Nostalgie - Interviews

[Nostalgie] Die Katze mit der Brille

NostalgieWie angekündigt will ich mich im Jahr 2014 meinen alten Kinder- und Jugendbüchern widmen. Die neue Serie heißt „Nostalgie“. Ich werde hierfür alte Kinder. und Jugendbücher erneut lesen und mal schauen, was sie mir heute geben. Schließlich hüte ich sie wie meinen Augapfel.

Den Anfang macht ein extrem abgeliebtes Buch „Die Katze mit der Brille“ aus dem Hause Ullstein. Meine Ausgabe ist aus dem Jahr 1963 und geschenkt bekommen muss ich sie irgendwann Anfang der 80er Jahre haben. Inzwischen wurde es mehrmals geklebt, da es leider auseinander fällt. Aber, daran sieht man auch, wie sehr ich es liebe und wie oft ich es gelesen habe bzw. vorgelesen bekommen habe.

Das Buch habe ich von meiner Großtante bekommen, wie eigentlich alle meine Kinderbücher, die in Rente ging, als ich 3 Jahre alt wurde. So hatte ich eine tolle Kindheit mit ganz viel Vorlesen. Dieses Buch gehörte auf jeden Fall dazu.

Es gibt insgesamt 44 Geschichten, die immer so ca. 3  bis 5 Seiten umfassen, also hervorragend zum vorlesen geeignet.

Insgesamt kann ich sagen, dass mich die Geschichten auch heute noch begeistern können. Nicht alle, aber das war, wenn ich mich recht erinnere damals auch schon so.

Ich will einige Geschichten herauspicken, die mir auch beim erneuten Lesen besonders gut gefallen haben. „Das Schnupfengespenst“ ist eine süße Geschichte über ein Gespenst mit Schnupfen, das den Kindern ihre Taschentücher klaut. Die Mütter schimpfen mit den Kindern, obwohl sie gar nichts dafür können. Aber, alle Kinder, die diese Gute-Nacht-Geschichte erzählt bekommen haben, wissen nun, was sie sagen können, wenn ihr Taschentuch mal wieder verschwunden sein sollte…

Die Geschichte „Der Ofen geht aus“ erzählt vom Ofen, dem es an seinem Platz langweilig war. Er geht im wahrsten Sinne des Wortes aus. Aber, es ist Winter und so richtig will es ihm draußen in der Kälte nicht gefallen. Dann trifft er auf einen Schneemann, dem ganz warm wird. Der Ofen weiß natürlich nicht, dass er daran Schuld ist, dass der Schneemann schmilzt. Dadurch, dass vom Schneemann Besen und Kohlenstücke übrig bleiben, schafft es der Ofen wieder genug Wärme zu erzeugen, dass er nach Hause marschieren kann.

Ganz besonders schön ist auch „Warum der Esel so lange Ohren hat„. Die Tiere haben nämlich von Gott alle ihren Namen bekommen und er gab ihnen auf, ihren Namen nicht zu vergessen. Der Esel allerdings war mit den Gedanken schon beim Futter und bei seinem Schlafplatz. So konnte er, als er gefragt wurde, seinen Namen nicht nennen. Da packte der liebe Gott ihn an den Ohren und zog diese immer länger. „Wirst du dir wohl merken, dass du Esel heißt?“ „Ijah“, schrie der Esel. Und so kommt es, dass der Esel so lange Ohren hat und sein Ijah etwas jämmerlich klingt.

Ja, ich könnte noch ewig weiterschwärmen. Die neuen Folgen der „Katze mit der Brille“ haben mich als Kind begeistert und sie können es auch heute noch. Ob man damit allerdings heute noch Kinder glücklich machen könnte weiß ich nicht. Sicher ist heute nicht mehr alles politisch korrekt in diesem Buch. Das muss ich wohl zugeben. Die Geschichten müsste/ sollte/ könnte man dann wohl überspringen. Die meisten der Geschichten scheinen mir allerdings zeitlos zu sein. Also könnte es doch sein, dass man auch heute Kinder damit begeistern könnte.

Ich hoffe, ich kann euch mit meiner neuen Serie ein klein wenig begeistern. Ich denke, dass ich immer abwechselnd ein Kinder- und ein Jugendbuch vorstellen werde. Demnächst geht es weiter.

Kennt jemand das Buch?

Hier nur abonnieren, ohne einen Kommentar zu hinterlassen:
Benachrichtige mich über:
9 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
12. Januar 2014 10:59

Ich kenne es nicht, es klingt aber toll 😀 Habe auch mal nach meinen Kinderbüchern geschaut, mal schauen ob ich mich in diesem Jahr ran wage oder meine alten Schätze im nächsten Jahr nochmals lese.
LG
Cora

Annette B.
3. Juni 2014 20:30

Ich habe Tränen in den Augen wenn ich dieses Buch sehe, das war meine Kindheit, ich sehe meine Oma und dann meine Mutter vorlesen. Das Schnupfengespenst war wohl auch meine liebste Geschichte 🙂 Leider ist das Buch verschwunden – bestimmt mit dem Ofen aus gegangen 😉
Vielleicht ist mir das Glück ja hold und mir fällt ein altes Exemplar in die Hände.
All zu gerne würde ich meiner Enkelin daraus vorlesen <3

Marion Natter
Reply to  Annette B.
18. April 2016 15:31

Beim ZBV verlag gibt es zwei Exemplare zu kaufen.Das ist ein Antiquariat

Christian Buchinger
31. August 2015 11:43

Bitte sag mir, ob in dieser 1963 Ausgabe die Geschichte mit den beiden Müllern vorkommt, in der der eine dem anderen in böser Absicht die Pappeln um die Windmühle setzt. „..klipper klapper Plapperpappeln sollt mit euren Blättern wackeln…macht Wind für dem Müller sein Kind..??!“ (wage Erinnerung aus meiner Kindheit..)
Und wenn ja, bitte schick mir die (I)SBN oder ähnliches falls vorhanden, ich suche nämlich genau das Buch, und möchte nicht falsche Auflagen mit anderen Geschichten kaufen.

Vielen Dank, und liebe Grüße
Christian

Marion Natter
18. April 2016 9:11

Hallo,

ich habe Kopien dieser Geschichte vom Esel.
Ich suche im Gegenzug Kaffeegesellschaft bei den Löwen,es gibt in dieser Geschichte immer Missverständnisse. Windbeutel sind Plastiktüten vom Wind aufgeblasen und Mohrenköpfe Kinder mit Sahne auf dem Kopf.
Wenn du diese Geschichte hast, bitte.
Marion

Marion Natter
19. April 2016 15:32

Hallo Christine,

die Geschichte heisst. Der arme und der reiche Müller. Ausgabe 1964, ein Nummer kann ich nicht finden, da das Buch total zerfleddert ist.
Ich könnte dir die Geschichte kopieren.

gruß
Marion