• Gelesen 2026

    [Rezension] Hörbuch: Hazel sagt nein – Jessica Berger Gross

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    Titel: Hazel sagt nein
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Jessica Berger Gross
    Sprecherin: Jenny Laura Bischoff
    Verlag: Lübbe Audio
    Erscheinungsjahr: 2026
    Format: Streaming über Storytel
    Länge: 652 Minuten
    Meine Wertung: 3 Sterne

    Klappentext:

    In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus nach herausfordernden Jahren endlich eine Professur ergattert hat. Doch der idyllische Schein trügt. Gleich an ihrem ersten Schultag wird die achtzehnjährige Hazel ins Büro des Direktors zitiert. Er verkündet ihr Unglaubliches: Jedes Jahr sucht er sich eine andere Schülerin aus der Abschlussklasse aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht. Dieses Jahr ist sie die Auserwählte. Instinktiv sagt Hazel Nein – und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben ihrer Familie, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft auf den Kopf stellen …

    Rezension:

    Hazel sagt nein von Jessica Berger Gross behandelt ein unglaublich wichtiges Thema. Gerade deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch und fand den Einstieg auch ausgesprochen gelungen.

    Hazel setzt sich gegen die Avancen ihres Schuldirektors zur Wehr und stößt damit etwas an, das längst überfällig ist. Gleichzeitig zeigt die Geschichte sehr eindrücklich, welche persönlichen Konsequenzen eine solche Entscheidung haben kann. Diesen Teil des Romans fand ich authentisch und bewegend.

    Im weiteren Verlauf entwickelte sich die Geschichte allerdings in eine Richtung, mit der ich zunehmend gehadert habe. Mein größter Kritikpunkt war Hazels Umgang mit der Öffentlichkeit. Sie gibt Interviews und möchte ihre Geschichte sogar in einem Buch veröffentlichen. Natürlich sollte ein Täter niemals geschützt werden, und ich finde es wichtig, dass Betroffene ihre Stimme erheben.

  • 5 Sterne,  Gehört 2026,  Rezensionen

    [Rezension] Hörbuch: Pina fällt aus – Vera Zischke

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    Titel: Pina fällt aus
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Vera Zischke
    Sprecherin: Elisabeth Günther
    Verlag: Audio Verlag München
    Erscheinungsjahr:
    Einband:
    Seitenanzahl:
    Meine Wertung: X Sterne

    Klappentext:

    Als Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch.

    Rezension:

    Pina fällt aus von Vera Zischke liegt eigentlich ein wenig außerhalb meines üblichen Lesegenres. Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch eine Freundin, deren Lesekreis es gelesen hat. Ohne ihre Empfehlung hätte ich wahrscheinlich nie zu diesem Roman gegriffen – und das wäre wirklich schade gewesen. Ich habe ihn übrigens als Hörbuch gehört und fand die Sprecherin, Elisabeth Günther wirklich Klasse.

    Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an begeistert. Die Figuren sind so liebevoll und authentisch gezeichnet, dass man schnell das Gefühl bekommt, mitten in ihrem Leben zu stehen. Dabei könnten sie unterschiedlicher kaum sein, und doch wachsen sie im Laufe der Geschichte auf ganz besondere Weise zusammen. Ich muss gestehen, dass ich noch jetzt beim Schreiben der Rezension Gänsehaut bekomme, wenn ich an die Dynamik der Figuren untereinander denke und dabei ist es schon eine ganze Weile her, dass ich das Buch gelesen habe. Gerade bei Jugend-Fantasy-Büchern habe ich manchmal das Gefühl, wenn ich die Rezension schreibe, dass ich schon die Hälfte wieder vergessen habe. Ja, die Geschichte war gut, sie hat mich unterhalten, aber sie hallt nicht nach. Das ist her anders. Diese Geschichte bleibt definitiv hängen und lange im Kopf.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2026,  Rezensionen

    [Rezension] Chroniken der Unterwelt (1): City of Bones – Cassandra Clare

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    Titel: City of Bones
    Reihe: Chroniken der Unterwelt; Band 1
    Autorin: Cassandra Clare
    Verlag: Arena Verlag
    Erscheinungsjahr: 2008
    Neuauflage: Goldmann Verlag; 2017
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 512
    Meine Wertung: 5 Sterne

    Klappentext:

    Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter Jocelyn in New York. Als diese unter höchst merkwürdigen Umständen entführt wird, offenbart sich Clary ein wohlgehütetes Familiengeheimnis: Ihre Mutter war einst eine Schattenjägerin, Mitglied einer Bruderschaft, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Als Clary selbst von düsteren Gestalten angegriffen wird, rettet der ebenso attraktive wie geheimnisvolle Jace ihr das Leben. Er nimmt sie mit ins New Yorker Institut der Gruppe, und nach und nach wird Clary immer tiefer in diese faszinierende Welt hineingezogen. Doch ein tödlicher Machtkampf zwischen Gut und Böse droht die Gemeinschaft der Dämonenjäger zu zerreißen. Werden Clary und Jace es schaffen, Jocelyn zu retten und die Welt der Schattenjäger vor dem Untergang zu bewahren?

    Rezension:

    City of Bones, der erste Band der Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare, ist bereits vor fast 20 Jahren erschienen. Trotzdem habe ich das Buch tatsächlich erst jetzt gelesen. Ich kann gar nicht genau sagen, warum ich nie früher dazu gegriffen habe, denn Fantasy lese ich eigentlich sehr gerne. Umso schöner ist es, wenn man auch nach so vielen Jahren noch eine Reihe entdeckt, die einen von der ersten Seite an fesselt.

    Schon nach kurzer Zeit war ich völlig in der Geschichte angekommen. Die Handlung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und bleibt durchgehend spannend. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und Wendungen, die neugierig auf das machen, was als Nächstes passiert. Dabei verliert die Geschichte nie ihren roten Faden, sondern wirkt von Anfang bis Ende gut durchdacht.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2026

    [Rezension] Im Labyrinth der Nerven – Dr. Nicole Knobloch und Dr. Christian Knobloch

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    Titel: Im Labyrinth der Nerven
    Reihe: Einzelband
    Autoren: Dr. Nicole und Dr. Christian Knobloch
    Verlag: Eden books
    Erscheinungsjahr: 2022
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl: 267
    Meine Wertung: 5 Sterne

    Klappentext:

    Die Faszination für die Tiefen der menschlichen Seele begleitet uns seit Jahrhunderten: Wenn Mediziner*innen Fallgeschichten aus ihrer Praxis erzählen, dann hört man ihnen zu. Das Ärzteehepaar Nicole und Christian Knobloch behandelt in seiner Praxis seit über zwanzig Jahren Menschen mit psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen.

    In zahlreichen Fallgeschichten berichten sie nun erstmals aus dem breiten Spektrum der Neurologie und Psychiatrie. So begegnet ihnen eine junge Mutter, deren ALS-Diagnose bereits ihr Leben überschattet – doch ihr Schlafzimmerblick bringt die Ärzte auf eine rettende Spur. Ein gehirn-chirurgischer Eingriff befreit einen 14-Jährigen von seinen verheerenden epileptischen Anfällen, woraufhin er plötzlich ein geniales musikalisches Talent zeigt. Ein unerwarteter, erneuter Anfall im Erwachsenenalter gefährdet die Opernkarriere des Autisten.

    Das breite Spektrum der wahren Geschichten aus der neurologischen und psychiatrischen Praxis lässt erahnen, wie kompliziert, faszinierend, aber auch wie fragil und vulnerabel unser Gehirn – und damit auch unsere Seele – ist. In der Erforschung und Therapie der Erkrankungen des Nervensystems hat die Medizin in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht: Wo früher Ärzt*innen hilf- und ratlos waren, kann heute vielen Patient*innen entscheidend geholfen werden.

    Rezension:

    Im Labyrinth der Nerven von Dr. Nicole Knobloch und Dr. Christian Knobloch hat mir gut gefallen. Die beiden Autoren schaffen es, psychische Erkrankungen auf eine sehr einfühlsame und verständliche Weise darzustellen, ohne dabei zu sehr zu vereinfachen oder zu dramatisieren. Natürlich sind die Fallgeschichten so gestrickt, dass der normale Leser, der kein ausgebildeter Arzt oder Psychologe ist, diese auch versteht. Von daher sind die Krankheitsgeschichten, die sich gerade im neurologischen Bereich ja sehr vielschichtig darstellen, sicher stark verkürzt und vereinfacht dargestellt. Aber gerade das macht die Menschen hinter den Fallbeispielen so greifbar.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2026,  Rezensionen

    [Rezension] Arena´89 (3): Der einzige Zeuge – Stephan Steinthal

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    Titel: Der einzige Zeuge
    Reihe: Arena´89; Band 3
    Autor: Stephan Steinthal
    Verlag: Selfpublishing
    Erscheinungsjahr: 2026
    Einband: Taschenbuch
    Seitenanzahl:
    Meine Wertung: 5 Sterne

    Klappentext:

    Reva ist der Arena entkommen, doch das Spiel geht weiter. Zwischen Verrat, Familiengeheimnissen und der letzten Maske des Kaisers entscheidet sich, ob aus ihrem Symbol echte Freiheit wird, oder ob selbst die Rebellion nur eine weitere Show ist.

    Reva hat die Bühne verlassen. Die Liga jagt ihre wertvollste Auctora quer durch die Stadt. Im Untergrund trifft sie auf den Mann, den sie für immer verloren glaubte: ihren Vater Taven. Und mit ihm eine Wahrheit, die das ganze System ins Wanken bringt. Gemeinsam schmieden sie einen Plan: den Kaiser stürzen, das Arena-System für immer beenden. Doch die Arena verschlingt alles, sogar den Widerstand. Wer Wahrheit verkündet, wird selbst zur Quote. Wenn die Herrschenden fallen sollen, müssen Reva und ihre Verbündeten dorthin zurück, wo alles begann: in die Arena. Als Show, die keiner mehr kontrollieren kann. Wahrheit braucht Quote.

    Rezension:

    Zuerst mal zum Cover. Seitdem ich Band 1 gelesen habe, wurden die Cover überarbeitet und das neue Cover ist so stimmig und ausdrucksstark. Ganz großartig geworden. Aus meiner Sicht haben die Bücher dadurch nochmal gewonnen, denn das Cover ist nun einmal der erste Eindruck, auch wenn der Inhalt wichtiger sein sollte. Und, da kommen wir auch gleich zu dem, was zählt… dem Inhalt.

    Auch Band 3 hat mich von der ersten Seite an gefesselt und er bringt diese Trilogie zu einem gelungenen runden Abschluss. Stimmig von der ersten bis zur letzten Seite. Sowas hat man selten, da oft bei Trilogien ja die mittleren Bände ein bisschen schwächeln. Das ist hier definiiv nicht der Fall.

  • 5 Sterne,  Gelesen 2026,  Rezensionen

    [Rezension] Das dreizehnte Kind – Erin A. Craig

    Rezension, Das dreizehnte Kind, Erin A. Craig

    Titel: Das dreizehnte Kind
    Reihe: Einzelband
    Autorin: Erin A. Craig
    Verlag: Ullstein Jugendbuch
    Erscheinungsjahr: 2025
    Einband: Hardcover
    Seitenanzahl: 672
    Meine Wertung: 5 Sterne

    Klappentext:

    Hazel Trépas ist kein gewöhnliches Mädchen. Als dreizehntes Kind wurde sie einem Gott versprochen: dem Tod persönlich. Von ihm erhielt sie eine Gabe, die sie zu einer der größten Heilerinnen des Königreichs machen sollte: Hazel erkennt auf einen Blick, wie jede Krankheit geheilt werden kann.

    Doch jede Gabe hat ihren Preis. Hazel sieht auch, wenn das Schicksal eines Menschen besiegelt ist. Geplagt von den Geistern jener, deren Leiden sie beenden musste, sehnt Hazel sich nach Freiheit. Als der König tödlich erkrankt und das Reich vor dem Zerfall steht, wird Hazel an den Hof gerufen. Dort begegnet sie Prinz Leo, einem charmanten Thronfolger, der ebenso rebellisch ist wie Hazel selbst. Kann Hazel den Tod überlisten, um den König zu retten? Und zu welchem Preis?

    Rezension:

    Ich bin eigentlich gar nicht so ein großer Fan von Farbschnitten, aber hier muss ich gestehen, dass es der Farbschnitt war, der mich in der Buchhandlung zu dem Buch hat greifen lassen. Der war einfach so schön. Dann las sich auch noch der Klappentext sehr spannend, also musste das Buch mit und ich habe es absolut nicht bereut.

    Das dreizehnte Kind hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Geschichte besitzt eine besondere, düstere Atmosphäre, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Das Zusammenspiel zwischen Hazel und „dem Tod“ Merrick war so toll. Einerseits ist er eben, wie er ist, andererseits musste ich die Bemühungen, die er anstellt, damit es Hazel gut geht, wirklich anerkennen. Es wirkte teils richtig rührend, wie Merrick sich Hazel gegenüber verhalten hat.