Samstagsplausch
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[Alltagsworte] Samstagsplausch 41/2022

Gerne nehme ich auch heute wieder bei Andrea und ihrem Blog Karminrot am Kaffeetisch Platz zum

Samstagsplausch

am vergangenen Samstag hatten wir einen tollen Abend in Brunsbüttel. Ich habe eine meiner größten Ängste überwunden und das erste Mal nach rund 30 Jahren in Gemeinschaft gesungen. Ich habe als Kind gerne, laut, total schief, aber mit Freunde gesungen. Dass ich nicht singen kann, das weiß ich, aber es hat mich glücklich gemacht. Das ging so lange, bis mein Musiklehrer in der 6. oder 7. Klasse zu mir sagte: „Sing nicht so laut, du kannst nicht singen. Es reicht auch, wenn du nur den Mund bewegst.“  Danach habe ich nicht mehr in Gesellschaft gesungen. Nicht mitgesungen auf Konzerten, nicht Hoch soll er Leben auf einem 80. Geburtstag. Einfach gar nicht mehr. Das hat mich eigentlich immer traurig gemacht, aber man will ja auch niemanden mit seinem schiefen Gesang belästigen.

Nun bin ich über 40 und als ich den Veranstaltungshinweis sah, dachte ich: „So, das ist der Zeitpunkt, um die Angst zu überwinden.“ Mama und Annka wollten mitkommen. Ich hatte echt Angst und Bauschmerzen, als ich nach Brunsbüttel gefahren bin. Aber letzten Endes, was sollte passieren? Mehr, als dass ich nicht singe und in der Pause gehe und dann 15 Euro in den Sand gesetzt habe ja nicht. Was soll ich sagen? Es hat so einen Spaß gemacht! Sören Schröder hat uns das Gefühl vermittelt: „Hey, du musst nicht singen können, wäre schön, wenn ihr es ein bisschen hinbekommt, aber letzten Endes ist es egal, Hauptsache ihr macht mit und habt Spaß hier.“ Das kam zumindest für mich rüber und ich habe, nachdem ich meine Hemmung abgelegt hatte, jede Minute genossen. Es war ein großartiger Abend!

Habt ihr sowas schonmal gemacht? Hättest du Lust dazu? In Brunsbüttel habt ihr am 10.12.2022 die Chance nochmal dabei zu sein. Dann findet das große Weihnachtssingen statt. Ich kann es euch wirklich empfehlen. Man muss wirklich nicht singen können, nur Spaß daran haben.

Sonntag war in Hochdonn Erntedankfest. Nachmittags gab es Kaffee und Kuchen, abends hat die Feuerwehr gegrillt und Getränke verkauft. Ich habe die Kasse am Grill gemacht und es hat richtig viel Spaß gemacht. Die Stimmung war super, die Beteiligung hätte ein bisschen besser sein dürfen, aber ich denke, dass sowas auch erstmal anlaufen muss. In unserem Ort ist echt lange nicht viel passiert. Von daher würde ich sagen, dass es ein voller Erfolg war.

Montag haben wir abgebaut, das ging dank vieler helfender Hände richtig schnell.  Danach haben wir ungeplant den ganzen Nachmittag mit Freunden zusammengesessen und geschnackt. Zum Mittag haben wir, ebenso spontan, noch eine Wurst gegrillt und die im Brötchen gegessen. War ein richtig schöner Tag bzw. war insgesamt ein mega schönes Wochenende.

Dann hieß es noch drei Tage arbeiten und seit gestern haben wir Urlaub. Eine Woche ohne Arbeit, das ist doch auch super schön, oder nicht? Ich freue mich total auf die freie Zeit mit Torben. Drückt uns die Daumen, dass es trocken bleibt. Wir wollen wandern.

Mittwoch mussten wir zu einer Beerdigung. Das war natürlich nicht so ein schöner Anlass. Der Nachbar ist aber fast 90 geworden. Das ist ja ein doch gesegnetes Alter.

Nun wünsche ich euch ein wunderbares Wochenende!

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5 Comments
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8. Oktober 2022 10:01

Liebe Yvonne,
ich muss da als erstes einmal etwas loswerden: ich lese ja nun schon recht lange bei dir, wir kennen uns nun schon lange, merke ich dabei gerade – wie schön! Aber das wollte ich nicht hauptsächlich loswerden. Als ich begann, dein Blog zu lesen, gab es Torben noch nicht an deiner Seite. Ich kann aber wirklich feststellen, dass dir diese Partnerschaft sehr gut tut, dass du zufriedener mit deinem Leben wirkst. Das gefällt mir total. Liebe Grüße an deinen Torben. 🙂 Da wünsche ich euch gleich auch einen wundervollen Urlaub bei traumhaftem Wetter.
Und nun zum Singen: mir geht es ähnlich oder vielleicht sogar schlimmer. Als Kind sang ich auch sehr gern und laut. Auf den Autofahrten mit meinen Eltern habe ich ihnen stundenlang Lieder vorgesungen oder zur Radiomusik mitgesungen. Ich bekam auch in der Schule gute Noten für das Singen, die Theorie hingegen warf mich immer etwas zurück. Ich hatte also Spaß am Singen und eigentlich das Gefühl, es gut zu können. Irgendwann sagte dann unsere jüngste Tochter zu mir, dass ich nicht singen könne und von dem Tag an war es vorbei. Seitdem singe ich nur noch, wenn ich allein bin. In großen Runden singe ich ganz leise mit, weil ich nicht unfreundlich erscheinen möchte. Mir ist mit dieser Äußerung eines Teenies das Singen richtig verdorben worden. Da die Jüngste bereits ab ca. 4 Jahren im Chor sang und dort auch gut geschult und ausgebildet wurde, nahm ich mir diesen Satz, dass ich nicht singen könnte, sehr zu Herzen und das begleitet mich bis heute. Ich kann dein Empfinden also gut verstehen. Toll, dass du dich jetzt getraut hast. Es ist so schade, wenn man bei etwas ausgebremst wird, was einem eigentlich großen Spaß bereitet.
Nun genießt euren Urlaub, ihr zwei!
Liebe Grüße Catrin.

Reply to  Yvonne
14. Oktober 2022 20:38

Nein, angesprochen habe ich das Thema dann später nicht mehr. Das ist einfach gesagt worden und bestimmt habe ich auch schon Dinge ausgesprochen, die verletzend waren. Aber du hast recht, eigentlich sollte man so etwas besprechen und gerade rücken.
Liebe Grüße Catrin, die ein schönes Wochenende wünscht.

10. Oktober 2022 12:39

Hallo liebe Yvonne,

da hattest du aber ein tolles Erlebnis! Ich war tatsächlich auch mal in einem Chor, aber leider nicht all zu lange. Denn leider fanden die Chorproben relativ später am Abend statt und ich hatte doch etwas weit zu fahren. Anfangs hat mir das wenig etwas aus gemacht, aber mit der Zeit wurde es doch recht anstrengend. Durch einen ehemaligen Arbeitskollegen bin ich nämlich in die Chrogruppe gelangt. Aber an einem öffentlichen Auftritt habe ich nicht mehr teilgenommen und ich glaube auch für mich, wäre das eine echt große Hürde, welche ich überwinden müsste. 😮

Früher als Kind habe ich viel musiziert, auch gesungen (womöglich falsch und schräg xD) (ich habe immer die Kelly Family immitiert 😀 ) , auch vor meinen Verwandten. Heutzutage würde ich mich das gar nicht mehr trauen. 😮 Es ist doch schon etwas schade, dass man oftmals mehr Hemmungen und Ängste bekommt, je älter man wird. :/

Das mit deinem Nachbarn tut mir leid, mein Beileid. Aber 90 Jahre ist wirklich ein stolzes Alter! Und schön, dass du nun Urlaub hast. 🙂 Die Daumen sind fest gedrückt, dass alles fürs wandern passt. 😉

Liebe Grüße
Lissy

PS: Schau(t) gerne bei meinem neustem Beitrag: http://lissyslounge.de/2022/10/10/buchvorstellung-mal-anders-draw-me-dein-verruecktes-zeichenbuch vorbei.