enttäuschung muss Mimi erkennen, dass sie sich nicht nur in ihrem Foto-Atelier dem schönen Schein hingegeben hat, sondern auch im wahren Leben. Für Mimi ist die Zeit der Entscheidung gekommen.

    Rezension:

    Erkenntnis des Tages: Eine Rezension zu Band 2 zu schreiben, wenn man bei Band 3 schon fast zur Hälfte durch ist, ist gar nicht so einfach. Ich musste sofort weiterlesen, denn die Geschichte um Mimi, Anton und Alexander fesselt mich ungemein.

    Mimi hat es nun nach Laichingen verschlagen, wo sie ihren kranken Onkel pflegt. Genau wie Mimi stellen wir schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, in eine verschworene Dorfgemeinschaft hinein zu kommen, zumal Mimi ja auch nicht gerade die angepasste Frau ist, die die Weber in Laichingen sich wünschen. Dennoch schließt sie nach und nach die eine oder andere Freundschaft.

    Anton, der Sohn des Gastwirts, nimmt in diesem Band langsam eine größere Rolle ein und schleicht sich (auf nette Weise) nach und nach in Mimis Leben. Auch wenn Anton manchmal ein bisschen zu manipulierend ist, so fand ich ihn trotzdem sympathisch. Er möchte mehr aus seinem Leben machen, als das kleine Dorf ihm bieten kann und ist bereit, dafür so Einiges in Kauf zu nehmen.