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[Rezension] Eine Frau erlebt die Polarnacht – Christiane Ritter

Geposted am 22. Oktober 2012 um 19:27

Ullstein Buchverlage, Rezension, Christiane Ritter

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Titel: Eine Frau erlebt die Polarnacht
Reihe: Einzelband
Autorin: Christiane Ritter
Verlag: Ullstein Buchverlage
Erscheinungsjahr: meine Ausgabe ist von 1988 mit einem anderen Cover
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 192

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

“Die Arktis ist die Zone der Welt, wo der Himmel die Erde berührt. Nicht jeder erträgt das große Licht, nicht jeder die Finsternis, nicht jeder die große Einsamkeit. Ich hatte die große Gnade, gleich am Anfang meines Abenteuers, und dies alleine, mitten hineingeschleudert zu werden in die Unerbittlichkeit der wilden Natur und erhielt meine Feuertaufe.”

Im eisigen Spitzbergen, viele hundert Kilometer von der nächsten Siedlung entfernt und ohne technische Hilfsmittel moderner Arktisexpeditionen, haben sich Christiane Ritter und ihr Mann einen Traum erfüllt: Sie lebten 1934 ein Jahr lang zusammen mit einem Pelzjäger in einer primitiven Hütte. Christiane Ritters Erlebnisbericht vermittelt eine Ahnung von der rätselhaften Faszination der Arktis.

Rezension:

Heute will ich euch nun endlich einmal mein absolutes Lieblingsbuch vorstellen.
Dieses Buch hat mir meine Großtante so ungefähr 1996 ans Herz gelegt, da war ich gerade 16 Jahre alt. Ich weiß es noch wie heute, wie ich zum ersten Mal in dieses Buch eintauchte und habe es seitdem unzählige Male gelesen und empfohlen. Das interessante an diesem Buch ist, dass es (so meine Erfahrung) viele Menschen verzaubert. Bislang habe ich nur positive Rückmeldungen bekommen und einige, denen ich das Buch empfohlen habe, haben es sogar selber wieder gekauft um es zu verschenken. Also, lesenswert!

Christiane Ritter hat im Jahr 1934 ein Jahr mit ihrem Mann und einem Kollegen auf Spitzbergen verbracht. Sie schildert sehr eindrucksvoll ihre Erlebnisse dort oben. Abgeschieden von der Welt, ohne die Annehmlichkeiten der modernen Technik erlebt sie eine spannende, aber nicht ungefährliche Zeit. Oft war sie auf sich allein gestellt, da die Männer unterwegs waren um z. B. Fallen zu kontrollieren. Sie erlebt die 132 Tage andauernde Polarnacht, muss sich im Schneesturm aus ihrer Hütte zu den Vorräten kämpfen, aber erlebt auch die Schönheit der Polarlichter und der einsamen Natur.

Ein Zitat:
“Ich bin allein im rasenden Trommelfeuer eines Orkans … Jedenfalls habe ich niemals etwas Ähnliches in Europa erlebt. Es klingt vom Inneren der Hütte aus, als führe man dauernd im Expresstempo über eiserne Brücken und durch brüllende Tunnels, die kein Ende nehmen … Neun Tage und neun Nächte rast der Sturm …” (S. 71)

Christiane Ritter erzählt in einer sehr bildreichen Sprache über ihr Jahr in Spitzbergen und schafft damit ein Buch welches man sich meiner Ansicht nach nicht entgehen lassen sollte. Es öffnet für Vieles die Augen und bereichert das eigene Leben auch ein Stück weit. Eingekuschelt mit einem heißen Kakao auf dem Sofa ist man einerseits dankbar, dass man selbst nicht so ein entbehrungsreiches Leben führen muss. Andererseits hat es meine Liebe zu den skandinavischen Ländern nach dem Lesen dieses Buches entfacht und ich habe großen Respekt vor dem Abenteuer, das diese Frau damals bestanden hat.

Ich habe ja leider nur 5 Federn zu vergeben. Die bekommt es natürlich und von mir die Empfehlung LEST ES! Es lohnt sich sehr. Dieses Buch ist nicht umsonst seit vielen Jahren mein Lieblingsbuch.

[Rezension] Sternenreiter – Jando

Geposted am 23. September 2012 um 19:20

Jando, Rezension

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Titel: Sternenreiter
Reihe: Einzelband
Autor: Jando
Verlag: KoRos Nord
Erscheinungsjahr: 2012
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 131

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Wenn wir anfangen, auf unser Herz zu hören, werden wir Dinge im Leben im Leben erkennen, die uns unvorstellbar erschienen.Mats glaubt nicht mehr an seine Träume – zu sehr ist er daran gewöhnt, in der Arbeitswelt zu funktionieren. Auch seine Frau Kiki erreicht ihn nicht mehr. Bis es zu einem Ereignis kommt, dass Mats zwingt, innezuhalten. Ein kleiner Junge hilft ihm dabei, die Welt mit anderen Augen zu sehen und sein Leben neu zu gestalten. Dass man heute noch an Wunder glauben kann, davon erzählt Jandos modernes Märchen Sternenreiter, eine poetische Erzählung für Jugendliche und Erwachsene. Ein Buch über Freundschaft, Menschlichkeit und die Verwirklichung von Träumen.

Rezension:

Noch nie ist es mir so schwer gefallen eine Rezension zu schreiben, meine Gefühle in Worte zu fassen. Mit “Sternenreiter” hat der Autor Jando eine wundervolle Geschichte voller Weisheit geschaffen. Die Worte haben mich sehr berührt und das eine oder andere Zitat sollte unser aller Leben begleiten. Viel zu oft geht im hektischen Alltag das, was im Leben wirklich wichtig ist, unter. Dieses Büchlein bringt den Leser dazu, wieder mehr darüber nachzudenken, wo wir im Leben hin wollen.

Die Sprache ist sehr poetisch, ohne abgehoben zu sein. Sie trifft einfach mitten ins Herz.

Es tut mir leid, dass die Rezension so kurz ausfällt. Lest das Buch einfach selber und macht euch ein Bild. Ich kann es nur jedem wärmstens ans Herz legen.

5 Federn und eine unbedingte Leseempfehlung gibt es von mir.

Berührend, inspirierend, einfach wunderschön. Lesen!!!

[Rezension] Die Mädchenwiese – Martin Krist

Geposted am 20. August 2012 um 18:54

Rezension, Martin Krist, Ullstein Buchverlage

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Titel: Die Mädchenwiese
Reihe: Einzelband
Autor: Martin Krist
Verlag: Ullstein
Erscheinungsjahr: 2012
Neuauflage mit neuem Cover: 2019 über epubli
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 411

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu. Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. Als auch hier ein Mädchen verschwindet, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen.

Rezension:

Das ganze Buch hat mich in eine unglaubliche Wut geworfen. Vielleicht sollte das bei einem Thriller auch normal sein, aber hier hat es der Autor durch seinen Schreibstil ganz besonders geschafft meine Wut heraufzubeschwören und anzuheizen. Dabei richtete sich meine Wut gar nicht mal so sehr auf den Mörder, sondern vor allem auf die restlichen Erwachsenen.
Laura und Frank: SPOILER zum lesen markieren Sam versucht die ganze Zeit verzweifelt den beiden mitzuteilen, was er herausgefunden hat und er wird, auch von Frank, von dem ich zunächst einen besseren Eindruck hatte, immer wieder abgespeist. Laura macht sich überhaupt keine Gedanken darüber, wie Sam sich in der Situation fühlt, sondern denkt nur daran, dass sie nicht mehr weiter kann. Sie war mir von der ersten bis fast zur letzten Seite unsympathisch. Natürlich befindet sie sich in einer Ausnahmesituation, aber wir erfahren auch, dass sie sich seit der Trennung von ihrem Mann nie wirklich gut um ihre Kinder gekümmert hat. Auf sie hatte ich eigentlich fast die größte Wut, SPOILER zum lesen markieren wenn man von Bertas Peinigern absieht.
Berta tut mir die ganze Zeit so unendlich leid. Sie hatte eine wundervolle Kindheit, die dann jäh endet und durch ein einfach nur grauenvolles Leben ersetzt wird. Man versteht nach und nach, warum sie heute ziemlich wirr ist. Eine Frau, die einem einfach nur unendlich leid tut. Aber auch bei Laura konnte ich am Ende nicht umhin, dass sie mir etwas leid tat. Eine mit sich und ihrem Leben völlig überforderte Frau. Dennoch muss sie als Mutter für ihre Kinder stark sein, finde ich. 

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[Rezension] Traumfänger – Petra Röder

Geposted am 15. Juni 2012 um 5:20

Rezension, Petra Röder, Edition Winterwork

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Titel: Traumfänger
Reihe: Einzelband
Autorin: Petra Röder
Verlag: Edition Winterwork
Erscheinungsjahr: 2012
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 290

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Seit ihre kleine Schwester Emma im Koma liegt, hört Kylie sie in ihren Träumen um Hilfe rufen. In genau einem solchen Traum trifft sie Matt Connor, der dort seit Monaten festsitzt. Bald wird klar, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen, doch hat ihre aufkeimende Liebe überhaupt eine Chance?

Denn nur wenn es Kylie gelingt, Matt und Emma aus diesem Traum zu befreien, werden die beiden auch in der realen Welt überleben. Doch in der Traumwelt wimmelt es von bösartigen Kreaturen und Matt trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, von dem Kylie erst erfährt, als es fast zu spät ist.

Rezension:

Eigentlich wollte ich das Buch im Urlaub lesen, aber aufgrund der fast schon euphorischen Rezension auf “Buchverliebt” konnte ich nicht mehr warten und ich wurde nicht enttäuscht. Ich bin begeistert!!

Petra Röder hat hier ein wahrlich fantastisches Buch geschrieben. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und ich habe sie alle ins Herz geschlossen, Kylie, Matt, Needle, die Waldfee und auch die Feuerwölfe. Die sogar ganz besonders.

Die Idee hinter der Geschichte hat mir super gefallen. Eine Traumwelt, die von einem bösen Machthaber übernommen wurde und in die nur noch wenige Menschen eindringen können. Kylie kann es in ihren Träumen und gemeinsam mit Matt macht sie sich auf ihre Schwester Emma zu retten und die Traumwelt zu befreien. Dabei findet sie auf der Reise viele neue Freunde, wie z. B. Ingrid die Waldfee.

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[Rezension] Sternensturm – Kim Winter

Geposted am 7. Juni 2012 um 18:33

Rezension, Kim Winter, Planet!

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Titel: Sternensturm
Reihe: Sternentrilogie; Band 2
Autorin: Kim Winter
Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger)
Erscheinungsjahr: 2012
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 560

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Iason hat sich entschieden: für die Liebe, für ein Leben mit Mia. Eigentlich perfekt. Aber plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Und ein unheimliches Flüstern spricht in der Nacht zu Mia. Sie fühlt sich gezogen und weiß nicht wohin. Stimmt es, dass die Entführer in Wirklichkeit hinter ihr her sind? Zweifel keimen auf, ob es Mia wirklich bestimmt ist, den Frieden nach Loduun zu bringen. Und bald schon nährt sich der Verdacht, dass sie vielmehr von einer dunklen und gefährlichen Macht gelenkt wird. Als Wächter seines Planeten muss Iason eine folgenschwere Entscheidung treffen und Mia gerät in ein Netz aus Intrigen, in dem sie niemandem trauen kann, am wenigsten sich selbst.

Rezension:

Noch solch ein wunderbares Buch, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Kim Winter hat es auch mit dem zweiten Band der Trilogie um Iason und Mia geschafft mich völlig in ihren Bann zu ziehen. In dieser Fortsetzung von Sternenschimmer fand ich Mia allerdings stellenweise etwas nervig. Sie benimmt sich nicht wie eine fast erwachsene Frau, sondern doch eher wie ein trotziges Kind. Mia hat Geheimnisse vor Iason, Finn und den anderen, obwohl das in der Situation in der sich die Freunde immer noch befinden nicht gerade förderlich ist. Sie bringt sich damit natürlich wieder selbst in Gefahr. Das Buch ist auch insgesamt düsterer als Sternenschimmer. Es wird mehr gekämpft und weniger geliebt. Die Geschichte weist ziemlich viele Kampf- und Actionszenen auf. Es ist natürlich immer noch nicht brutal oder so, aber es ist auch nicht ganz so schmusig, wie Sternenschimmer es war.

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[Rezension] Everlasting – Holly-Jane Rahlens

Geposted am 7. April 2012 um 8:27

Holly-Jane Rahlens, Wunderlich Verlag, Rezension

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Titel: Everlasting – Der Mann, der aus der Zeit fiel
Reihe: Einzelband
Autorin: Holly-Jane Rahlens
Verlag: Wunderlich
Erscheinungsjahr: 2012
Einband:
Seitenanzahl:

Meine Wertung: 5 Federn

Klappentext:

Man schreibt das Jahr 2264.
Gefühle sind unerwünscht, die Liebe ist ausgestorben. Die Geburtenrate ist gefährlich gesunken. Der junge Historiker und Sprachwissenschaftler Finn Nordstrom, Spezialist für die inzwischen tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, die 250 Jahre alten Tagebücher eines jungen Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Und albern. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von dem Mädchen, das quasi vor seinen Augen erwachsen wird.

Schließlich soll Finn in einem Virtual-Reality-Spiel in der Zeit zurückreisen, um das Mädchen zu treffen. Ohne es zu wissen, wird er damit zum Versuchskaninchen der Spieleentwickler. Warum schicken sie ausgerechnet ihn, den Fachmann für tote Sprachen, in die Zeit kurz vor Ausbruch der Großen Epidemie? Und was ist das für ein sonderbares Gefühl, das ihn überkommt, wenn er der jungen Frau begegnet?

Bald muss Finn sich entscheiden – für die Liebe oder für die Zukunft …

Zitat:

“Just wanted to let you know, that the I of my heart says hello to the you of yours.”
Seite 301

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich durch die Lesung der Autorin auf der Leipziger Buchmesse aufmerksam geworden. Holly-Jane Rahlens hat so intensiv gelesen, dass ich unbedingt wissen wollte wie die Geschichte weitergeht.

Zuerst hatte ich etwas Mühe mich in die Sprache hineinzufinden. Die Menschen in der Zukunft sprechen von sich in der 3. Person Singular. Finn sagte also z. B. “Dieser Historiker…” und ich habe mich immer gefragt “wen meint der?” bis ich wieder darauf kam, dass er von sich selber redet. In dieser Art des Redens hatte ich mich dann aber relativ schnell eingefunden und das Buch war einfach nur pures Lesevergnügen. Der Schreibstil, die Charaktere, einfach alles hat mich angezogen.

Als Finn im Laufe des Buches sein Denken verändert und von sich in der 1. Person Singular redet ist diese Umkehr schlüssig. Sie wird über das halbe Buch aufgebaut und ist für die Entwicklung der Geschichte und vor allem des Charakters Finn total logisch. Trotzdem hatte ich zunächst Probleme mich hineinzufinden. Nach einem halben Buch ist man so daran gewöhnt, dass die Figuren von sich in der 3. Person reden, dass es einem ganz komisch vorkommt sie plötzlich “ich” sagen zu hören. Interessante Erfahrung.

Gänsehaut gab es bei mir ganz massiv zu Beginn der Seite 353, warum kann ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich dann zu viel erzählen würde. Lest selbst!

Ich muss gestehen, dass ich gar nicht so eine ausführliche Rezension zu dem Buch schreiben kann, denn dieses Buch kann man nicht beschreiben, man muss es erleben. Es hat mich in seinen Bann gezogen, berührt, gefesselt… Everlasting bekommt von mir 5 Federn. Für mich ein Meisterwerk, welches man einfach gelesen haben muss.

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